MdL Tanja Schweiger führt FW-Fraktion im Kreistag

BRENNBERG. Auf der Fraktionsklausur im Brennberger Spital wählte die Kreistagsfraktion der Freien Wähler ihre Spitze neu. Einstimmige Nachfolgerin des kürzlich verstorbenen Josef Bezold ist MdL Tanja Schweiger (Pettendorf). „Auch wenn der Grund für die Neuorganisation trauriger nicht sein könnte, fühlen wir uns von Tanja Schweiger bestens vertreten. Sie hat bereits als Stellvertreterin bewiesen, dass sie diese Aufgabe hervorragend ausfüllt, so Kreisrat und Bürgermeister Willi Hogger. Ihr zur Seite als Stellvertreter steht der Vorsitzende im Kreisverband Harald Stadler (Neutraubling). Zum 4. Mitglied im Fraktionsvorstand, dem zudem noch Willi Hogger angehört, wurde der langjährige Kreisrat und Bezirkstagskandidat Michael Drindl (Regenstauf) gewählt. Als designierten Nachrücker im Kreistag begrüßte die neue Fraktionsvorsitzende den Hagelstädter Bürgermeister Anton Haimerl (Foto). „Wir freuen uns über die Unterstützung eines erfahrenen Kommunalpolitikers.“ Im Mittelpunkt der Klausurtagung stand der Kreishaushalt 2013, der von Alois Eder, Sachgebietsleiter im Landratsamt, vorgestellt wurde. Tanja Schweiger bewertete den Entwurf als „rund und positiv“. „Der Landkreis Regensburg ist sehr gut aufgestellt“, waren sich die Kreisräte einig. Die Bürgermeister Haimerl und Senft ergänzten: „Wir haben große Projekte wie Landratsamt und Schulen zu finanzieren, doch der Unterhalt der Straßen darf nicht vergessen werden“. „Man sollte auch über Senioren sprechen“, regte Michael Drindl an. Er empfahl eine Zusammenkunft der Seniorenbeauftragten aller Fraktionen, um ein Konzept auszuarbeiten, wie man auf Landkreisebene Senioren und die, die sich mit Seniorenarbeit und dem Thema Mehrgenerationen beschäftigen, unterstützen und die Informationen bündeln kann. Eventuell könne man, so Tanja Schweiger, „einen Preis für besondere generationenübergreifende Projekte in den Kommunen ausloben“. Beim Verkehrsthema Südspange herrschte allgemeines Kopfschütteln über die jüngste Entwicklung. Während man sich seit Jahren mit unterschiedlichem Erfolg bemühe, Grundstücke für die Trasse zu bekommen, tauchen jetzt anscheinend Pläne für eine PV-Anlage genau an der Stelle auf, wo die Südspange in die B15 münden soll. Zudem befürchten die Kreisräte, dass die ursprünglichen Kosten von 12 Millionen sich wohl bald verdoppeln dürften. Beim weiteren Dauerthema im Landkreis, dem Breitbandausbau, begrüßte die Fraktion, dass der Landkreis endlich ein gemeinsames und vom Landkreis koordiniertes Vorgehen plane. Hierzu soll der Landkreis die Feinabstimmung in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden in die Hand nehmen. Die Gemeinden müssen wissen, welche Unterstützung vom Landkreis kommt, und der Landkreis muss wissen, welche Gemeinden noch welchen Bedarf haben, so Tanja Schweiger abschließend.

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