Verwirrte, Diebe und Betrunkene

Polizeiinspektion Regensburg Nord PRESSEBERICHT vom 04.12.2011 Tandemanhänger gestohlen Erst am Freitag wurde von einer auswärtigen Gartenbaufirma bei der Polizei zur Anzeige gebracht, dass bereits in der Nacht vom 25. auf 26.11.2011 ein zweiachsiger Anhänger aus dem Gewerbepark Regensburg gestohlen worden war. Der unbekannte Täter überwand hierbei einen Kupplungssicherungsschuh mit Vorhängeschloß. Der Drei-Seiten-Kipper des niederländischen Herstellers „Wagenbouw Hapert“ mit Laubfanggitter und Kelheimer Kennzeichen hat einen Wert von ca. 2500 Euro. Einbruch in Kellerraum Zwischen der Mittagszeit des 26.11.2011 und der Nachmittagszeit des 02.12.2011 überwand eine unbekannter Täter ein Vorhängeschloß eines Lagerraums im Keller eines Wohnanwesens in der Amberger Straße in Regensburg. Er entwendete u.a. eine Elektro-Kettensäge der Marke Gardena, eine Motor-Kettensäge des Herstellers Sachs, einen Rasentrimmer, einen Laubsauger und eine Axt. Der Beute- und Sachschaden beträgt etwa 650 Euro. Fahrrad gestohlen Aufgrund der milden Witterung ist immer noch „Saison“ für Fahrradfahrer – und Fahrraddiebe. Am 02.12.2011 brachte ein Mitbürger zur Anzeige, dass am 27.11.2011, zwischen 14.00 Uhr und 17.50 Uhr, vor einer Pizzeria am nördlichen Brückenfuß der Steinernen Brücke, sein weiß-graues Herrenfahrrad der Marke KTM entwendet worden war. Das Fahrrad war zwar „in sich“ mit einem Schloß versperrt, aber nicht „angehängt“. Der Täter hatte offenbar keine Probleme, trotz der wahrscheinlichen Anwesenheit einer Vielzahl von Zeugen, das Fahrrad wegzutragen. Die Polizei rät nochmals dringend dazu, sein Fahrrad an festen Gegenständen anzuhängen! Geschwisterstreit Am Morgen des 02.12.2011 gerieten im Regenburger Norden zwei erwachsene Zwillings-Geschwister aneinander. Im Verlauf der Streitigkeit schlug die Schwester ihren Bruder angeblich mit einem Briefkasten (!) und verletzte ihn am Arm. Sie wird wegen „gefährlicher Körperverletzung“ angezeigt, da sie zum Zuschlagen einen „harten Gegenstand“ verwendet hat. Unfallflüchtiger gestellt Am 02.12.2011 gegen 19.00 Uhr konnte ein unbeteiligter Zeuge den Fahrer eines Pkw Mercedes mit Straubinger Kennzeichen dabei beobachten, wie er einen geparkten 7er BMW mit Nürnberger Kennzeichen erheblich beschädigte und das Weite suchte, ohne seinen Pflichten nachzukommen. Eine Nachschau im Raum Straubing durch Kollegen der dortigen Polizei blieb zunächst ohne Erfolg. Aufgrund der laufenden Fahndung konnte das gesuchte Fahrzeug jedoch am 03.12.2011, gegen 00.30 Uhr, durch eine Streifenbesatzung im Bereich des Regensburger Schlachthofes angehalten und die Fahrzeuginsassen kontrolliert werden. Die Schäden an seinem Mercedes wurden dokumentiert. Gegen den 24jährigen Fahrzeugführer wird Anzeige erstattet. Verwirrter in Schwabelweis In der Donaustaufer Straße auf dem Gehweg wurde am 03.12.2011 gegen 07.30 Uhr ein Senior angetroffen, der lediglich mit Schlafanzughose und Socken gekleidet war. Er war zwar ansonsten unverletzt, befand sich aber offensichtlich in einem geistig verwirrten, selbstgefährlichen Zustand. Da keine Angehörigen zu ermitteln waren, wurde er einer ärztlichen Versorgung zugeführt. Halbnackter Verwirrter auf Steinerner Brücke Mit heruntergelassenen Hosen stand am 03.12.2011 gegen 11.00 Uhr ein junger Mann auf der Steinernen Brücke und erregte so etwas Aufsehen. Die herbeigeeilten Beamten der PI Nord trafen ihn in ebendiesem Zustand an und nahmen ihn auf die Polizeiwache mit. Er machte allgemein einen verwirrten Eindruck auf die Beamten. Als er sich plötzlich in der Wache auf den Boden erbrach und Anstalten machte, diesen Vorgang wieder rückgängig zu machen, wurde er zu seiner ärztlichen Versorgung im Stadtteil Karthaus-Prüll zurückgeführt. Im Rausch sein Leben riskiert Am 04.12.2011, kurz nach Mitternacht, alarmierte ein 20jähriger Regensburger über Notruf die Polizei, dass sein etwa gleichaltriger Freund aus dem südlichen Gemeindebereich Wenzenbach soeben die Eisenbahnunterführung „Bei der Anhalt“ erklettert und übersprungen hätte. Danach sei er verschwunden geblieben. Polizei und Bundespolizei nahmen die Ermittlungen auf, die Bahnstrecke musste von 00.28 Uhr bis 00.56 Uhr für den Bahnverkehr gesperrt werden. Die Gleisanlage wurde abgesucht, ohne einen Hinweis auf den Gesuchten zu erhalten. Weitere Ermittlungen ergaben dann gegen 01.00 Uhr die Erkenntnis, dass der Gesuchte bereits daheim war. Dort bekamen er und seine Eltern nächtlichen Besuch der Bundespolizei; der junge Mann wurde eingehend befragt. Es war demnach zuvor im Gewerbepark zu einem Streit unter Freunden gekommen, wobei der sehr erheblich alkoholisierte Mann, nach eigener Aussage, „etwas überreagiert“ hatte und „nur noch nach Hause“ wollte. Er war nach Überkletterung der Bahnanlage von einem anderen Bekannten aufgegriffen und nach Hause gebracht worden. Während der Überquerung hätte er jederzeit von einem Zug erfasst und tödlich verletzt werden können, zumal Auffassungsgabe und Reaktionsvermögen nach Alkoholmißbrauch erheblich eingeschränkt sind. Wegen dieser völlig unsinnigen und lebensgefährlichen Aktion erwartet ihn nun noch ein saftiges Bußgeld, denn die Bundespolizei ermittelt gegen ihn wegen einer Ordnungswidrigkeit nach der „Eisenbahn Bau- und Betriebsordnung“ (EBO), unter anderem, da er unbefugt Gleisanlagen betrat. Da aufgrund der Streckensperrung ein Zug eine nicht unerhebliche Verspätung hinnehmen musste, prüft die Deutsche Bahn AG derzeit auch, ob sie den jungen Klettermaxe zivilrechtlich in Regress nimmt. Zusätzlich könnten Kosten für den Polizeieinsatz erhoben werden. Ein hoher Preis, für wenige Sekunden „Ein-Mann-Show“ eines jugendlichen Heißsporns!

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