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Integrationswille wird nicht belohnt

„Kinder brauchen Freunde, keine Abschiebung.“ An der Pestalozzi-Grundschule Regensburg kämpft man für das Bleiberecht einer Familie.

Gut integriert, erfolgreich absolvierte Deutschkurse und Arbeitsangebote aus der Pflege – dennoch soll eine Familie mit drei Kindern nach Äthopien abgeschoben werden. Ein Versuch am Mittwoch scheiterte am Flughafen. Die Schulfamilie an der Pestalozzi-Grundschule will das nicht hinnehmen. 

Familie Gezahegn will in Deutschland bleiben. Foto: as

„Wir möchten, dass Soliana und Eguel an unserer Schule bleiben dürfen.“ „Habt keine Angst, wir sind für euch da.“ „Kinder brauchen Freunde, keine Abschiebung.“ Daneben ein durchgestrichenes Polizeiauto. Es sind einige der bunt bemalten Blätter, die Soliana (9), Eguel (7) und ihre kleine Schwester Saron (5) heute bekommen haben. Von Schülerinnen und Schülern der Pestalozzi-Grundschule in Regensburg. Die Schulfamilie ist fassungslos über das, was den drei Kindern und ihren Eltern vor zwei Tagen widerfahren ist.

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Der erste Versuch, die Familie abzuschieben, scheiterte am Mittwoch noch – die Besatzung in Frankfurt weigerte sich. Doch es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis wieder Polizisten vor der Tür stehen, um sie mitzunehmen.

Gut integriert, arbeitswillig – aber kein Aufenthalt

Mihretab Haile Gezahegn, seine Frau Kidan Hinsta und ihre Kinder sind ein Beispiel dafür, wie wenig der Staat Integrationswillen honoriert. Sie sprechen gut Deutsch, wollen arbeiten – in der Pflege, wo Personal fehlt. Dennoch scheiterten sämtliche Versuche, einen dauerhaften Aufenthalt zu bekommen.

Der Familie droht die Abschiebung nach Äthiopien – und dort, wegen ihrer Herkunft aus der Region Tigray, mit hoher Wahrscheinlichkeit der Tod. Durch Hunger. Oder durch staatliche Willkür.

2022 flohen die Gezahegns vor dem Bürgerkrieg in Äthiopien nach Deutschland. Er kostete mehr als 600.000 Menschen das Leben. Laut Amnesty International wurden über 120.000 Frauen vergewaltigt, fast zwei Millionen Menschen vertrieben. Mihretab Haile und Kidan Hinsta verloren mehrere Verwandte bei Drohnenangriffen.

„Wenn es ginge, würden wir gern wieder zurückkehren.“

Bis zum Krieg ging es ihnen vergleichsweise gut, erzählen sie. Ein Haus, sogar ein kleines Auto. Man kam zurecht. „Wenn es ginge, würden wir gern wieder zurückkehren, aber das ist nicht möglich.“

Trotz eines Friedensabkommens von 2023 wird in der Region weiter gekämpft. Milizen morden, vergewaltigen, verhaften willkürlich. De facto herrscht dort noch immer Krieg. Das belegen auch die Reisewarnungen des Auswärtigen Amts.

Nach ihrer Ankunft in Deutschland landete die Familie zunächst in Neumarkt. Gutwillig gab sie den Behörden die Pässe – in der Hoffnung auf eine Arbeitserlaubnis. Beide absolvierten erfolgreich Deutschkurse. Der Vater arbeitete nebenher als Pflegeassistent bei der Diakonie. Man bot ihm sogar eine Ausbildungsstelle an. Er durfte sie nicht antreten.

Erster Abschiebeversuch: Kinder aus der Schule geholt

Die Pässe in den Händen der Ausländerbehörde hatten einen anderen Effekt: Sie erleichterten die Abschiebung. Am 27. Februar 2025 war es zum ersten Mal so weit.

Die Polizei holte die Kinder aus Schule und Kindergarten, setzte den Vater in der Asylunterkunft fest. An jenem Tag wurde Kidan Hinsta Gezahegn gerade aus dem Krankenhaus in Nürnberg entlassen.

Sie war schwanger gewesen und hatte aufgrund einer Infektion das Kind verloren. Eine traumatische Erfahrung, der die nächste unmittelbar folgte. Nur weil sie nicht zu Hause war, scheiterte die Abschiebung. Stattdessen kam die Mitteilung: Sie sollten Deutschland bis spätestens Mitte April verlassen.

Als Pflegekraft dringend gesucht – aber keine Arbeitserlaubnis

Aus Panik reiste die Familie nach Frankreich, versuchte dort Fuß zu fassen. Monate lebten sie auf der Straße, aßen in Notküchen, bei den Kirchen und sozialen Einrichtungen. Am Ende wieder die Nachricht: Hier könnt ihr nicht bleiben. Also zurück nach Deutschland. Seit Oktober lebt die Familie in Regensburg. Geduldet. Mit jeweils einem Monat Frist.

Dem Vater untersagte die Ausländerbehörde jede Beschäftigung. Die Mutter dürfte mit Genehmigung arbeiten – die Behörde verweigert sie bislang. Dabei liegen für beide Angebote vor.

Mihretab Haile Gezahegn legt einen Ausbildungsvertrag als Pflegefachhilfe einer Einrichtung in Hersbruck vor. Man hätte ihn dort gern genommen. Es scheitert an der Erlaubnis der Ausländerbehörde. Stattdessen am Mittwoch der zweite Versuch, die Familie nach Äthiopien abzuschieben.

„Schiebt mich ab, aber lasst meine Kinder hier.“

Am Nachmittag klopfte die Polizei an ihr Zimmer im Ankerzentrum. Sie sollten schnell eine Tasche packen. Es gehe nach Frankfurt, zum Flughafen. Ohne Essen, ohne Toilettenstopp, fuhr der Transport Nonstop nach Frankfurt.

Mehrfach musste die Mutter den Kindern frische Wäsche anziehen, weil sie sich vor Angst in die Hose machten, wie sie weinend erzählt. Soliana, die Älteste, hat in Äthiopien miterlebt, wie gewalttätig Behörden gegen ihren Vater vorgingen. Sie hat Angst vor Polizisten.

Auf dem Weg zum Flugzeug – es war inzwischen halb zehn Uhr nachts – nässte sie sich erneut ein. Sie flehte die Beamten an, sie hierbleiben zu lassen. Die Kinder bettelten die Polizisten an. Die Mutter drohte mit Suizid. „Schiebt mich ab, aber lasst meine Kinder hier“, habe sie gerufen.

Schließlich weigerte sich die Crew, die Familie mitzunehmen. Die Abschiebung scheiterte erneut. Um vier Uhr früh waren sie wieder in Regensburg. „Die Beamten haben gesagt, sie werden wiederkommen – und uns dann mit Gewalt mitnehmen“, weint Kidan Hinsta Gezahegn.

Letzte Hoffnung Härtefallkommission

Alle regulären Möglichkeiten, in Deutschland Asyl zu bekommen, sind für die Familie ausgeschöpft. Als letzte Hoffnung bleibt die Härtefallkommission des Bayerischen Innenministeriums. Ein langwieriger Weg mit vielen formalen Hürden. Die Schulfamilie an der Pestalozzi-Grundschule will das nicht hinnehmen. An diesem Freitag haben Schülerinnen und Schüler informell mit dem Sammeln von Unterschriften für die Familie begonnen.

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Kommentare (55)

  • Alfons

    |

    Gestern bei quer wurde das Dilemma erklärt. Deutschland brauch Fachkräfte und Arbeitskräfte aus dem Ausland. Es werden Anstrengungen unternommen um Ausländer mit Ausbildung zu motivieren nach Deutschland zu kommen. Das lässt der Staat sich auch was kosten. ABER. Integrierte Asylbewerber die arbeiten wollen und dies bereits tun, würden als “Pullfaktor” definiert. Bedeutet, die Politik glaubt es macht die Flucht attraktiv und erhöht die Asylbewerberzahlen, wenn integrierte Asylsuchende ohne Anerkennung in den Arbeitsmarkt integriert werden würden und dadurch ein Bleiberecht erhalten würden. Lange Rede kurzer Sinn, siehe quer von gestern und klar ist, individuelle Regelungen würden Geld sparen und Irrsinn der, ich nenn es mal Politikerbürokratieschwachmatie, abbauen. Ein bisserl gesunder Menschenverstand hat noch nie geschadet um den Populismus der Söderunion entgegenzuwirken. Tschuldigung, ich darf nicht alles an dem selbstverliebten Söder festmachen, dass können die andere Populisten verschiedenster parteipolitischer Herkunft mit der Annahme auf Zeitgeistwellen Stimmen zu fangen, eben so gut.

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  • Nesrin

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    Heute war – zurecht – helle Aufregung und Empörung weil in den USA die ICE Paras einen Vater und seinen fünfjährigen Sohn festgenommen und inhaftiert haben.

    Kann am Vorgehen der Behörden im vorliegenden Fall keinen qualitativen Unterschied zu jenem in den USA feststellen.

    Augen auf bei der Berufswahl. Niemand muss zur Polizei, BAMF oder Ausländerbehörde. Es gibt wirklich bessere und weniger menschenfeindliche Jobs.

    Wenn jetzt dann die GEAS Reform vollzogen wird wirds noch ekelhafter. Und man wird sagen können: die Mehrheit der Bevölkerung will das so und klatscht Beifall.

    Pfui Deifl.

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  • Manfred Martin

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    Ich danke der Crew am Flughafen in Frankfurt und den Menschen in der Regensburger Schule, die für die Flüchtlinge und ihre Kinder kämpfen! Dank gilt auch der Diakonie in Regensburg, die den Flüchtlingen einen Arbeitsplatz anbieten!
    Die Angestellten und Beamten die die Abschiebung beschlossen haben, wissen scheinbar nicht wie prekär die Situation in den Altersheime mit den Mitarbeitern ist!
    Ich wünsche Mitarbeiter, die für die Abschiebung verantwortlich sind, dass sie im Alter Probleme bekommen, wenn sie Pflege benötigen!

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  • f

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    diese nachricht bricht mir das herz!
    ich will nicht in einem land leben, in dem menschen in kriegsgebiete abgeschoben werden. ich könnte heulen.

    gibt es möglichkeiten, der familie zu helfen?

    eine petition? oder kann man vor ort in der schule unterschreiben?

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  • Info

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    am besten die Pestalozzi kontaktieren

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  • M.

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    Fakt ist: Äthiiopien ist mehr als 3mal so groß wie Deutschland und Tigray ist eine kleine Region im Norden Äthiiopiens, man hätte also innerhalb des Landes fliehen können und nicht fast 7 Tsd km nach Deutschland. Fakt ist auch, dass eine gute Integration nicht am Schulbesuch der Kinder oder an einem Deutschkurs bemessen werden kann. Beide Eltern verfügen Verüber keine Ausbildung, sind also von benötigten Fachkräfen weit entfernt, des weiteren sind die angestrebten Ausbildungen als Pflegefelfer keine Fachausbildungen. Sie kamen im Jahr 2022 nach Deutschland, Ende des selben Jahres wurde der Tigray-Konflikt beendet. Nur ca. 15 Prozent der Asylbewerber aus Äthiopien erhalten einen Schutztitel, viele davon lediglich ein Abschiebeverbot. Die allermeisten Äthiopier kommen aufgrund der wirtschaftlichen Lage und der besseren Perspektiven, dafür gibt es aber kein Asyl. Verfolgt wurde die Familie auch nicht …..die Familie lebt in einer Flüchtlingsunterkunft nach wie vor von öffentlichen Geldern, hier eine gute Integration zu behaupten, ist wohl etwas übertrieben. Man kann es ja gerne über die Härtefallkommission versuchen, große Chancen haben sie vermutlich nicht….auch wenn wieder etliche Menschen meinen, dass sie bleiben sollten. Erschwerend hinzu kommt noch, dass man vom Gehalt eines Pflegehelfers, wenn man denn die Ausbildung geschafft hat, keine 5köpfige Familie ernähren kann und vermutlich weiterhin auf soziale Unterstützung angewiesen sein wird.

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  • Axel

    |

    Kommentar gelöscht. Nur ein Pseudonym.

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  • Axel

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    Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus..
    Da fehlt noch was? Linken, emphatischen, Wohlfühl-Journalismus.
    Kein Cent von mir!
    Axel

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  • RegensburgerIn

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    Wie traurig und was WIR als Deutschland und Europa diesen Kindern antun. Traumatisiert durch Heimatland ist nicht gebug, wir mschen diese Kinder weiter krank.

    Jaja, wir handeln nach Gesetzen! So ist es halt, wir können ja nichts dafür.

    Doch! Die ZAB kann Ausbildungserlaubnis und Duldung erteilen! Davon würden ALLE profitieren.
    Respekt an die Schule. mal sehen wie schnell die Rektorin von der Regierung einen Anruf oder ein Schreiben bekommt.

    Und noch was, wir schieben Straftäter und Gefährder ab? Wie war es nochmal?

    Bitte mehr über solche Fälle berichten! Es ist nicht die einzige Familie in Regensburg, die grade akute Angst vor Abschiebung hat.
    Vielleicht sieht die Gesellschaft endlich, wie unmenschlich es alles ist.

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  • Irena Kuczynski

    |

    Hm, ich hab Mitgefühl mit den Kindern, aber nicht mit den Eltern. Sie wissen, dass sie kein Aufenthaltsrecht in Deutschland haben und zurückkehren müssen. Die unangenehme Polizeiaktion war nur nötig, weil sie das Land nicht selbst verlassen haben.

    Viele Ukrainer kehren in ihre Heimatregion zurück, dort wo nicht gekämpft wird.

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  • Mr. T.

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    Wie hat mal so ein tiefbrauner und alles andere als heller Trachtensakkofaschist hier in der Stadt gesagt? “Das Schlimmste ist ein fußballspielender, ministrierender Sengalese, der über drei Jahre da ist – weil den wirst Du nie wieder abschieben.”
    Genau deswegen wird die Integration, die man ja vornrum immer verlangt und voraussetzt hintenrum vorsätzlich sabotiert.
    Wenn ich dann den Blödsinn mit der fehlenden Ausbildung schon wieder lesen muss. Mit dem Argument müsste man dann auch sämtlichen Schulabgängern eine Untauglichkeit attestieren. “Keine Ausbildung” ist quasi der Startpunkt eines jeden Berufslebens. Mit der Ausbildung beginnt dann der Einstieg. Und wenn man für nicht einmal für eine solche taugt, gäbe es immer noch die Chance eine Parteikarriere in der CSU oder AfD für einen bezahlten Posten oder ein Mandat. Das haben schon einige beweisen, die mit ihren Fähigkeiten sonst eher ein hoffnungsloser Fall das Jobcenter geworden wären.

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  • St. Schrödinger

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    ergänzend zu @Mr.T. möchte ich hinzufügen, dass ja auch immer wieder die gut integrierten Fachkräfte (teilweise im selben Betrieb ausgebildet) abgeschoben werden.

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  • Rudi Ratlos

    |

    @Mr. T.: war das nicht der CSU-Generalsekretär, der später als Verkehrsminister mehrere hundert Millionen Euro der Steuerzahler mit einem einzigen Vertrag über eine nicht zulässige Mautvariante verschwendet hat und auch seinen unechten tschechischen Doktortitel zurückgeben musste?

    Nun, solche Leute äußern sich natürlich gerne zu Themen wie Migration und Abschieben!

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  • Ralf

    |

    An die Moralprediger: Ihr entzieht einem Land, in diesem Fall Äthiopien die Fachkräfte, damit ihr hier billige Pflegekräfte bekommt. Warum fehlen bei uns Pflegekräfte? Weil sie schlecht bezahlt sind.

    Wie soll Äthiopien wieder auf die Beine kommen, wenn gut ausgebildete, gesunde Fachkräfte abwandern?

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  • exilRegensburger

    |

    Ich habe an die Petitionsstelle des bay. Landtages eine Petition gestellt. Ich hab diesen Artikel als PDF angehängt, ich hoffe das geht Urheberrechtstechnisch klar.
    Sauerei, ich fühle mich nicht vertreten von Polizisten und Behörden die so dermaßen auf Art. 1 GG scheißen. Solche Leute gehören aus dem Staatsdienst entfernt.

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  • Gerhard Hain

    |

    Wir suchen dringend Arbeitskräfte auf allen Ebenen, also nicht nur Fachkräfte. Allein in Regensburg werden in den nächsten 10 Jahren rund 20.000 Arbeitskräfte altersbedingt ausscheiden. In den EU-Ländern sieht es nach und nach ähnlich aus. Aktuell haben wir bereits einen höheren Ab- als Zuzug von Arbeitskräften aus EU-Ländern in Deutschland, Tendenz steigend.

    Wir sind angewiesen auf Arbeitskräfte aus Drittländern und schieben nach wie vor integrierte und an Deutschland interessierte Menschen ab. Ja, manche erhalten kein Asyl, aber ist das so wichtig, wenn sie gut zu uns passen und motiviert sind?

    Mit unserer Asylpolitik haben wir uns schon erbärmlich lange aus der Verantwortung in dieser Welt verabschiedet. In 2025 flüchteten innerhalb des Sudan 10,5 Mio. Menschen und mussten dort versorgt werden. Im gleichen Zeitraum waren es nach Deutschland 0,15 Mio. und immer noch wird gejammert und gehetzt. Das ist erbärmlich, zutiefst inhuman und fatal falsch.

    Wir müssen eine Kehrtwende schaffen, sonst schaffen wir uns langsam selbst ab. Unternehmen brauchen neben Innovation auch motivierte Arbeitskräfte. Mit grölenden Realitätsverweigerern ist jedenfalls kein Staat und vor allem keine erfolgreiche Wirtschaft zu machen.

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  • KW

    |

    @exilRegensburger, so traurig es ist, aber es wimmelt nur von solchen Petitionen auf den bekannten Plattformen, weil die aktuelle Bundesregierung in ihrer dilettantischen und kontraproduktiven Art von “weg-regieren” der Afd, diese nur kopiert und meint, durch solcherlei Abschiebungen, die meist die Falschen trifft, Stimmen zurück zu gewinnen.
    Das Gegenteil ist der Fall, wie jeder halbwegs intelligente Mensch seit Jahren beobachten kann.

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  • exilRegensburger

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    @ M. Ralf & Co.:

    Ihr glaubt schon, wir haben es verdient im Wohlstand zu leben und der rest der Welt nicht?
    Die bisherigen G7 Staaten verbrauchen rund 40% der Weltweiten Ressourcen. China & Indien sind auf dem Weg jeweils die gleichen Ressourcen zu benötigen wir wir. 3 x 40% wird eng, dazu kommt dass dann immer noch 2 Milliarden Menschen auf dem Planten NICHTS haben. Unser Wohlstandkonzept funktioniert nicht für alle Menschen auf dem Planeten. Im Gegensatz zu der Dummheit einiger rechtsnationalen, sind die Ressourcen der Erde endlich. Irgendwann warten dieses 2 Milliarden nicht mehr darauf, dass das Glück zu ihnen kommt, die machen sich auf den Weg und kommen zu ihrem Glück. Das wird noch schlimmer in der Zukunft, wenn die Äquator Regionen vor Hitze unbewohnbar werden.
    Was glaubt ihr eigentlich alle, wieso wir privilegiert sind und der Rest der Welt nicht?
    Ich wünsche jedem dieser menschenfeindlichen rechtsschwrubbler, dass sie einmal in die Lage kommen, auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, und sie nicht zu erfahren, vielmehr wie Menschen zweiter Klasse behandelt zu werden.
    Grenzen existieren nur in euren verbohrten Köpfen. Das ist EINE Welt, ob ihr wollt oder nicht.

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  • Daniel

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    Das Fachkräfte-Argument mal wieder, das letzte Totschlagargument um eine Politik der massenhaftung Zuwanderung vermeintlich begründen zu können. Zusammengefasst sind die Menschen ausreichend qualifiziert um in Deutschland im Niedriglohnsektor arbeiten zu können, also entziehen wir sie ihren Heimatländern. Da müsste man aus einer postkolonialen kritischen Linse betrachtet doch eigentlich auf die Idee kommen, dass es sich dabei um eine Ausbeutung des globalen Südens handelt. Und warum sollte ein Asylrecht denn überhaupt der Anziehung von Fachkräften dienen? Werden da nicht Themen komplett miteinander vermengt? Ist das nicht eine Form der Vernebelung einer Thematik, wenn zum einen das Asylrecht gar nicht gedacht ist um hier zu bleiben, mit allen Rechten und Pflichten, zum anderen ein Großteil gar nicht erst am Arbeitsmarkt ankommt, sondern von Sozialhilfe lebt, nachhaltig die Menschen eher auf die Vorsorgesysteme drücken anstatt zu sie zu stützen? Was glaubt man denn wirklich zu lösen, was man nachhaltig sogar eher noch belastet? Ich kann dieser Logik schon seit 2016 nicht mehr folgen, seit ich mich allmählich und zunehemend kopfschüttelnd von diesem progressiven Framework abgewandt, aus dem ideologischen Würgegriff befreit habe.

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  • Irena Kuczynski

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    Kommentar gelöscht. Hier geht es nicht um den Islam.

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  • Günther Herzig

    |

    @exilRegensburger
    24. Januar 2026 um 20:24 | #
    Ob die G7 Staaten, damit auch Deutschland, rund 40 % der weltweiten Ressourcen verbrauchen, ich weiß es nicht. Man schmeißt also Deutschland in einen Topf mit anderen Ländern, um unser Land und seine Bevölkerung zu beschimpfen. Vielleicht ist das aber auch nur ein Wert, den jemand verwendet, der tickt wie ein exilRegensburger. Damit schließe ich natürlich nicht aus, dass es so ist. Es wäre aber ein wenig fairer vorzurechnen, ob Deutschland dann auch 1/7 des Verbrauchs der Ressourcen zuzurechnen ist und fair wäre es auch ein Rezept dafür anzubieten, wie sich das ändert. Dem exilRegensburger schlage ich vor mit gutem Beispiel voranzugehen und sofort auf sein Handy zu verzichten, ebenso auf die Heizung in seiner Wohnung und auf jegliche Fortbewegungsmittel, außer auf seine Füße, selbstverständlich ohne Sneakers aus China. Die Liste der möglichen Veränderungen ist maximal erweiterbar. Es würde mich sehr berühren, wenn der exilRegensburger meinen Vorschlägen folgt und das auch nachweist. Dass er dann Bürgergeldempfänger werden muss, was er vielleicht schon ist, scheint mir eine notwendige Folge zu sein. Dabei ist aber zu beachten, dass das Bürgergeld, wie auch alle anderen sozialen Segnungen erarbeitet werden muss von fleißigen Mitbürgern, denen das nur gelingen kann, wenn sie partizipieren an dem unmäßigen Ressourcenverbrauch, den der User beklagt.
    Dass es uns gut geht, hat mit ganz anderen Faktoren zu tun, was nicht näher auszuführen ist, um als wahr zu gelten. Niemand soll gehindert Behauptungen aufzustellen, wie ein exilRegensburger. Aber was sollen wir tun? Sollen wir kollektiv Suizid begehen, damit sich andere auf dieser Welt wohler fühlen?

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  • Ralf

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    @exilRegensburger: Sie schämen sich für dieses Land. Ich nicht. Seit 2015 haben wir laut Statista über 3 Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Merkel hat gesagt:”Wir schaffen das!” Und ich sage jetzt:”Wir haben es geschafft und ich bin stolz auf unser Land”

    Nur eine Frage bleibt: Warum haben wir dann immer noch Fachkräftemangel?

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  • Nevzad

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    Der Fachkräftemangel in der Pflege kommt nicht von der schlechten Bezahlung, sondern von der übertriebenen Dokumentationspflicht. In Deutschland verbringt jede Pflegekraft ein drittel ihrer Arbeitszeit nicht am Menschen sondern am Computer. Und wenn Besucher eines Pflegenden zum Schichtwechsel quasi sturmläuten und mir eine Szene machen, weil ihr Angehöriger im eigenen Dreck liegt, während ich gerade die Tagesdoku mache, dann kann wohl jeder verstehen, dass ich mir eine andere Arbeit suche. Ich habe das 5 Jahre über mich ergehen lassen

    Entschuldigung, wenn das nichts mit dem eigentlichen Artikel zu tun hat, aber auch diese Hilfskraft wird das eigentliche Pflegeproblem in Deutschland nicht lösen, sondern nach einigen Jahren entweder von selbst in die Heimat zurück kehren oder sich was anderes suchen

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  • eff ha

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    Auch ich unterstütze das Bleiberecht dieser Familie. Der Vater bietet sich auf dem Arbeitsmarkt an, die Mutter kümmert sich selbst um ihre Kinder, also kein Bedarf an Kita oder was auch immer. Alle sind integriert, haben hier Freunde. Man müsste wirklich mal nachdenken für ein grundsätzliches Veto-Recht der Stadt oder Gemeinde gegen Abschiebungen von Stadt- oder Gemeindebürgern.

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  • Daniela

    |

    Ich bin immer etwas schockiert, wenn das Argument
    ” Fachkräftemangel ” vs Abschiebung kommt.
    Als wären Fachausbildungen in Deutschland mal eben ein Klacks, dabei völlig unabhängig ob Pflege, Handwerk, Industrie oder sonstige.
    Fachkraftsausbildungen setzen prinzipiell mindestens Hauptschulreife voraus. Also mal eben ein paar Deutschkenntnisse dürften nicht zwingend genügen eine Fachkraftausbildung zu machen.
    Jede Pflegefachkraft, in Deutschland ausgebildet, würde Euch vollkommen zurecht etwas husten, wenn dieses Argument ziehen würde.
    Es ist einfach nur noch furchtbar dieser Argumentationkette folgen zu wollen.

    Trotz allem für die Kinder tut es mir unendlich leid, nicht in einem relativ sicheren Land aufwachsen und eine solide Ausbildung machen zu können und zu dürfen.

    Und das sage ich als Mutter und Großmutter, weil alle Mütter das beste für ihre Kinder möchten.

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  • feli

    |

    Nochmal Hinweis an alle Menschen hier in dem Kommentaren, denen es ernsthaft an Empathie fehlt, und die argumentieren, dass Menschen ja nur in diesem Land sein dürfen, wenn sie Arbeitskraft leisten.

    “Das Recht auf Asyl ist in Deutschland als Grundrecht im Grundgesetz verankert. Nach Artikel 16a Absatz 1 genießen politisch Verfolgte Asylrecht. Es schützt Menschen, die in ihrem Herkunftsland wegen ihrer politischen Überzeugung, Religion, Nationalität oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe verfolgt werden.”

    Wieso verdienen Menschen nur ein Recht auf Sicherheit (!) und ein Dach überm Kopf, wenn sie was arbeiten?

    Ihr habt doch den Schuss nicht gehört.

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  • exilRegensburger

    |

    Selten so @Herzig gelacht.
    Bitte, wenn Ihnen nichts anderes einfällt als Suizid, dann ist es eben so. Natürliche Selektion, die schwachen und dummen sterben aus. Ihre Wahl. Alternativ käme Teilen in Frage. Aber da kommt man nicht so leicht drauf. Ist es fair, daß manche Menschen kaum Zugang zu Medizin haben, die deutschen aber knapp 50% der verschriebenen Medikamente wegwerfen? Aber kommen Sie mir nicht mit Fakten, ich habe schon eine andere Meinung! Der Abschuss der unreflektiertheit ist aber die Annahme axiomatischer Gründe für ein privilegiertes Leben. Sie haben nichts für diese Verhältnisse getan, Sie hatte einfach Glück, am richtigen Ort geboren zu sein, und deshalb nehmen Sie es sich heraus, sich über andere zu stellen.
    Und es geht nicht darum, dass sich andere besser fühlen, sie haben nicht verstanden worum es hier geht, vielleicht weil sie ein grober unempathischer Mensch sind, so wie ich vielleicht Bürgergeld beziehe. Es geht um Leben und darum das wir wissen das die Flüchtlingsströme nach Europa mehr werden. Wir können unsere Grenzen nicht dicht machen, auch das geht nur in Ihren Köpfen, das ist so ein Unsinn wie zurück zur D-Mark. Also müssen Diskussionen geführt werden, wie man damit umgeht anstatt über Abschiebungen zu reden. Diese nicht mal 20.000 Abschiebungen im Jahr sind reiner Populismus und tragen nichts zur deutschen Sicherheit oder zum Wohlstand des Landes bei. Noch weniger, wenn integrationswillige Familien abgeschoben werden, statt mehrfach vorbestrafte Straftäter.
    @Ralf, fehlinterpretation, setzten, 6. Ich schäme mich für dumme Menschen in diesem Land, nicht für dieses Land.
    @KM, ich habe die Petition auf Überprüfung zur Verhältnismäßigkeit des Einsatzes an den Petitionsausschuss des Landtags, mit dem Ziel ein Disziplinarverfahren gegen die Ausführenden Beamten so wie ihren direkten Vorgesetzten einzuleiten gestellt. Ebenso habe ich den Innenminister aufgefordert eine Härtefallprüfung vorzunehmen und der Familie ein Bleibe- und Arbeitsrecht anzuerkennen.
    Und noch was, der neorechte Blödsinn, wenn wir Flüchtlinge beschäftigen, entziehen wir dem Heimatland Fachkräfte ist auch ein immer wieder angeführtes unhaltbares Argument, leider Fallen echt viele auf so ein Zeug rein. Schaut euch Statistiken und Zahlen an, bevor ihr so einen Müll in die Welt setzt. Wenn jemand vor dem Tod flüchtet entzieht ihn keiner irgendwem, und wo er dann Beschäftigung findet, ist für das Heimatland sowieso nicht relevant.

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  • Luck

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    Wenn aufgrund von Kriegshandlungen Leben und Gesundheit von Menschen bedroht ist, gehört es zum Mindestanstand für jeden Menschen, dass man diesen Schutz bietet, sofern man dazu in der Lage ist.
    Die Schwachen mit der großen Klappe fühlen sich da meist überfordert, weil ihnen ihr gnadenloser Egoismus Empathie verbietet.
    Eine Mutter, welche sich derart für das Wohl ihrer Kinder einsetzt, steht mir so nah, wie nur ein Mensch stehen kann. Das ist Göttlichkeit und nicht der lebensferne Schwachsinn privilegierter Arschlöcher, welche angeblich die Worte eines wie auch immer gearteten Gottes wiederzugeben meinen.
    Ich biete der Familie an, sich von mir adoptieren zu lassen.
    Mein Anspruch ist nur der Wille zu einem solidarischen Leben, das mehr Reichtum aufweist, als es die übliche Reichtumsdefinition mit all ihren Zwängen, Ängste und falschen Verlockungen zu bieten hat.

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  • Gotthold Streitberger

    |

    Im Artikel kann jede/r lesen, was der Familie widerfahren ist. Dass trotz alledem und den Integrationsbemühungen kein Schutz gewährt werden soll und gewaltsam Abschiebung in die Wege geleitet wurde, ist leider symptomatisch. Jede/r Leser/in möge versuchen, sich die Angst und Verzweiflung der Eltern und der in die Hose pinkelnden Kindern vorzustellen…
    Dank und Hochachtung der “Schulfamilie” der Pestalozzischule, die das nun nicht hinnehmen will. Einiges zum Thema kann dem im Sommer aktualisierten Leitfaden “Abschiebungen aus Schulen und Betrieben” entnommen werden
    https://www.gew-bayern.de/suche?id=2515&tx_solr%5Bq%5D=abschiebungen+aus+schulen
    (herausgegeben von GEW, verfasst von RA H. Heinhold, einer der renommiertesten Fachanwälte)

    Gotthold Streitberger, Mitglied BI Asyl Regensburg

    30
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  • Ralf

    |

    @exilRegensburger, Luck: Ich habe Empathie für meine Landsleute. Diese kann ich ausleben, ohne andere zu diskreditieren oder mit “farbigen Metaphern” zu bewerfen.

    42
    17
  • Bert

    |

    @Axel

    Wer “empathisch” als Schimpfwort benutzt, ist nicht ernstznehmen.

    50
    3
  • Crazy Vaclav

    |

    @Ralf irgendwie fällt mir bei deinen Kommentaren als erstes Ethnopluralismus ein.

    38
    3
  • Günther Herzig

    |

    Kommentar gelöscht. Es geht hier nicht um Sie.

    5
    1
  • Ralf

    |

    Vaclav, Hauptsache die Schublade bekommt einen Namen ;-)

    37
    6
  • Stephan

    |

    Beim Lesen des Artikels kommen mir die Tränen.
    Beim Lesen mancher Kommentare kommt mir das Frühstück wieder hoch.
    So weit ist es gekommen, mit unseren humanistischen Werten, unserer “Leitkultur”.

    Nur zu gerecht wird der zu erwartende Rückschlag über uns kommen. Wenn unser Rentensystem mangels Zuwanderung (unweigerlich) platzt, wird uns die ewige Leier vom “wir können nicht alle aufnehmen” noch lange in der Ohren klingen…

    Die bigotte C-Politikerschaft (incl. ihrer Derivate) sollte eifrig beten, dass sich Ihre Halluzinationen vom Biblischen Gott nicht erfüllen. Gesetzt den Fall es wäre so, werden sie nach ihrem Ableben zum großen Teil direkt hinabrauschen, in die tiefsten Schlünde der Hölle. Sein Wort darauf!

    Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Geht weg von mir, ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln! Denn ich bin hungrig gewesen und ihr habt mir nicht zu essen gegeben. Ich bin durstig gewesen und ihr habt mir nicht zu trinken gegeben. Ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich nicht aufgenommen…

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  • Kreisky

    |

    Interessantes Like- und Dislike-Verhalten bei einigen Kommentaren. In welche Wutbürger-Facebookstuhlkreise wurde der Beitrag schon wieder gepostet?

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  • Kreisler

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    Kommentar gelöscht. Nur ein Pseudonym. Nächstes Mal Komplettsperre.

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  • Dominik Müller_alt

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    @feli
    “Wieso verdienen Menschen nur ein Recht auf Sicherheit (!) und ein Dach überm Kopf, wenn sie was arbeiten?”
    So ist es ja nicht, Asylbewerber in Gestattung, anerkannte Asylbewerber, subsidiär Geschützte und abgelehnte Asylbewerber mit Abschiebeverbot bekommen die notwendigen Leistungen. Sie gehen allerdings anscheinend davon aus, dass jeder Asylbewerber unabhängig vom Ausgang des Asylverfahrens dauerhaft dieselben Rechte bekommt. Ich weiß nicht, woher Sie das Zitat haben, es klingt nach einer KI-Antwort, schon im Artikel 16a Absatz 2 Grundgesetz wird die Aussage ja ziemlich eingeschränkt.

    @Luck
    “Ich biete der Familie an, sich von mir adoptieren zu lassen.”
    Kennen Sie die Familie und besteht seit 3 Jahren ein gegenseitiges Unterstützungsverhältnis? Sonst wird das nicht mit der Adoption. Und diese würde ohnehin den Aufenthaltsstatus der volljährigen Eltern nicht verbessern.

    @Stephan
    “Die bigotte C-Politikerschaft”
    Als ob das mit der Rückführungsoffensive nur von den C-Parteien käme. Vergleichen Sie hierzu den Ampel-Koalitionsvertrag Seite 140 “Nicht jeder Mensch, der zu uns kommt, kann bleiben. Wir starten eine Rückführungsoffensive, um Ausreisen konsequenter umzusetzen, ” und den Koalitionsvertrag der jetzigen Bundesregierung S.94 “Rückführungsoffensive starten und Herkunftsländer in die Pflicht nehmen
    Abgelehnte Asylbewerber müssen unser Land wieder verlassen. Wir wollen die freiwillige Rückkehr besser unterstützen, indem wir Anreize und die Rückkehrberatung stärken. Wenn dies nicht freiwillig geschieht, muss die Ausreisepflicht staatlich durchgesetzt werden. ”
    Da ist das “Rückführungsoffensive starten” in die Überschrift gerutscht, und doch sehr ähnlich formuliert, als ob die SPD als einzige Partei, welche beide Koalitionsverträge schloss, den nicht erledigten Teil in der jetzigen Koalition durchsetzen wolle. Und nebenbei ist “Rückführungsoffensive starten” wesentlich martialischer als “Remigration”.

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  • Burgweintinger

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    Ich mag Alf, den Ausserirdischen sehr, er hat Empathie und ist unglaublich sympathisch, was man von dem Typen der Alf’s Namen im Namen trägt, nicht behaupten kann, nur widerlich, ich denke er hasst sich selbst und ist totunglücklich…, ich habe Mitgefühl mit ihm..

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  • Regensburmese

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    @ Burgweitinger:
    Nenn die Leute beim ‘Namen’ und bleib bei Argumenten. Beleidigendes und feiges Rumgeraune ist weder zielführend noch trägt es was zur Debatte bei.

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  • Luck

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    @ Ralf:
    Wären Sie der deutschen Sprache hinreichend mächtig, hätten Sie meine Diskredirierung auch verstanden. Ich überfordere niemanden, prange aber Gleichgültigkeit an.
    Und welche Entbehrungs- und Unterstützungs-Vita haben Sie mittlerweile aufzuweisen?
    Werden Sie auch von Landsleuten am Sonntag oder den üblichen Feierabendstunden angerufen, um dies und das zu machen und das am besten kostenlos in der Form, das Sie auch die Materialkosten tragen?
    Sie waren schon mal im Urlaub?
    Wie kann das sein, wenn Sie Ihren Fokus auf die Unterstützung eigener Landsleute gelegt haben? Eigentlich hat man vor so etwas dann keine Zeit!
    Werden Sie anderen Menschen auch als Malo her vorgestellt, der (angeblich) Tag und Nacht arbeitet?
    Und haben Sie sich den Kopf genügend darüber zerbrochen, um aufzeigen zu können, dass es volkswirtschaftlich eine Diskrepanz zwischen Geld–und Ressourcen-Basis gibt und welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind?
    Haben Sie den (angeblich) gläubigen Teil der Bevölkerung auf den Missstand aufmerksam gemacht, dass ein angeblich allmächtiger Gott das Sühneopfer “seines” Sohnes braucht, um mit der Menschheit versöhnt zu sein? Welchem Arschloch huldigen solche Untertanen, die wie ein Dittrich Heßling dann gerne nach unten treten?
    Sind Sie durch die Corona-Zeiten und nicht nur die ohne jegliche Fehlzeit in der Arbeit gekommen, weil Ihre praktizierte Solidarität mit Landsleuten Ihnen eine außerordentliche Vitalität verleiht?

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  • Ralf

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    @Luck: Manchmal ist es schon gut, seinen Frust von der Seele zu schreiben. Aber glaubst du, dass diese Familie hier daran was ändern kann, wenn du mit deinen Landsleuten überfordert bist?

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  • Gotthold Streitberger

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    im Artikel geht es um eine versuchte Abschiebung einer verfolgten Familie (so gut als möglich integrationsbemüht), und dass eine (fassungslose) Schulfamilie das nicht hinnehmen will.
    Es wäre wünschenswert, sich bei Kommentaren darauf zu konzentrieren

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  • Thilo B.

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    @G. Streitberger: Sie haben recht. Und in diesem Fall würde ich auch mal “Kirchenasyl” versuchen. Das schafft zumindest wesentlich mehr Aufmerksamkeit.

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  • Dominik Müller_alt

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    @Gotthold Streitberger
    “einer verfolgten Familie ”
    – das Tragische ist doch, dass weder BAMF noch die zuständigen Gerichte diese Verfolgung bestätigen, sei es, weil die Bedrohung nicht von staatlicher Seite ausgeht, sei es, weil in einer anderen Region Äthiopiens die Gefahr geringer wäre – vermutlich beides.
    Die Härtefallkommission wird sich wahrscheinlich nicht mit dem Fall beschäftigen, da die Familie nicht seit mindestens 5 Jahren in Deutschland ist – selbst wenn die Härtefallkommission die Zeit in Frankreich anrechnen würde. Für diese fehlende Zeitspanne ist ein Kirchenasyl wenig sinnvoll.
    Eine freiwillige Ausreise verhindert eine Wiedereinreise-Sperre. Würde ich aber nur empfehlen, nachdem eine Vorab-Zusage für ein Visum erteilt wurde.
    Und diese bekommt man z.B. im Rahmen des beschleunigten Fachkräfteverfahrens.
    Das klappt auch für die Berufsausbildung sehr gut und schnell, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind (unter anderem Wohnraum und gesicherter Lebensunterhalt nachgewiesen werden – und, falls das Sprachniveau noch nicht wenigstens GER B1 entspricht, ein Sprachkurs gebucht ist). Die zuständige Ausländerbehörde, nämlich Zentralstelle für die Einwanderung von Fachkräften, unterstützt umfangreich und arbeitet sehr schnell.

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  • Nesrin

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    Manch ein Herrenmensch hier fordert von der Familie innerhalb ihres Herkunftslandes vor Verfolgung zu fliehen. Selten so gelacht. Es sollte wohl einleuchten, dass die Familie nicht mehr länger in einem Staat bleiben möchte, dem schweste Verbrechen gegen die Menschheit vorgeworfen werden und von dem die Verfolgung ausging, vor der sie geflohen sind ( https://en.wikipedia.org/wiki/Tigray_genocide ).

    Nebenbei: wo waren damals eigentlich die Massenproteste vor dem Brandenburger Tor wegen der Gräueltaten in diesem Konflikt? Sind die Betroffenen durch den Farbschablonentest gerasselt?

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  • Anita

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    So leid es einem tun kann, aber dass ist nun mal Gesetz. Dennoch stört mich seit geraumer Zeit, dass immer wieder jene abgeschoben werden welche sich Integrativ bewährt haben. es macht den Eindruck das jene die ne sich kaum bis wenig Integrieren keine Konsequenzen tragen. Jeder der sich integriert ist herzlich willkommen, alles Straftäter sollten sofort in ihr Heimatland Zurück
    geschickt werden.

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  • Kibrom

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    As part of the Tigrian community, I wish every tigrian be protected in every country. It’s not easy for everyone of us to live in Ethiopia as a tigrian. I myself have been detained for being a tigrian during the war between Tigray and Ethiopia. I was living in Addis Ababa ( the capital of Ethiopia).
    I have known Mr. Mihretab since we used to work together at Ethiopian airlines, and during the war we have been detained with other several Tigrians for being a tigrian community. That’s why we left Ethiopia for the sake of our security.
    I believe the Germane government will protect him and his family.
    Please support the people of Tigray to be protected.
    Our families lived in refugee camps until now because of the war in Tigray 🙏🏻

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  • Dominik Müller_alt

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    @nesrin “Selten so gelacht.”
    Dann haben Sie noch selten ablehnende Asylbescheide oder dazugehörige Urteile gelesen. Dort nimmt die “innerstaatliche Fluchtalternative” oft breiten Raum in den Begründingen ein, wenn der Antragsteller aus einem Staat mit bürgerkriegsähnlichen Kampfhandlungen kommt. Ich kenne viele, für die diese Begründungen Anlass waren, sich in der Flüchtlingshilfe einzubringen, Sie lachen darüber und schreiben was von “Herrenmenschen”, das ist in diesem Zusammenhang weder im Sinne von Nietzsche noch dem aus der dunkelsten Zeit Deutschlands passend.

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  • Nesrin

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    @Dominik Müller: glauben Sie mir: ich kenne zahlreiche solcher Bescheide und Urteile. Deswegen glaube ich auch schon lange nicht mehr an faire Asylverfahren.

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  • Luck

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    @ Ralf:
    Anscheinend haben Sie nichts Wesentliches in ihrer Entbehrungs-Vita mit Unterstützungsaktionen von Landsleuten vorzuweisen, wenn Sie diese selbst nach dem geäußerten Wunsch nicht aufzeigen. Wahrscheinlich erschöpft sich ihr Stolz in dieser Hinsicht auf “Migranten raus”.
    Ich habe mehr als hundert Andere Landsleuten geholfen.
    Von diesen war aber niemand real an Leib und Leben bedroht, wenngleich ich schon als “Retter” bezeichnet worden bin. Und ich bin lieber ein Retter als ein Rechter, will es aber möglichst vielen Recht machen ( Ausnahme: Arschlöcher).
    Ich besitze ein Mietshaus, in dem die Familie wohnen könnte. Und weil diese Familie anscheinend dieser Gesellschaft helfen kann und will, macht es mir nichts aus, hierfür einen sechs-stelligen Betrag locker zu machen.
    Aber anscheinend scheint das nicht allen Leit-Kulturlern zu gefallen. Sie praktizieren letztendlich auch nur eine Leid-Kultur.
    Eine Antwort orientiert sich gewöhnlicherweise auf die gestellten Fragen. Aber Diskursethik scheint nicht so ihr Ding zu sein.

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  • Manfed van Hove

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    Leider fängt bei vielen Asylbewerbern ihre Geschichte erst dann an, wenn sie in Deutshcand sind. Wie auch in diesem Fall wird nicht informiert, wie diese Familie nach Deutschland kam. Es ist deshalb davon auszugehen, dass diese Familie einige sichere Drittländer durchquerte, bis sie bei uns ankam. Nach geltendem Recht besteht kein Anspruch auf Asyl für Leute, die aus einem sicheren Drittland kommen. Auch da steht im GG, wir aber gerne vergessen.

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  • Luck

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    @ Manfred Van Hove:
    Diese Familie sind Bürgerkriegsflüchtlinge und haben keinen Anspruch auf politisches Asyl.
    Wer glaubt, in Tigray oder vielen anderen Teilen Äthiopiens wäre die Sicherheitslagen ganz ok und dies auch für Familien vermutet, sollte das höchstpersönlich prüfen.
    Einzelpersonen tauchen eben unter, wenn es keine legale Möglichkeit des Aufenthalts mehr gibt und sie keine anderweitige Verpflichtungen wie Arbeit haben. Deshalb ist gerade der Personenkreis der Angepassten von Abschiebungen besonders betroffen. Gesellschaftstechnisch ist das ein Eigentor. Aber das verstehen die Vertreter einer Abschiebeoffensive (noch) nicht. Es wird interessant sein, wenn Biodeutsche durch KI weitgehend verdrängt werden und sich diese dann den Drecksjobs zuwenden müssen, die man gerne (nur) für Ausländer oder “Sozial-Gesindel” vorgesehen hat.
    Mit den Restriktionen des gegenwärtigen Geschäftsmodells wird diese Gesellschaft mit Sicherheit scheitern. Wer aber als Wissensgesellschaft die Lehren von 1929 nicht gezogen hat, verdient dies auch völlig zu Recht.

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  • Mr. T.

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    Luck, Rechtsextreme, Rassisten oder andere Empathiebefreite sehen keine Schicksale in für sie “Fremd” gelesenen Menschen und so interessieren sie auch deren Sorgen nicht. Andere Menschen interessieren sie nur, wenn sie dienlich sind, zum Beispiel, wenn sie Opfer von “Fremden” wurden. Dann schieben sie ihre “Sorge” vor, um ihre Fremdenfeindlichkeit ausleben zu können. In so einem Fall, in dem die “Fremden” weder kriminell noch integrationsabstinent sind, kriegen sie dann eben ihre “argumentativen” Probleme.

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  • Ralf

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    Kommentar gelöscht. Zum Thema bitte!

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