„Aus Stehzeugen Fahrzeuge machen!“

ÖDP will Carsharing in Regensburg zur fünften Säule im Umweltverbund machen Regensburg. Wie jüngst in den Medien berichtet wurde, ergänzt das in Regensburg angesiedelte Unternehmen Infineon seine Dienstwagenflotte ab sofort durch ein Car-Sharing-Modell. Damit greift das Unternehmen einen Ratschlag diverser zukunftsorientierter Mobilitätsstudien auf. ÖDP- Stadtrat Benedikt Suttner weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass ebenso wie die Stadt Regensburg über den Bayerischen Städtetag inzwischen auch der Bundesverband CarSharing als Mitglied in der von der Staatsregierung initiierten Bayerischen Klimaallianz gelistet ist. Die Klimaallianz betont im Rahmen zukunftsorientierter Mobilität die Bedeutung von Car-Sharing-Konzepten wie folgt: „Carsharing leistet einen wichtigen Beitrag bei der Lösung der Verkehrsprobleme nicht nur in überlasteten Städten und Gemeinden. Es ist bereits heute zentraler Baustein eines zukunftsfähigen Mobilitätssystems und könnte diese Rolle zukünftig verstärkt wahrnehmen. Es entlastet Städte und Gemeinden nachhaltig vom Verkehr und seinen Belastungen, ermöglicht eine lebenswerte Umgebung und bietet den dort wohnenden Menschen dennoch die Vorzüge flexibler, individueller Fahrzeugnutzung im Umweltverbund mit Bussen, Straßenbahnen, Eisenbahn, Fahrrad und Zufußgehen.“ Benedikt Suttner: „Regensburg sollte den Umweltverbund aus Bahn, Bus, Rad und Fußverkehr durch eine fünfte Säule Carsharing vervollständigen. Carsharing könnte den ÖPNV durch flexible individuelle Mobilität ergänzen und bisherige Schwachstellen beheben. Schließlich ersetzt ein im Carsharing genutzter PKW vier bis acht Autos. Aus „Stehzeugen“ werden „Fahrzeuge“, was nicht zuletzt zu einer Entspannung der Parkplatzsituation (z.B. in der Altstadt) führt und letztendlich der Stadtplanung neue Flächenspielräume (z.B. für Grünflächen) eröffnet.“ Zwar lehnte die Stadtratsmehrheit bei der Beratung der neuen Stellplatzsatzung einen von der ÖDP eingebrachten Ergänzungsantrag zum Carsharing noch ab, doch Suttner sieht darin keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. Schließlich weisen aktuelle Untersuchungen, wie z.B. eine jüngst veröffentlichte Umfrage der Ergo-Versicherungsgruppe, auf ein sich stark veränderndes Mobilitätsverhalten, insbesondere der jüngeren Bevölkerung (16-29 Jahre), hin. Die Rolle des Autos als Statussymbol hat demnach abgenommen und eine flexible Nutzung unterschiedlichster Mobilitätsmittel des Umweltverbundes gewinnt vor allem in Städten an Bedeutung. Regensburg mit seinem hohen Anteil an Vertretern dieser Altersgruppe sollte nach Ansicht Suttners auf diese Entwicklung reagieren um den Anschluss nicht zu verpassen. Des Weiteren würde ein Aktionsplan CarSharing, wie ihn beispielsweise die Stadt Bremen verabschiedete, eine sinnvolle Ergänzung zum Regensburger Radverkehrskonzept darstellen. Durch eine Vollkostenrechnung des städtischen PKW-Fuhrparks könnten Carsharing-Konzepte als Alternative zu eigenen PKW-Neuanschaffungen geprüft und evtl. Kosten eingespart werden. Dadurch könnten zudem die jüngsten Vorschläge des Stadtratskollegen Jürgen Huber zu einem emissionsärmeren städtischen Fuhrpark ergänzt werden. Da eine Ausweisung reservierter Car-Sharing-Parkplätze im öffentlichen Straßenraum durch die aktuelle Version der Straßenverkehrsordnung noch verhindert wird, sollte sich die Stadt Regensburg über den Städtetag für eine Nivellierung der entsprechenden Gesetzgebung auf Bundesebene einsetzen. Um diese Punkte voranzubringen stellte Benedikt Suttner für die ÖDP-Fraktion einen entsprechenden Stadtratsantrag (siehe unten). Antragstext: „Aus Stehzeugen werden Fahrzeuge!“ – Carsharing zur fünften Säule im Umweltverbund machen Der Stadtrat beschließt: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, mit dem Bundesverband CarSharing als Mitglied der Bayerischen Klimaallianz Kontakt aufzunehmen mit dem Ziel, einen städtischen Carsharing-Aktionsplan Regensburg zu erstellen. 2. Die Verwaltung prüft, wieweit (privatwirtschaftlich organisiertes) Carsharing im städtischen Fuhrparkmanagement eine Alternative zu Neuanschaffungen von PKWs sein kann. Die Analyse erfolgt auf der Grundlage einer Vollkostenrechnung. 3. Die Stadt Regensburg setzt sich für eine Nivellierung der Straßenverkehrsordnung in Bezug auf eine gesicherte Rechtsgrundlage zugunsten von reservierten Carsharing-Stationen im öffentlichen Straßenraum ein. Begründung: Wie jüngst in den Medien berichtet wurde, ergänzt das in Regensburg angesiedelte Unternehmen Infineon seine Dienstwagenflotte ab sofort durch ein Car-Sharing-Modell. Damit greift das Unternehmen einen Ratschlag diverser zukunftsorientierter Mobilitätsstudien auf. Ebenso wie die Stadt Regensburg über den Bayerischen Städtetag ist inzwischen auch der Bundesverband CarSharing Mitglied in der von der Staatsregierung initiierten Bayerischen Klimaallianz. Die Klimaallianz betont im Rahmen zukunftsorientierter Mobilität die Bedeutung von Car-Sharing-Konzepten wie folgt: „Carsharing leistet einen wichtigen Beitrag bei der Lösung der Verkehrsprobleme nicht nur in überlasteten Städten und Gemeinden. Es ist bereits heute zentraler Baustein eines zukunftsfähigen Mobilitätssystems und könnte diese Rolle zukünftig verstärkt wahrnehmen. Es entlastet Städte und Gemeinden nachhaltig vom Verkehr und seinen Belastungen, ermöglicht eine lebenswerte Umgebung und bietet den dort wohnenden Menschen dennoch die Vorzüge flexibler, individueller Fahrzeugnutzung im Umweltverbund mit Bussen, Straßenbahnen, Eisenbahn, Fahrrad und Zufußgehen.“ Insbesondere die Vernetzung der einzelnen Akteure wird dabei als Garant für deren weiteren Erfolg gesehen. Das Beispiel Infineon birgt die Möglichkeit, auch als Stadt Regensburg einen Meilenstein im Hinblick auf eine Ergänzung des Umweltverbundes durch eine fünfte Säule Carsharing zu schaffen, dadurch den ÖPNV durch flexible individuelle Mobilität zu ergänzen und Schwachstellen zu schließen. Schließlich ersetzt ein im Carsharing genutzter PKW vier bis acht Autos. Durch die gemeinsame flexibel gestaltete Nutzung von PKWs werden aus Stehzeugen Fahrzeuge, was nicht zuletzt zu einer Entspannung der Parkplatzsituation (z.B. in der Altstadt) führt und letztendlich der Stadtplanung neue Flächenspielräume eröffnet. Aktuelle Untersuchungen, wie z.B. eine jüngst veröffentlichte Umfrage der Ergo-Versicherungsgruppe, weisen auf ein sich stark veränderndes Mobilitätsverhalten insbesondere der jüngeren Bevölkerung (16-29 Jahre) hin. Die Rolle des Autos als Statussymbol hat demnach abgenommen und eine flexible Nutzung unterschiedlichster Mobilitätsmittel des Umweltverbundes gewinnt vor allem in Städten an Bedeutung. Regensburg mit seinem hohen Anteil an Vertretern dieser Altersgruppe sollte auf diese Entwicklung reagieren. Des Weiteren würde ein Aktionsplan CarSharing, wie ihn beispielsweise die Stadt Bremen verabschiedete, eine sinnvolle Ergänzung zum Regensburger Radverkehrskonzept darstellen. Durch eine Vollkostenrechnung des städtischen PKW-Fuhrparks können Carsharing-Konzepte als Alternative zu eigenen PKW-Neuanschaffungen geprüft und evtl. Kosten eingespart werden. Da eine Ausweisung reservierter Car-Sharing-Parkplätze im öffentlichen Straßenraum durch die aktuelle Version der Straßenverkehrsordnung verhindert wird, sollte sich die Stadt Regensburg über den Städtetag für eine Nivellierung der entsprechenden Gesetzgebung auf Bundesebene einsetzen.

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Kommentare (3)

  • Leumund

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    Stehzeugen? Die Ergo-Versicherungsgruppe hat vermutlich den entsprechenden Leumund um beim Thema Verkehr zitiert zu werden.

  • Klima - na, und

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    „Der Anstieg des Kohlendioxyds wird zukünftigen Menschen erlauben, unter einem wärmeren Himmel zu leben“.
    Svanthe Arrhenius, Chemie-Nobelpreis 1093

    Ob sich da dieser sprecherziehende (univ.) Lehrer für Grundschulen und ÖDP-Stadtrat nicht vor Antragstellung besser mit seinem Fraktionskollegen J. Graf (Chemie-Pauker a. D.) beraten hätte?

  • Klima - na, und

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    @ Klima – na, und 27.02.2013, 14:38h
    streiche: „1093“, setze: „1903“

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