Flüchtlinge marschieren nach Berlin

Den Protest in die Hauptstadt tragen

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„Geht doch was arbeiten!“, brüllt ein Mann in der Würzburger Innenstadt rund 300 Demonstrantinnen (Polizeiangaben: 180) hinterher. So viele streikende Flüchtlinge sowie Unterstützerinnen und Unterstützer trafen sich vergangenen Samstagnachmittag zur Auftaktveranstaltung des Refugee Protest March: Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben sich die Flüchtlinge auf den Weg nach Berlin gemacht. In vier Wochen wollen sie in der Hauptstadt sein. Und dass Flüchtlinge in Deutschland nicht arbeiten dürfen und unter anderem auch dafür auf die Straße gehen, weiß der Zwischenrufer wahrscheinlich nicht. Vielleicht ist es ihm auch egal. Ein Großteil der zum Teil seit sechs Monaten bestehenden Protestcamps – auch in Regensburg – wurde am Freitag abgebaut und so reisten Flüchtlinge und Unterstützer aus dem gesamten Bundesgebiet an – überwiegend aus dem Raum Berlin und Brandenburg, Düsseldorf, Nürnberg, Aub, Regensburg, München, Passau und Würzburg. Die Demonstrierenden zogen am Samstag nicht nur interessierte, sondern auch abschätzige Blicke und äußerst denkwürdige Kommentare auf sich. Kommentare, die vor allem die Flüchtlinge schon aus der Zeit der Protestcamps kennen. „Demonstrieren? Geht’s noch!“ Auf den Facebook-Seiten lokaler Medien zu Beginn des Regensburger Protestcamps lässt sich unter anderem lesen:
„Sie fordern die Abschaffung von Gemeinschaftsunterkünften, von Essenspaketen, dem Arbeitsverbot und der Residenzpflicht, außerdem die Verkürzung der Dauer der Asylantragsbearbeitung… wo sind da die Menschenrechte verletzt?“ ; „Jetzt dürfen Asylbewerber auch schon demonstrieren? Sag mal, geht’s noch?“
Genau diesen Gedanken meint man auch in Würzburg in einigen Gesichtern lesen zu können. Und manchmal hört man sie eben auch. Es ist nicht immer klar, ob es einfach Unwissenheit, fehlende Empathie oder doch pure Boshaftigkeit und Rassismus sind, die aus den vermeintlichen Gegnern des Protestes der streikenden Flüchtlinge sprechen. Am Samstag ist zumindest das Medieninteresse geweckt. In der Würzburger Innenstadt wimmelte es von Filmkameras, Mikros und Fotoapparaten: ZDF, Bayerischer Rundfunk, Spiegel… Es wird sich zeigen, wie lange das anhält, denn Würzburg war schließlich nur der Anfang einer vierwöchigen, 600 Kilometer langen Protestroute. Der Lautsprecherwagen, der bei der Demo mitfuhr, wurde kurzerhand zum Open-Mic umfunktioniert. Und so konnten die Demonstrantinnen und Demonstranten ihrer Wut über die bestehende Asylpolitik freien Lauf lassen: „Die Zustände für Asylbewerberinnen und Asylbewerber in Deutschland sind nicht unschön, sie sind einfach nur scheiße! Lagerpflicht, Gemeinschaftsunterkünfte, Arbeitsverbote, Essenspakete, rassistische Polizeikontrollen, Residenzpflicht. Das alles muss weg!“

Polizei: Keine Kontrollen zur Residenzpflicht

Die Polizei hält sich an diesem Tag zurück. Kontrollen zu Verstößen gegen die Residenzpflicht gibt es nicht, doch natürlich wurde von den Beamten viel gefilmt und fotografiert. Die wütenden Menschen, die lautstark mehr Menschlichkeit fordern, kann die Polizei nun ihrem Archiv hinzufügen.

Untersuchungen, Protesten und Selbstmorden zum Trotz: Joachim Herrmann bleibt Verfechter einer rigiden Asylpolitik. Foto: Archiv/ Staudinger

Die politisch Verantwortlichen scheinen den monatelangen Protesten indes weiter gleichgültig gegenüberzustehen. Gegenüber dem ZDF etwa verteidigt der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) weiter die Residenz- und Lagerpflicht für Flüchtlinge. Kein Einlenken, kein Umdenken und schon gar kein Einsehen. Da spielt es auch keine Rolle, dass sich Flüchtlinge aufgrund der staatlich verordneten und auch von Herrmann verantworteten Bedingungen das Leben nehmen – wie Mohammad Rahsepar zu Beginn des Jahres in Würzburg. Menschenrechte sind teilbar. Flüchtlinge sind in Deutschland Menschen zweiter Klasse. Und Bayern ist bei der entwürdigenden Behandlung dieser Menschen Vorreiter. Der Protestmarsch nach Berlin ist insofern nur eine logische Konsequenz aus dem ernüchternden Verhalten einiger Politikerinnen und Politiker. Wenn die Verantwortlichen nicht zu den Streikenden kommen, kommen sie zu ihnen. Wenn die Verantwortlichen weiter konsequent wegschauen, dann tragen die Flüchtlinge ihre Forderungen zu Fuß durch Bayern, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg – in der Hoffnung, dass sich immer mehr Menschen dem Protest anschließen.

Polizei bleibt dem Marsch auf den Fersen

Auf einem Parkplatz am nördlichen Ende von Würzburg ging die Demonstration schließlich über in die erste Etappe der Wanderung. Ein Teil der Unterstützer verabschiedete sich. Oft mit dem Versprechen,nach einer kleinen Pause wieder dazu zu stoßen. Für die streikenden Flüchtlinge gibt es keine Pause. Der größte Teil macht sich nun entweder zu Fuß oder per Bus auf den Weg nach Berlin. Andere fahren zurück zu ihrem Protestcamp, denn nicht alle wurden vor dem Marsch abgebaut. In Passau beispielsweise bleibt das Zelt bestehen. 20 Kilometer hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fußroute auf ihrer ersten Etappe vor sich. Kurz nach 15 Uhr wanderten rund 50 streikende Flüchtlinge und Unterstützerinnen und Unterstützer los. Einer der drei Versorgungswägen fuhr voraus, um die Zelte aufzubauen und die Verpflegung vorzubereiten. Um 21 Uhr, nach sechs Stunden Fußmarsch, kam die Gruppe schließlich in Dipbach, in der Nähe von Schweinfurt, an. Es gab Essen, ein kurzes Plenum, und auch spät in der Nacht wurde noch gearbeitet. Dabei wurde die Gruppe übrigens von der Polizei beobachtet. Schon als man in Würzburg begonnen hatte, sich auf den Weg zu machen, folgten zwei Polizeiautos, die auch nachts in der Nähe der Zelt standen.

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Kommentare (27)

  • Jens Roland

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    Ich hoffe und wünsche,das durch diesen Marsch,endlich die Menschen in diesen Land munter werden,und ihre verlogenes Gehabe ablegen,indem sie nur Spenden.
    Haben denn die Menschen denn alle vergessen,wie man Deutschland nach dem 2.Weltkrieg geholfen hatte?
    Ich werde krank,über diese Denkweise,ob wohl es nicht gut ist,wenn ich denke,sie sollten nur eine Woche lang in den Unterkünften leben,was denken Sie,wie schnell sich die Denkweise ändert.
    Weiter so,ich hoffe auch noch an das gute in uns.
    Dies ist der richtige Weg,den Politikern den Marsch zu blasen.

  • Neuromancerr

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    Ah, ein neuer Name!
    Ein gelungener Einstand würde ich sagen

  • Wernher

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    Wieso macht man soviel Gewese um diese Flüchtlinge?
    Man kann Ihnen doch einfach menschenwürdige bedingungen einräumen. Dann kann man ja abwarten, ob sie „was arbeiten gehen“ wie der zietierte & offensichtlich sehr kundige Beobachter bemerkt hat.

  • schorsch

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    @ wernher
    wie du den diversen artikeln hier entnehmen kannst, geht es ja eben unter anderem darum, das den flüchtlingen das arbeiten eben verboten ist, auch wenn sie das gerne machen würden

  • Wernher

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    @schorsch
    Ach so!

  • schorsch

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    annex @wernher
    hat das zitat verschluckt

    Bereits an der Langzeitstudie Wikipedia, die tatsächlich weniger ein akademisches als ein politisches Terrain ist, lässt sich das Versagen elektronischer Medien für die interaktive Meinungsbildung demonstrieren. Es fehlt einfach der Kontext. Man weiß nicht, wer der andere ist, welchen Bildungshintergrund er hat oder über welche Lebenserfahrung er verfügt. Man sieht nicht die Emotionen, erkennt nur unzulänglich Ironie, ebenso wenig, ob ein Gesprächspartner möglicherweise sogar gerade betrunken tippert. Missverständnisse sind vorprogrammiert.

  • Christian

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    Ich finde es gut, dass für bessere Lebensumstände der Flüchtlinge demonstriert wird. Am Besten wäre diese Demo aber von Teheran nach Bagdad oder vielleicht nach Damaskus!
    Mal im Ernst, was derzeit stattfindet finde ich einfach nur zum kotzen. Wenn diese Flüchtlinge etwas ändern möchten, dann sollten diese es mal in ihren Heimatländern machen. Aber dort kriegen diese den Mund nicht auf, da die Angst vor den Folgen zu groß ist. Unser aller Großeltern waren nach dem Krieg froh überhaupt etwas zum Essen zu haben. Die Hilfe der Amerikaner und der Briten wurde sehr gerne angenommen. Ich kann mich an keine Demonstration der Deutschen gegen die Lebensumstände 1945 erinnern. Also bleibt doch bitte mal auf dem Teppich und überlegt Euer Tun! Und bevor es jetzt wieder los geht: Ich bin weder Nazi noch Bildungsfern und nein, ich habe auch keinen Sozialneid. Ich bin ein normaler Bürger der Mittelschicht Deutschlands und mich nerven Menschen die in ihrem Land den Mund nicht aufkriegen und hier Forderungen stellen. Widerstand gegen ein Regime sieht anders aus!

  • Bert

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    @Christian

    Woher weißt Du so genau, dass diese Leute im Iran nicht auf die Straße gegangen sind?

    Der Iran ist ein reiches Land. Glaubst Du, die hauen aus Spaß ab oder eben vielleicht doch, weil sie verfolgt werden.
    Red mal mit den Leuten.

    Dass ein reiches Land wie Deutschland Flüchtlinge so behandelt ist beschämend. Außer Italien und Spanien haben wir Pro-Kopf gesehen eine der niedrigsten Antreagsquoten in Europa. Österreich hat mehr als doppelt so viele. Die Lagerpflicht, die essenspakete – das kostet alles mehr als wenn man diese Leute selbstbestimmt leben lassen würde. Dagegen zu protestieren und zu demonstrieren ist nicht nur legitim, sondern notwendig.

    Die Flüchtlinge waren diejenigen, an denen man etwa in den 90ern 1-Euro-Jobs (damals DM) ausprobiert hat, ohne großen Aufschrei. Heut haben wir sie flächendeckend. Eigentlich wäre es schon allein aus egoistischen Motvien notwendig diesen Protest zu unterstützen. Wenn die Flüchtlinge am unteren Ende der Skala weg fallen, rutschen die nächsten nach.

  • schorsch

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    @ christian
    dann geh doch mal mit gutem beispiel voran, und beende den verbrauch von erdöl, kaufe keine produkte mehr die aus den „unterdrückerstaaten“ stammen, und begehre in sinnvoller form gegen unsere regierung auf, die den wohlstand des „deutschen volkes“ durch geschäfte mit eben jenen staaten sichert.

    – ne, nun mal im ernst
    wenn das bundesverfassungsgericht sagt, so wie es jetzt gerade geregelt ist, ist das nicht verfassungsgemäss, und ein bayrischer innenminister sagt daraufhin, das das alles genau so gut ist, muss doch irgendwo ein fehler liegen.

    und ganz privat muss ich dir mitteilen, das wenn dir dinge wie:“Wenn diese Flüchtlinge etwas ändern möchten, dann sollten diese es mal in ihren Heimatländern machen. Aber dort kriegen diese den Mund nicht auf, da die Angst vor den Folgen zu groß ist.“ aus der tastatur fliessen, MUSS ich dich leider für einen absolut verachtenswerten zellhaufen halten

  • Immanuel K. Anti

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    @Christian

    Dass die Leute im Iran und sonstwo für ihre Rechte auf die Straße gehen, sollte eigentlich bekannt sein, oder? Wenn man dann ein wenig nachforscht, kann man mit allen widerwärtigen Details nachlesen, was Regierungen mit Aufmüpfigen anstellen, wenn sie Menschenrechte nicht ernst nehmen. Auf YouTube sieht man hunderte von Handyvideos, anhand derer man detailliert nachvollziehen kann, was es bedeutet, in Teheran zu demonstrieren. Die Staatsgewalt hat geprügelt, geschossen, mit Gas und mit Kugeln mitten in die Menge. Aus dem Evin-Gefängnis gibt es natürlich keine Photos, dafür genügend Berichte, die es nachvollziehbar machen, warum es „berüchtigt“ ist.

    Was ich persönlich an den Iranern am meisten bewundere: Sie hatten kurzzeitig die „Macht der Straße“, als Hunderttausende demonstrierten. Sie haben sie nicht genutzt, um Polizisten zu töten, sich zu bewaffnen und gegen die Diktatur eine Revolution mit Blut und Gewalt zu starten. Davon hatten sie schon genug, deshalb war die Minimalforderung ja nur, die offensichtlich gefälschte Wahl zu wiederholen. Sie haben etwas Grünes angezogen, oft nur ein grünes Schleifchen ums Handgelenk gebunden und haben begonnen, zu sagen, was die Mehrheit denkt. Die Folgen waren, gelinde gesagt, übel.

    Und jetzt kommen Sie und erklären naseweis, die Leute wären feige.

    Au Weia…

  • Christian

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    Nun mal zum mitpinseln: Ich habe niemals etwas gegen die Menschen geschrieben, die versuchen in ihren Heimatländern zu ändern. Im Gegenteil sogar, vor diesen soll und muss man Respekt für deren Mut haben. Ich wende mich gegen Menschen, die nach Deutschland kommen, meines Erachtens froh sein müssten dem Chaos entkommen zu sein und sich dann hier über die Lebensumstände aufregen. Natürlich ist vom Heimatland aus das goldene Deutschland ein schöner klingendes Ziel als zum Beispiel Tschechien, Ungarn oder Polen. Oder erklärt mir doch einmal, warum diese nach Deutschland gekommen sind, wenn hier alles so schlecht ist???

  • schorsch

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    @ christian
    nachden der immanuel k. anti doch so schön den erklärbär gegeben hat, schreibst du man solle dir erklären warum die leute nach deutschland gekommen sind –
    hat dir den artikel selbst jemand anderer vorgelesen weil du blind bist, und war der nicht mehr da,um dir den kommentar auch vorzulesen, oder willst du nur blöd rumtrollen?

  • Christian

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    @schorsch: Mal von Deinem nicht vorhandenen Niveau abgesehen, solltest Du vielleicht lernen manche Texte genauer zu lesen, dann würdest Du vielleicht auch den Inhalt verstehen. Die Frage war nicht, wieso diese Menschen aus dem Iran oder Syrien fliehen, sondern wieso diese unbedingt nach Deutschland wollen, wenn es hier doch allen so schlecht geht!

  • D.B.H

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    Christian, weißt du, an was mich deine Beiträge erinnern?

    http://ichbinkeinrassistaber.tumblr.com/

    Ich hab nichts gegen Ausländer, aber…..
    Ich bin kein Rassist, aber….
    Ich bin nicht bildungsfern, aber….

    Ich glaube, du denkst am besten nochmal über deine Beiträge nach und informierst dich ein wenig über die Flüchtlingssituation in Europa und dann kannst du das mit der öffentlichen Meinungsäußerung ja mal wieder probieren.

  • Dubh

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    Christian: „Unser aller Großeltern waren nach dem Krieg froh überhaupt etwas zum Essen zu haben. Die Hilfe der Amerikaner und der Briten wurde sehr gerne angenommen. Ich kann mich an keine Demonstration der Deutschen gegen die Lebensumstände 1945 erinnern.“

    HÄÄÄ?!

    Wenn ich es recht verstehe hat der Iran hat also kürzlich einen Krieg verloren, den er gegen Deutschland angefangen hatte, und nun füttern wir lieben Deutschen die Iraner durch, weil die wegen dieses von Ihnen angefangenen und verlorenen Krieges nichts mehr zu fressen haben, und die beschweren sich jetzt auch noch?

    Während die Deutschen weiland nicht mal dagegen demonstriert haben, dass sie den Krieg verloren haben sollen?

    Aber das ganze Naziregime hindurch haben die alle unentwegt demonstriert und das Maul aufgerissen?
    Von all dem weiß ja nun niemand außer Ihnen.

    Ich wüsste auch nicht, dass die deutsche Zivilbevölkerung in Deutschland nach 45 in Lager eingesperrt war.

    Wie abgrundtief saublöd ist denn dieser „Vergleich“?

    Das ist kein Vergleich von Äpfeln und Birnen, die ja immerhin noch die Gemeinsamkeit hätten „Obst“ zu sein, das ist einfach nur unvergleichbar idiotisch.

    Macht das ganz schlimm Aua?

  • Christian

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    Das Schlimme an Euch „Gutmenschen“ ist, dass Ihr nicht in der Lage seid, auch andere Meinungen zu akzeptieren. Und sollte es jemand doch einmal wagen, seinen Mund gegen Eure ach so vollkommene Einstellung aufzumachen, dann ist man „Bildungsfern“, Nazi etc. Wieso wagt Ihr nicht einfach einmal den Dialog. Ist es so schwer für Euch, auch einmal zuzugeben, dass es nicht nur schwarz oder weiß, sondern die Wahrheit in der Mitte gibt?

    Fakt ist doch:
    Deutschland hat 2011 insg. 45.741 Flüchtlinge aufgenommen, diesen ein Dach über den Kopf und Essen gegeben. Damit sind wir nach den USA und Frankreich an dritter Stelle. Davon wurden 2011 7.098 Asylbewerber (16,4 %) anerkannt und 2.577 unter Schutz gestellt. Und diese Zahlen sauge ich mir nicht irgendwie aus den Fingern, sondern diese sind nachzulesen im Jahresbericht für 2011 des UNHCR.

    Weiterer Fakt ist, dass egal wie Recht oder Unrecht Ihr habt, auch für Euch gilt das Gesetz (vor allem das Grundgesetz) und gegen dieses wird regelmäßig verstoßen. Unter anderem gegen den Art. 8 des GG, da die Versammlungsfreiheit (auch Demonstrationsrecht) als sog. Deutschenrecht nur dem deutschen Bürger zusteht. Auch gegen die allgemeine Handlungsfreiheit nach Art. 2 wird jedesmal verstoßen, da dieses zwar ein Jedermannsrecht ist, aber nur anzuwenden ist, wenn gegen keine anderen Gesetze verstoßen wird.
    @ DUBH und D.B.H: Wenn Ihr nicht dazu fähig seid, eine sachliche Diskussion zu führen ohne persönlich zu werden, dann finde ich es äußerst schade. Die einzigen erbarmungswürdigen Kreaturen seid in diesem Falle Ihr Beide!

  • schorsch

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    @ christian
    wenn du schon so schön genaue zahlen hast, dann bitte mit link, auf die schnelle sind die nicht verifizierbar. auch wenn ich jetzt nicht von vornherein behaupte, das da was ganz bewusst in den falschen zusammenhang gesetzt wurde

    und zitat:
    Deutschland hat (…) diesen ein Dach über den Kopf und Essen gegeben.

    man muss ja schon auch sowas anmerkenwie das z.B. ein flüchtling hier in regensburg nach einer erkrankung die ärztlicher behandlung bedurfte, vom arzt am uniklinikum gesagt (respektive seinem sohn, da der mann wenig bis kein deutsch kann), und auch schriftlich attestiert wurde, das er auf keinen fall das zeug aus den essenspacketen essen darf, weil es ihn kränker mache. trotz des schriftlichen attestes, war es der betreuenden behörde nicht möglich, es zuzulassen, das der mann essen bekommt, das ihm nicht schadet.
    – nur ein beispiel für die 1000 wahnsinnigkeiten im umgang mit flüchtlingen

  • Christian

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    Hier kannst Du die Zahlen sehr schön nachlesen:
    http://www.unhcr.de/fileadmin/user_upload/dokumente/06_service/zahlen_und_statistik/2011AsylumTrends-FINAL.pdf

    oder aber:
    http://www.bamf.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2012/20120124-0002-pressemitteilung-bmi.html

    Dieser von Dir geschilderte Fall ist natürlich nicht in Ordnung. Hier ist aber nicht das System an sich schuld, sondern die Menschen die damit arbeiten. Es ist einfach so, dass es überall schwarze Schafe gibt. Sei es in Behörden, Wirtschaftsbetrieben oder anderswo. Aber im gleichen Atemzug könnte ich Dir jetzt Beispiele bringen, in denen Asylbewerber versuchen sich Leistungen zu erschleichen.

  • Dubh

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    @ Christian

    Och, ihr habt neuerdings sogar einen, der Zahlen ausfindig machen kann, Glückwunsch!

    Nur, wen sollen die beeindrucken?
    1 Prozent von 80 Millionen Einwohnern wären 800.000 Flüchtlinge, wieviel Prozent sind dann 45.741 Flüchtlinge bezogen auf die Einwohnerzahl Deutschlands?

    Vielleicht kannst du’s ja ausrechenen?
    Da wird schon noch ein Semmerl für dich bleiben………………

    Die Wahrheit findet sich übrigens nicht in der Mitte von irgendwas.
    Objektiv wahr ist beispielsweise, dass die Schweiz und diverse andere mittel – und nordeuropäische Länder weit vor Deutschland rangieren was die Anzahl von aufgenommenen Flüchtlingen anteilig zur Einwohnerzahl anbetrifft.

    Und die Deutschengrundrechte, hach – schön ausgedacht, stimmt aber so wie du es behauptest mal wieder nicht.
    Keine Sorge, es wird keineswegs gegen das GG verstoßen – sonst wär die Staatsmacht doch sofort sowas von zugange…………….

    Mei diese ewige „sachliche“ Propaganda, und immer nach Schema F – wie unendlich öde! „gähn“.

    Aber den „Vergleich“ Deutsche nach 45 und Flüchtlinge hier und heute IN Deutschland, haste dir selber ausgedacht, gell.
    Sowas ist übrigens keine Meinung, das ist einfach nur Schwachfug.

  • Christian

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    @Dubh: Du hast die Weisheit wohl wirklich mit dem Löffel gefr…, oder?

    „1 Prozent von 80 Millionen Einwohnern wären 800.000 Flüchtlinge, wieviel Prozent sind dann 45.741 Flüchtlinge bezogen auf die Einwohnerzahl Deutschlands?“

    Das ist ziemlich wenig, stimmts??? Aber das war nur das Jahr 2011. Aber macht ja nichts.

    Für mich war zum Glück die Schulbildung kostenlos, bei Dir leider umsonst!

  • Dubh

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    Nee, bereits mit der Muttermilch eingesogen…………

    Christian:“Das ist ziemlich wenig, stimmts??? Aber das war nur das Jahr 2011. Aber macht ja nichts“

    Deiner Rechnung nach wären es nach wenigen Jahren mit Sicherheit Milliarden, die halbe Menschheit zumindest – zumal nie jemand abgeschoben wird, geschweige denn je jemand das Land wieder verlässt – und – die vermehren sich ja praktisch stündlich…………….

    „Für mich war zum Glück die Schulbildung kostenlos, bei Dir leider umsonst!“

    Mehr haste nicht zu bieten?
    Watt biste putzig!

  • Christian

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    @Dubh:
    Wenn ich Dein dummes Gequatsche so lese, dann muss ich wahrlich zugeben, dass mir 1.000 Leistungserschleicher lieber sind wie Du!

    „Und die Deutschengrundrechte, hach – schön ausgedacht, stimmt aber so wie du es behauptest mal wieder nicht.“
    Wo liegt denn dann Deines Erachtens mein Denkfehler???

    Hättest Du die angegebene Satistik weiter gelesen, dann hättest Du auch eine andere Graphik entdeckt, die Aussagen über die Anerkennung der Flüchtlinge aussagt. In dieser liegen wir mit anderen Staaten ebenfalls im vorderen Fünftel. Aber dies nur mal so am Rande. Denn für Dich ist Deutschland schon ein furchtbarer Unrechtsstaat. Warum bist Du eigentlich dann noch hier?

    Da die Sachebene scheinbar nichts für Dich ist, ist es besser dieses Thema zu beenden!

  • Dubh

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    Christian: „…..dass mir 1.000 Leistungserschleicher lieber sind wie Du!“

    Das freut mich ehrlich, flugs hab ich einen Beitrag zur sozialen Wärme in der Gesellschaft geleistet – aber „ALS du“, immer noch „als“, mein Guter……………..

  • Bert

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    @Christian

    Was willst Du hier eigentlich aussagen?

    Erst behauptest Du, die Leute wären zu feige um im Iran auf die Straße zu gehen, was erstens nicht stimmt und zweitens kein Grund ist, Flüchtlingen hier dieses Recht abzusprechen.

    Dann kommst Du mit Zahlen, um eigentlich was zu belegen?

    Dass Deutschland besonders großzügig bei der Aufnahme ist? Falsch.
    Dass Deutschland das Hauptziel von Flüchtlingen ist? Falsch.

    Du willst dazu Zahlen?

    Hier: http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/asyl-statistiken-belegen-rueckgang-von-bewerbern-und-kosten-a-845546.html

    Dann kommst Du mit Rechtsbelehrungen zu Versammlungsfreiheit, die ebenfalls falsch sind.

    Populistische Stimmungsmache, vermutlich wider besseren Wissens – nichts anderes betreibst Du. Da kannst Du Dich noch so sehr hinter Deiner vermeintlich sachlichen Sprache verstecken. Du bist nicht an Fakten interessiert, sondern Du hetzt.

  • Richard

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    Ach lasst mal ..

    Der Christian hat hald lange gedient und mag keine Drückeberger wie Kriegsdienstverweigerer u.s.w.
    Und Flüchtlinge drücken sich eben vor den schlechten Lebensbedingungen in der Heimat.

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