Museen verdoppeln Eintrittspreise

Eintrittspreise im Historischen Museum Im Kulturausschuss des Stadtrats der Stadt Regensburg wurde eine saftige Erhöhung der Eintrittspreise des Historischen Museums beschlossen. Statt 2,20 € muss ein Erwachsener nun 5 € bezahlen, statt 4.40 kostet die Familienkarte nun 10,00 €. Der Beschluss bedarf noch der Bestätigung. Angesichts der bisher gültigen, lächerlich niedrigen Preise ist eine solche Erhöhung im Vergleich mit anderen Städten verständlich und legitim. Allerdings tun andere Städte auch etwas dafür, um ihre Museen attraktiver zu machen und damit ihre Eintrittspreise zu rechtfertigen. Man dürfte daher erwarten, dass das Historische Museum Regensburg mit der Preiserhöhung auch seine Angebote für die Besucher erhöht. Davon kann aber keine Rede sein. Mit Ausnahme der Archäologischen Abteilung ist seit 1995 keine neue Abteilung mehr eröffnet worden. Die Schätze des Museums des 16. – 20. Jahrhunderts sind seit vielen Jahren der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Man darf diesen ebenso peinlichen wie trostlosen Zustand aber nicht der Museumsbesatzung anlasten, deren Arbeit darunter tagtäglich zu leiden hat. Stattdessen muss man den Vorwurf an diejenigen richten, die allein diesen Zustand ändern könnten: die Verwaltungsspitze, das Kulturreferat, sowie die Politiker, vom Stadtrat bis zum Oberbürgermeister. Sie allein haben das Desaster zu verantworten, dass das größte und reichste kommunale Historische Museum Bayerns, in dem die Geschichte der lange Zeit bedeutendsten bayerischen Stadt bewahrt wird, seit 1979 – dem Jahr der Jubiläumsausstellung „Regensburg zur Römerzeit“ – in einem Dornröschenschlaf liegt. Sollte sich endlich jemand finden, der das Historische Museum wieder zum Leben erweckt, darf er auch gerne die Preise dafür erhöhen. Für den Arbeitskreis Regensburger Bürger e.V.

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