0:0 in Jena. Der Jahn seit vier Spielen ohne Gegentreffer!

jahn0110Im traditionsreichen Ernst-Abbe-Stadion von Jena schaffte Jahntrainer Markus Weinzierl eine Überraschung. Vor knapp 6.000 Zuschauern konnte der SSV Jahn Regensburg auf einem schwer bespielbaren Platz einen Punkt mitnehmen. In seinem dritten Spiel als Alleinverantwortlicher für die Mannschaft der Rot-Weißen erhielt seine Elf keinen Gegentreffern. Nach einem passablen 0:0 geht der SSV Jahn nun auf einem Nichtabstiegsplatz in die wohlverdiente Winterpause. In den letzten vier Spielen haben die Spieler von Weinzierl nicht mehr verloren. Auch gegen den ehemaligen Zweitligisten aus Jena bewies die Elf vom SSV Jahn Regensburg eine hohe spielerische Moral. Ungünstige Vorzeichen Die Reise nach Thüringen stand für die Spieler vom SSV Jahn Regensburg unter keinem guten Stern. Immer noch ist die Elf stark geschwächt. Immer noch fehlen die Langzeitverletzten Abwehrspieler David Romminger und Dennis Grassow. Der erfahrene Abwehrrecke ist mit seinen 38 Jahren auch der Kapitän der Mannschaft. Defensivspezialist Andreas Maul lief im Ernst-Abbe-Stadion wieder auf. Er kennt diese Fußballarena sehr gut. Schließlich kickte er in der letzten Saison noch bei Carl-Zeiss Jena, bevor er nach Regensburg wechselte. Mit viel Einsatz und hoher spielerischer Moral stellte sich der Jahn Regensburg bei dem schweren Auswärtsspiel nicht nur tief gestaffelt in die eigene Platzhälfte. Mit schnellen und durchdachten Kombinationen schafften es die Jahnspieler immer wieder vor dem Kasten des Jenaer Torwarts Carsten Nulle aufzutauchen. Schwächen zeigten die Jahnspieler darin, die Gegenspieler frühzeitig zu stören. Die Thüringer konnten immer wieder in Ruhe ihr Spiel aufbauen. So dominierten die Kicker von Carl Zeiss Jena ihr Heimspiel. Sattelmeier in Topform Vor allem die Thüringer Sturmspitzen Torsten Ziegner und Sebastian Hänge stellten den Jahntorhüter vor schwere Aufgaben. Der gebürtige Ludwigsburger Rouven Sattelmeier zeigte eine sehr solide Form im Tor. Mit schwäbischer Präzision stand er auch bei Schüssen aus kurzer Distanz sicher auf der Linie. Die meistens kompakt stehenden Abwehrspieler des SSV Jahn arbeitete effektiv. Kamen die Stürmer oder Mittelfeldspieler von Carl Zeiss Jena dennoch durch, trafen sie auf Rouven Sattelmeier im Tor. Ob in Standardsituationen oder bei Distanzschüssen – der erst 21jährige Regensburger Torwart wirkte sehr routiniert. Dank seiner Topform konnten die Jahnspieler ein Unentschieden über die Zeit bringen. Die Rot-Weißen waren jedoch im Angriff alles anderes als passiv. Petr Stoilov zeigte wie vor einer Woche gegen Eintracht Braunschweig großes Engagement. Leider blieb ihm ein Tor versagt. Ebenfalls bewies der junge Mittelfeldspieler Andreas Brysch, dass er für den einen oder anderen Torschuss gut ist. Blessin will gehen Der SSV Jahn Regensburg überwintert auf dem 16. Tabellenplatz. Eine Steigerung ist trotzdem notwendig. Die Torausbeute muss sich bei den Rot-Weißen in der Rückrunde deutlich verbessern. Leider kann es zu einem Verlust von Stürmer Alexander Blessin kommen. Blessin, der von den Sportfreunden Siegen zum SSV kam, bat um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages. Noch ist offen, ob die Vereinsführung Alexander Blessin ziehen lässt. Der 35jährige Routinier, er kam sogar in der ersten Bundesliga beim VfB Stuttgart sieben mal zum Einsatz, würde der jungen Regensburger Elf fehlen. Markus Weinzierl wird die Winterpause sicher entsprechend nutzen und die Schwächen seiner Mannschaft beheben.

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Kommentare (1)

  • Stefan Neubert

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    Kleiner Irrtum!
    Der Jahn ist bereits seit 4 Spielen ohne Gegentor: 0:0 in Wuppertal 1:0 gegen Dresden 0:3 in Braunschweig und 0:0 in Jena

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