„Grass-Gedicht ist Marketing-Gag“

P R E S S E – E R K L Ä R U N G Freundeskreis Israel in Regensburg und Oberbayern e.V.: Marketing-Gag Auch wir glauben, dass Grass eine Marketing-Strategie ausgeklüngelt hat. Wir haben sehr viel Verständnis, wenn ein in Vergessenheit geratender Nobelpreisträger sich einen Marketing-Gag ausdenkt. Wir haben auch Verständnis, wenn er voller Pathos weint, weil seine Tinte ausgegangen ist. Man kommt auch oft auf dubiose Marketing-Einfälle. Dieses sprachlich erbärmliche und inhaltlich (fahrlässig oder vorsätzlich?) Lügen und Vorurteile verbreitende Gedicht war allerdings ein zu geschmackloser und äußerst unwürdiger Marketing-Gag. Regina Lea Wagner, Wisconsin Dr.Roland Hornung, Regensburg

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Kommentare (8)

  • MHH

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    Was hat den Freundeskreis Israel hier geritten. Diese Presseerklärung versucht sich außer unbelegter Vorwürfe („Lügen“) nicht mit Inhalten auseinanderzusetzen sondern statt dessen den Schreiber persönlich, also die Person Grass, zu erniedrigen. Wie billig!

    Zugegeben, auch ich bin (wie manch andere) nicht der Meinung, dass Grass hier ein großartiker lyrischer Wurf gelungen ist. Auch mir gefallen einige (in der Lyrik aber oft übliche) etwas schwulstig/pathetische (z.B. „mit letzter Tinte“) Teile dieses Gedichts nicht. Und über das ein oder andere Wort lässt es sich trefflich streiten.

    Gleichwohl steht auch ihm das Recht zu, seine Sicht der Dinge darzulegen ohne deshalb persönlich diffamiert zu werden. Sein Anlass war offenbar die Lieferung eines deutschen U-Boots an Israel, das für Abschüsse von Atomraketen geeignet ist. Von einem neuen Buch (These Werbegag) von ihm ist mir nichts bekannt.

    Ich bin z.B. auch der Meinung, dass in Israel nicht unwesentliche Teile der herrschenden Politik (im allgemeinen Sprachgebrauch als „ultrakoservativ“ bezeichnet, ich würde sie eher als rechtsextrem und nationalistisch bezeichnen) eine Gefahr nicht nur für den Nahen Osten sondern für den Weltfrieden darstellen. Sie unterscheiden sich kaum von islamistischen oder auch christlichen Hasspredigern. Auch ich habe etwas gegen Erstschlagsdoktrin, insbesondere wenn sie von politisch Verantwortlichen geäußert werden, dessen Land zu den Atommächten zählt . Bin ich deshalb ein Feind Israels?

    Ein interessanter Debattenbeitrag (wie ich finde) ist übrigens hier zu finden: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,826163,00.html

  • Matthias

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    Dr. Roland Hornung hat auch den „Arabischen Frühling“ auf Facebook beklatscht und gemeint, jetzt würde Israel ganz viele neue Freunde bekommen. Aus meinem Blickwinkel setzt sich hier seine Wahrnehmungsstörung fort.

    Günter Grass sollte den Friedensnobelpreis bekommen, diese Diskussion angestoßen zu haben.

  • Joachim Datko

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    Meiner Meinung nach versucht man in der westlichen Welt Kritik an Israel zu unterdrücken! Wer Israel kritisiert, wird von vielen Seiten stigmatisiert.

    Ich habe auch schon die Schere im Kopf. Damit die Zeilen überhaupt freigegeben werden, verzichte ich auf mir wichtig erscheinende Informationen.

  • Gondrino

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    Ich habe das Gedicht gelesen und kann keine Lügen entdecken.

    Israel gilt nunmal als Atommacht, ist ja auch nicht dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten. Die gelieferten U-Boote können atomare Mittelstreckenraketen tragen und werden zu einem Drittel mit deutschen Steuergeldern bezahlt (Quelle Tagesschau 12.04.12)

    Zu diesen Tatsachen würde mir anderes als ein Gedicht einfallen…

    Jetzt Grass zu diffamieren oder versuchen auszugrenzen, zeigt mir, dass die Gegenseite über keinerlei Argumente verfügt.

  • frage

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    „Zu diesen Tatsachen würde mir anderes als ein Gedicht einfallen…“

    das ist der beste satz den ich bei der ganzen berichterstattung bisher gehört habe.

    grass übertreibt. iran wird durch einen nuklearschlag genausowenig ausgelöscht wie israel. grass „gedicht“ ging auch klar an die israelische regierung. nicht gegen israel, nicht gegen israeliten und schon gar nicht gegen juden.

  • norbert e. wirner

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    naja… wo leben wir?

    kritiserst du israels politik: bist ein nazi.
    kritisierst du den iran, bzw. den ausgelebten, strengen islam: bist ein nazi
    kritisierst du wer-weis-was: könntest du schnell ein nazi werden

    keine leichten zeiten….

  • Joachim Datko

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    Es sind die abrahamitischen Religionen, die gegeneinander kämpfen.

    Zu norbert e. wirner 12.04.12 – 23:34 „kritiserst du israels politik: bist ein nazi.
    kritisierst du den iran, bzw. den ausgelebten, strengen islam: bist ein nazi“

    Es sind die abrahamitischen Religionen, die gegeneinander kämpfen: Judentum, Christentum und Islam. Die abrahamitischen Religionen sind ein Last für die Menschen. Den Menschen wird in der Kindheit das jeweilige Feindbild in den Kopf geprägt.

    Wann werden den Gläubigen die Augen aufgehen, wann werden sie im abrahamitischen Gott das inhumane Monster erkennen?

    Siehe:
    http://www.monopole.de/Menschenbild-Vergleich-Humanismus-Christentum-Islam-Judentum-Abraham.html

    Wir haben etwas Besseres, es sind der Humanismus und die Wissenschaften.

    Der Humanismus stellt den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt und nicht etwa fiktive Götter und Teufel. Die Wissenschaften erklären die Welt rational und führen zu Wohlstand und einer sehr guten medizinischen Versorgung.

  • norbert e. wirner

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    ja, joachim datko, das unterschreibe ich mal sofort:

    “ Der Humanismus stellt den Menschen mit seinen individuellen Bedürfnissen in den Mittelpunkt und nicht etwa fiktive Götter und Teufel. Die Wissenschaften erklären die Welt rational und führen zu Wohlstand und einer sehr guten medizinischen Versorgung. “

    absolut richtig, aber erklären wir das mal den anderen….

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