Bundestagswahl

AfD wird zweitstärkste Kraft im Landkreis Regensburg

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CSU und SPD liegen in Stadt und Landkreis Regensburg noch deutlich unter dem bayerischen Landesdurchschnitt. Zum ersten Mal schickt Regensburg drei Abgeordnete nach Berlin.

Die AfD-Funktionäre Jakob Kerler und Vadim Derksen bei der städtischen Wahlveranstaltung im Leren Beutel. Foto: Staudinger

Die AfD-Funktionäre Jakob Kerler und Vadim Derksen bei der städtischen Wahlveranstaltung im Leeren Beutel. Foto: Staudinger

„Es geht mir gut – ich freue mich auch auf das, was jetzt kommt“, schreibt Astrid Freudenstein am Montagmorgen und es klingt, als hätte sie gerade eine schwere Krankheit überstanden. Nach dem Wahlergebnis vom Sonntag steht fest: Die CSU-Politikerin verliert nach dem historisch schlechten Ergebnis für ihre Partei – die stürzte von 49,3 auf 38,8 Prozent ab – das Bundestagsmandat. Sie teilt damit das Schicksal von CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann, der – mangels Direktkandidatur – nicht in den Bundestag einziehen wird und nun auf einen Ministerposten hoffen muss, um in Berlin mitmischen zu dürfen. Die CSU entsendet lediglich Direkt-, aber keine Listenkandidaten.

CSU-Kreischef Franz Rieger gratuliert Peter Aumer. Foto: Staudinger

CSU-Kreischef Franz Rieger gratuliert Peter Aumer. Foto: Staudinger

Bei der Wahlveranstaltung der Stadt Regensburg im Leeren Beutel blieb Freudenstein weg. „Es war ja schon bei der ersten Prognose um 18 Uhr alles klar. Insofern verlief der Rest des Abends für mich nicht mehr sehr spannend“, schreibt sie. Freudensteins Parteifreund Peter Aumer konnte zwar erwartungsgemäß das Direktmandat für seine Partei holen, in Stadt und Landkreis aber lag die CSU bei den Zweitstimmen noch ein Prozent unter dem Landesdurchschnitt. Und insbesondere im Landkreis, wo Aumer her stammt, zeigt sich deutlich, dass die Behauptung nicht zutrifft, derzufolge die CSU durch ihre Politik die AfD in Zaum halten würde. Entsprechendes verbreitete in der Vergangenheit beispielsweise der „Parteienexperte“ Heinrich Oberreuter, selbst CSU-Mitglied.

War am Wahlabend mit den Nerven am Ende: Tobias Hammerl. Foto: Staudinger

War am Wahlabend mit den Nerven am Ende: Tobias Hammerl. Foto: Staudinger

Völlig konsterniert verfolgte im Beutel SPD-Direktkandidat Tobias Hammerl das „Debakel“ für seine Partei, die im Bund ihr schlechtestes Ergebnis seit Bestehen der Bundesrepublik einfuhr. In Stadt und Landkreis Regensburg erreichten die Sozialdemokraten nicht einmal den bayerischen Landesdurchschnitt von 15 Prozent. Hammerl selbst holte 16,69 Prozent der Erststimmen. Verantwortlich dafür ist insbesondere das schlechte Abschneiden der SPD im Landkreis. Hier wurden die Sozialdemokraten (14,19 Prozent) sogar von der AfD (14,45) überholt, die deutlich über dem bayerischen Landes- (12,4) und dem Bundesergebnis (12,6) liegt.

In der Stadt Regensburg dagegen lag die AfD mit 10,8 Prozent der Zweitstimmen lediglich auf Platz vier, hier hätten fast die Grünen (14,56) die SPD (14,86) noch überholt. Insofern hat sich die manchmal geäußerte Befürchtung nicht bewahrheitet, derzufolge die AfD von der Korruptionsaffäre profitieren könnte.

Dennoch gibt es den einen oder anderen Ausreißer: In einem kleineren Wahlbezirk in der Konradsiedlung beispielsweise lag die AfD sogar noch vor der CSU, ironischerweise im Wahlbezirk „Grundschule der Vielfalt und Toleranz“ holte die Rechtsaußen-Partei fast 25 Prozent.

Bald Koalitionäre in Berlin? Stefan Schmidt und Ulrich Lechte. Foto: Staudinger

Bald Koalitionäre in Berlin? Stefan Schmidt und Ulrich Lechte. Foto: Staudinger

Dazu gewonnen haben neben der AfD auch Linke, Grüne und FDP. Obwohl Astrid Freudenstein ihr Mandat verloren hat, wird Regensburg damit erstmals drei Abgeordnete im Bundestag haben. Neben Aumer ziehen auch Ulrich Lechte (FDP) und Stefan Schmidt (Grüne) in den Bundestag ein.

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Kommentare (64)

  • Joachim Datko

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    Mir ist aufgefallen, dass die AfD-Wahlplakate wesentlich aussagekräftiger als die Plakate der anderen Parteien sind. Habe ich recht?

  • Armin Schöffmann

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    @Joachim Datko
    klar – wenn „Wir steh’n auf Bikinis.“ für Sie unter“ Aussage“ und „kräftig“ fällt.
    Ich habe diesmal ausnahmsweise nicht nach Plakat gewählt.

  • dugout

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    @Armin Schöffmann

    Man muss nicht jedem Dumschwätzer antworten.

  • Joachim Datko

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    Zu Armin Schöffmann „klar – wenn „Wir steh’n auf Bikinis.“ für Sie unter“ Aussage“ und „kräftig“ fällt.“

    Vollständig: „“Burkas?“ Wir steh’n auf Bikinis.“
    Das ist ein harmloser und pfiffiger Spruch!

    Ich kenne kein Plakat der anderen Parteien, das sich mit der Verschleierung kritisch auseinandersetzt. Die AfD hat mehrere Plakate zur Unterdrückung der Frau im Islam. Die politische Linke ignoriert meiner Ansicht nach das Problem.

  • Robert

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    Nicht nur im LK Regensburg wurde die AfD zweitstärkste Partei! Dies gelang ihr ebenso in 17 von insgesamt 46 bayerischen Wahlbezirken! Die CSU und Seehofer haben sie mit ihrer AfD-ähnlichen Politik erst stark gemacht.

  • Ronald McDonald

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    @ Stefan Aigner

    Die Bildunterschrift „Leren Beutel“ bestätigt Frau Aydan Özoguz: jenseits der gesprochenen Sprache gibt es keine spezifisch deutsche Kultur!

  • Schwalbe

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    Es wird nichts nützen: auch wenn die konservative Logik – und „konservativ“ meint in diesem Zusammenhang nicht nur die CSU- wonach man die Rechten ausschaltet, indem man ihre Themen übernimmt (und ihre Politik macht), noch so offensichtlich in die Hosen geht, werden die damit weitermachen. Warum? Weil die konservative, selbst ernannte „bürgerliche Mitte“ den Rechten inhaltlich näher steht, als sie zugeben will, vielleicht auch, als sie sich selbst eingestehen kann. Die Rechten sind nicht nur die Gefahr, die den Konservativen bei Wahlen Stimmen wegnehmen, sie sind vor allem die nützlichen Idioten, die thematisch den Weg bereiten, den die Konservativen dann bequem und alternativlos beschreiten. Mir ist kein Fall erinnerlich, wo es den Konservativen in einer Bundes- oder Landesregierung sichtlich schwergefallen wäre, rechte Politik umzusetzen; man läßt sich gerne von der Afd vor sich hertreiben. Und die Totalversager von der SPD sitzen 4 Jahre lang eine tatsächliche linke Mehrheit im Bundestag als Juniorpartner in einer großen Koalition ab, um dann einmal mehr vor den Scherben ihrer Politikverweigerung zu stehen.

  • Mr. T

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    So lange sich die Zahl der Burka-Trägerinnen in Deutschland im unteren einstelligen Bereich bewegt, macht es auch keinen Sinn für eine Partei, sich damit kritisch auseinanderzusetzen. Außer man möchte ohne jeglichen Grund gegen irgendwelche Minderheiten hetzen.

    Robert hat mit seiner Einschätzung nicht unrecht. Hätten Drehhofer, Scheuer und Konsorten nicht so viele unbegründete Ängste geschürt, wären wohl nicht so viele bei der NSAfD gelandet und dummerweise gemeint, dort Erlösung zu finden.

  • Roland Hornung

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    @ Robert

    Ihrer Aussage kann ich nicht widersprechen. Vermutlich haben Sie Recht.

  • Roland Hornung

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    „Burka“ – in Afghanistan beheimatet und üblich – gibt es kaum in Deutschland. Viele verwechseln das gründlich mit anderen Kleidungsstücken, wie z.B. Niqab:

    http://www.stern.de/politik/ausland/burka–niqab-oder-hidschab—das-sind-die-unterschiede-7016664.html#mg-1_1506345518203

    Und: Alles hat seine Zeit….., vor gut 20 Jahren trug im vorderen Nahen Osten im wesentlichen keine Frau solche Kleidungsstücke, man war sehr westlich gekleidet. Diese Ganzkörperverhüllungen gab es nur im Iran und Saudiarabien. Erst in jüngster Zeit, mit Zunahme des Fundamentalismus, verbreitete sich jener Kleidungsstil.

  • dünnster Künstler

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    26,5% AFD im Wahllokal Stadtbücherei Burgweinting. Die Stadt mietet hier sündteuer im immer schon zur hälfte leerstehenden BUZ ein. Die Stadt hat sich im Zentrum des Stadtteils des öffentlichen Raums, der Agora in der auch politische und kulturelle Auseinandersetzung passieren könnte, gezielt entledigt. Kunstprojekte auf städtischem Grund wurden in den vergangenen Jahren konsequent beseitigt oder verhindert….

  • Joachim Datko

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    Zu Mr. T 14:48 : Zitat: „So lange sich die Zahl der Burka-Trägerinnen in Deutschland im unteren einstelligen Bereich bewegt, macht es auch keinen Sinn für eine Partei, sich damit kritisch auseinanderzusetzen.“

    Können Sie dem folgenden Text, der auch in Regensburg häufig plakatiert wurde, zustimmen?

    Der Islam gehört nicht zu Deutschland
    Die Freiheit der Frau ist nicht verhandelbar!

    Mir ist als Atheist der Widerstand gegen den Islam extrem wichtig.

  • Mr. T

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    Zu „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ ganz klar NEIN.
    Zu „Die Freiheit der Frau ist nicht verhandelbar!“ ganz klar JA.

    Nur, dass es der NSAfD weniger um die Freiheit der Frau geht, als um die Hetzte gegen Muslime, die in ihrer Gedankenwelt alle ihre Frauen unterdrücken.
    Keine Religion gehört zu Deutschland. Viele Menschen in Deutschland haben Religionen, aber das ist deren Privatsache. Ihre Religionen gewähren ihnen auch keinerlei Rechte über unseren Gesetzen. Das ist allerdings Konsens unter allen deutschen Parteien und kein Alleinstellungsmerkmal der und Wahlgrund für die NSAfD.

    Mir als Atheist ist es wichtig, dass keine Religion Einfluss auf unsere Freiheit haben darf. Religionen stehen jedem frei wenn er sie unbedingt pflegen möchte. Was ich verabscheue ist, wenn manche die Gegnerschaft gegen eine spezielle Religion vorschieben, um ihren Fremdenhass auszuleben.

  • Lilith

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    Ich als Frau fühle mich weniger von Burkas unterdrückt, sondern viel mehr von dem archaischen Modell des Ehegattensplitings. Wenn man die Familie schützen möchte, dann doch bitte beide Partner steuerlich entlasten. Deshlab finde ich die NSAfD scheinheilig in ihrem angeblichen Feminismus. Sie möchten aus uns wieder Gebärmaschinen machen.

  • Giesinger

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    Die Wahl ist gelaufen, was soll jetzt noch das Gekeife?
    Das Ergebnis steht fest, bitte nehmt es hin.

  • Giesinger

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    Mit „Gekeife“ meine ich die diversen Antworten hier im Thema (Mr. T z.B.). Nicht aber natürlich unseren hochgeschätzen Artikel-Autor Herrn Stefan Aigner.

    Grrüßle, Giesinger

  • Mathilde Vietze

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    Als gläubige Katholikin verbitte ich es mir,
    daß der Atheist verteufelt wird. Umgekehrt
    wird ein seriöser Atheist andere Weltan-
    schauungen respektieren. Herr Datko
    scheint dieser Spezies nicht anzugehören.

  • Lothgaßler

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    Wenn sich die bayerische SPD über dieses Ergebnis wundert, dann kann ich mich nur noch über die SPD wundern. Es geht noch weiter bergab, denn die SPD wird nicht mehr gebraucht. Hallo SPD, ihr habt eure Wählerschaft vergrault und steht für die „Mitte“, von der weiß aber keiner was das sein soll! Der gepamperte VW-, Audi- oder BMW-Stammbelegs-Mitarbeiter wählt euch jedenfalls nicht!
    Die AfD beginnt schon heute damit sich zu spalten (brave Petry), und CDU/ CSU wanzen sich auch schon ab heute verstärkt an die national Gesinnten ran. Das absehbare Ergebnis wird @Joachim Datko nicht freuen, aber mich: Die AfD zerlegts! Es wird nicht lange dauern und die Truppe ist entzaubert und widert nur noch an, denn aus dem Bundestag wird täglich berichtet und das Geschehen wird ausführlich kommentiert.
    Was mich wirklich freut, das ist die bröckelnde Basis der CSU, hier tut sich was. Diese Chance müssen die übrigen Parteien (außer AfD) nutzen. Die SPD wirds wohl verpennen, also hoffen wir auf andere.

  • joey

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    es geht doch nicht um Burkas.
    Das eigentliche Problem ist Merkel, die sich auch nach horrenden Verlusten für unverzichtbar „strategisch erfolgreich“ präsentiert.

    Die Flüchtlingsfrage ist da einfach ein bestes Beispiel: ganz ernst wird den Leuten auf allen Kanälen erklärt, daß man Grenzen angeblich nicht schützen kann und das Wegwerfen von Dokumenten taktisch günstig ist.
    Merkel bleibt dabei: das ist kein Fehler, das gehört sich so…

    Das Eindreschen auf die AfD hat die Protestwähler bestärkt, daß genau das der beste Weg ist, die CSU (und CDU +SPD) zu ärgern. 13% Linke sind kein Problem für die CSU, der selbe Anteil von der AfD bringt aber Panik. Ziel der Notwehr erreicht.

    Übrigens @schwalbe: die CSU hat versucht, die „Themen der AfD“ zu „vermeiden“. Leider haben Gewaltkriminelle auf offener Straße diese Taktik verhindert. Der allseits berühmte „schwarze Philosoph“ Peter Gauweiler gibt von sich: die beste Möglichkeit, etwas zu verbreiten ist, es zu unterdrücken und zu verbieten.

  • MERKEL LUEGT

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    @CSU -Joey, es langweilt, wie sie ihre Partei , die für ihren Verbleib an den Sautroegen der Macht schon immer zu jedem Rechtsruck bereit war, als Opfer von „Gewaltkriminellen“, von Merkel usw darzustellen versuchen

  • Tobias

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    @Joachim Datko:

    Sie haben schon Recht; die AfD-Plakate sind definitiv aussagekräftiger. Die Plakate zeigen klipp und klar im Prinzip Quintessenzen gewisser Ansichten und Punkte, für die die Partei steht. Dies ist in keinem Wahlplakat der CDU, CSU und SPD zu lesen.
    Gerade die SPD pervertiert nahezu ihre Aussagen. „Gerechtigkeit“, also jemand, der viel und lange einzahlt nach einem Jahr Arbeitslosengeld II auf Hartz IV zu stufen – wie jemand, der wenig und/oder nie einzahlt; ausgerechnet von einem überbezahlten EU-Bürokrat, der in der freien Wirtschaft keine Stelle finden würde aus Alters- und Kompetenzgründen? „Die Zukunft brauche neue Ideen – und einer, der sie durchsetzt“. Was für eine Zukunft? Mit noch mehr Kulturfremden? Noch mehr Sozial-Murks? Mehr Lobbyismus der Wirtschaft, der „Arbeitsplätze“ zuliebe (wir wissen doch alle: Das stimmt nicht). Und wer setzt diese um? Koalitionspartner seit fast einer Dekade-SPD-Eurokraten-Schulz? Wirklich? „Damit die Rente nicht klein ist, wenn die Kinder groß sind“. Wie definiert man eine „kleine“ Rente? Und warum sollte die größer sein als bei Anderen, die Einzahlen? Vielleicht leisten die Kinder gar nichts für den Sozialstaat?

    Aussagen wie „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ – Hauptspruch der CDU – sind doch genauso bla bla, denn wer ist „wir“, wie definifert man „gut“? Laut „Stern“-Bericht vom Februar 2017 ist ein Single-Haushalt bei 892 EUR „arm“, darüber ist er bereits „Mittelschicht“. 892 Euro?? Das Institut der Wirtschaft in Köln sagt 985 EUR. Zitat aus dem „Stern“-Bericht: „Als Alleinstehender sind 985 Euro pro Monat extrem wenig.“ Das ist dann „gut“? Und „gerne“? Die Zahl der Gewalt- und Sexualdelikte ist de facto durch die Zuwanderung gestiegen, ebenso wie Ladendiebstähle. Die zunehmende Bewaffnung auch, Feste werden abgesagt, „Merkelsteine“ platziert. Ja, so lebt man gerne!

    „Gute Arbeit für Gute Löhne“ – Zeitarbeitsfirmen sprießen, alles ganz prima, morgen kann man schon abgemeldet sein, jeder Tag ein neuer Boss ist keine Utopie. Wer liebt es nicht? Übernahmen werden nicht gemacht. Man wird abgemeldet, ein paar Tage später wieder „angestellt“, zu vier Euro weniger Lohn. Ja, klar. Außerdem ist der Lohn stets verhandelbar oder dermaßen von Lobbyisten unter Druck („Die Arbeitsplätze sind gefährdet, wenn Standort XYZ ein wenig mehr Personalkosten hat, oder wir outsourcen!! *heul*“), da kann auch die CDU nix machen. Oder sichert sich noch schön Pöstchen im Vorstand. Widerlich.

    FDP – „Digital first, Bedenken Second“. *Facepalm* „Entlastungsziel von 30 Mrd. Euro“. Aha, warum genau 30 Mrd. Wie wird entlastet? Wer? Wie? Der Steuerzahler? Die Kommunen? Nichtssagendes Bla Bla.

    Die Grünen, ich muss überlegen.. Sowas wie „Integration muss man angehen, nicht aufschieben“, ich vergaß den fast schon poetischen Wortlaut. Wie denn? Zwingen, mit der Pistole? Oder mit Sanktionen? Warum eigentlich, sind die illegen Migranten und Zuwanderer nicht alle toll und brav und lieben dieses Land? Wozu ein solches Programm bewerben?

    Die AfD wiederrum: „Bargeld ist Freiheit“ – Thema: Bargeldabschaffung. „Bikini statt Burka“ – Thema: „Vollverschleierung in der Öffentlichkeit“ (auch in Schulen und in Gerichten). „Franz Josef Strauß würde AfD wählen“ – Thema: „Unsere Positionen sind einst normal gewesen, als es dem Land gut ging“ (Massenmigration von Ungebildeten hilft definitiv keinem Staat der Erde) Insgesamt sagt die AfD, was sie im Programm hat. Die anderen Parteien versprechen einem alles vom Himmel und halten können sie nichts („Die Zukunft“, „30 Mrd. Entlastung“, „Migration muss sein, sonst…“). Da ist ganz prinzipiell der Unterschied von Einheitspartei und AfD – und diesen kann man nicht leugnen.

    Die unnötig ätzende und unverschämte Aussage von Mr. T, dass dies „Dummschwatz“ sei zeigt von einer Ignoranz und Unfähigkeit, sachlich mit Andersdenkenden umzugehen; gleichzeitig aber Intelligenz und Kompetenz in Frage stellen, gar Demokratiefeindlichkeit – paradoxer geht es nicht. Dieses ganze Aufgeregte „Die Nazis kommen“-Geplärre – gleichzeitig aber sechszehn Mal betonen, dass es ja „eh nur 12,5% sein, also super duper Minderheit“ – was soll das? Warum die Panik?

    Ich sehe die AfD in dieser Position eher als Lehrling oder Fahrschüler: Die erfahrenen geben den Ton an und haben auch das letzte Wort, gegen die Wand fahren kann die AfD nichts, aber sich durchaus beweisen.

    Schwarz-Rot hat 13,6% verloren, die Wahlbeteiligung ist so hoch wie nie, die AfD hievt sich nahezu aus dem Stand als Drittstärkste in den Bundestag. „Nahezu“ deshalb, weil sie 2013 als Europartei belächelt wurde; ihr Entstehungsgrund sollte sich erst in Zukunft zeigen – im September 2015, als etliche, geltende Gesetze am Parlament vorbei gebrochen wurden und es bis heute sind.

    Damals war PEGIDA das Einzige Phänomen, das man als „Rechts“ kannte, ein paar „Nazis“ (wo bei den Typen der „Sozialismus“ in Nationalsozialismus steckt, muss man mir noch erklären, aber da kann ich wohl lange warten). „Ach, ein paar Idioten, abgehängt“.

    Dann waren es 5%, bei 61,5 Millionen sind es zumindest schon einmal über 3 Millionen „Nazis“.

    Die Lügerei in der Presse, von wegen „Fallen unter 5%“ zwei Monate vor der Wahl wurde innerhalb kurzer Zeit von „Bei 8%“ zu, einer Woche vorher in der MZ, zu „Drittstärkste Kraft möglich“. Denkt ihr wirklich, die Wähler dieser Partei hätten sich umentschlossen? Buchstäblich Millionen? Innerhalb von 3 Wochen?? Bitte hört auf, euch selbst zu belügen. Ich war von Anfang an dabei: „Die paar Nazis im Osten“, nun haben wir bei einer Wahlbeteiligung von ca. 80% knapp 6.200.000 Wahlberechtigte, die sich für diese Partei entschieden. Anstelle also mal wieder undifferenziert Leute mich wie mich anzugeifern – wie wär’s mit Selbstreflektion? Die kleine Partei wird das Land nicht kaputtfahren. Eine festgefahrene, in Selbstliebe erstarrte Frau, die auf Probleme mit „Wir schaffen das“ + Raute setzt, ist halt nicht bei jedem in diesem Land beliebt, und das ebenfalls festgefahrene Koalitionssystem, bei denen selbst Nischenparteien sich an Murksels Hinterteil hängen und dann mitregieren dürfen – etwas, was nie passieren dürfte! – sorgt eben dafür, dass die einzige Nicht-Merkel-Partei Aufwind erhält. Und Arroganz wie in dieser Kommentarspalte wird dies noch verstärken.

    Ich habe kein Parteibuch, deshalb wähle ich das, was ich am besten für mich finde. Und das ist einfach nicht diese unsägliche Frau oder der unrasierte Eurokrat. In vier Jahren, wer weiß, vielleicht FDP? Oder gar die Linken? Wischt Euch den Schaum vom Mund, liebe Kommentatoren, und wartet erst einmal ab :-)

  • Joachim Datko

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    Zu Mathilde Vietze 18:32 „[…] Umgekehrt wird ein seriöser Atheist andere Weltanschauungen respektieren.“

    Vor dem Islam habe ich keinen Respekt. Siehe z. B.:
    Koran Sure 9 Vers 29 : „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen – von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten.

  • joey

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    @MERKEL LUEGT
    lesen Sie nochmal. Ich habe die CSU nicht verteidigt oder was mit Opfer…

  • blauäugig

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    @Datko Kennen Sie Christen, die strikt nach der Bibel leben? Auch dort finden Sie viel Pornografie und Gewaltaufrufe. Das kann man auch aus dem Zusammenhang reißen und trotzdem scheinen Sie sich damit abgefunden zu haben, dass es in diesem Land auch Christen gibt, die noch nicht aus der Kirche ausgetreten sind.
    Im Übrigen ist es ein seltsames Ping-Pong-Spiel, das Sie mit Vietze mit ihren seltsamen Umdeutungen der Begriffe aufführen. Etwa als Dank, dass sie auch gegen sozial eingestellte Menschen wettert und dabei die Begriffe aus Ihrem Spektrum verwendet?
    http://www.regensburg-digital.de/altenheim-das-ist-kein-leben-dort/22092017/#comment-408684

    Seriös und gläubig steht für mich erst einmal in keinem Zusammenhang, was soll ein seriöser Katholik sein? Oder ein gläubiger Atheist? Etwa ein atheistischer Gläubiger?

  • joey

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    @blauäugig
    Gewaltaufrufe sind in der Bibel sehr selten. Es finden sich Berichte über Gewalt in untergeordneten Schriften des alten Testaments (Bronzezeit). Rache ist in der Regel Gott allein vorbehalten, Menschen zur Ausführung braucht er grundsätzlich nicht. Wenn Judith Holofernes den Kopf abschneidet, kommt das eher als Selbstverteidigung gegen eine marodierende assyrische Armee mit „minimalem Eingriff“. David gegen Goliath ebenso.
    Die Eroberung Kanaans durch Aaron hat noch Wirkung auf die aktuelle israelische Politik im dortigen RechtsX Bereich – ist aber keine Festlegung für die christlichen Kirchen.
    Die zentrale Botschaft des Christentums (neues Testament) ist ausdrücklich pazifistisch.
    Zeitgeschichtlich ist die Statistik auch eindeutig. Wenn sich ein Breivik auf das Christentum beruft, findet er da nicht ansatzweise Verständnis.

    Weltliche Kraft hat man dem Christentum mit Gewehrkolben ausgetrieben. Heute reicht es wohl, wenn man bei „anderen Religionen“ mit Diskussionen und Verordnungen Belange wie z.B. Tierschutz oder Kinderrechte durchsetzt.

    Ich selbst habe Achtung vor allen Menschen, die ihre Religion als positiv friedlichen Ausgangspunkt für konkrete Moral nehmen. Auf meinen Baustellen arbeiten immer wieder Islamisten, welche in die AlRahman Moschee in R gehen. Pünktlichkeit, Ordnung, Wahrheit… machen die Zusammenarbeit wesentlich einfacher. Über Religion und gesellschaftliche Inhalte diskutieren wir nicht, ich messe hier einfach nur die praktische Auswirkung auf meine Bauzeiten. Vermutlich wäre der Effekt auch bei Puritanern, die aber haben wir in R nicht so oft.

  • reminder

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    @joey, (leider off-topic) für diese Sicht der Dinge müssen Sie aber schon ziemlich viele zeitgeschichtliche Fakten außer Acht lassen, oder? Ob wir vom der unrühmliche Rolle der christlichen Kirchen in den lataienamerikanischen und europäischen Diktaturen des zwanzigsten Jahrhundert sprechen, ihrer spaltenden und diffamierenden Aktivitäten in Ländern wie Polen, oder ihre Zustimmung zu Konflikten wie in der Ukraine (ja, auch die orthodoxen Kirchen zählen zum Christentum). Von den diversen evangelikalen Scharfmachern will ich gar nicht erst anfangen. Die können das alles sehr gut mit entsprechenden Bibelstellen belegen. Mit Pazifismus hat das aber herzlich wenig zu tun.

    Auch Ihre Quintessenz hinsichtlich ihrer Mitarbeiter find ich – gelinde gesagt – verblüffend: Mir egal ob das Islamisten sind, Hauptsache sie sind pünktlich auf der Baustelle.

    Ich glaube weder Naivität gegenüber Religionen (oder anderen Ideologien, mit weltanschaulichem Anspruch), noch Gleichgültigkeit gegenüber der möglicherweise menschenfeindlichen Gesinnung von Mitmenschen sind sonderlich hilfreich. Sie tragen wohl eher dazu bei, dass wesentliche Anteile der dringend zur Lösung anstehenden Probleme nicht in den Blick genommen werden. Damit kommen wir nicht weiter. Das müssen wir aber langsam, weil in bestimmten Zusammenhängen, die Zeit eh schon reichlich knapp ist. Sonst wird das alles möglicherweise noch ziemlich böse enden.

  • reminder

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    @Aigner:
    Wie kommen Sie denn zu dieser Einschätzung:
    „Insofern hat sich die manchmal geäußerte Befürchtung nicht bewahrheitet, derzufolge die AfD von der Korruptionsaffäre profitieren könnte.“
    Wieso hätte deren Anteil in Regensburg nicht nochmal niedriger liegen können, wenn es die Korruptionsaffaire nicht gegeben hätte?

  • Stefan Aigner

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    @reminder

    Nachdem ich mir de Ergebnisse in anderen bayerischen Städten angeschaut habe, würde ich die Aussage so tatsächlich nicht mehr aufrecht halten. München und Würzburg liegen tatsächlich deutlich unter dem Regensburger Ergebnis, allerdings gibt es auch Städte, die darüber liegen. Man kann lediglich die Aussage treffen, das es in der Stadt deswegen zu keinem extremen Ausreißer nach oben kam.

  • Andreas

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    @Tobias

    Ehrlich gesagt halte ich das was Sie schreiben für ein wenig naiv:

    „Insgesamt sagt die AfD, was sie im Programm hat. Die anderen Parteien versprechen einem alles vom Himmel und halten können sie nichts“

    Die AfD wird die Versprechungen, die sie sich bei anderen Parteien zusammengeklaut hat, nicht besser umsetzen können als die anderen Parteien, falls sie jemals in Regierungsverantwortung kommen sollte. Man kann sich aber eigentlich nicht wünschen, dass sie jemals Regierungsverantwortung bekommen, so lange sie sich nicht von ihrem rechtsradikalen Hasslflügel getrennt hat.

  • reminder

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    @Aigner:
    Danke für die Antwort! Das ist, was regensburg-digital im positiven Sinn einzigartig macht.

    Aber ohne sorgfältige Analyse, ist auch die abgeschwächte Aussage aus meiner Sicht letztlich nur müßige Spekulation. Das Regensburger Ergebnis ist ja das Resultat einer Vielzahl von Einflüssen. Es wäre sehr aufwendig hier den Anteil des Korruptionsskandals seriös herauszurechnen. Das Pi mal Daumen im Abgleich mit den Ergebnissen anderer Städte herausarbeiten zu wollen, greift hier letztlich wohl auch zu kurz. Nicht nur weiterreichende Aussagen sind so nur schlecht zu begründen. Ich fürchte, auf Grundlage der vorliegenden Informationen, lässt sich dazu schlicht gar nichts sagen. Außer, dass die AfD eben über 10% Prozent geholt hat (was mir persönlich 10% zuviel sind; aber das tut auch schon wieder nichts zur Sache).

    Aber ja, die großen Medien verbreiten noch ganz andere Sachen. Und da war regensburg-digital auch immer wieder ein wichtiger lokaler Zurechtrücker. Besten Dank dafür.

  • Ronald McDonald

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    @ joey 26.09.2017, 08.57h

    „Gewaltaufrufe sind in der Bibel selten … Rache ist in der Regel Gott allein vorbehalten …“

    Schau’n wir mal, wie sich die dem“alttestamentarischen-Gott-allein-vorbehaltene-Rache-im-Rahmen-sehr-seltener-biblischer-Gewaltaufrufe“ denn so ausmacht(e) (auszugsweise):

    „So zieh‘ nun hin und schlag‘ Amalek [das amalekitische Volk] .. verschone sie nicht … töte Mann und Frau, Kinder und Säuglinge, Rinder und Schafe, Kamele und Esel“ 1. Samuel 15
    „Zu den anderen Männern aber sprach er [Gott] … schlagt drein … und keinen verschonen … erschlagt Alte, Jünglinge, Jungfrauen, Kinder und Frauen, schlagt alle tot … fangt aber an bei meinem Heiligtum! Und sie fingen an bei den Ältesten, die vor dem Tempel waren. Und er sprach zu ihnen: Macht den Tempel unrein! Füllt die Vorhöfe mit Erschlagenen, dann geht hinaus! Und sie gingen hinaus und erschlugen die Leute in der Stadt“ Hesekiel 9, 5-7
    „Samaria soll wüst werden, denn es ist Gott ungehorsam. Sie sollen durchs Schwert fallen und ihre kleinen Kinder zerschmettert und ihre Schwangeren aufgeschlitzt werden“ Hosea 14, 1
    „Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der Herr dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war … und verbrannten … alle ihre Städte … ihre Zeltdörfer … Moses aber geriet in Zorn über die Befehlshaber … die von dem Kriegszug zurückkamen. Er sagte zu ihnen: warum habt ihr die Weiber leben lassen? … so tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrau sind; aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben“ 4. Mose 31, 7-18 [Blaupause für ISIS ?]
    „Nimm alle Oberen des Volkes und hänge sie vor dem Angesicht des Herrn auf in der Sonne … und Moses sprach zu den Richtern Israels: Töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben“ 4. Mose 25, 4-5
    „An allen Städten vollstreckten wir den Bann, an Männern , Frauen und Kindern. Aber alles Vieh und die Beute aus den Städten raubten wir für uns“ 5. Mose 3, 6-7
    „… so spricht der Herr, der Gott Israels: Jeder lege sein Schwert an. Zieht durch das Lager … jeder erschlage seinen Bruder, seinen Freund, seinen Nächsten. Die Leviten taten, was Moses gesagt hatte. Vom Volk fielen an jenem Tag gegen 3.000 Mann. Dann sagte Moses: … jeder von euch ist heute gegen seinen Sohn und seinen Bruder vorgegangen, und der Herr hat Segen auf euch gelegt“ 2. Mose 32, 27-29 [Blaupause für Regensburgs Digital-Blogger für die Zeit nach der Wahl zum Dt. Bundestag vom 24.09.2017 ?]
    „Ja, Gott …hat Hörner wie ein Wildstier. Er frißt die Völker, die ihm feind sind, er zermalmt ihre Knochen …“ 4. Mose 24, 8
    „… darum soll jetzt das Schwert auf ewig nicht mehr von deinem Haus weichen, denn du hast mich verachtet … so spricht der Herr [zum königlichen Psalmensänger David]: … ich werde dir vor deinen Augen deine Frauen wegnehmen und sie einem anderen geben; er wird am hellen Tag bei deinen Frauen liegen“ 2. Samuel 12, 10 ff

    Und für den Fall finaler religiöser Widersetzlichkeit – z. B. indem alttestamentliche Gewaltberichte als untergeordnet verunglimpft werden (durch „joey“) – „… legt dir [der Herr] ein eisernes Joch auf den Nacken, bis er dich vernichtet hat. Trägt der Herr zum Kampf gegen dich ein Volk aus der [„bronzezeitlichen“ ?] Ferne herbei … es belagert dich in allen deinen Städten in dem ganzen Land, das … dein Gott dir gegeben hat. In der Not der Belagerung … mußt du die Frucht deines eigenen Leibes essen, das Fleisch deiner Söhne und Töchter … und vom Rest der noch übriggelassenen Kinder … möchte man niemandem etwas abgeben und [auch] nicht von dem Fleisch seiner Kinder, das man ißt … so wird der Herr seine Freude daran haben, euch auszutilgen und euch zu vernichten“ 5. Mose 28, 48-63

    Nach alledem kann dem modernen „auf seinen Baustellen immer wieder Islamisten [sic!] arbeiten lassende und über Religion und gesellschaftliche Inhalte nicht diskutierende [sprechen wohl kein Deutsch, die Herren Islamisten] „Konkret-Moralisten ‚joey'“ für den Fall einer ins Haus stehenden islamistischen Gesellschaftsübernahme mit einem Psalmistenwort geraten werden: Ey, Jo, „wohl dem, der dir heimzahlt, was du uns getan hast“ Psalm 137, 8
    Der daran an- und abschließende Vers 9 sei hier ausdrücklich nicht zitiert.

  • Joachim Datko

    |

    Die Mittelbayerische und der Marktforscher Prof. Edgar Feichtner hatten noch 2016 folgende Vorstellung von der Beliebtheit der AfD in Regensburg.

    Zitat: „Wenn am Sonntag Wahlen wären, […] im Regensburger Stadtrat. […] die AfD und die Piraten würden ein Prozent bekommen. Das ist das Ergebnis des Sonntagsfrage beim Regensburg-Trend 2016, den unsere Zeitung von „mafotools“ erstellen ließ. […] Marktforscher Prof. Edgar Feichtner, der den Regensburg-Trend 2016 für uns erstellte,“

    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/stadtteile/innenstadt/regensburg-trend-mehrheit-fuer-rot-gruen-21345-art1388702.html

  • Mr. T

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    Alleine die Tatsache, dass seit Jahrzehnten Moslems problemlos unter uns leben und islamisch begründeter Terror sehr neu ist, sollte zeigen, dass das Problem nicht beim Islam liegt.
    Man kann jetzt aktuelle und frühere Grausamkeiten der Religionen gegeneinander aufrechnen. Aber das bringt wenig Aussagekraft. In Myanmar sind’s gerade Buddhisten, in Amerika Christen, im Nahen Osten Moslems, früher war’s wieder ganz anders. Jeder, der lieber glaubt als denkt, kann relativ leicht radikalisiert werden, egal welchem Glauben er anhängt.
    Also lasst Euch nicht von irgendwelchen einzelnen Suren, die manche Hetzer unters Volk streuen, verunsichern.

  • Joachim Datko

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    Mr. T 13:26 „Also lasst Euch nicht von irgendwelchen einzelnen Suren, die manche Hetzer unters Volk streuen, verunsichern.“

    Die Sure werden den Kindern in der Regel eingeprägt.
    Z.B.: http://www.dw.com/image/1654115_7.jpg

    Hier eine üble Sure: (Koran, Sure 9,5 nach R. Paret).
    „Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Ungläubigen, wo ihr sie findet, greift sie, umzingelt sie und lauert ihnen überall auf !“

    Siehe dazu: https://de.europenews.dk/-Koransuren-die-im-starken-Widerspruch-zu-Artikel-4-Grundgesetz-stehen-78531.html

    Die AfD hat recht, wenn sie den Islam kritisiert.

  • Giesinger

    |


    Joachim Datko

    26. September 2017 um 13:05 | #

    Die Mittelbayerische und der Marktforscher Prof. Edgar Feichtner hatten noch 2016 folgende Vorstellung von der Beliebtheit der AfD in Regensburg.

    Zitat: „Wenn am Sonntag Wahlen wären, […] im Regensburger Stadtrat. […] die AfD und die Piraten würden ein Prozent bekommen. Das ist das Ergebnis des Sonntagsfrage beim Regensburg-Trend 2016, den unsere Zeitung von „mafotools“ erstellen ließ. […] Marktforscher Prof. Edgar Feichtner, der den Regensburg-Trend 2016 für uns erstellte,“

    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/stadtteile/innenstadt/regensburg-trend-mehrheit-fuer-rot-gruen-21345-art1388702.html
    —————————————————————————————————–
    Jaja, die „Marktforscher“, die braucht man auch nur für die FH und die Uni. Das sind dann die gnadenlos Überbezahlten!
    Oder halt für´s Call-Center. Das wären dann die gar nicht erwüschten Anrufer… die leider gnadenlos Unterbezahlten.
    Für mich schon immer eine Absurdität, das „Fach Marketing“ an Hochschulen.

    Entschuldigung, das war jetzt meine deutliche Meinung, die aus mir bei passender Gelegenheit herausgerutscht ist!

  • Regensburgerin

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    Burgeinting, Konradsiedlung, Königswiesen bis 26 % – AFD – Wähler. Warum grade diese Stadteile? Warum hat es keiner bis jetzt geschrieben, dass dort die meisten Aussiedler/ Deutsche aus Russland / Russlanddeutsche leben? Sie wurde ganz stark in den russisch sprechenden Medien/ Foren mobilisiert. „Wir schützen eure Frauen und Kinder!“, „Deutschland für echte Deutsche“, „Wir sind für die klassische Familie! Wir sind gegen Homosexuelle!“. Die Hetze gegen Muslime und Flüchtlinge wurde weder kontrolliert noch von jemanden gelöscht.
    Die Landsmannschaft der Deutschen aus Russland e. V. hat dagegen auch Nichts unternommen und die Menschen aufgeklärt.
    Auch jetzt werden im russisch spechenden Internet stolz die „Wahlzettel“ präsentiert: „Ich habe AFD gewählt“ oder „Wir wünschen uns Vladimir Putin in Deutschland“
    P.S. Nicht vergessen: Bei russisch sprechenden handelt es sich nicht nur um Russlanddeutsche, sondern auch um viele andere Migranten“
    P.P.S und nicht vergessen: 80-85 % haben andere Parteien gewählt! nicht AFD.
    Wir sind auf jeden Fall mehr.

  • Rudi Muhr

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    @dugout
    Doch muss man! Armin Schöffmann hat vollkommen recht. Es gilt leider nur noch hirnloser Populismus, substantieller Inhalt bleibt auf der Strecke.

  • reminder

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    @Regensburgerin;
    Sie mögen vielleicht nicht völlig verkehrt liegen. Einen vollständigeren Eindruck erhält man aber wahrscheinlich, wenn man zusätzlich die Wahlbeteiligung in den jeweiligen Bezirken in Rechnung stellt. In den Wahlbezirken, die in der Konradschule ihr Wahllokal hatten, lag die Wahlbeteiligung z.T sogar weit unter 50% (im Gesamtwahlbezirk Regensburg Stadt lag sie demgegenüber bei etwas über 76%). Viele sind also dort gar nicht zur Wahl gegangen. Das gibt den Stimmen der Unzufriedenen, die hingegangen sind, größeres Gewicht.

    Fazit: Ja, wir haben wohl ein Problem mit der deutsch-russischen Parallelgesellschaft. Aber wir haben auch ein Problem mit jenen, die dem letztlich untätig zusehen. Weil wer bei Gelegenheit nicht wenigstens bereit ist, das ‚kleinere Übel‘ zu wählen, braucht sich nicht wundern, wenn er am Ende das größere bekommt.

  • MERKEL LUEGT !

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    Die Hauptwahlparolen von CSU und AfD lauteten ,Sicherheit‘ bzw ,sichere Heimat!‘ Gut gemerkt, denn:
    Die Mehrheit der Wähler hat Angst vor Unsicherheit.Das kann ich nachvollziehen, die Welt der Menschen wird ohne dass sie das wollten ,globalisiert‘ und als ,Gipfel‘ kommt plötzlich auch noch eine Million Kulturfremde ins Land.
    Die führenden Kreise der BRD hingegen denken transnational: Wie bleibt der Staat stark und wie floriert die kapitalistische Wirtschaft im internationalen Konkurrenzkampf ?
    Ob jetzt einer weiss oder schwarz ist, es zählt für sie, ob seine Arbeitskraft verwertbar ist.
    Dass anerkannte Flüchtlinge eine Konkurrenz auf dem Arbeits- und Wohnungsmarkt für die unteren Schichten sind, ist dieser Führung egal…
    Wer also weder weder als ängstlicher Nationalist noch als Freund des Kapitalismus die Probleme sieht, muss finden, was die sog soziale Gerechtigkeit und das Gefühl einer sozialen Identität fördert.

  • Joachim Datko

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    Zitat Rudi Muhr 23:40 „Es gilt leider nur noch hirnloser Populismus, substantieller Inhalt bleibt auf der Strecke.“

    Ich war vor einigen Wochen in Schwandorf bei einer sehr informativen Veranstaltung der AfD. Frau Dr. Weidel und Herr Boehringer (Autor von „Holt unser Gold heim“) waren die Hauptredner. Obwohl 300 Personen anwesend waren, hätte man bei den Vorträgen eine Nadel fallen hören können, so spannend waren die Vorträge. Wahlkampf kann auch anspruchsvoll sein. Wenn man allerdings zu einer Wahlkampfveranstaltung in ein Bierzelt geht, erwartet man eher launige Unterhaltung, als substanzielle Aussagen.

  • blauäugig

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    @reminder „Fazit: Ja, wir haben wohl ein Problem mit der deutsch-russischen Parallelgesellschaft. Aber wir haben auch ein Problem mit jenen, die dem letztlich untätig zusehen. Weil wer bei Gelegenheit nicht wenigstens bereit ist, das ‚kleinere Übel‘ zu wählen, braucht sich nicht wundern, wenn er am Ende das größere bekommt.“
    Wen konnten jene 40% der Wahlberechtigten guten Gewissens wählen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingspolitik mehr oder weniger stark engagiert haben? Viele davon sind auch in den Kirchen aktiv und waren bisher sehr treue CSU-Wähler. Es überrascht mich daher keineswegs, dass die CSU entgegen de Umfragen viele Stimmen verloren hat, dass diese zur AfD abgewandert seien, glaube ich hingegen nicht. Wählerwanderungen wie hier: https://www.welt.de/politik/deutschland/article169010727/Die-Waehlerwanderung-in-Bildern.html basieren ja auf Modellrechnungen und -wegen des Wahlgeheimnisses – nicht auf tatsächlichem Wahlverhalten.
    Als Beispiel: Während die USA offen von einem Krieg in Afghanistan sprechen, haben sich fast alle im neuen Bundestag vertretenen Parteien in Deutschland geradezu darin übertroffen, Abschiebungen – nicht nur von Straftätern – dorthin zu rechtfertigen. An Landesregierungen, welche aktiv bei den Abschiebungen mitgewirkt haben, waren CDU, CSU, SPD, FDP, Grüne beteiligt. Die AfD war keine ernsthafte Alternative dazu.

  • reminder

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    @Merkel lügt:

    Nein, sie lügt nicht direkt. Sie sagt nur häufig nicht mal die halbe Wahrheit. Sie macht den Wählern zum Beispiel schon mal nicht vor, dass eine Obergrenze was bringen würde. Das stimmt sehr wahrscheinlich sogar. Denn egal wieviele Flüchtlinge wir meinen verkraften zu können, denen, die da kommen, wird das herzlich egal sein. Und selbst wenn wir sie abschieben: Sie kommen wieder. Mangels Lebensperspektive in den Herkunfstländern haben die ja auch kaum eine vernünftige Alternative, als es zu versuchen. Wir haben zwar unter Merkels Führung schon damit begonnen, nicht wenige davon zu internieren (unter Umständen, über die wir gar nicht Bescheid wissen wollen und die alles andere als christlich sind). Das wird mittel- und langfrsitig aber auch nichts helfen. Weil wir weiterhin unseren Wohlstand zu Lasten der Herkunfstländer der Flüchtlinge verwirklichen und offenkundig nicht bereit sind, daran schnell genug etwas zu ändern.

    Übrigens nicht nur die Unternehmensgewinne, sondern auch unsere Sozialleistungen sind das Ergebnis der angeblich nicht gewollten Globalisierung. Denn auch die könnten nicht auf diesem Niveau gehalten werden, wenn wir nicht von der weltweiten Ungeichverteilung von Ressourcen profitieren würden.

    Wirklich belogen werden wir in diesen Zusammenhängen eher von der CSU. Und das sogar in zweifacher Hinsicht: Zum einen, weil sie wider besseren Wissens haltlose ‚Scheinlösungen‘ wie die Oberrenze propagiert, ohne mittel- und langfristig hinreichend etwas zur Bekämpfung der Fluchtursachen zu unternehmen (haben Merkel und die SPD übrigens auch nicht gemacht oder noch vor). Und zum anderen, weil sie ihren ‚harten Kurs‘ noch nicht mal konsequent durchzieht. Einen Anti-Merkel-Wahlkampf zu führen, nur um dann an ihr als Kanzlerkandidatin festzuhalten ist ja schon absurd genug. Vorzugeben, die Grenzen zu sichern und dann effektiv nur drei Grenzübergänge wirklich wieder (unzureichend) in Dienst zu nehmen, ist geradezu lächerlich. Aber nur eines von vielen Alltagsbeispielen, wie die CSU die Bürger hinters Licht zu führen versucht hat (übrigens ohne dass die ‚Qualitätsmedien‘ da groß Licht in die Sache gebracht hätten). Ich habe die deutsch-österreichische Grenze in den letzten Monaten regelmäßig ungehindert und unkontrolliert mit unterschiedlichen Verkehrsmitteln in beide Richtungen überschritten. Dort steht – von den drei Grenzübergängen abgesehen – de facto niemand. Zu den eindrucksvollen Fernsehbildern 2015 kam letztlich es nur, weil die Flüchtlinge größtenteils so nett waren, sich wirklich an den (pseudo-)kontrollierten Übergängen anzustellen und nicht ein paar hundert Meter weiter links oder rechts die Grenze überschritten haben.

    @blauäugig:
    Darum hab ich ja auch davon gesprochen, das kleinere Überl zu wählen. Eine wirklich gute Wahl zu treffen, war diesmal praktisch unmöglich.

  • dünnster Künstler

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    Kulturverbotszone Burgweinting-Mitte:

    26,5% AFD im Stimmbezirk 150/151 in der „Offensive Zukunft Bayern*“ Siedlung,
    Offensive Zukunft Bayern* (*Privatisierung von Immobilien Mitte der 90`er für 3,6Milliarden DM – Bildungs-, Laptop&Lederhosen-,Ökologie-, und Sozial- Offensive des Freistaats) die bei der Expo 2000 vorgestellt wurde. Hier sollte Kunst schon im Planungsprozess im Rahmen des bisher größten Kunstwettbewerbs in der Regensburger Geschichte eine entscheidende Rolle spielen und sich Kultur permanent weitergenerieren. Eine belanglose, entpolitisierte Schlaftstadt, Anhängsel des Weltkulturerbe (-Herrschaftsinstruments) sollte es nie werden: „Eine Linie von den Russischen Konstruktivisten über Joseph Beuys bis nach Burgweinting…“ Prof.Dr.Manfred Schneckenburger 1998n.Chr. Es wurde allerdings NICHTS umgesetzt (bis auf die Farbe der Plattenbauten), die Infotafelnam BUZ nach ein paar Monaten die Rentnerwählervereine am städtischen Maibaumständer übergeben (die nun seit bald 20 Jahren dieses bestandgeschüzte Privileg halten und nicht nutzen)…die (26,5% AFD) Bevölkerung hat die Ideengeschichte ihrer Trabenatenstadt von der Stadt Regensburg nie erfahren. Kunstprojekte des FUF wurden in den vergangenen Jahren grundsätzlich nicht mehr gefördert, sondern abgesägt, schamlos unterbunden, Unterlagen des Maibaumständers geschreddert etc…. Über den öffentlichen Raum nachdenken darf nur die Stadtverwaltung, umsetzen und auf den Boden bringen kann sie ihre Ideen in der Regel nicht. Ihr dabei helfen zu wollen scheint ein Gedankenverbrechen zu sein. Es ensteht ein Gefühl des regiert seins. Der Mittelpunkt des Stadtteils, das halb leerstehende BUZ (mit Wahllokal) ist privater Raum. Das fällt kaum auf, hat jedoch Konsequenzen. Die Stadt hat sich des öffentlichen Raums, der als Agora dienen würde hier um die Jahrtausendwende gezielt entledigt. Warum? Neoliberale Ideologie (es geht nicht anders, muß so sein…) und bestimmt auch Korruption: Die Stadt hätte hier auch mit einer Tochtergesellschaft selbst bauen und eine Menge Geld verdienen können anstatt unverschämt viel Miete abzudrücken.

    Projekt zur Ideengeschichte der Offensive Zukunft Bayern/ EXPO 2000 -Siedlung (nun 26,5% AFD):
    Mai-Oktober 2006 Recontectualisierung des Ideenwettbewerbs von 1997/98: http://jakob-friedl.de/?p=561
    Projektvorschlag Sprachforschungs-Streitturm/Kirschleiter 2014: 2015:
    http://europabrunnendeckel.de/download/kirschleiter.pdf
    Unterbundenes Projekt (Gedankenverbrechen) 2016, Ribislvermehrung, Krauterergärten für die ohne eigenen Garten: http://jakob-friedl.de/?p=5535
    Ein paar Fotos der 26,5% AFD, Expo 2000/Offensive-Zukunft-Bayern- Siedlung wo 2014 der Freibaum bearbeitet werden konnte:
    http://europabrunnendeckel.de/download/maibaumstandorteins/maibaumfestungweb/maibaumfestungbeinacht.jpg
    http://europabrunnendeckel.de/slideshow.php?title=Maibaumwerkstatt_in_der%20_offensive_zukunft_bayern_siedlung_2014MAI2&slides=download/maibaumstandorteins/werkstattzensiertweb/
    http://europabrunnendeckel.de/slideshow.php?title=Werkeln2&slides=download/maibaumstandorteins/werkelnkl/

    Hier das 26,5% AFD Wahllokal im privaten BUZ von oben:
    Art BuZZ`l 2013: Kunst seit 15 Jahren im Planungsprozess:
    http://europabrunnendeckel.de/download/buz/Planungsprozess85x60komma5druck264breit.jpg
    Erklärung des Plakats, siehe Art BuZZ´L Konzept und Archiv siehe: http://europabrunnendeckel.de/?p=4134

    SPD_Hartl auf den wir als Schirmherr gehofft haben (http://jakob-friedl.de/download/buz/josephine450.jpg ) hat das Art BuZZ`l Projekt 2014 vor der Centermanagerin eingemacht:“Da kerat sich a Metzgerei eini! Geh arbeiten“ ..freie Bahn für die damals noch bevorstehende Aubachbetonierung, die mit der Modelleisenbahn neben der Skatebahn und über ein Jahr lang auch in den Schaufenstern der Projekträume (Kaufladen für erwachsene/ Seniorentreff/BuZZclub) Thema war.
    Deckungsgleiches Konzept zur Recontextualisierung der Ideengeschichte des Stadtteils für die Bundeszentrale für Politische Bildung: „Kunst in den Stadtteil integrieren“
    http://jakob-friedl.de/download/buz/integrationspreisfuf.pdf
    http://jakob-friedl.de/download/buz/preisbilderkl.pdf

    Bewilligte 25 000€ von der Bundeszentrale für Politische Bildung konnten nach 1 1/2 Jahren ehrenamtlicher Vollzeitarbeit des Kunstvereins (mehrere Leute!) 2013/2014 nicht abgegriffen werden, die Räume waren nach Hartls Intervention verloren waren. Das BUZ steht jetzt wie eh und je wieder zur Hälfte leer… Trostlose Normalität.

    Der öffentliche Raum steht dem FUF im Nachgang des Junibaumprojekts anscheinend grundsätzlich nicht mehr für Projekte zur Verfügung (Unterlagen des städtischen Maibaumständers vom Gartenamt geschredert… der Baum bildete Geschichte und Entwicklungen im Stadtteil ab, privates BUZ, phantasieloses bauen, Aubachbetonierung, Touri-Europabrunnendeckel, parisäre Kulte im Monotheismus etc… vergl.: http://europabrunnendeckel.de/download/maibaumstandorteins/maibaum_almanachentwurf.pdf Foto: http://europabrunnendeckel.de/download/maibaumstandorteins/junibaumzusammengesetzt1000breit.jpg

    Für stellt sich angesichts der verkackten Stadtentwicklung, der Politik auf Eisdielen- und Leberkaskrematorium- und platten Werbekampagnen Niveau und der Unfähigkeit der Stadtverwaltung zivilgesellschaftliches Engagement zuzulassen klar da, warum sich die Leute hier von den „etablierten“ Parteien abgehängt, regiert und verarscht fühlen. Es gibt kulturelle und politische Aspekte des Zusammenlebens die können Parteien und Stadtverwaltung und Ämter nicht leisten, sie sollten sie zulassen und nutzen anstatt sie als Konkurrenz zu empfinden zu unterbinden.

  • Mr. T

    |

    Zu des Künstlers wortreichen Ausführungen passt, was letzte Woche in der SZ stand: Viele NSAfD-Wähler fühlen sich nicht nur sozial, sondern vor allem auch kulturell abgehängt.

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu Datko: Es ist vergebene Mühe, mit einem Unbelehrbaren
    zu diskutieren.

  • joey

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    @reminder
    von evangelikalem Terror habe ich in Deutschland nicht viel mitbekommen. Die Kardinäle aus Polen (!) und Deutschland haben in letzter Zeit eher versucht, die PiS zu kühlen und „Spaltung“ zu bekämpfen.

    @Ronald
    na, da haben Sie sich aber echt viel rausgeholt. So Zeug habe ich nie in einer Kirche gehört. Das alte Testament wird ja auch sehr durch das neue Testament korrigiert. Sonst hätts ja einen Jesus nicht gebraucht. Man müßte nun einen Spezialisten fragen, was hiervon eigentlich „Wort Gottes“ ist oder schlichte Geschichtsschreibung.

    @Mr.T
    Wenn jemand das alte Testament in neuer Auflage wahr werden lassen will, dann hat das was mit dem alten Testament zu tun. Es gibt ja radikale Siedler in Israel, die sich auf Gott berufen.
    Es hat im gleichen Sinn was mit dem Islam zu tun, wenn… Ja, viele Jahrzehnte war das (hier) kein Problem. Homosexuelle und Apostaten wurden aber schon immer schwer bestraft, nur hat das keinen (im Westen) interessiert.
    Die Ditib hat sich lange recht maßvoll (aber schon immer sehr nationalistisch und patriarchalisch) geriert, man wollte keinen Ärger.
    Die König Fahd Akademie in Bonn hat schon immer Judenhaß und sonst viel Mist gepredigt, allerdings haben sich offenbar keine Diplomatenkinder gefunden, die ihr Luxusleben mit einem Attentat beenden wollen. Keine deutsche Regierung hat dagegen was gesagt, es geht doch um Öl…, man wollte keinen Ärger.

  • dugout

    |

    @Mr.T
    Der Soziologe Holger Lengfelt nennt Rassisten mittlerweile
    „kulturelle Modernisierungsverlierer“
    Nach „Wutbürger“ folgte der „Kleine Mann mit Ängsten und Sorgen“ und jetzt
    „kultureller Modernisierungsverlierer“
    Und wenn man sich noch 17 neue Namen ausdenkt: Rassisten bleiben sie trotzdem

  • Joachim Datko

    |

    Zu 12:52

    Ich wünsche mir im neu gewählten Bundestag rege Diskussionen zu den Themen Europa, Euro, Masseneinwanderung, Islam und Parallelgesellschaften.

  • mkv

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    Fleisch vom Fleische – Wer finanziert die Demokratie?

    –> Wie die Grünen aus der SPD hervorgingen,
    –> die Linke, jedenfalls zum Teil, sich ebenso aus dem einst linken (Gewerkschafts)Flügel der SPD zusammensetzte,
    –> so ist die AfD grundsätzlich der ehemals rechte Flügel der Union, den Merkel seit 2005 poc á poc abgelegt hat. Mit nur einem Flügel fliegt es sich schlecht; man ist schon gar kein Überflieger mehr.

    Wie also will Herr Seehofer die aus seiner Sicht offene „rechte Flanke“ schließen?

    Anders gefragt:
    Wird die SPD ab jetzt wieder ökologische (Friedens)Politik der Ex-Grünen-Fundis machen, um so die ehemalige „linke Flanke“ der SPD“ zu schließen? Oder besser: Um so den zusammenführenden „Heilungsprozess“ der linken Parteien einzuleiten?

    Selten habe ich Horst Seehofer so „kopflos“ gesehen: Warum bloß? Es geht nicht um eine „existenzielle Krise“ der CSU, vielleicht verliert sie erneut die absolute Mehrheit im Landtag im Jahr 2018 – so what? Es geht so gar nicht um das immerwährende „kubanisch“ anmutende Machtstreben der CSU. Es geht darum, dass die CSU, die CDU (und auch die SPD) außerstande waren und sind, die multiplen Krisen in D, in der EU etc. auch nur ansatzweise zu lösen. Warum sind sie dazu nicht in der Lage? Weil andere das wirkliche Sagen haben. Und die Bürger den DEAL der Politik mit den Mächtigen der Welt allmählich verstanden haben und recht hilflos auf unterschiedlichste Weise (Er)Lösung erhoffen.

    Erst jetzt, nach der Wahl, hat Seehofer verstanden, was Fortschrittliche schon sehr lange vorher wußten: ES KANN KEIN WEITER-SO GEBEN!

    Literatur:
    1.
    Imperiale Lebensweise
    Zur Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Kapitalismus
    von Ulrich Brand/ Markus Wissen
    OEKOM-Verlag
    2.
    „Die Demokratie und ihre Finanziers“
    von Francis Delaisi

  • eingeborener

    |

    @ Datko :Da ich Sie kenne, wuensche ich Ihnen, dass Sie sich statt an Plakaten wie , bikini statt burka‘ an echten Frauen im Bikini erfreuen , und dass Ihnen die Frauen verklickern, dass lieben der wirklich befriedigende Weg im Leben ist, und nicht Kopfigkeit und die Angst, die hinter den Parolen der AfD steht. Love is all you need (:

  • reminder

    |

    @joey:
    Also gut, Sie wollen an Ihrer Sicht der Dinge festhalten. Ist Ihr gutes Recht. Ist ja ein freies Land. Wird nur irgendwann schwierig mit dem Zusammenleben, wenn jeder nur sieht, was er sehen will und Argumenten nicht mehr zugänglich ist.

    Vielleicht trotzdem noch eine Anmerkung: Das alte Testament wird nicht durch das neue korrigiert. Fragen Sie diesbezüglich doch mal beim Theologen Ihres Vertrauens nach. Beide Testamente sind nicht umsonst in der Bibel zu einem ‚Buch der Bücher‘ zusammengefasst und werden auch weiterhin so herausgegeben. Sie sind beide gleichermaßen für den Christen von heute verbindlich. Beides sind dem (Recht-) Gläubigen „Offenbarungen“.

    Wenn Sie das nicht zusammenbekommen, wundert mich das nicht. Weil die sogenannte Heilige Schrift tatsächlich nur so strotzt vor Widersprüchen und es – da haben Sie natürlich Recht – einen irrsinnigen Bruch zwischen AT und NT gibt. Aber als Christ können Sie es sich leider nicht so einfach machen und sich aus der Bibel nur die Stellen heraussuchen, die Ihnen in Ihre Weltsicht passen (und das aus Ihrer Sicht Negative und Rückständige Juden und Moslems zuschieben; auch wenn es manche Pfarrer und Bischöfe letztlich ähnlich handhaben). Vereinfacht gesagt haben Sie da nur die Wahl zwischen Alles oder Nichts. Denn dem Anspruch nach kommt das ja alles mehr oder minder direkt von Gott. Es steht Ihnen also schlicht und ergreifend nicht zu, etwas davon eigenmächtig zu verwerfen.

    Und genau weil das Gesamtpaket für Normalsterbliche unverständlich und verwirrend ist, braucht es ja angeblich die Kirchen, Glaubensgemeinschaften und ihre Amts- und Würdenträger. Im Katholischen sogar einen Katechismus, eine offizielle Lehrmeinung samt Unfehlbarkeit, ein Konkordat, die Kirchensteuer und was sonst nicht alles. Weil man sich Gott wohl letztlich leider so ähnlich wie einen Verwaltungsjuristen vorstellen muss: Der Gute kann sich einfach nicht allgemeinverständlich ausdrücken. Das muss dem normalen Sünder erst von einem dazu berufenen/kirchlich zertifizierten (und relativ hochbezahlten) Experten übersetzt werden. Und das, obwohl derselbe Gott in sieben Tagen eine ganze Welt erschaffen kann. Noch so ein für Laien unerklärlicher Widerspruch. Fällt aber wahrscheinlich auch einfach unter ‚Geheimnis des Glaubens‘.

    Aber gut, auch davor kann man notfalls die Augen verschließen. Ist ja – wie gesagt – ein freies Land. Deshalb müssen Sie gegebenenfalls als eigenmächtiger Irrgläubiger nicht mal mehr um Leib und Leben fürchten, wenn Sie bestimmte Passagen der Bibel für Null und nichtig erklären. Selbst als Exkommunizierter bliebe Ihnen heute Ihr Anspruch auf Steuerrückerstattung oder Grundsicherung erhalten. Weil wir glücklicherweise gerade in einer Epoche leben, in der Sie ein mehr oder minder weltlicher Staat letztlich doch recht weitgehend vor den Übergriffen ‚pazifistischer Religionen‘ schützt. Was übrigens nicht nötig wäre, wenn die denn wirklich so pazifistisch wären.

    @Ronald McDonald:
    Respekt!

  • kida

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    @reminder
    Ganz so, ist die Geschichte mit dem AT und NT auch nicht.
    Hier eine Erklärung eines Theologen:
    „Das Alte und das Neue Testament bilden die „Bibel der Christen“. Entsprechend dem alten Kanon sehen Christen in der Vereinigung der alten und der neuen „Bundesschriften“ den für sie grundlegenden Text der Offenbarungen Gottes.
    Während der Inhalt des Alten Testaments vor allem Gottes Heilsweg für die ganze Welt am Beispiel seines Volkes Israel aufzeigt, öffnet uns das Neue Testament den Blick in das Handeln Gottes zum Heil der Welt im Kommen Jesu Christi.
    Die Gottesbeziehung unter dem Alten Bund ist von Zwang und der Pflicht geprägt, im Wesentlichen sich an das Gesetz zu halten. Die Gottesbeziehung unter dem Neuen Bund ist eine persönliche Beziehung und von Liebe geprägt.
    Für Christen gilt: Durch Jesus hat Gott seinen Willen gültig gezeigt; Deshalb stehen die Schriften des Neuen Testaments über allen anderen Schriften der Erklärung des Alten Testaments.
    Während z. B. für JUDEN die „THORA“, die „Weisung, der Weg“ für den Glauben und das Leben ist, ist für die Christen Jesus Christus selber „der Weg und die Wahrheit und das Leben“. “
    Also nichts mit, beide Bücher sind für Christen gleich verbindlich. Im NT wird ein neuer Bund mit Gott durch Christus geschlossen und dieser neue Bund ist für Christen bindend.
    Die frühen Christen haben die Schriften des AT bzw. der damaligen Heiligen Schrift übernommen, ganz einfach, weil sie ja damals Juden waren. Es gab für die Urchristen keine andere Schrift. In der Geschichte des Christentums wurde mehrfach gefordert, die alten Schriften aufzugeben, wurde aber nie durchgesetzt.
    Jedes Mal auf Gewaltpassagen im AT aufmerksam zu machen, wenn von Gewaltpassagen im Koran gesprochen wird, und zu behaupten, die Christen hätten in „ihrer“ Bibel ja auch mit Gewalt zu tun, ist relativ albern. Für Christen ist in erster Linie das NT und das leben Jesu bindend und da finden wir doch relativ wenig Gewalt. Es wird z. B. im NT definitiv nicht zum „Töten von Ungläubigen“ aufgerufen.
    Das muss Gerechterweise schon gesagt werden.

  • Angelika Oetken

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    Hier ein Artikel zu den Ergebnissen einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung:

    „Sie haben kaum Vertrauen in Politik und fürchten sozialen Abstieg: Eine Studie zeichnet ein detailliertes Bild von der Mentalität der AfD-Anhänger.“
    http://www.tagesspiegel.de/politik/studie-der-hans-boeckler-stiftung-wie-afd-waehler-ticken/20167926.html

    Was davon trifft auf die Menschen, die im Landkreis Regensburg leben und die AfD gewählt haben zu? Falls auch sie kein Vertrauen in PolitikerInnen haben und ihren sozialen Abstieg fürchten müssen: wie konnte es im Großraum Regensburg so weit kommen?

  • Joachim Datko

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    Zu Angelika Oetken 00:12 „[…] Hans-Böckler-Stiftung: „Sie haben kaum Vertrauen in Politik und fürchten sozialen Abstieg: Eine Studie zeichnet ein detailliertes Bild von der Mentalität der AfD-Anhänger.““

    Es wird zu wenig sachbezogen argumentiert. Die AfD hat die Probleme angesprochen, die die anderen Parteien am liebsten verschwiegen hätten: Masseneinwanderung, Islamisierung, Parallelgesellschaften, Terrorismus, Euro-Politik, usw. .

    Ich setze mich lieber mit den Problemen auseinander, als mit Studien. Noch dazu ist die Hans-Böckler-Stiftung gewerkschaftsnah und damit nicht neutral.

  • Mathilde Vietze

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    Zu Datko“ Ob Sie an Gott glauben oder nicht, interessiert
    hier keinen. Und außerdem gehört es überhaupt nicht
    zum Thema.

  • blauäugig

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    @Ronald
    Zur Schnappatmung nicht tauglich, solch dumme Äußerungen machen mich froh, dass wir in keiner Aristokratie leben. Und der Redakteur hat zu allem Überfluss den Artikel nicht verstanden, Gloria (welch unpassender Name) ist ratlos, nicht Merkel.

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