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Vortrag im Kolpinghaus

„Staatsfunk“, „Journalisten-Komplizen“ und Geraune: Professor rechnet beim BSW Regensburg mit den Leitmedien ab

„Ich halte mich nicht für einen Antisemiten, Rechtsextremen oder Verschwörungstheoretiker“, sagt der Mann, dessen Vortrag am Dienstagabend drei Polizeibusse vor das Kolpinghaus in Regensburg bringt. Im Eingangsbereich kontrolliert eine Frau die Taschen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht Oberpfalz hat den Kommunikationswissenschaftler Michael Meyen eingeladen. Thema: „Journalismus und Macht – warum die Leitmedien ihren Auftrag nicht erfüllen“.

Die Kritik der Initiative gegen Rechts an seinem Auftritt bezeichnet Michael Meyen als „anonymen Rufmord“. Foto: as

Im Ankündigungstext heißt es, Journalismus solle Vielfalt liefern – doch: „Wir kennen zugleich die Wirklichkeit“. Die Leitmedien seien zum „Sprachrohr der Regierenden“ geworden, schränkten Debatten ein und dämonisierten Kritik. Meyens These wirkt nicht nur wissenschaftlich, sondern auch persönlich motiviert.

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Meyen lehrte 24 Jahre als Professor an der LMU München, bis er im März 2026 in den Vorruhestand geschickt wurde. Seit 2020 geriet er immer wieder in die Schlagzeilen. Mit Beginn der Corona-Pandemie immer häufiger. Das Ministerium schaltete sich ein. Kurzzeitig auch das Landesamt für Verfassungsschutz. Kollegen und die Universität distanzierten sich schließlich.

Kein Problem mit Auftritten bei der extremen Rechten

2023 erschienen nach Meyens Darstellung allein in der SZ 20 Artikel über ihn. In seinen veröffentlichten Erwiderungen wirft er Medien handwerkliche Fehler, mangelnde Recherche und manipulative Darstellungen vor, etwa durch „Kontaktschuld“.

Kritik zog er mit zwei Auftritten bei Ken FM 2018, mit Texten auf seinem Blog und mit der Mitherausgeberschaft der Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“ auf sich. Diese bezeichnete die Impfkampagne als „Injektionsgenozid“ und Politiker als „Spritzenmörder“.

Kontrovers besprochen wurde Meyens 2021 erschienenes Buch „Die Propaganda-Matrix“. „Zeit Campus“ nannte den Spiegel-Bestseller verschwörungstheoretisch und „gespickt mit unseriösen Fußnoten“. Der Tagesspiegel empfahl ihn als Lesetipp. Meyen spitze gerne zu, habe aber womöglich recht.

Inzwischen tritt Meyen regelmäßig bei AUF1 auf, einem Medienprojekt, das das Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextremistisch einstuft. Gründer Stefan Magnet war Mitglied des neonazistischen „Bund freier Jugend“, trat mit dem Holocaustleugner Gottfried Küssel auf und sprach von einer „Corona-Panik“ als „verzweifeltem Akt der Hochfinanz“.

BSW lobt das Kolpinghaus: „dem öffentlichen Druck standgehalten“

Die „Initiative gegen Rechts“ hatte Meyens Auftritt im Vorfeld per Pressemitteilung kritisiert und eine Absage der Veranstaltung gefordert. Zwei Zeitungsartikel folgten. Proteste gibt es am Dienstag aber nicht.

Das Kolpinghaus und sein neuer Geschäftsführer Karl Wilhelm hätten „dem öffentlichen Druck standgehalten“, lobt BSW-Vertreter Rainer Barbey in seinem Grußwort. Etwa 40 Gäste sitzen im gut gefüllten Kolpingzimmer. Es gibt Applaus. Meyen sei ein „umstrittener Denker“, räumt Barbey ein. Doch: „Nur unumstrittene Denker? Das wäre nicht nur totalitär, sondern auch intellektuell öde.“

Journalismus lernen in vier Tagen

Meyen beginnt seinen Vortrag mit einem kurzen Werbeblock. Er habe mit seiner Frau 2022 eine „Akademie für freie Medien und Journalismus“ gegründet. In drei bis vier Tagen könne man Menschen, die den Mut hätten, das journalistische Handwerk beibringen.

„Keine Angst. Das kann man“, spornt Meyen die Anwesenden an. Niemand sei zu alt oder zu wenig vorgebildet, „um Texte in die Öffentlichkeit zu tragen“. Ein viertägiger „Kompaktkurs Journalismus“ kostet nach Angaben auf der Homepage 250 Euro plus Verpflegung, Übernachtung und Raummiete.

„Staatsmedien“ pfui, „Milieumedien“ hui

Im eigentlichen Vortrag unterscheidet Meyen zwischen „Staatsmedien“ und „Milieumedien“. Zu den „Staatsmedien“ zählt er nicht nur den öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), sondern auch alle größeren Tageszeitungen und auch die hiesigen Tageszeitungen. Alle seien in der einen oder anderen Form mit dem Staat verflochten.

Unter „Milieumedien“ fasst er freie, alternative oder unabhängige Medien zusammen. Im Gegensatz zu den Leitmedien bewertet er sie an diesem Abend durchweg positiv, um nicht zu sagen unkritisch.

Leitmedien: „Journalisten sind Komplizen der Herrschenden.“

Den Auftrag der Leitmedien beschreibt Meyen so: Sie müssten „alle Themen, die uns umtreiben und alle Perspektiven, die es auf diese Themen gibt auf die große Bühne heben“, unterschiedslos, „so dass wir uns selbst einen Reim darauf machen können“. Und zwar ohne zu lenken oder zu beeinflussen.

Doch was die Leitmedien als Wirklichkeit präsentierten, sei etwas anderes als „die Wirklichkeit, wie wir sie erleben“. Es sei eine konstruierte Wirklichkeit. An ihr erkenne man, über welche Themen, mit welchen Begriffen und mit welcher Moral man reden könne, ohne ins Abseits zu geraten.

Schon der Soziologe Ulrich Beck habe gewusst: „Heute herrscht der, der die Wirklichkeit definiert.“ Hier seien Journalisten zu Komplizen statt zu Kritikern der Herrschenden geworden.

Corona, die damit verbundenen Maßnahmen und der Umgang mit den Kritikern klingen dabei immer wieder an. Es ist das Thema, bei dem Meyen selbst ins Kreuzfeuer der Berichterstattung geriet, sich mit seiner Universität überwarf und sich in der Folge zunehmend radikalisierte, wie Kritiker es bezeichnen.

Von der „Wirklichkeit“ einer Büchermesse

Berührungsängste mit der extremen Rechten scheint er seitdem nicht mehr zu haben, siehe AUF1. Über die Büchermesse „Seitenwechsel“, die im November 2025 in Halle stattfand und an der Meyen teilnahm, veröffentlichte er einen begeistert klingenden Text.

Medien kritisiert er darin, weil sie extrem rechte Teilnehmer wie das antisemitische Magazin Compact, Götz Kubitschek, einen Vordenker der Neuen Rechten oder Hans-Georg Maaßen ins Zentrum der Berichterstattung stellten und damit „nichts von der Wirklichkeit dieser Büchermesse erzählen“ würden.

Dabei ließe sich die Liste noch deutlich erweitern: Namen wie Helmut Roewer, ins extrem rechte Lager abgedrifteter früherer Chefs des Thüringer Verfassungsschutzes, der „Sturmzeichen Verlag“ des langjährigen Neonazis Sascha Krolzig, ehemals Bundesvorsitzender der Partei „Die Rechte“ oder Martin Sellner von der Identitären Bewegung bestätigen den Eindruck eines rechten Netzwerktreffens.

Wie er selbst zu diesen Teilnehmern steht, die er als Professor adelt, selbst wenn er als „umstrittener Denker“ gilt, dazu äußert Meyen sich in seinem Text über „die Wirklichkeit dieser Buchmesse“ nicht. Die meisten werden nicht erwähnt.

Eine Medienkritik, die Denkanstöße liefert

Unbestritten: Man hört dem Mann gerne zu. Auch wenn man seine Thesen und seine Medienkritik in dieser Absolutheit nicht uneingeschränkt teilt, bieten sie Denkanstöße und Anlass zur Diskussion über die Situation des Journalismus und den ÖRR. Doch es gibt kaum Grauzonen in seiner Darstellung.

In der Weimarer Republik habe noch jeder gewusst, wem welches Medium gehört und „wem sie dienen“, so Meyens Sicht. „In den großen Redaktionen hätte niemand die Idee unterschrieben, er könne objektiv sein, unabhängig und neutral.“ Ähnlich sei das auch in der DDR gewesen. „In Leipzig gab es sieben Zeitungen und der Leipziger wusste, was er kauft“, so die These.

In Westdeutschland werde „uns“ seit 1945 „etwas anderes erzählt“. Verantwortlich macht Meyen dafür die Briten und Amerikaner. Diese hätten die „Erzählung“ von der Vierten Gewalt verbreitet, die die anderen drei Gewalten unabhängig kontrolliere. Dahinter steckt in seinen Augen ein Ziel: „Zu verschleiern, wie der Leitmedienjournalismus genutzt wird, um die öffentliche Meinung zu lenken“.

Meyen nennt das „Berufsideologie“ im Journalismus. Der „Habitus“, jemanden wie ihn, Meyen, „einfach so öffentlich an den Pranger zu stellen“, weil man einfach über allem stehe.

Leitmedien: „Ultrareiche Familie“ und „Staatsfunk“

Simone Tucci-Diekmann, Chefin des PNP-Imperiums, zu dem auch die MZ gehört, sei „die Herrin über ostbayerische Öffentlichkeit“. Das sei nicht die Vierte Gewalt, das sei die Erste Gewalt, also die Politik, schlussfolgert Meyen. „Und das ist noch eine der ärmeren Konzernmedienfamilien.“

Neben diesen „ultrareichen Familien“ gebe es dann noch den „Staatsfunk“, wie Meyen den ÖRR bezeichnet. Auch ein Buch von ihm trägt diesen Titel.

„Da wird uns erzählt, dass er uns gehört.“ In Wirklichkeit sei der ÖRR über Aufsichtsgremien „in der Hand einiger weniger Parteien“. Keine Spitzenposition dort werde ohne Absegnung von Spitzenpolitikern besetzt. Meyen verweist auf das problematische Changieren von Spitzenpersonal zwischen Politik und Journalismus. Er nennt als Beispiel Ulrich Wilhelm, der zwischen BR-Intendanz, Bundespresseamt und ARD-Vorsitz hin und her wechselte. „Die Verquickung liegt auf der Hand.“

Hinzu kämen schlechte Arbeitsbedingungen. Zwei Drittel der Programmmitarbeiter im öffentlich-rechtlichen Rundfunk hätten keinen festen Vertrag. „Das schafft Abhängigkeit.“ Die Redaktionen seien homogen: meist weiße, akademische Mittelschichtskinder mit Aufstiegsmentalität. Das erkläre die „Kritiklosigkeit gegenüber denen, die noch weiter oben sind“. Schließlich wolle man irgendwann mitmachen.

„Verantwortungsverschwörung im Journalismus“ 

Journalistinnen und Journalisten müssten auch nicht immer unmittelbar beeinflusst oder angerufen werden, um eine bestimmte Berichterstattung zu erreichen. Meyen spricht von einer „Verantwortungsverschwörung“.

Die drei Elemente lauten für ihn: „Der Journalist weiß, was gut und richtig ist. “ Häufig sei das das, was auch die Entscheider in Politik und Wirtschaft für gut und richtig hielten. Der Journalist wisse außerdem, dass er Einfluss habe, und fange deshalb an, als dritten Schritt, „die Medienwirklichkeit so umzubauen, dass das wahrscheinlicher wird, was er für gut und richtig hält“.

Das gelte auch für die Veranstaltung mit ihm im Kolpinghaus. Geschäftsführer Karl Wilhelm, der den Vortrag mit Pausen interessiert verfolgt, sei in der Vorberichterstattung der MZ nicht mit allem zitiert worden, was er gesagt habe. Er werde sich deshalb noch einmal an die Zeitung wenden. Der Subtext: Wilhelm, der an dem Abend immer wieder zuhört und sich angeregt mit Teilnehmern unterhält, steht dem Vortrag deutlich positiver gegenüber, als es der Bericht darstellt.

Dass es nun immer mehr „Milieumedien“, also alternative Medienangebote, gebe, trägt nach Meyens Ansicht zu den homogenen Redaktionen in den „Staatsmedien“ bei. Wenn nicht viele dorthin abgewandert wären, „dann wäre in den Redaktionen der Streit größer und damit auch der Zweifel“.

„Wenn wir mal annehmen, dass wir diese Wahlergebnisse glauben…“

Im letzten Teil wendet sich Meyen den Themen Propaganda und Zensur zu. Die Etats für Regierungs-PR, „Propaganda“, würden immer größer. Das geschehe im Bestreben, die öffentliche Meinung zu lenken. Das erkläre auch den Qualitätsverfall der Politik. Millionen von Euro würden in die Öffentlichkeitsarbeit umgeschichtet.

Politiker wie Annalena Baerbock oder Robert Habeck würden „nach Medientauglichkeit gecastet“. Was Markus Söder auf TikTok veranstalte, sei nur mit viel Geld zu machen. Und auch – Stichwort – Corona – Christian Drosten sei vom NDR für seinen Podcast ob seiner Medientauglichkeit ausgewählt worden.

Auch das BSW in Sachsen-Anhalt habe den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde mit einer klugen Medienstrategie geschafft, sagt Meyen. Dann schiebt er nach: „Wenn wir mal annehmen, dass wir diese Wahlergebnisse glauben, die uns da kommuniziert werden.“

Beauftragte, NGOs und Geheimdienste

Wo die Politik nicht durchdringe, würden überall Beauftragte installiert, um „sich im Namen der gerade herrschenden Sicht auf die Verhältnisse zu äußern“. Und dann gebe es noch die NGOs, „die überall da eingesetzt werden, wo der Staat nicht reingehen kann“.

Als eine solche NGO sieht Meyen auch den Rechercheverbund Correctiv. „Eine Propagandamaschine.“ Außerdem sei davon auszugehen, dass in jeder größeren Redaktion Mitarbeiter von Geheimdiensten säßen, „wahrscheinlich auch von US-Geheimdiensten“.

„Zensur gibt es auch bei uns.“

Propaganda könne man möglicherweise noch rechtfertigen, räumt Meyen ein. „Jede Regierung muss für sich Werbung machen.“ Erschreckend sei aber, dass es nicht nur in Nordkorea, China oder der DDR Zensur gebe, sondern auch bei uns. „Denn wenn ich versuche möchte, öffentliche Stimmung zu lenken, dann muss ich Gegenstimmen klein machen, delegitimieren, ausschalten.“

Das geschehe nicht über eine Behörde, sondern über den 2024 in Kraft getretenen Digital Services Act. Dieses Gesetz verpflichtet Plattformen, Verfahren bereitzustellen, um illegale Inhalte, Waren oder Dienstleistungen schnell zu entfernen.

Plattformen könnten dadurch „angehalten werden, alles zu löschen, was in irgendeiner Weise bedrohlich für sehr schwammige Begriffe in diesem Gesetzestext sein könnte“, so das Szenario nach Meyen. „Das Besteck ist da.“ Inwieweit es angewendet werde, sei aufgrund politischer Kämpfe und Gegenwehr der Konzerne offen.

Corona, Frieden, Ukraine

Woran gezweifelt werden soll und was in den „Staatsmedien“ nicht die geforderte große Bühne erhält, gar zensiert wird oder zensiert werden soll, klingt während des Vortrags und auch in der anschließenden Diskussion nur am Rand an.

Immer wieder geht es um Corona. Es gibt positive Bezüge zu dem „Friedensforscher“ Daniele Ganser, dem vielfach die Verbreitung von Verschwörungserzählungen vorgeworfen wird, aber auch zu dem Rechtspopulisten Roger Köppel und der von ihm verantworteten Schweizer Weltwoche. Als seriöse Quelle erwähnt wird der frühere FAZ-Redakteur Udo Ulfkotte, der ins Verschwörungslager abdriftete. Auch um den Krieg in der Ukraine geht es.

Doch es bleibt bei Geraune. Konkretes hört man selten, weder vom Publikum noch von Meyen. Wer denn der „Auftraggeber“ hinter alledem sei, wird aus dem Publikum gefragt. Nicht so einfach zu erklären, sagt Meyen und empfiehlt das 2016 erschienene Buch „Das Schachbrett des Teufels“, in dem nahegelegt wird, dass die CIA, Industrie- und Sicherheitseliten die Ermordung von John F. Kennedy und seinem Bruder Robert veranlasst hätten.  

„Milieumedien“: über jeden Verdacht erhaben?

Meyens blinder Fleck beim Blick auf die „Milieumedien“ bleibt bis zum Schluss. Lediglich bei der mit Falschmeldungen durchsetzten Plattform Nius sei er „trotz der Recherchetiefe und toller Kollegen“ skeptisch, wegen der Finanzierung durch den Milliardär Frank Gotthardt und dessen Verbindungen zu Jens Spahn. Möglicherweise sei angesichts dessen auch Nius ein Staatsmedium, spekuliert Meyen. Aufgedeckt wurde das durch Correctiv, einen Zusammenschluss, an dem Meyen sonst kaum ein gutes Haar lässt.

Dass Medien wie Apollo News, Rubikon, Multipolar oder das erwähnte AUF1 andere Interessen verfolgen könnten als den von Meyen formulierten journalistischen Anspruch, kommt an dem Abend nicht zur Sprache.

Auf seine regelmäßigen Auftritte bei AUF1 angesprochen, wo er auch gern mit dessen rechtsextremem Gründer Stefan Magnet in familiärer Atmosphäre parliert, und auf dessen undurchsichtige Finanzierungsstrukturen, die tief in die FPÖ reichen, sieht Meyen kein größeres Problem.

Auftritte bei AUF1: „Wenn die Zahl der Bühnen schrumpft, wird es schwieriger, eine Einladung abzulehnen.“

Er habe da eine ganz einfache Politik. Solange er eingeladen werde und erzählen könne, was er wolle, gehe er auch hin. Nur einmal habe er einen Auftritt abgelehnt, bei einem Burschenschaftsverein.

In die Sache mit der Zeitschrift „Demokratischer Widerstand“ sei er „naiv hineingeraten“. Die hätten gar kein Interesse an seiner Expertise in Sachen Zeitungmachen gehabt. „Die wollten nur meinen Namen und meine Reputation.“

Diesen Eindruck habe er bei AUF1 nicht. Die seien gut vorbereitet und schrieben ihm nichts vor. Er verfolge auch kaum etwas von AUF1. Außerdem: „Wenn die Zahl der Bühnen schrumpft, wird es schwieriger, eine Einladung abzulehnen.“

Leitmedien meiden als „intellektuelle Selbstverteidigung“

Den Anwesenden rät der Kommunikationswissenschaftler: „Raus aus den Medien. So wenig wie möglich von diesen Inhalten nutzen.“ Das sei „intellektuelle Selbstverteidigung“. Man könne Milieumedien unterstützen, sich verstärkt im analogen Raum treffen – und im Zweifel auch selber publizieren oder dabei unterstützen.

In seiner Akademie kann man ja das in vier Tagen lernen.

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Kommentare (1)

  • Mr. T.

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    Komplett durch …
    Wüsste ich nicht, dass hier das BSW eingeladen hat, hätte ich klar auf die Basis getippt. In Regensburg scheint das BSW noch unter das Bundes-Niveau gefallen zu sein.

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