Archiv für Dezember, 2012

OLG Nürnberg verurteilt MZ zu Gegendarstellung

Weicheier statt Gotteskrieger? Eine Ehrenrettung für die Piusbrüder

„Einen weltanschaulich neutralen Staat, wie er heute allenthalben propagiert wird, kann es nicht geben. Nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für die Gemeinschaften und den Staat gilt mit Bezug auf unseren Herrn Jesus Christus: ‚Wer nicht für mich ist, ist gegen mich‘.“ Mitteilungsblatt der Piusbruderschaft Deutschland, Januar 2010

morgen1„Deo gratias“. Just am Heiligabend hatte die Pius-Bruderschaft zu Zaitzkofen (Landkreis Regensburg) Grund, zu jubilieren. In einem Rechtsstreit mit der Mittelbayerischen Zeitung hatten die Piusbrüder gegen einen deutlichen Kommentar von Fritz Winter („Die bösen Brüder“) geklagt, den man eigentlich nur unterschreiben kann. Doch während das Landgericht Regensburg die erzkatholischen Gotteskrieger noch abblitzen ließ, fällte das Oberlandesgericht Nürnberg ein recht bemerkenswertes Urteil. Es verdonnerte die MZ zu einer Gegendarstellung, in der die Piusbrüder behaupten durften, dass sie:

  • nicht verfassungsfeindlich seien
  • keinen katholischen Gottesstaat anstreben würden
  • weder die Frauen noch deren Rechte unterdrücken würden
  • sich von jeder Form des Antisemitismus distanziert hätten

Freilich sagt eine erfolgreich erwirkte Gegendarstellung nichts über den Wahrheitsgehalt der darin enthaltenen Aussagen aus. Aspekte wie „Wahrheit“, „Unwahrheit“ oder „Rechtswidrigkeit“ des Textes, gegen den sich eine Gegendarstellung wendet, spielen bei Gerichtsentscheidungen keine Rolle. Der unbedarfte Leser, auf der Suche nach Halt im rechten Glauben, könnte nun aber tatsächlich meinen, dass die sonst als Speerspitzen des fundamentalistischen Katholizismus geltenden Piusbrüder plötzlich auch nichts anderes mehr sind als die von ihnen sonst gern kritisierten Weichei-Katholiken – liberal, für die Gleichberechtigung von Mann und Frau, frei von antisemitischen Tendenzen, tolerant und weltoffen gegenüber anderen Religionen und Lebensformen. Derlei Befürchtungen sind indessen unbegründet. Denn auch wenn die Piusbrüder nach dem Eklat um ihren (über 20 Jahre nach seinen ersten Ausfällen ausgeschlossenen) Holocaustleugner-Bischof Williamson gezwungen waren, Kreide zu fressen, darf der begeisterte Anhänger sich sicher sein, dass allen Gegendarstellungen zum Trotz gewisse Grundsätze und Ansichten in der Piusbruderschaft ihren Platz haben. Wahlrecht für jedermann? Religions- und Meinungsfreiheit? Gleichberechtigung? Homosexualität? Das Recht auf körperliche Unversehrtheit? Kein Antisemitismus? Alles im Sinne der Bruderschaft? Doch lassen wir die Piusbrüder selbst ihre Ehre retten:

Über Frauen:

„Wir brauchen heute Männer, die Männer sein wollen, Frauen, die Frauen sind und Frau sein wollen, das heißt Gehilfin des Mannes und Mutter der Kinder.“ Franz Schmidberger Deutschland-Chef der Piusbrüder, Dezember 2008.  
„Es gibt nämlich in Deutschland ein grundsätzliches Problem. Es heißt ‚Individualismus‘ und ist eine Männerkrankheit. Darum können alle Frauen sich bei der Lektüre dieses Beitrages zurücklehnen und sagen: Das betrifft mich nicht.“ Mitteilungsblatt der Piusbruderschaft Deutschland, Juli 2009.

Über Religions- und Meinungsfreiheit:

„Da es nur eine wahre, von Gott gestiftete Religion gibt, verbietet sie (die christliche Gesellschaftsordnung, Anm. d. Red.) falsche Religionen und Kulte oder duldet diese allenfalls nach den Grundsätzen der Klugheit, ohne ihnen jemals ein Naturrecht auf Existenz zuzugestehen.“ Franz Schmidberger, „Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung“ 2007  
„Nur die Wahrheit hat ein (Natur-)Recht, der Irrtum nie und nirgends. So ist die Ablehnung der Religionsfreiheit im oben angegebenen Sinn ein machtvoller Schutz für die Seelen (…). Hand in Hand mit der Religionsfreiheit geht die Verkündigung einer grenzenlosen Gewissens- und schrankenlosen Meinungsfreiheit (…). Wir fordern, dass Pornographie, Abtreibung, ja jedes öffentliche Laster gesetzlich verboten und die Übertretung dieser Gesetze entsprechend geahndet wird. Denn der von der Erbsünde gekennzeichnete Mensch bedarf der Schranken der Strafgesetze.“ Schmidberger, Zeitbomben des II. Vatikanischen Konzils, überarbeitete Version 2008.

Über das Wahlrecht:

„Die Gewalt in Staat und Gesellschaft geht nicht vom Volk (…) aus, sondern von Gott.“ Franz Schmidberger, „Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung“ 2007.  
„Entspricht der heutige Grundsatz ‚jeder Wahlberechtigte hat ein und dieselbe Stimme‘ (one man one vote) wirklich der Naturordnung? Ein Familienvater hat mehr Verantwortung und normalerweise auch eine tiefere Einsicht in das Wohl der Gesellschaft als sein eben volljährig gewordener Sohn; ein Unternehmer mit tausend Angestellten trägt mehr Verantwortung als sein jüngster Lehrling. Würde nicht ein wesentlich auf die Familienoberhäupter abgestütztes Wahlrecht der Familie als Zelle der Gesellschaft eine ganz andere Stellung verleihen?“ Franz Schmidberger, „Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung“ 2007.

Über Menschenrechte:

„Wegen des Abfalls vom Glauben, der in Rom herrscht, müssen wir mit ansehen, wie die Seelen in Massen der Hölle zustreben? Der Atheismus beruht auf der Erklärung der Menschenrechte. Die Staaten, die sich seither zu diesem offiziellen Atheismus bekennen, befinden sich in Todsünde.“ Erzbischof Marcel Lefebvre, 1990.  
„Die Todesstrafe für Schwerverbrecher (Mord, Drogenhandel) trägt diesen rächenden Charakter in sich und führt viele Schuldige nach dem Zeugnis von Gefängnisseelsorgern zur Bekehrung. Sie ist darüber hinaus ein wichtiges Mittel der Abschreckung.“ Schmidberger, „Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung“, 2007.

Über Homosexualität:

„Es gibt ein Sprichwort, das man den Pazifisten entgegenhielt, die riefen: ‚Stell Dir vor es ist Krieg und keiner geht hin‘. Die Antwort darauf war einfach: ‚Dann kommt der Krieg zu dir!‘ Liebe Väter und Männer, ihr könnt schon zu Hause bleiben und sagen: Herr Pater, diese perverse Veranstaltung (der Christopher Street Day, Anm. d. Red.) tu ich mir nicht an. Als frommer Mensch muss ich so etwas nicht erleben. Aber dann musst du auch wissen, lieber Vater, dass die Homosexualität zu Dir kommen wird. Zu deinen Kindern. In deine Schule. (…) Weil Du nicht gekämpft hast, als man noch kämpfen konnte.“ Mitteilungsblatt der Piusbruderschaft, Juli 2009.  
Eine christliche Gesellschaftsordnung „verbannt (…) Gotteslästerung, Homosexualität und Pornographie aus dem öffentlichen Leben; sie bestraft die Abtreibung und verwirft die Euthanasie wie die Drogen. Auch schließt sie Freimaurerlogen und verbietet Geheimgesellschaften.“ Schmidberger, „Grundsätze einer christlichen Gesellschaftsordnung“, 2007.

Über Juden:

„Der Antichrist wird jüdisch sein. Weil die Juden Jesus Christus abgelehnt haben, warten sie weiter auf den Messias. Der Teufel wird nicht versäumen, von ihrer Blindheit Gebrauch zu machen, um sie dem Antichristen unter ihnen unterzuschieben. Christus, den sie zurückwiesen, ist die Wahrheit. Somit wird sich der Fluch des heiligen Paulus den Juden zuwenden.“ Piusbruder Emmanuel Herkel, September 2003  
„Damit sind aber die Juden unserer Tage nicht nur unsere älteren Brüder im Glauben, wie der Papst bei seinem Synagogenbesuch in Rom 1986 behauptete; sie sind viel mehr des Gottesmordes mitschuldig, so lange sie sich nicht durch das Bekenntnis der Gottheit Christi und die Taufe von der Schuld ihrer Vorväter distanzieren. (…) Wir sehen mit Trauer Papst Johannes Paul II. und nun auch Papst Benedikt XVI. In eine jüdische Synagoge gehen. Wir sehen mit Trauer Johannes Paul II. Die verschiedenen Weltreligionen zum gemeinsamen Gebet um den Frieden rufen.“ Franz Schmidberger, „Zeitbomben des II. Vatikanischen Konzils“, überarbeitete Version 2008.   „Einmal wird die Barmherzigkeit Gottes auch über den Starrsinn und die Blindheit des jüdischen Volkes triumphieren.“ Mitteilungsblatt der Piusbruderschaft, Februar 2009.

Gottes Soldaten:

„Wo der Krieg gegen Gott und seine Kinder tobt, dürfen seine Soldaten nicht schlafen! Nach dem berühmten Wort Pius‘ X. ist die ganze Macht der Bösen in der Schwäche der Guten begründet. Darum ist es die Aufgabe der aufrichtigen Katholiken, mit ganzem Einsatz ihre Kirche zu verteidigen, die freimaurerische Ideologie zu brandmarken und insbesondere einen heiligen Lebenswandel anzustreben, da dieser Kampf zwischen Himmel und Hölle vor allem mit übernatürlichen Waffen ausgefochten werden muss.“ Piusbruder Stefan Frey, September 2012  

P.S.: Bundesregierung und Verfassungsschutz halten eine Überwachung der Piusbruderschaft übrigens für unnötig.

Regensburg sucht den Super-Mythos

„Nur wer Geschichte fälscht, kann sie nachhaltig verändern!“ Herr Lunger, Kulturreferent von Kasperlhausen „Welterbealarm!“ heißt die brandaktuelle Produktion des Theater Larifari für Erwachsene. Anlässlich der Karikaturen-Ausstellung im Kunst- und Gew(elt)erbeverein, Ludwigstraße 6, spielen Christoph Maltz und Sebastian Haimerl an insgesamt sechs Terminen zwischen den Jahren. Der Kasperl Larifari hat ein niegelnagelneues Theaterwagerl bekommen, mit dem […]

Redaktionspause

Fröhliche Weihnachten!

Als ihm auf seinen Spruch, er käme von draußen vom Walde her ein „Mir sammer a vom Woid und etz mach de Däier zou“ entgegnet wurde, wurde Student Karsten Hinrichs klar, dass ihn sein Navigationssystem in die falsche Geststätte geführt hatte. Karikatur: Efeska Jetzt aber wirklich: Wir machen eine kurze Pause bis Anfang Januar und […]

Advent, Advent...

Stadtrat-Adventskalender, Folge 24

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Auch unser Adventskalender findet heute seinen Abschluss. Die weihnachtliche Ehre, das fulminante Finale unserer Reihe zu stellen, haben selbstverständlich die Bürgermeister: Oberbürgermeister Hans Schaidinger, CSU, 2. Bürgermeister Gerhard Weber, CSU, und 3. Bürgermeister Joachim Wolbergs, SPD. Es war uns ein Fest. Feiern Sie selbiges!

Advent, Advent...

Stadtrat-Adventskalender, Folge 23

Das Warten ist immer am schlimmsten. Einer Statistik zufolge verbringt der Mensch fünf Jahre seines Lebens damit – beim Arzt, an der roten Ampel, auf den nächsten Gehaltsscheck, aufs Christkind. Wir haben die Zeit des Wartens für vier Stadträte nun um satte 23 Tage verlängert. Hoffentlich wussten sie diese Zeit gut zu nutzen! Aber keine Sorge, wir haben niemanden vergessen. Am längsten in der Warteschleife unter den ehrenamtlichen Stadtratsmitgliedern waren Armin Gugau, CSU, Margit Wild, SPD, Jürgen Mistol, Grüne, und Hubert Lankes, Freie Wähler.

Advent, Advent...

Stadtrats-Adventskalender, Folge 22

Normalerweise gibt es die großen Portionen in Adventskalendern immer erst am Heiligen Abend. Da es aber zu viele Stadträte gibt und keiner das Nachsehen haben soll, müssen wir schon das vorvorletzte Türchen mit etwas mehr „Schokolade“ füllen. Deshalb gibt es heute das erste Trio-Türchen, passend zum bevorstehenden Fest sind alle Abgehandelten „christlichen“ Ursprungs: Christian Schlegl, […]

FilmRISS: Kritik zu "Der Hobbit - Eine unerwartete Reise"

Mittelerde Reloaded

Mit „Der Hobbit – Eine unerwartete Reise“ liefert Peter Jackson den ersten Teil seiner zweiten Mittelerde-Trilogie ab. Allerlei technischer Bombast soll die Buchvorlage Tolkiens zu einem ähnlich atemberaubenden Spektakel machen wie einst „Der Herr der Ringe“.

Advent, Advent...

Stadtrats-Adventskalender 21: Weichser Radi und nackte Brüste

Schokolade ist wohl die gängigste Süßigkeit, die sich hinter den Türchen von Adventskalendern verbirgt. Die Schokoladenseite, von der sich Stadträte naturgemäß gern selber zeigen, ist es aber nicht zwangsläufig, die wir in unserem Adventskalender präsentieren. Heute: Hans Renter (CSU, Gugau-Lager) und Rudi Eberwein (CSU, Schaidinger-Lager).

Advent, Advent

Stadtrats-Adventskalender, Folge 20

Liebe Leserinnen und Leser! Vielleicht ist dies die letzte Folge des Stadtrats-Adventskalenders, die Sie lesen. Schließlich ist für heute, 21. Dezember, der Weltuntergang angesagt. Vielleicht haben wir aber auch Glück und wir können bis zum 24. Dezember noch ein paar Türchen öffnen. Den Weltuntergang bedeuten unsere Portraits hoffentlich für keinen der Stadträte, auch nicht für Christa Meier, SPD, und Margit Kunc, Grüne, die sich an diesem unheimlichen Tag hinter dem Türchen verstecken.

Advent, Advent

Stadtrats-Adventskalender, Folge 19

Im Jahr 2012 gibt es keinen Adventskalender mehr, den es nicht gibt: sexy Adventskalender, Tee-Adventskalender, Software-Adventskalender und sogar Mathe-Adventskalender haben es auf den Markt geschafft. Auch mit wenig Zahlenzauberei können sich die Regensburger Stadträte ausrechnen, dass ihnen irgendwann ein Türchen im Stadtrats-Adventskalender von Regensburg Digital geöffnet wird. Ausgerechnet heute dabei: Richard Spieß, die LINKE, und Klaus Rappert, SPD.

Advent, Advent...

Stadtrats-Adventskalender 18: Mal weg, noch nicht da

Der Begriff „Advent“ hatte nicht immer einen religiösen Bezug. Im alten Rom stand „Adventus“ meist für die Ankunft oder den Besuch eines Amtsträgers. Mancher Amtsträger im Regensburger Stadtrat wurde bereits kurz nach seiner Ankunft von den entscheidenden Plätzen verbannt, andere wiederum scheinen noch gar nicht wirklich im Stadtrat angekommen zu sein. Heute: Lothar Strehl (SPD) und Gabriele Opitz (FDP).

Advent, Advent...

Stadtrats-Adventskalender 17: Die Schmerzensreiche und der Brauchtumspfleger

Ein Adventskalender hat was mit Tradition zu tun, auch mit Glaube und Brauchtum. Nicht immer ist es gut, zu fest auf Traditionen zu beharren. Manchmal ändern sich die Zeiten und plötzlich muss man schmerzlich erkennen, dass die Welt sich weitergedreht hat und man mit mit dem was man einst unterstützt und für gut befunden hat, allein auf weiter Flur steht. Hinter dem 17. Türchen: Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) und Erich Tahedl (CSU).

NS-Rüstungszentrum Regensburg

Regensburg und Gusen – Zwangsarbeit für den Rüstungsgiganten Messerschmitt

Das „offizielle“ Regensburg tut sich schwer im Umgang mit seiner Vergangenheit als Zentrum des Rüstungskonzerns Messerschmitt. Die Verbindungen der Stadt zum KZ-System Mauthausen-Gusen waren in der lange kein Thema. Das, obwohl zwischen 1943 und 1945 mehrere hundert der Regensburger Messerschmitt-Facharbeiter zur Flugzeugproduktion nach Gusen versetzt wurden, um dort Zwangsarbeiter anzuleiten und zu überwachen.

Statt sechs Monate Haft, Psychiatrie auf Dauer?

Wie schnell landen Menschen in der Psychiatrie? Wie sorgfältig arbeiten Gutachter? Was muss passieren, damit sie wieder herauskommen? Das alles wird derzeit in Zusammenhang mit dem Fall Gustl Mollath diskutiert. Aus aktuellem Anlass veröffentlichen wir hier einen Bericht, der vor viereinhalb Jahren bei Regensburg Digital erschienen ist. Die Betroffene sitzt nach wie vor in der geschlossenen Psychiatrie. Der Vorwurf: Sie soll ihre Nachbarin mit einem Einkaufswagen gerammt haben.

Stadtrats-Adventskalender 15: Der Sanfte und der Schweigsame

Erste Rückmeldungen auf unseren Adventskalender haben ergeben: Manche Stadträtinnen und Stadträte sind der breiten Bevölkerung allenfalls namentlich bekannt. Was diese politisch so entscheiden oder sagen, wissen dagegen meist nur noch Eingeweihte. Bei manchen Mandatsträgern haben aber selbst Interessierte Probleme, das herauszufinden. Das liegt oft daran, dass sie als Stadträte nicht soooo stark in Erscheinung treten. Heute: Haritun Sarik (CSU) und Hans Holler (SPD).

Advent, Advent

Stadtrats-Adventskalender, Folge 14

Der mediale Adventskalender ist keine Erfindung von Regensburg Digital. Recherchen haben ergeben, dass das Stuttgarter Neue Tagblatt 1904 einen Adventskalender als Geschenk für seine Leser beigelegt hatte. Schon vor 98 Jahren hatte der Adventskalender also offenbar die Funktion, die Leser-Blatt-Bindung zu stärken. Damit auch die Bindung zwischen Bevölkerung und Stadtrat steigt, stellen wir täglich ehrenamtliche Gemeindebürger vor. Heute haben wir Bernadette Dechant, CSU, und Kerstin Radler, Freie Wähler, im Blick.