RKK: Ernst-Reuter-Platz bleibt Standort-Favorit

Fraktionsvorsitzender Christian Schlegl: CSU-Fraktion beweist Entscheidungsstärke: Ernst-Reuter-Platz als Standort für ein Kultur- und Kongresszentrum bestätigt – Fristsetzung hat erfolgreiche Verhandlungen bewirkt Der Fraktionsvorsitzende der CSU-Stadtratsfraktion, Christian Schlegl, zeigt sich sehr zufrieden mit dem Verlauf der gestrigen Fraktionssitzung, bei der Planungs- und Baureferentin Christine Schimpfermann neueste Informationen zu den Verhandlungen über ein Kultur- und Kongresszentrum (RKK) berichtete und umfassend Rede und Antwort stand. Schlegl betont: „Wir haben uns intensiv mit der Frage beschäftigt, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Das ist auch nach einer Phase der Verhandlungen von vier Jahren der richtige Ansatz für politisches Handeln. Nicht blind marschieren, sondern immer die Kontrolle über ein Projekt zu behalten. Unsere Positionsbestimmung hat gezeigt, dass der Standort Ernst-Reuter-Platz nach wie vor der beste Standort ist. Zugleich aber können wir erfreulicherweise feststellen, dass wir mit dem Unteren Wöhrd eine echte und nun auch untersuchte Alternative haben, die uns zu Verfügung steht, wenn uns auf dem weiteren Weg nicht vorhersehbare Ereignisse stoppen sollten.“ Entscheidungsstärke erneut bewiesen- nicht vor Verantwortung drücken Die CSU-Fraktion hat wieder einmal die bekannte Entscheidungsstärke unter Beweis gestellt, mit der sie die Entwicklung der Stadt Regensburg gemeinsam mit den beiden Oberbürgermeistern Hans Schaidinger und Friedrich Viehbacher in den letzten 35 Jahren erfolgreich vorangebracht hat. „Wir haben unserem Ruf alle Ehre gemacht, vor einer schwierigen Entscheidungen nicht davon zu laufen, sondern unsere Verantwortung bewusst war zu nehmen“, so Schlegl. Die Bürgerinnen und Bürger wissen, dass sie sich auf uns verlassen können und nicht nach Ausflüchten und Notbremsen suchen. Deswegen haben wir uns auch einstimmig gegen den Vorschlag ausgesprochen, einen Bürgerentscheid über beide Standorte zu machen, wenn man zu keiner Einigung im Stadtrat kommt. „Wenn sich die Politik nicht mehr zu entscheiden traut, schadet das der Entwicklung der Stadt Regensburg. Erst Fristsetzung durch Schlegl ermöglicht RKK-Realisierung „Die Verhandlungen mit der evangelischen Kirche waren bereits gefährlich ins Stocken geraten. Christian Schlegl hat durch seine Fristsetzung maßgeblich Fahrt in die Gespräche gebracht, so dass wir nun wirtschaftlich solide Ergebnisse vorliegen haben, mit denen man in die Vertragsverhandlungen mit der evangelischen Kirche einsteigen kann“, ordnete Oberbürgermeister Hans Schaidinger die Entscheidung ein. „Durch dieses Vorgehen ist zum einen der beste Standort weiterhin im Rennen und zum anderen wurde dem Steuerzahler viel Geld gespart“, ergänzt Christian Schlegl. Besonders wertvoll ist bei der Analyse der vergangen Wochen gewesen, dass zugleich auch der Untere Wöhrd als Quartier insgesamt durch die positive Diskussion der letzten Wochen einen Qualitätszuwachs erzielen konnte. Glaubwürdigkeit als politische Maxime Der Fraktionsvorsitzende Christian Schlegl hatte die Beratung in der Fraktion unter die Überschrift der Glaubwürdigkeit gestellt. „Die schwierigste Frage war dabei die scheinbar lange Realisierungsdauer von zehn Jahren“ formuliert Schlegl die Herausforderung. „Schließlich wollen wir die Realisierung nicht auf die lange Bank schieben.“ Bei der Diskussion ist die Fraktion allerdings zum Ergebnis gekommen, dass unter dem Strich zwischen den Standorten nur ein effektiver Unterschied von maximal fünf Jahren zu erwarten ist, da auch am Unteren Wöhrd noch einiges zu klären ist, was Zeit in Anspruch nimmt, u.a. ebenfalls die Abstimmung mit der UNESCO sowie die gänzlich offene Frage des Ersatzes für entfallenden Dauerparkplätze. Wichtig ist uns, dass Regensburg in dem rasch wachsendem Wirtschaftssegment der Kongressveranstaltungen eine zunehmende Anzahl an Kapazitäten vorweisen kann, nicht den Anschluss verliert und sich so von dem Kuchen entsprechendes abschneiden kann. Die anstehende Entscheidung für Tagungszentrum im Schlachthof schlägt aber genau die Brücke, die wir dafür benötigen, so dass die Fünf-Jahres- Differenz nicht mehr so gravierend ins Gewicht fällt, weil dadurch zumindest im Segment der mittelgroßen Tagungen bis 800 Teilnehmer konkurrenzfähig sind. Auch die zwingend erforderliche und zeitaufwendige Verlegung des Busbahnhofs von der Albertstraße zum Bahnhof ist eine wertvolle Investition, deren Zeitaufwand lohnt, weil dadurch der Bahnhof zur dringend benötigten ÖPNV-Drehscheibe wird. Einstimmiger Beschluss Somit überwiegen die bereits angenommen Vorteile des Standortes Ernst- Reuter-Platz hinsichtlich der Frage eines möglichst geringen Betriebskostendefizits, einer optimalen Hotelauslastung, einer Stärkung der Altstadtkaufleute und eines enormen Potenzials bei der Stadtentwicklung, so dass die Fraktion einstimmig zu dem Ergebnis gekommen ist, den eingeschlagenen Weg Ernst-Reuter-Platz weiter zu beschreiten. Wir erwarten nun zügig die Ausgestaltung der Verträge mit der Evangelischen Kirche und den Beginn der Planungen für die Verlegung des Busbahnhofes Albertstraße.

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