Studentische Vollversammlung am Mittwoch

Wie unserer Pressemitteilung vom 25.05.16 zu entnehmen, findet am 08.06.16 um 14:00 s.t. im Audimax eine studentische Vollversammlung der Universität Regensburg statt. 

„Die Vollversammlung ist ein wichtiges Mittel zur hochschulpolitischen Mitbestimmung. Wir rufen alle Studierenden deshalb auf, ihr Mitspracherecht am Mittwoch wahrzunehmen.“, sagt Julia Greim, studentische Sprecherin.

Die studentische Vollversammlung  ist das höchste beschlussfassende Gremium der Hochschulpolitik. Sie  dient einerseits zur Information und Diskussion über Themen der  Hochschulpolitik und des Studienalltags. Ab einer Teilnahme von 5% der   Studierenden gilt sie als beschlussfähig. Ein Ziel ist  es dann, ein  Votum der Studierenden über  hochschulrelevante Themen  einzuholen, an  denen sich die Gremien in ihrer Arbeit orientieren  können.

Lea Karamizadeh, Referentin für Soziales und Finanzen im Sprecher*innenrat betont: „Die Beschlüsse der Vollversammlung geben uns gewählten hochschulpolitischen Vertreter*innen ein direktes Votum, das uns in unserer Arbeit bestärkt. Somit können wir beispielsweise gegenüber der Hochschulleitung besser für unsere Positionen argumentieren und gemeinsam für eine Uni nach unseren Vorstellungen kämpfen.“

Nadine Randak, Referentin für Antidiskriminierung im Sprecher*innenrat ergänzt: „Die Anzahl der Teilnehmenden alleine sehen wir nicht als primär relevanten Punkt. Wir sehen es als unsere Aufgabe, einen Raum für politische Diskussion zu schaffen. Auch ein Zusammenkommen weniger Studierender trägt dazu bei, das Problembewusstsein und Interesse für hochschulpolitische Belange zu erhöhen und den Diskurs anzuregen.“

Der Sprecher*innenrat hat bereits alle nötigen Vorbereitungen getroffen, um den Studierenden eine   Diskussionsplattform zu bieten und ihre Positionen und Vorschläge einzubringen. Er konnte im Kontakt mit der Hochschulleitung und den Dozierenden sicherstellen, dass alle Studierenden für die Zeit der Vollversammlung von der Anwesenheitspflicht in Kursen befreit sind und ihnen kein Nachteil entsteht, wenn sie an der Versammlung teilnehmen. Außerdem wurden Sitzungsformalia wie Rederegeln formuliert, die den reibungsfreien Ablauf der Versammlung garantieren sollen. 

Als inhaltliche Grundlage dienen die bereits vorab (https://www.vollversammlung.info/tagesordnung) einsehbaren Anträge zu verschiedenen Themen, die die hochschulpolitische Arbeit aktuell prägen:

„Selbstbestimmt Studieren statt Anwesenheitszwang“
fordert die Abschaffung der Anwesenheitspflicht und damit die Einhaltung des entsprechenden Ministeriumsbeschlusses, um einem selbstbestimmten und freien Studium gerecht zu werden. 

„Für eine Universität des 21. Jahrhunderts. Mehr Frauen in Forschung und Lehre!“
fordert eine stärkere Förderung von Frauen in Wissenschaft und Forschung und die Festschreibung und konkrete Ausgestaltung dessen in einem Gleichstellungskonzept in jeder Fakultät.

„Kostenfreie Bildung für alle – Auslagenersatz/Sprachkursgebühren abschaffen!“
fordert ein generell kostenfreies Bildungsangebot und spricht sich daher gegen Studiengebüren aller Art aus. Aktuell steht die Universität dieser Forderung durch die Erhebung von Gebüren für Sprachkurse noch entgegen.

„Mehr Werbeflächen für studentische Gruppen – Kommerzwahn stoppen!“
fordert langfristig die Abschaffung, mittelfristig vorerst die Reduzierung kommerzieller Werbung am Campus und spricht sich stattdessen für mehr Werbemöglichkeiten für studentische und universitäre Initiativen und Gruppen aus.

„Eine Uni, die dem Frieden dient: Zivilklausel jetzt!“
fordert mit einer Zivil- und Transparenzklausel die Universität auf, ihre Forschung nur noch transparent und im zivilen Bereich zu tätigen und spricht sich damit klar gegen Wehr- und Rüstungsforschung aus. 

Darüber hinaus sind alle Studierenden aufgerufen, über das Antragsformular auf der Webseite im Voraus oder auch direkt auf der Vollversammlung eigene Anträge einzureichen, die dann von allen Studierenden diskutiert und abgestimmt werden können. 

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