Anlässlich der Rodungen im Stadtwesten: Grüne beantragen Runden Tisch

„Flussufer sind nicht nur Einrichtungen des Hochwasserschutzes“ „Bei der Gestaltung der Uferbereiche im Stadtgebiet reicht es unseres Erachtens nicht, wenn das verwaltungsintern besprochen wird. Das gilt insbesondere dann, wenn Rodungen in einem erheblichen Maß vorgenommen werden, wie jüngst im Stadtwesten geschehen“, sagte heute Stadträtin Margit Kunc (Bündnis 90/Die Grünen). Sie teilte mit, dass die Stadtratsfraktion der Grünen einen Antrag eingereicht habe, mit dem die Verwaltung beauftragt werden soll, an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit dem dringenden Wunsch heranzutreten, unverzüglich einen Runden Tisch über die geplante Ertüchtigung von Hochwasserdämmen in Regensburg einzuberufen. Dazu sollen Fachverbände wie der Bund Naturschutz aber auch Initiativen wie die Arbeitsgemeinschaft ‚Fest im Fluss’ eingeladen werden. Margit Kunc: „Für die Menschen in Regensburg sind die Flussufer an Donau und Regen weit mehr als bloße Einrichtungen des Hochwasserschutzes. Die Dammbereiche mit ihren Bäumen und Sträuchern prägen nicht nur die Landschaft. Es handelt sich nicht zuletzt auch um Areale, an denen sich die Bürgerinnen und Bürger häufig und gerne aufhalten. Bei den Rodungen an den Hochwasserdämmen im Regensburger Westen ist die hohe Aufenthaltsqualität zerstört worden, wie die vielfachen Proteste von Bürgerinnen und Bürgern zeigen.“ Man dürfe nicht vergessen, dass es sich um Bereiche handle, die sich die Menschen erst in den letzten Jahren wieder zurückerobert hatten. Es sei unbestritten, dass Dämme in Hochwassersituationen standsicher sein müssten und diese Standfestigkeit durch Gehölze nicht beeinträchtigt werden dürfe. Margit Kunc: „An diesem von uns beantragten Runden Tisch sollen jedoch Alternativen diskutiert werden, wie trotzdem landschaftliche, ökologische und städtebauliche Belange entsprechend berücksichtigt werden können. Da die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung weitere Rodungen bereits angekündigt hat, ist es aus unserer Sicht dringend erforderlich, die unterschiedlichen Interessenslagen an einem Tisch zu diskutieren und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen.“ Dabei solle auch erörtert werden, in welcher Weise diejenigen Abschnitte neu gestaltet und bepflanzt werden, an denen bereits Bäume gefällt wurden.

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