Ertug: „Kein Gen-Mais für Europa!“

Europaparlament widerspricht Zulassung resistenter Maissorten

Am Mittwoch werden die Europaabgeordneten in Straßburg voraussichtlich gegen den Beschluss der EU-Kommission zur Zulassung gentechnisch veränderter Maissorten und einer Nelkensorte stimmen. Die Gen-Maissorten sind gegen das Pflanzengift Glyphosat resistent. Das führt zu einem erhöhten Einsatz des Pflanzengiftes beim Anbau.

„Glyphosat soll krebserregend sein. Dennoch konnten sich die Mitgliedstaaten am Montag nicht einigen, ob das Pflanzengift innerhalb der EU weiter verwendet werden darf. Da wäre es schon irrsinnig, wenn wir uns für gentechnisch veränderte Maissorten auf dem europäischen Markt aussprechen würden“, so der Amberger Sozialdemokrat und Europaabgeordnete Ismail Ertug.

„Solange es keine grundlegende Reform für das gesamte Verfahren zur Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Europäischen Union gibt, bin ich der Meinung, dass keine neuen gentechnisch veränderten Organismen auf den europäischen Markt kommen sollen“, so Ertug weiter.

Mit großer Mehrheit hatte das Parlament im Oktober 2015 einen Vorschlag der EU-Kommission zurückgewiesen, der völlig unzureichend war. Das Parlament fordert die EU-Kommission auf, einen neuen Vorschlag vorzulegen.

Das Votum des Europaparlaments ist für die EU-Kommission nicht bindend. Im Dezember 2015 hat das Europaparlament bereits einen Einwand gegen die Zulassung einer anderen genveränderten Maissorte angenommen, die ebenfalls gegen Glyphosat resistent ist.

Bitte unterstützen Sie eine unabhängige Berichterstattung in Regensburg.

 
Verein zur Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt e.V.
IBAN: DE14750900000000063363
BIC: GENODEF1R01