„Schnapseln“ für den guten Zweck

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Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenamtes verkauften selbstgebrannte Spirituosen auf Regensburger Weihnachtsmärkten – Spendenerlös geht an drei soziale Einrichtungen in der Region
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenamtes der Stadt Regensburg beteiligen sich seit vielen Jahren in ihrer Freizeit an Festen und Aktionen. Mittlerweile Tradition sind die Verkaufsstände für selbstgebrannte Spirituosen auf Regensburger Weihnachtsmärkten, im vergangenen Jahr am Adventsmarkt im Spitalgarten. Der Erlös aus diesen Aktionen wird seit Jahren sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Finanzamtes Regensburg engagieren sich jedes Jahr bei ihrer Weihnachtsfeier für einen guten Zweck. Gemeinsam wurde so im vergangenen Winter ein Betrag in Höhe von 8 000 Euro erwirtschaftet. Diese Summe wird nun in Form von drei Einzelspenden gemeinnützigen Organisationen zugutekommen. 3 000 Euro gehen an den Verein für Körper- und Mehrfachbehinderte e. V. Regensburg, ebenfalls 3 000 Euro an dier Regenstaufer Stiftung Thomas-Wiser-Haus sowie 2 000 Euro an die Regensburger Tafel e. V..

Die umfangreiche Spendenliste der letzten Jahre umfasst Einrichtungen wie das Johanneshospiz, den Strohhalm e.V. und die Pakistanhilfe, das Pater-Rupert-Mayer-Zentrum, den Multiple Sklerose Verband Regensburg, das Frauen- und Kinderschutzhaus Regensburg und viele andere.

Hintergrund
Obsternte und -verwertung für einen guten Zweck
Neben dem ehrenamtlichen Weinanbau in der Freizeit für den Regensburger Stadtwein „Salutaris“ engagieren sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Gartenamtes in ihrer Freizeit auch im Bereich des Streuobstbaus. Städtische Streuobstwiesen im Bereich von Haslbach, Winzerer Höhen, Burgweinting und im Bereich anderer Grünflächen sind die Basis dafür, dass dort anfallendes Obst zu Obstbränden, Obstgeisten und Likören verarbeitet wird. Eine städtische Nutzung, etwa das Fallobst aufzulesen und zu vermarkten, rentiert sich nicht und ist deshalb nicht zweckmäßig.

Die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gartenamtes ernten die Früchte, zerkleinern bei Bedarf das Obst, bringen es mit entsprechenden Gärhilfen in Gärung, wobei sich der Zucker in Alkohol umwandelt. Nach Abschluss der alkoholischen Gärung werden die daraus entstehenden Fruchtmaischen in einer mitarbeitereigenen Kleinbrennerei zu Bränden, Geisten und Likören verarbeitet. Verarbeitet werden insbesondere die Fruchtarten Vogelbeere, Apfel, Birne, Zwetschge, Quitte sowie Früchte, die von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern dem Gartenamt kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Die Baumpfleger als Brennexperten
Nach der Vergärung des Obstes sind insbesondere Gerda Neuger und Werner Schneider vom Gartenamt als Brennereiexperten an den Wochenenden, in der Freizeit sowie im Urlaub damit beschäftigt, aus den entsprechenden Maischen hochwertige Edelbrände und Geiste herzustellen.

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Kommentare (1)

  • Christa Kemneter

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    Sind einige Verantwortliche der Stadt mit ihrer sozialen Verantwortung etwas überfordert? Was sagt den Wolbergs dazu: „Schnapseln“ für den guten Zweck.

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