SOZIALES SCHAUFENSTER

Neuer Verein will psychosoziale Versorgung von Geflüchteten in Regensburg verbessern

Pressemitteilung zur Vereinsgründung von Alveno Regensburg

„Alveno Regensburg“ gegründet: Neuer Verein will psychosoziale Versorgung von Geflüchteten in Regensburg verbessern.

Schon länger aktiv, jetzt auch formell ein Verein: Am 3. Dezember 2015 fand die Gründungsversammlung des Vereins „Alveno – Anlaufstelle für Traumahilfe und Integration Regensburg e.V.“ statt. Der Verein begleitet zahlreiche integrative Projekte und bietet Geflüchteten in Regensburg psychosoziale Beratung sowie freiwilligen Helfern im Bereich der Flüchtlingshilfe Schulungen mit dem Schwerpunkt „Trauma“ an.

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Schon seit November 2014 ist die Erste Hilfe-Gruppe für Traumata im Bereich der Regensburger Flüchtlingshilfe ein aktiver Bestandteil. Durch die Initiative von praktizierenden und angehenden Psychologen wurde eine offene Sprechstunde in der Erstaufnahmeeinrichtung in der Zeißstraße in Regensburg eingerichtet. Geflüchtete, die psychosoziale Unterstützung suchen – häufig aufgrund von traumatischen Erfahrungen im Heimatland oder auf der Flucht – sollten eine erste Anlaufstelle finden können. Geschulte Teams aus Psychologen und Psychologiestudenten boten deswegen eine Beratung an und vermittelten dolmetschergestützte Therapieplätze bei ansässigen Psychotherapeuten. Bald wurden weitere Fälle an die Gruppe herangetragen, weswegen eine zweite Sprechstunde eingerichtet werden musste. Nach einem weiteren Helfertreffen im September 2015 vergrößerte sich die Initiative erheblich. Es entstanden neue Projekte: eine Mutter-Kind-Gruppe, das Patenschaftsprojekt „Großer Bruder, Große Schwester“, eine Yogagruppe und das Fotoprojekt „Ich sehe was, was du nicht siehst“, welches derzeit im Historischen Museum ausgestellt ist. Außerdem bieten die Gründungsmitglieder Christine Collignon und Beatrix Eder seit Oktober 2015 Schulungen mit einer Einführung in das Thema „Trauma und Traumatherapie“ für ehrenamtliche und hauptamtliche Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe an.

Bis zu diesem Zeitpunkt waren die einzelnen Projekten unter dem Dach der Kooperationspartner Migrantenmedizin, Caritas und CampusAsyl aktiv. Um dem Engagement eine eigenständige rechtliche Basis zu bieten, wurde der Verein gegründet. Am 3. Dezember 2015 fand die Gründungsversammlung des Vereins „Alveno – Anlaufstelle für Traumahilfe und Integration Regensburg e.V.“ statt. In den Vorstand wurden die angehenden Psychologinnen Christine Collignon und Julia Punk gewählt. Der Name „Alveno“ bedeutet auf Esperanto Ankunft.

Für diesen Namen entschied sich die Gruppe, um den interkulturellen Charakter des Vereins zu betonen. Der Verein möchte in Zukunft auch Menschen mit eigener Fluchterfahrung in den Verein und die einzelnen Projekte integrieren. Die Beratungsgespräche wären ohne die ehrenamtliche Unterstützung von muttersprachlichen Dolmetschern nicht möglich. Großes Ziel des Vereins ist die Verbesserung der psychosozialen Situation von Geflüchteten. Gleichzeitig will der Verein die Weiterbildung von ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeitern im Bereich der Flüchtlingshilfe durch Schulungen unterstützen. Dabei ist den Mitgliedern des Vereins wichtig, weitere Projekte im psychosozialen Bereich zu fördern und anderen aktiven Gruppen in Regensburg Unterstützung und Expertise anzubieten.

Weitere Informationen zum Verein und den einzelnen Projekten finden Sie auf www.alveno-regensburg.de.

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