Im Andreasstadel: Verboten-Verfolgt-Vergessen

Verboten-Verfolgt-Vergessen

  Bereits kurz nach Ende des 2. Weltkriegs begann der Kalte Krieg. Vor diesem Hintergrund plante die Bundesregierung unter Kanzler Adenauer schon 1950 den Aufbau einer Armee. Gegen dieses Vorhaben gab es in der Bevölkerung große Proteste. Die Regierung Adenauer reagierte schnell. Innerhalb weniger Wochen wurde ein politisches Strafrecht eingeführt, das seine Wurzeln im Strafrecht der Nazizeit hatte. Alle BürgerInnen, die gegen die Wiederbewaffnung oder für die Wiedervereinigung waren, galten nun als StaatsfeindInnen. Über 200.000 Menschen wurden politisch verfolgt – häufig von Polizisten, Staatsanwälten oder Richtern, die ihr Handwerk noch in der Nazizeit gelernt hatten – und ca. 10.000 von ihnen zu teils langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Oftmals wurde ihre Existenz zerstört. Auf diese Weise wurde erstmalig in der Geschichte der Bundesrepublik – und lange vor 1968 – eine große außerparlamentarische Bewegung zerschlagen. Gedreht in High Definition, Blu-ray, DVD, Länge: 58 Minuten, Format: 16:9, D 2012 Regie: Daniel Burkholz Drehbuch: Daniel Burkholz, Sybille Fezer Creative Producer: Sybille Fezer Kamera: Ruzbeh Sadeghi Schnitt und Postproduktion: Gunnar Walther Produktion: Roadside Dokumentarfilm Copyright © 2012: Roadside Dokumentarfilm / Daniel Burkholz; alle Rechte vorbehalten Fotos – Proteste gegen die Wiederbewaffnung, KPD-Verbot, FDJ-Verbot, Autoren: Toni Tripp, Archiv Ruhr Museum Essen und Manfred Tripp, Archiv Hamburger Institut für Sozialforschung Der Film befíndet sich im Verleih von Roadside Dokumentarfilm. Bei Interesse bitten wir um Anfragen: Telefonisch: 0234-3241503, 0178-8899676; per Email: info[at]roadside-dokumentarfilm.

Stimmen zum Film

Über dieses Kapitel deutscher Geschichte wurde bislang weitgehend der Mantel des Schweigens ausgebreitet.Peter Kleinert, Neue Rheinische Zeitung   Unbedingt ansehen, keine Sekunde langweilig. Notwendiges Wissen über den „Unrechtsstaat“ der Bonner Republik.Anja Röhl, Scharf Links   Ein neuer Dokumentarfilm erzählt von Menschen und Unrecht. […] „Verboten-Verfolgt-Vergessen“ macht ganz still.Gisela Zimmer, CLARA    Der Film macht die Gründungsgewalt der BRD mit Originalaufnahmen anschaulich... . Matthias Reichelt, Junge Welt   Die Stärke des Films liegt darin, dass er auf jede Heroisierung verzichtet und aufzeigt, wie sich die Verfolgung auch auf das Umfeld der Betroffenen auswirkte.Peter Nowak, der Freitag   Burkholz’ Film ist nicht larmoyant, sondern überzeugt durch die klare, knappe Analyse der Schicksale […] Harald Hilpert, Braunschweiger Zeitung    Wie wenig sich diese Verfolgungspraxis mit dem offiziellen Anspruch als „demokratischer Rechtsstaat“ vertrug, macht Burkholz an vielen Stellen seines Films deutlich.Hans-Günther Dicks, Unsere Zeit   Dass das Bundesjustizministerium dem Regisseur des Films kein Interview geben wollte, dürfte wenig erstaunlich sein.Thomas Blume, Neues Deutschland  

Roadside Film Tour

Am Donnerstag, den 4. Juli und am Freitag, den 5. Juli

läuft Verboten-Verfolgt-Vergessen

im Kino im Andreasstadel, in Regensburg

Beginn: jeweils um 18.45 Uhr

Hier außerdem ein Link zur Homepage der Produktion: http://www.roadside-dokumentarfilm.de/index.php

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