Greenpeace-Schiff macht Welle gegen Plastikmüll

„Beluga II“ legt auf Meeresschutz-Tour auch in Kelheim und Regensburg an

Unter dem Motto: "Wellemachen fuer den Schutz der Meere" tourt das Greenpeace Schiff Beluga II durch 15 Staedte in Deutschland (hier Koeln). Meerestier-Skulpturen aus Plastikmuell sind im Inneren der Beluga ausgestellt. Besucher sind eingeladen, an Bord zu erfahren, was der Schutz der Meere mit Plastikmuell zu tun hat.

Unter dem Motto: „Wellemachen fuer den Schutz der Meere“ tourt das Greenpeace Schiff Beluga II durch 15 Staedte in Deutschland (hier Koeln). Meerestier-Skulpturen aus Plastikmuell sind im Inneren der Beluga ausgestellt. Besucher sind eingeladen, an Bord zu erfahren, was der Schutz der Meere mit Plastikmuell zu tun hat.

Kelheim/Regensburg, 01.06.2016 – Das Greenpeace-Schiff „Beluga II“ geht im Rahmen seiner mehrwöchigen Tour für den Meeresschutz auch am 4. Juni in Kelheim und am 6. Juni in Regensburg vor Anker. Das Schiff ist seit März unterwegs und besucht entlang deutscher Flüsse insgesamt 15 Städten, um seine Türen für Besucher zu öffnen. Diese erhalten bei einer kostenlosen Schiffsführung einen Einblick in das Leben an Bord und die Arbeit der Umweltschutzorganisation. Greenpeace-Ehrenamtliche informieren über den faszinierenden Lebensraum Meer und seine Gefährdung durch Plastikmüll. Dazu gibt es einfache Tipps zur Vermeidung von Plastikmüll im Alltag und Mitmachmöglichkeiten, um gemeinsam mit Greenpeace „Welle zu machen“ – für den Schutz der Meere. Mit an Bord ist außerdem eine spezielle Vorrichtung, um unter anderem Rhein und Donau auf Mikroplastik zu testen sowie eine spannende Ausstellung. Das Schiff liegt in Kelheim am Samstag, 4. Juni von 10 bis 19 Uhr an der Bootsanlegestelle am Parkplatz Niederdörfl und in Regensburg am Montag, 6. Juni von 14 bis 19Uhr an der Donaulände, 200 Meter flussabwärts von der Eisernen Brücke.

Bis zu 13 Millionen Tonnen Kunststoff gelangen jährlich über Flüsse, durch Wind, Abwässer, Sturmfluten oder Hochwasser von Land aus ins Meer. Dieser im Meer treibende Plastikmüll kann für Meerestiere zu einem qualvollen Tod führen. Sie strangulieren sich oder verwechseln Plastik mit Nahrung, können den Kunststoff nicht verdauen und verhungern im schlimmsten Fall mit vollem Magen. „Weltweit – von der Arktis bis zum Südlichen Ozean – leidet der Lebensraum Meer unter Plastikmüll. Auch über deutsche Flüsse gelangt Plastik in die Nord- und Ostsee“, sagt Lisa Maria Otte, Meeres-Expertin von Greenpeace und fordert: „Bundesumweltministerin Barbara Hendricks muss die Plastikflut eindämmen: Verbote von Plastiktüten und von Mikroplastik in Kosmetika sind längst überfällig.“

Mikroplastik in der Nahrungskette

Weniger sichtbar, aber massenhaft in unsere Gewässer vorgedrungen, ist das so genannte Mikroplastik. Diese mikroskopisch kleinen Kunststoffteilchen stecken etwa in Kosmetika wie Peeling oder Zahnpasta und gelangen über Abflüsse in Gewässer, oder entstehen durch die Zersetzung von Plastikmüll. Mikroplastik ist mittlerweile auch in den Mägen verschiedener Speisefischarten, in Muscheln oder Garnelen gefunden worden. „Plastikmüll landet weltweit nicht nur in der Natur, sondern auch in unserer Nahrung. Trotz wissenschaftlicher Untersuchungen kann noch niemand genau sagen, wie viel Plastik schlussendlich auf unseren Tellern landet und welche Auswirkungen es hat“, erklärt Otte. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Plastik liegt in Westeuropa damit beim Dreifachen des weltweiten Durchschnitts. Zwei Drittel des Plastikverbrauchs in Europa entfällt auf nur fünf Länder: Deutschland liegt an der Spitze mit fast 25 Prozent, gefolgt von Italien, Frankreich, Großbritannien und Spanien.

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