„Wissen um die Droge ist Macht gegen die Droge“

Der zunehmende Anstieg von Drogenmissbrauch war Anlass für Oberstudiendirektor Anton Nenning, Schulleiter der Städtischen Berufsschule II in Regensburg, Kontakt mit Michael Lochner, dem Zollamtmann des Hauptzollamtes Regensburg aufzunehmen, um einen Vortrag zum Thema Drogenprävention zu vereinbaren. „Wer informiert ist, kann sich und andere schützen“, so lautete der Einstieg der Referenten der Kontrolleinheit Verkehrswege Furth im Wald des Hauptzollamts Regensburg in der Aula der Berufsschule. Der besorgniserregende Anstieg des Drogenkonsums im Raum Regensburg ist einer der Gründe, weshalb Jugendliche über die Vielzahl von Drogen, deren Wirkungsweisen und Gefahren informiert werden sollten. Rund 200 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen hörten interessiert den schülernahen Ausführungen der Zollbeamten Franz Sporer und Alois Schwägerl aus Furth im Wald zu. Schwerpunkte waren Drogenmissbrauch, Drogenschmuggel und Beschaffungskriminalität von Crystal Speed und Drogen, wie Marihuana, Heroin, Kokain und Alkohol. Gerade die Modedroge Crystal Speed ist im Grenzgebiet um Furth im Wald zu einem großen Problem geworden, da immer mehr davon in tschechischen Giftküchen produziert und dann über die Grenze geschmuggelt wird. Zwar fanden die Schüler den Einfallsreichtum mancher Drogenschmuggler zum Lachen, z. B. dass ein Junge seine Oma als Schmugglerin missbrauchte. Dennoch verging den meisten Jugendlichen das Lachen, als sie von der Null-Toleranz-Grenze bei Drogenkonsum illegaler Drogen im Straßenverkehr hörten. Da an der Berufsschule viele Jugendliche gerade den Führerschein machen bzw. diesen erhalten haben, spielt für sie die Drogenproblematik eine besonders große Rolle. Allein der Besitz illegaler Drogen führe selbst als Fußgänger zum Verlust des Führerscheins, da hierbei die Führerscheinbehörde wegen eines laufenden Ermittlungsverfahrens oder einer Verurteilung wegen Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz informiert werde. Drogenkonsum während der Arbeitszeit oder in der Berufsschule könne eine fristlose Kündigung nach sich ziehen. Darüber hinaus warnten die Zollbeamten die Schülerinnen und Schüler eindringlich davor, Getränke in der Diskothek alleine stehen zu lassen, da die Anzahl vergewaltigter Mädchen und Frauen, die Opfer der K.-o.-Tropfen wurden, immer mehr zunehmen. Im Anschluss fand eine lebhafte Diskussion statt, bei der die Jugendlichen ihre Fragen stellen konnten, die die Zollbeamten geduldig und umfassend beantworteten. Insgesamt war der Vortrag sehr informativ, und hat überdies dazu beigetragen, dass die Jugendlichen jetzt – gemäß dem Leitsatz „Wissen um die Droge ist Macht gegen die Droge“ – dem Drogenproblem nicht mehr so machtlos gegenüberstehen.

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