Landkreis unterstützt Kunst-FOS in Pielenhofen

Private Fachoberschule soll bereits ab September 2013 in Betrieb gehen Pielenhofen (RL). Die private Herderschule in Pielenhofen will ihr Angebot ausweiten und plant – vorbehaltlich der schulaufsichtlichen Genehmigung – eine Fachoberschule (FOS) für Gestaltung zu gründen. Dazu wurde von Seiten der Schule das ehemalige Kloster von Pielenhofen für 700.000 Euro erworben. Der FOS-Betrieb soll schon zum nächsten Schuljahr aufgenommen werden. Das Projekt wird von der Gemeinde Pielenhofen und dem Landkreis Regensburg unterstützt. Entstehen soll hierbei die erste Fachoberschule im Landkreis. Damit würde eine Lücke im Schulangebot in der Region geschlossen werden, denn die nächsten Fachoberschulen für Gestaltung befinden sich erst wieder in Straubing, Weiden und Nürnberg. Am Montag stellten der Geschäftsführer der Herderschule Dr. Rafael Köhler, die pädagogische Leiterin Dr. Regine Köhler, und Pielenhofens Bürgermeister Reinhold Ferstl, 2. Bürgermeister Jürgen Ebkemeier und 3. Bürgermeister Rudolf Gruber Landrat Herbert Mirbeth das Schulkonzept vor. Schon im September 2007 hatte die private Herder-Realschule im alten Pielenhofener Schulhaus ihren Betrieb aufgenommen. Sie ist mittlerweile etabliert und hat 115 Schüler. Durch den Kauf des Klostergebäudes mit 17.000 qm Grund und 10.000 qm Gebäudefläche, in der bis Juli diesen Jahres die Grundschule der der Domspatzen untergebracht ist, hat die Herderschule nun Platz genug, ihr Schulangebot auszuweiten. „Die Herder-Schule – Fachoberschule für Gestaltung – wird zum Beginn des Schuljahres 2013/14 nach Eingang des Genehmigungsbescheids in Pielenhofen ihren Betrieb aufnehmen. Sie steht allen Interessenten mit einem mittleren Bildungsabschluss offen, damit sie in zwei oder drei Jahren die fachgebundene bzw. allgemeine Hochschulreife erwerben können“, informierte Dr. Rafael Köhler. Landrat Mirbeth sieht in der neuen FOS einen Gewinn für die Region. „Ich glaube, dieser Zweig hat Zukunft“, so Mirbeth. Fachleute des Landratsamtes hätten zudem festgestellt, dass die Bausubstanz des Gebäudes gut sei. Erst in acht bis zehn Jahren stünden Renovierungen an. „Da das künstlerische neben dem sprachlichen Profil bereits ein Schwerpunkt der Herder-Realschule darstellt, ist die Erweiterung um die Fachoberschule für Gestaltung die schlüssige Fortführung des Schulkonzepts. Die Fachoberschule zielt aber nicht nur auf die Absolventen des Kunsterziehungszweiges der Realschule(n), sondern öffnet sich allen, denen die Arbeit mit künstlerischen Medien und Techniken Freude bereiten, gleich ob sie das zu ihrem beruflichen Mittelpunkt machen wollen oder nicht“, erläuterte Dr. Regine Köhler. Zunächst soll die private FOS einzügig anlaufen, eine Zweizügigkeit bis zur 12. Klasse ist jedoch geplant. Bürgermeister Ferstl betonte die schnelle Erreichbarkeit der neuen Schule auch von Regensburg aus. „Die Zwölfer-Linie des RVV hält in Pielenhofen und mit dem Zug und anschließend mit dem Bus von Etterzhausen aus ist man in 18 Minuten vom Regensburger Hauptbahnhof in Pielenhofen“, betonte er. Weitere Informationen auch unter www.herder-schule.eu oder Telefon 09473/950271.

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