Serie: Die Reise der Ballonauten

Ballonauten-Tagebuch: In Nabburg wird das Geld knapp

Mit einem Riesenfussball reisten die Regensburger Jakob Schmid und Franz Berzel 1932/ 33 kreuz und quer durch Deutschland – wir veröffentlichen das Tagebuch der beiden Ballonauten. Heute: Schwarzenfeld/ Nabburg/ Pfreimd

Ein letzter Blick auf Schwandorf.

Von Etmannsdorf ab am 17. Mai 32 um 12 Uhr. Über Schwandorf nach Schwarzenfeld, dort angekommen abends 7 Uhr bei Brauerei Bauer Vereinslokal 
FBK Schwarzenfeld abgestiegen, waren sehr gut aufgenommen worden. Von Schwarzenfeld ab am 18. Mai 32 um 8 1/2 Uhr.

Das Römertor in Nabburg.

In Nabburg mittags angekommen, konnten fast überhaupt nichts verkaufen (Berzel und Schmid finanzierten ihre Reise unter anderem durch den Verkauf von Postkarten. Anm. d. Red.). 
So teilnahmslos sind dort die Leute. Unsere Hoffnungen schwanden immer besser. Was wird da noch 
werden, wenn es immer so schlecht bleibt. Machten wir im Laufe des Nachmittags wieder weiter und sind 
um 6 Uhr abends in Pfreimd angekommen. Beim Gasthof zum Wilden Mann abgestiegen. Waren ganz 
gute Leute. 
Mußten hier das Karten hausieren anfangen, da das Geld ausging. 
Es ist furchtbar, so von Tür zu Tür zu laufen, wer das noch nicht mitgemacht hat, kann es gar nicht 
verstehen, was das für eine Qual ist.

Blick auf die Nabburg

Franz wurde bei einem Haus ausgeschaft als er Karten anbot. 
Ein Pfreimder Wirtssohn, welcher hier sein Gasthaus hat, drohte mit der Schaufel. Er wollte mich 
schlagen, da ich ihn einen Stoffel nannte. Ich hatte auch die Berechtigung dazu, denn er lud mich und den 
Sport zur Kirchweih ein, habe es ihm aber ausgetrieben, zum zuschlagen hat er es sich doch überlegt als 
er sah, daß ich nicht davon lief. Zur Seite des Ballonauten-Projekts Alle bisher veröffentlichten Tagebuch-Einträge

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