Podcast vor der Stichwahl in Regensburg: Große Runde mit den „Kleinen“
Vor der Stichwahl am 22. März haben wir uns in einer ersten Runde mit Vertretern der unterlegenen Kandidatinnen und Kandidaten unterhalten. Am heutigen Montag kommen Astrid Freudenstein und Thomas Burger zum Live-Gespräch.
So voll war es im Studio von Ghost Town Radio vermutlich noch nie. Und noch nie haben so viele live zugehört. Im Vorfeld der Stichwahl am 22. März waren Vertreter der Linken, Freien Wähler, der Grünen, von ÖDP, FDP, Volt, Brücke und Ribisl bei uns zu Gast für eine kleine Wahlnachlese und einen Ausblick.
Exklusiv mit der Wahlempfehlung ins Studio
Thomas Mayr kam frisch mit der Wahlempfehlung der Brücke für SPD-Kandidat Thomas Burger zu uns ins Studio. Michael Schien schlug sich als einziger Fürsprecher von CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein recht wacker. Benedikt Suttner sprach über die bitteren Verluste für die ÖDP. Sebastian Wanner (Linke) hat von seinem konstruktiven Gespräch mit Thomas Burger erzählt.
Daniel Gaittet (Grüne), dessen Partei mit neun Stadträtinnen und Stadträten die zweitgrößte Fraktion stellen wird, sieht es zwar so, dass eine Koalition von CSU, SPD und Grünen die stabilste Konstellation wäre. Aber wie soll das zusammengehen?
Schließen sich die Kleinen zusammen?
Gwydion Enbarr (Volt) kann sich nur schlecht vorstellen, dass man sich einer Koalition mit der CSU anschließen kann. Jakob Friedl (Ribisl) arbeitet daran, sich mit anderen Einzelkämpfern zu einer Ausschussgemeinschaft zusammenzuschließen, um mehr Mitsprachemöglichkeiten zu haben.
Ein potentieller Partner dafür wäre Horst Meierhofer (FDP), der unseren Hilferuf aus der Sendung hörte und dafür sorgte, dass uns am Sonntag die Getränke nicht ausgingen. Zumindest lässt sich feststellen, dass alle Beteiligten vernünftig miteinander reden können.
Reine Männerrunde – leider
Es war eine reine Männerrunde. Die OB-Kandidatinnen Lisa Brenner und Helene Sigloch hatten leider keine Zeit – und es ist auch den gesellschaftspolitischen Verhältnissen geschuldet: im neuen 50-köpfigenm Stadtrat werden voraussichtlich nur 19 Frauen sitzen.
Wir versuchen, so viele wie möglich von ihnen bei künftigen Sendungen einzuladen.
Montag, 18.30 Uhr: Freudenstein und Burger live
Am heutigen Montag unterhalten wir uns mit den Kontrahenten für die Stichwahl. Astrid Freudenstein und Thomas Burger sind ab 18.30 Uhr live bei uns im Studio.
An den beiden anderen Mikros sitzen Adam Lederway und Stefan Aigner. Im Chat könnt ihr Fragen stellen. Wir werden die eine oder andere sicher aufgreifen (hier geht es zum Chat).
Die Stichwahl findet am 22. März statt. Wir werden die beiden Gesprächsrunden möglichst schon am Dienstag auch als Podcast zur Verfügung stellen.
Alle Gespräche als Podcast gibt es hier bei Soundcloud.
Über Ghost Town Radio
Seit April 2020 geht Adam Lederway mit Ghost Town Radio (mittlerweile täglich) live „On Air“ und fordert zum Applaus auf – für Discjockeys, Features, Gesprächspartner und jeden, der mitmachen will. Sendungen gibt es täglich ab 19, sonntags ab 18.30 Uhr mit Wiederholung ab 11 Uhr am nächsten Tag.

Radiomacher Adam Lederway in seinem Studio in Stadtamhof. Foto: privat
Den Player zum Abspielen und Einbinden gibt es (neben dem täglichen Programm, Playlists, DJ-Porträts und, und, und) hier direkt bei Ghost Town Radio (ganz nach unten scrollen). Dort gibt es auch eine Übersicht aller Sendungen, Playlists, DJ-Porträts und, und, und.
Streaming URL:
https://ghosttownradio.out.airtime.pro/ghosttownradio_b
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Max Kreitmair
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Eine Minderheitskoalition aus CSU, FW mit Duldung der AfD wäre wohl der Supergau. Um aber das zu verhindern, müssen sich die demokratischen Kräfte um eine Zusammenarbeit mit der stärksten Fraktion von sich aus bemühen, anstatt öffentlich die Frage zu stellen, wie das gehen soll.
Lisa Brenner
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Ich komme gerne mal wieder zu euch. Ich hatte am Sonntag einen Kindergeburtstag nachzufeiern ;)
Danke Gwydion, dass du für uns da warst!
Manfred van Hove
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Kommentar gelöscht. Es geht hier um die Kommunalwahl.
Bischof Sailer
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@Max Kreitmair “Eine Minderheitskoalition aus CSU, FW mit Duldung der AfD …. verhindern”?
Bei den frisch gewählten Mehrheitsverhältnissen im Stadtrat braucht man überhaupt nix zu verhindern, das hindert sich selbst schon genügend und alle stehen sich dort andauernd im Weg. Da das Stadtparlament nicht in der Lage sein wird, irgendetwas von Bedeutung majoritär “durchzudrücken”, wird die Verwaltung einfach ihren Stiefel weiterfahren. Den zuständigen Referenten ist es egal, wer unter ihnen Oberbürgermeister*in ist. Die Gefahr, dass im Regensburger Stadtrat der Faschismus neu erwacht, kann man getrost vernachlässigen. Es geht so weiter, wie man es kennt. Wem die letzten paar Jahre gefallen haben, wird die kommende Zeit lieben.
Norbert Hartl
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Habe die Debatte gehört, interessant war, dass weder die Grünen, noch die ÖDP erklärt haben, wie sie mit einem SPD Oberbürgermeister zusammenarbeiten wollen, der mit seiner Partei zurecht sagt, dass er für die Sallerner Regenbrücke ist. Eine Gruppierung muss bei einer solchen Konstellation ihre Wähler betrügen. Mein Chat dazu wurde leider übergangen, hat halt bei der eitel Sonnenschein Debatte nicht gepasst.. Realistisch waren die Aussagen von Herrn Schien und Herrn Meierhofer, dass der Stadtrat die Pflicht habe, für stabile Verhältnisse zu sorgen. Dies geht ohne Beteiligung der CSU nicht. Der Stillstand der letzten Jahre unter Führung einer SPD Oberbürgermeisterin muss endlich beendet werden. Die Beiträge von Grün, ÖDP, Linke und Volt waren nicht gerade ermutigend. Wechselnde Mehrheiten sind basisdemokratisch, aber in einer Großstadt nicht anwendbar. Warum ich als Wähler eine Wahlempfehlung brauchen soll, ist mir auch nicht klar, da ich selbst weiß, welche Person ich wähle.
Interessant war auch die Überlegung, bei zwei Personen eine Fraktion zu ermöglichen.
Das hat es nur einmal in den letzten 80 Jahren gegeben und war falsch. Niemand kann solch hohe Kosten für eine zwei Personen Fraktion verantworten. Da bin ich gespannt, was nach der Wahl hier passiert. Um in den Ausschüssen mitarbeiten zu können genügt eine Ausschussgemeinschaft.
Hindemit
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Die Runde war sehr angenehm. Es sind bei allen im Talk anwesenden Parteien & Vereinigungen verantwortungsvolle Demokraten auszumachen, die konstruktiv arbeiten wollen. Das Wahlergebnis scheint auf den zweiten Blick insgesamt gar nicht so schlecht zu sein, abgesehen natürlich vom AfD-Status. Austausch und Kompromiss, auf geht´s.