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Ab 5 Uhr 45 wird zurückgebacken

Der Regensburger Bäckerkrieg

Das Thema Krieg ist allgegenwärtig. Egal ob Wehrdienst, Kriegstüchtigkeit oder atomarer Schutzschild. Niemand kommt daran vorbei. Selbst Regensburg nicht. Denn die Innenstadt ist zum Kriegsschauplatz geworden.

Liegen direkt gegenüber: die Filialen von Schifferl und Sipl (gerade eingerüstet).

Die Frontlinie verläuft direkt durch die Gesandtenstraße. Dort, am Saum des Neupfarrplatzes, liegt seit Jahren eine Filiale des Denkendorfer Bäckers Sipl. Sie war für die Innenstädter Dreh- und Angelpunkt ihres sonntäglichen Backwarenkonsums.

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Egal ob Breze oder Brot, im Umkreis von einem halben Kilometer war Sipl der Platzhirsch. Aber damit ist nun Schluss. 

Es hagelt Gratisbackwaren

Bäcker Schifferl aus Bach an der Donau hat direkt gegenüber eine neue Filiale eröffnet. Und läutet damit die Ära des Grabenkrieges ein. Statt Granaten hagelt es Gratisbackwaren. Statt Dreck staubt Mehl. Und statt Stahlhelm trägt man Bäckerjungen-Mütze.

Doch wie kam es dazu?

Die große Mehlstaubexplosion

Wie jeder große Krieg hat auch dieser ein initiales Ereignis. Eines, das in den Geschichtsbüchern stehen wird. Und das künftige Historikergenerationen als den Anfang vom Ende beschreiben werden.

Wie der 30-jährige Krieg seinen Fenstersturz, der 1. Weltkrieg sein Attentat auf Franz Ferdinand, hat auch der Regensburger Bäckerkrieg eine zündende Mehlstaubexplosion.

Doch die städtischen Späher sind sich nicht einig, welche das ist. Und bieten uns Gefechtsreportern verschiedene Versionen an.

Im Osten was Neues

Einige munkeln es handle sich um den Fall des Konditors Pernsteiner.

Der Traditionsbetrieb am äußeren Ende der Von-der-Tann-Straße wurde vom Bäcker Sipl gekauft und renoviert. Und firmiert nunmehr unter dem Namen Pernsteiner by Sipl. Es ist dort weit und breit das einzige Backwaren-Geschäft. Sozusagen das Mohnsemmel-Monopol.

Dies soll den Schifferls sauer aufgestoßen sein. Die Stadtgesellschaft munkelt, sie wären gerne selbst Herren über die Bäckerbastion am Ostentor geworden. Weil daraus nichts wurde, soll man zum Angriff übergegangen sein.

Barbing oder die andere Ostfront

Wieder andere berichten vom Fall Barbing. Dort sei Schifferl seit langem vertreten. Als der Konkurrent Sipl aus Denkendorf eine Filiale in einem der örtlichen Supermärkte eröffnete, soll das Geschäft der Schifferls eingebrochen sein.

Ob eines der beiden Ereignisse sich neben Fenstersturz und Attentat einreiht, müssen Historiker erforschen.

Wie es sich aber für einen echten Krieg gehört, birgt er verschiedene Mythen in sich.

Pernsteiner oder Barbing? Am Ende fast egal. Denn diese Geschichten dienen den Kombattanten nur als Motivations-Erzählungen, um ihre Semmel-Soldaten bei Laune zu halten.

Schließlich ist so ein Grabenkrieg keine angenehme Sache. Er erfordert eine Menge Material, humanes wie teigiges. Und beide Bäcker müssen dafür sorgen, dass ihre Nachschublinie nicht abreißt.

Zweifrontenkrieg in der Goliathstraße?

Momentan scheint Schifferl im Vorteil zu sein. Denn gegenüber musste der Freisitz einem Baugerüst weichen – für drei Monate. Währenddessen bringt Schifferl seine Bestuhlungs-Artillerie in Stellung. Ob er diesen Vorteil nutzen kann?

Denn so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, ist es auch für Schifferl nicht. Seit in der Goliathstraße eine Filiale des Stadtbäckers Wurm eröffnet hat, ist Schifferl nicht mehr der einzige Bäcker rund um Donau und Dom. Warum diese Fehde eskalierte, gibt den Regensburgern jedoch Rätsel auf.

Fest steht: Die Schifferls kämpfen einen Zweifrontenkrieg.

Ob sie von Clausewitz, Schlieffen und von Moltke gelernt haben, wird sich spätestens zeigen, wenn die erste Filiale schließen muss.

Die eigentlichen Gewinner des Krieges stehen derweil schon fest: die Regensburgerinnen und Regensburger. Sie werden für die Dauer des Konfliktes mit köstlichen Backwaren beliefert. Wenn doch jeder Krieg nur so lecker wäre.

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Kommentare (62)

  • Mr. B.

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    Hallo Herr Aigner, die Fa. Schifferl ist doch nicht aus Deggendorf.
    Auf der Brezentüte stehen Bach an der Donau und Bogen.

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  • Lilith

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    Einer der beiden Konkurrenten könnte sich ja mal auf nach Harting machen und dort in der konsumlosen Trostlosigkeit eine Filiale eröffnen, dass die armen Einwohner endlich zu Fuß ihre Frühstückssemmeln kaufen können. Das wäre dann der wahre Gewinner!

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  • Tom

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    Guten Tag, seit wann kommt Schifferl aus Deggendorf? Meines Wissens ist die erste Backstube immer noch in Bach an der Donau…..und die zweite in Bogen bei Straubing…
    https://www.baeckerei-schifferl.de/

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  • Stefan Aigner

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    Das stimmt. Danke. Ist korrigiert.

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  • df

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    Erstaunlich, wie viele Menschen bereit sind, für industrielle Massenware denselben Preis zu zahlen wie für handwerkliche Qualität aus der Region. Gewinner sind dabei sicher nicht die Regensburgerinnen und Regensburger. Kauft regional, kauft Qualität – am Preis scheitert dieses Argument jedenfalls nicht.

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  • Dieter

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    So schnell ist also der Schwarzer Kipferl vergessen.
    Im Umkreis von 500m fallen mir noch ein paar andere Bäckereien ein, aber das sind dann wohlmallws Nebenschauplätze. Vielleicht gab es dort keine Granatsplitter?

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  • Thilo B.

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    @Dieter: Woher sollen die 450 Bäckergesellen kommen, die ganz Regensburg mit handgemachten Backwaren versorgen! Und was darf dann so eine Breze am Sonntag vormittag kosten?

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  • Burgweintinger

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    Dieter, grundsätzlich sehe ich das genauso wie du. Aber bei Schwarzer Kipferl hast eigentlich nur das Kipferl essen können, der Rest…, naja…, aber das ist natürlich Geschmackssache.

    df, wo kaufen Sie denn ein? Für mich ist Bach an der Donau regional…, mehr als die anderen (Wurm, Brunner, Sippl)

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  • Maxi Kuss

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    Verstehe nicht was alle haben? War nicht früher der Ebner und der Müller nebenan ?

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  • Oleg

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    @df: Welcher Bäcker bietet denn handwerkliche Qualität aus der Region?
    Broterlebnis in der Lappersdorfer Str. und Butz in der Schwandorferst. würden mir spontan einfallen.

    Ansonsten sind wohl die meisten Bäckereien eher “Industriell” aufgestellt. Und da passt Schifferl und Sipl sowie auch z.B. Krois und Biendl &Weber wenigstens geschmacklich.

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  • Lenerl

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    @ Burgweintinger: Ich les wohl ned richtig. Des Beste beim Schwarzer waren die Zwetschgennudeln, aber des is natürlich Geschmacksache.

    Eieiei, diese Kriegsrhetorik. Respekt! Des würd ich mich gar nimmer trauen. Da kriegen jetzt paar Sprachwissenschaftler*innen nen Herzinfarkt, wenn sie nicht schon von der scharfen Klinge der Worte des Autors darnieder gemetzelt wurden.

    Früher gab es Gebäcke (oder sagt man Gebäcks?) mit den Namen “Pflasterstein” oder “Granatsplitter”. Vielleicht können Schifferl und Co. da ja – dem Zeitgeist folgend – wieder aufrüsten.

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  • Settembrini

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    Sehr geehrter Herr Aigner,
    So sehr ich Sie schätze, einen Artikel über Bäckereien mit einem an Hitlers Rede angelehnten Zitat zu überschreiben halte ich für einen stilistischen Fehlgriff. Vielleicht könnte man das abändern.

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  • Seppl

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    Sommerloch lässt grüßen!

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  • Justizia

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    Demnächst in jeder Regensburger Bäckerei:
    Beschaffung und Inbetriebnahme einer Gulaschkanone

    Und statt Öffnungszeiten Verpflegungsausgabenzeiten

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  • Evi Hastreiter

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    Much ado about nothing…..

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  • Robert

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    Kauft regionale Backwaren die in Regensburg hergestellt wurde das ist nachhaltig und sichert den Bäcker vor Ort sein Auskommen.

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  • Christa

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    @Oleg: Bäckerei Neuhoff https://biobaeckerei-neuhoff.de/
    Super Baguette, super pain boulot, hervorragendes Bauernbrot, Kümmelkipferl!!!
    Gibt ein paar wenige Filialen oder am Freitag auf dem Donaumarkt. Da kann auch gleich der Radi, Wurst u Käse sowie Butter dazu besorgt werden…. Das Brot hält ein paar Tage, wenn es nicht gleich aufgegessen wird….

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  • Sarasvati

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    Wie sollte man einen solchen Artikel nennen, wenn man im Gefechtsjargon bleiben will? Ach ja… einen Rohrkrepierer. Der „Meinungs“-Artikel ist nicht nur so sinnbefreit wie die meisten Kriege, er ist auch noch aggressionsfördernd – zumindest bei mir. Denn Autor Robert Riedl ist hinterrücks in meinen Alltag eingefallen, hat das vertraute Terrain von Regensburg digital mit gekünsteltem Geschwurbel erobert und Raum okkupiert, der sonst Relevantes bietet – sei es Nachrichten, Wissen, Humor oder Bedenkenswertes. Ich fühle mich deshalb zum Widerstand genötigt. Quasi als Schuss vor den Bug, erst einmal ein Feld-Post mit einer dringenden Bitte an Stefan Aigner: selbstverliebte (durchexerzierte Kriegs-Wort-Wolke), schlecht recherchierte (Herkunft Schifferl) und sensationsheischende (der Arnulfsplatz liegt innerhalb des beschworenen halben Kilometers und da existieren Schifferl und Ebner schon lange nebeneinander) Inhalte bitte der MZ überlassen, die sowas gern und häufig als Meinung tarnt. Hier solche FUBAR (Fucked up beyond all Repair)-Beiträge bitte schon im Vorfeld abschießen, um auf Dauer nicht in Sachen “Vertrauen in journalistische Integrität” in die Röhre zu schauen – oder ins Gras zu beißen.

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  • Dominik Müller_alt

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    @Robert, ” Backwaren die in Regensburg hergestellt wurde”- also nicht bloß Rohling aufgebacken – ist inzwischen schwer:
    Ellerbeck, Jobst, Klein, und Weber haben zu, Ebner (an Hahn verkauft und backt nun in Geiselhöring) und Dorfbackhaus (backt nun in Sinzing) produzieren nicht mehr in Regensburg, bleibt nach meiner Kenntnis eigentlich nur Broterlebnis, Butz, Frohnhöfer, Neuhoff.

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  • Herter

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    @sarasvati: made my day. Danke für Inhalt und Stil!

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  • Sarasvatifan

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    @sarasvati
    Vielen Dank für diese wohltuenden und wohlgewählten Worte. Es war mir ein Feuerwerk! Denn wenn jetzt hier noch mehr derartige Artikel kommen, sähe ich mich gezwungen, ein MZ-Abo zu kaufen. Das wollte ich eigentlich die letzten Jahre vermeiden. Oder ich les hier nur noch die Kommentare ohne die vorausgehenden Artikel :-)))
    Nix für ungut, RD, ich weiß, Ihr könnt es. Der Bäckerartikel war vermutlich mal zwischendrin eine Fertigbackmischung von der Bäko statt Handwerk mit ordentlichen Zutaten.

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  • Salome

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    Lieber Herr Aigner,
    Zudem zudem finde ich spannend, dass Ebner und Schifferl am Arnulfsplatz direkt nebeneinander sind. Und der schwarze Kipferl war auch gleich bei Sipl. Es gab dort bis vor kurzem schon Konkurrenz.

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  • Tina

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    Als würden nur die Innenstadtbewohnenden und Touris Bort brauchen…
    Liebe regionale Bäcker*innen: Es wäre ganz wunderbar, wenn ich auch im Regensburger Süden (Ecke Kumpfmühl / Fernsehturm) tolle Teigwaren kaufen könnte. Die Filiale vom Schwarzer am Kumpfmühler Markt war echt ein Lichtblick. – Leider nur ein kurzer. Jetzt gibts im Umkreis nur noch den Ebner und den Wünsche im Edeka. Nichts davon begeistert mich.
    Extra für gutes Brot in die Innenstadt fahren müssen ist nicht alltagstauglich. Selber backen leider auch nicht.
    Aber in Kumpfmühl steht ja gerade ne Filiale leer…

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  • tom lehner

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    Wir wissen doch alle: “Der Markt wird es richten.” Und bevor wir der AfD und anderen Advokaten mit dem “Schwarzen Kipferl” eine Steilvorlage geben, lassen wir es lieber.

    Geschmacklich finde ich das ausgerufene Thema “Krieg” auch nicht wirklich witzig. Putin bombt in Kiew und Netanjahu weiterhin in Gaza und dem Südlibanon. Vom Iranfeldzug des Orangenhautigen will ich gar nicht sprechen. Und es gibt ja noch den Sudan… was uns irgendwie nicht sooo aufregt..

    Als Verbraucher bin ich ganz froh wenn wir hin und wieder etwas für “Lau” bekommen. Stellt Euch nur vor was passieren würde wenn die Bäckerinnung plötzlich eine Preisexplosion ausrufen würde…. aufgrund gestiegener Erzeugerkosten…
    Steigen dann die Preise für Quarktaschen tendenziell schneller? Werden die Semmelpreise nur noch einmal täglich angepasst und wird das “Schwarze Kipferl” mit Migrationshintergrund nun ausgewiesen, oder läuft das nun unter illegale Parteienfinanzierung?

    By the way.. Der Einkauf beim Bäcker war tatsächlich auch schon mal günstiger… Das sagt im Übrigen auch meine Leberkässemmelverkäuferin des Vertrauens.. (Wegen der Preiserhöhung)

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  • tom lehner

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    Bevor ichs vergesse…
    Das Geschmackserlebnis bei Backwaren hat sich im Gegensatz zum Preis tendenziell eher zurückentwickelt. Klassisches Beispiel: Die “Bayerische” Brezn. Was früher “Resch” und knackig war, erinnert heute eher an einen Biss in einen dieser ekelhaft schlechten zweifarbigen Radiergummis in rostrot/bleu…

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  • Name

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    Herrlich.
    Kriegsrhetorik für die Marktgläubigen, die nicht verstehen, daß ihr Wirtschaftssystem nun mal so funktioniert. Genau zu so etwas führt es, wenn man die Konkurrenz zulässt, von der doch alle sagen, daß sie sooo wichtig wäre.
    So funktioniert Kapitalismus halt und man wählt es jedes mal wieder.
    Diese unsägliche Kriegsrhetorik passt da eigentlich sehr gut dazu. Nur, daß die Bäcker zwar gegeneinander kämpfen, aber wie üblich auf dem Rücken der Gesellschaft. Viel Spaß bei der geplanten Kriegstüchtigkeit. Der “Bäckerkrieg” bereitet uns ja schon mal vor.

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  • Daniela

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    Ich finde den Artikel amüsant. Getreu dem Motto der KonkurrenzKAMPF lauert immer und überall.

    Vorteilsnehmer seien immer die Kunden?
    Aber ist dem so? Ich denke nein. Bei genauer Betrachtung, der Kunde möge bitte genau hinsehen und nachfragen, würde man vielleicht feststellen, dass sich Brot und Brötchen im Sortiment ähnlich sind, bzw. gleich.
    Die meisten Bäckereiketten verarbeiten die selben Back-, Mehlmischungen, industrieller vorgefertigter Herkunft.

    Dazu kommt, irgendwie müssen die Preise gedrückt werden für den PreisKRIEG. Schon mal überlegt, an welchen Stellen gespart wird?

    Ich finde es interessant von der ‘Geiz ist Geil ‘ Mentalität zum offenen Preiskampf. Aber, wo wird gespart, um derartige Konkurrenzkriege zu inszenieren?

    Denn mehr ist es letztendlich nicht.

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  • Günther Herzig

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    @Mr. B.
    1. Juni 2026 um 13:33 | #
    Der Bäcker schifferl stammt aus Bach an der Donau und baut momentan eine neue Produktionsstätte mit Laden und Cafe in Rosenhof. Seine Brezn sind Weltklasse. An Schifferlläden, die Butterbrezn anbieten, kann ich nur schlecht vorbeigehen. Angeblich erhält Schifferl den fertigen Breznteig aus Polen. Man kann übrigens auch “Teiglinge” kaufen, um sie zu hause im Herd zu backen oder sie auf Vorrat einzufrieren.

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  • Robert III

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    Die vermeintlich lustig-lockere Verwendung der aus Nazi-Zeit stammenden Redewendung „Ab 5:45 wird zurückge…” (oder um ein im Text nicht benutztes Beispiel zu nennen: “Polen ist offen”, usw) deutet m.E. auf ein schräges oder fehlendes historisches Bewusstsein hin.
    Gerade weil die Herkunft des Begriffes, der NS-Bezug gar nicht mehr thematisiert, sondern nur angedeutet, letztlich also vernutzt wird.

    Auch ohne NS-Vokabular fände ich die Kriegsmetapher für dieses Thema daneben.
    Es handelt sich um schnöde Konkurrenz kapitalistisch handelnder Firmen.

    Interessant wäre zu untersuchen, wie sich die Arbeitsbedingungen in den Brot- und Backfabriken darstellen, welche Bestandteile verarbeitet werden.

    Oder, warum hochwertiges Brot weitestgehend durch die Vielfalt von gleich oder fad schmeckenden Backmischungen ersetzt wurde.

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  • Günther Herzig

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    @Maxi Kuss
    1. Juni 2026 um 16:22 | #
    Ebner, der Name besteht noch, wurde schon vor Jahren an eine aggressive Großbäckerei aus Straubing verkauft. Nach dem Verkauf hat ein “Junior-Chef” mit Porsche und Sonnenbrille die Regensburger Filialen angefahren, überprüft, kontrolliert und was sonst so Junior-Chefs so tun, z. B. auch Mitarbeiter “feuern”.

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  • Gina

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    Ein echter Gewinn wäre es, wenn endlich mal jemand frische GLUTENFREIE Backwaren anbieten könnte, die auch Zöliakie Betroffene ohne Sorge essen könnten. In einer Stadt wie Regensburg müsste es statistisch gesehen zwischen 1500 und 3000 Menschen mit Zöliakie geben. Dazu noch eine ganze Menge anderer Personen, die aus medizinischen oder sonstigen Gründen glutenfrei essen müssen.
    Wer hier zuerst etwas anbietet, hat für mich gewonnen!
    (P.S. Die Bäckerei Schubert in Augsburg machts vor!)

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  • Lilith

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    An die Kritiker dieses Artikels:
    Der einzige Sinn ist: endlich zumindest ein Bäcker nach Harting! Die geplagte Ortsteilbevölkerung möchte nicht mehr endlos schweißtreibend unterwegs sein, nur um frühstücken zu können…

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  • Name

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    Nachtrag:
    In diesem Zusammenhang ist es mir trotz Mainstream-Medien Phobie ein Bedürfniss, auf die ZDF Besser/esser hinzuweisen.
    Dort wird sehr schlüssig aufgeführt, daß wir es bei der Lebensmittelindustrie allgemein mit einer richtigen Mafia zu tun haben. Gutes Bäckerhandwerk scheint ausgenommen (und ist es ja auch), aber welcher der genannten Bäcker nutzt keine Backmischungen und macht tatsächlich richtiges Handwerk?
    In den Kommentaren wurde es ja bereits öfter angesprochen, daß der Geschmack im Gegensatz zu Preisen rückläufig ist. Die ZDF Besser/esser sollten ein Schulfach sein.

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  • Thilo B.

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    @Name: Das populistische Geschwurbel in der von Ihnen zitierten Sendereihe ist leider kaum mehr zu ertragen. In jener Sendung, in der es gerade um Industriebäcker und Handwerksbäcker ging, nahm man als Beispiel gerade das Toastbrot. (Warum nicht die Brezn?) Nur gibts beim sog. “Handwerksbäcker” längst kein Toastbrot mehr. Das erkannte man auch in der Sendung und man verglich “Kastenbrot” vom Handwerksbäcker mit “Sandwichbrot” von der Industrie. Toll!
    Weiterhin war von den “industriellen” Zusatzstoffen die Rede. Dass diese aber auch der Handwerksbäcker aus diversen Gründen verwendet, wurde verschwiegen. Zudem kamen so fachlich falsche Begriffe wie “Hefebakterien”. Jedes Kind weiß mittlerweile, dass Hefe ein Pilz ist und kein Bakterium.

    Und Sie wollen das als Schulfach sehen?

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  • Anna

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    Wie kann man bitte mit gutem Gewissen solch eine Kriegsrhetorik in einem so profanen Zusammenhang nutzen??? Wir sollten zutiefst dankbar sein, dass es in Regensburg nur um Brot geht!!! Unfassbar!

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  • Wilfried Süß

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    Als überzeugter „Brotesser“ brauche ich keine Semmeln, obwohl es auch da hin und wieder positive Ausnahmen gibt. Als Kind in der Ganghofer-Siedlung, kam „Frau Brot“ mit ihrem Handwagl ans Küchenfenster, klopfte aufs Fensterblech und reichte die unter einem Tuch geschützten Brote für die neunköpfige Familie an unsere Mutter. Die Laibe wurden in einem Holzregal im Keller gelagert und nie am gleichen Tag angeschnitten. Das Brot schimmelte nicht und hielt mindestens eine Woche. Es schmeckte, ob als Butterbrot, mit Marmelade oder mit Wurst und Käse. Später als junger Mann, konnte man in den Herzogshof auf ein Glas Wein oder mehr gehen. Da standen auf jedem Tisch Körbchen mit geschnittenem Brot. Das konnte man trocken so nebenbei zum Wein zerpflücken – also keine „Knabbereien“, wie Salzletten oder Chips, die dem Weingenuss entgegenstanden. Wenn heute ein Weinlokal (gibt es vielleicht gar nimmer) ein beliebiges Brot von einer der ansässigen Bäckereien aufgeschnitten auf den Tisch stellen würde, wäre das schon nach spätestens zwei Stunden ausgetrocknet. Außerdem wäre es ohne Belag meistens sowieso fad. Bäckermeister und sogar Ausbilder bestätigten mir, dass ein solches Brot bekömmlicher und lagerfähiger wäre. Wegen des langen Ausbackens, fehlte jedoch das Aroma eines frischen Gebäcks und es wäre teurer und damit nicht marktfähig. Deshalb kaufe ich seit vielen Jahren in einer kleinen Verkaufsstelle in der Innenstadt das ungewürzte pure Münchner Öko-Brot aus Sauerteig. Hinterm Ladenbudel steht eine wunderbare „Brotfrau“ und ich fühle mich wie früher.

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  • Birgit

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    @df Der Bäcker Butz ist super. Auch hat er mMn die besten belegten Semmeln in der Früh, sogar mit Spiegelei drinnen… und alles frisch und ein super Team dort :-)

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  • Studi

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    @Lilith
    @Tina
    Der Effekt ist gut untersucht. Konkurrierende Unternehmen wählen ihre Standorte nicht verteilt sondern nähern sich immer weiter an um maximalen Profit zu machen.

    Beispiel Harting: Ein Bäcker in Harting würde zwar die Leute in Harting als Kunden gewinnen, wenn er aber in Burgweinting beim Edeka eröffnet, würden die Leute von Harting trotzdem kommen, da es immer noch am nächsten ist. Zusätzlich kann man deutlich mehr Kundschaft aus Burgweinting abgreifen. Weil alle nach diesem Prinzip handeln führt es dazu dass sich die Standorte immer näher angleichen.

    Zudem erzeugen z.B. zwei Bäckereien mehr Auswahl. Auch wenn man nur eine Breze will (unter der Annahme dass Schifferl und Sipl gleich gut sind), so ist es psychologisch so, dass die Leute lieber zu dem Standort gehen wo Schifferl UND Sipl sind, weil sie das Gefühl haben eine größere Auswahl zu haben (auch wenn sie diese rational nicht bräuchten). Schifferl und Sipl nebeneinander machen in Summe also mehr gewinn als verteilt.

    Kapitalismus bzw Marktwirtschaft ist in diesem Fall nicht “kaputt”, sie funktioniert genau so wie Sie designt wurde.

    Zum Thema Qualität: Ich bezweifle dass die Durchschnittssemmel einer Kette wie Schifferl oder Sipl heute schlechter ist als die durchschnittssemmel einer eigenständigen Dorfbäckerei vor 30 Jahren.

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  • Max Kreitmair

    |

    Wilfried, ich möchte nicht wissen, welche “besonderen Zutaten” das Brot deiner Brotfrau von damals enthielt. Isolierte industrielle Emulgatoren waren vor 50 Jahren beim “Handwerksbäcker” genauso als Sackwaren-Zutat vorhanden. Heute müssen diese als Zutaten zum Teil aufgeführt werden, damals nicht.

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  • Günther Herzig

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    Kommentar gelöscht. Es geht hier nicht um Bürgergeld, Ukrainer etc.

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  • Lilith

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    @Günther Herzig
    Dein Whataboutism macht es nicht besser, dass die Stadtbevölkerung in den Landkreis fahren muss, um einzukaufen.
    Harting ist zwar ein niedliches Nest, aber ohne Auto, das wir ja eigentlich alle gern vermeiden wollen, bist du hier verloren.
    Also kein Brot für unsere Senioren, behinderten Mitbürger und alle ohne Auto….

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  • Max Kreitmair

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    Lilith: Schwing dich aufs Fahrrad. Der Globus ist gerade mal 2km weg, und da gibts alles! Und bring bei der Gelegenheit den freundlichen aber eingeschränkten Nachbarn was mit. So funktionierts bei uns auf dem Land.

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  • nixda

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    apropos kriegsrhetorik:
    dann halt keine granatsplitter, sondern domspitz…

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  • Monika

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    @Gina
    Glutenfreie Brote gibt es im Bioladen.

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  • Dominik Müller_alt

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    @Tina, Sie wünschen sich regionale Bäcker und nennen als Beispiele Ebner (gehört Hahn und backt in Geiselhöring) und Wünsche (backt in Gaimersheim) – das gehört für mich nicht mehr zur Region, genauso wenig wie Brunner (backt in Weiden) oder Sipl (backt in Denkendorf). Die Bäcker aus der Stadt Regensburg habe ich oben genannt, aus dem Landkreis Regensburg halte ich für empfehlenswert den Schmidbauer aus Alteglofsheim (bestückt auch den Viertelmarkt in der Augsburger Straße), und den Altmann aus Schönhofen, vor allem dessen doppelt gebackenes Brot.
    Biendl und Weber, Krois, Schifferl fallen mir noch ein. Freisleben hat die Bäckerei zum 1.6. übergeben, verkauft weiterhin im Café in der Herrichstraße deren Ware.
    Von weiter her, aber in Regensburg verkauft wird auch von Sonnleitner in der Haaggasse, Kösler in der Greflingerstraße, Gabelsberger in der Adolf-Schmetzer-Straße. Alle haben Sipl-Filialen im 300m-Umkreis, warum zählen die für Herrn Riedl nicht?

    @Studi “Der Effekt ist gut untersucht.” ist ohne beispielhafte Quelle eine Phrase. Die meisten Hartinger haben übrigens zum Globus Neutraubling näher als zum BUZ.
    Schließlich, die Geschmäcker sind verschieden, es gibt inzwischen viele, denen die Aufbackware aus dem Discounter besser schmeckt als handwerkliche Semmeln, das mag an anderen Enzymen, anderem Salzgehalt oder dem anders konditionierten Geschmackssinn liegen. Geschmack ist halt subjektiv. Ich kenne aber niemanden, der lieber zu einer Backwarenverkaufsstelle geht, dort die Brezen kauft, für die Semmeln in eine andere Verkaufsstelle geht und deshalb auf Mitbewerber in der Nachbarschaft achtet.

    Mich wundert an der hiesigen Diskussion, was als regional angesehen wird und ich vermute, dass einige Diskutanten hier eher den Preis als die Regionalität und das Handwerk wählen. Was ja insbesondere bei knapper Haushaltskasse erzwungen und auch sonst üblich ist.

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  • Rufus

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    Also ihr habt in Regensburg einige wichtige Bäckereien vergessen: die besten Butterbrezen gibts bei Bäckerei Waigl am Ägidienplatz und die besten Krapfen bei Wöhlmann neben der Haltestelle vom Einser!

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Die Bitte im Vaterunser „unser tägliches Brot, gib uns heute“, in Zeiten, in der die Wirtschaft in Schwierigkeiten gerät und viele (einfache) Familien von finanzieller Unsicherheit bedroht werden, bekommt das Gebet für die grundlegende Versorgung in unserem Leben wieder eine ganz neue Bedeutung.
    Mit „Brot“ werden heute alle notwendigen Bedürfnisse des täglichen Lebens, adressiert.
    Alles, was zur Nahrung gehört (Essen, Trinken, Kleider, Schuhe, Güter des täglichen Bedarfs), Wohnen, Mobilität, Barrierefreiheit, Notdurft, öffentlicher, begrünter Erlebnis – und Aufenthaltsraum (kein exzessiver Missbrauch als Partymeile), für das Mikroklima und mehr Ruhe – und Lebensqualität für die Bewohner der Altstadt.
    Da besteht in Regensburg noch erheblicher Korrekturbedarf, außer gastronomischer Überversorgung breitet sich sichtbar die „Versorgungswüste“ in der Innenstadt immer weiter aus.
    Der derzeitige Kleinkrieg einiger Großbäckereien mit Filialen-Überangebot, ist der Freiheit in unserer Marktwirtschaft geschuldet, ist nicht so „brezenwichtig“ und wird sich über kurz oder lang, wieder normalisieren.

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  • Mr. T.

    |

    Die Anzahl der Interaktionen widerspricht der unterstellten Irrelevanz des Artikels deutlich. Und dabei kam der Name “Wolbergs” nicht einmal vor.
    Chapeau, regensburg-digital!

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  • Wilfried Süß

    |

    @Rufus
    2. Juni 2026 um 16:59 | #
    Am Ägidienplatz? Wirklich?

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  • Wilfried Süß

    |

    @Max Kreitmair
    2. Juni 2026 um 11:23 | #
    Ich muss gestehen: Es war vor 70 Jahren. Vielleicht hat es unsere Generation besonders geprägt, so dass wir Brot ohne jeglichen Firlefanz zu schätzen wissen. Stellen Sie sich vor, dass in manchen christlichen Gemeinden buchstäblich Brot und Wein gereicht werden. Da braucht es keinen Donauwecken oder Hirtenlaib.

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  • Samson

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    Jetzt ist es überall angekommen, sogar bei Regensburg Digital. Witzle Ostfront Grabenkrieg.
    Die andere Ostfront.
    So dreht sich der Geschmack Rheinmetall ist plötzlich ESG Und Panzer haben lustige Tiernamen.
    Zottelige Grüne schwärmen über Feuerkraft und Mittelstrecken Waffen. Was mit 5000 Stahlhelme anfing…
    Für mich klingt das ganze leider mehr nach Brennnessel als nach Simplizissimus.
    Aber wahrscheinlich müsste ich mich an das neue Selbstverständlich erst gewöhnen.
    Werde ich aber nicht.
    Wenn der Bruder vom Hubsi das geschrieben hätte.🫢

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  • Tina

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    @Dominik Müller_alt
    Bitte lesen Sie genau. Ich nenne Ebner und Wünsche als Negativbeispiele.

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  • Erwin Josef Rabl

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    Soweit zu entnehmen gibt es im Umfeld noch einige kleine handwerklich ausgerichtete Bäckereien. Diese denke ich sollte man vorrangig unterstützen, nicht Fabriken wie Sipl welche mit industieller Backware aktuell versuchen unsere Region zu überschwemmen. Diese Wachstum kostet und geht auch zu Lasten des Personals, bezahlt werden nur Nettostunden, nicht das Vorberieten und auch nicht das Aufräumen danach. Ich komme aus einer Region wo Sipl schon herscht, unzufriedenes Personal und mit hoher Flukration, wer mag da schon gerne einkaufen. Wir haben zum Glück den Meier – Bäck aus Abensberg, gute Ware gute Preise, flexibel und nettes Personal.

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  • Studi

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    @Dominik Müller_alt
    2. Juni 2026 um 16:10

    Hotelling-Effekt, Agglomerationseffekt und Psychologische Effekte wie Fear of missing out oder Assortement planning sind nicht wahr oder falsch (eben nur gut untersucht). Daher kann ich ihnen nicht die eine Quelle liefern die das beweist. Die Wirtschaftswissenschaften sind keine exakte Wissenschaft, so wie die Mathematik. Es gibt aber viele empirische Daten die selbst für branchengleiche Betriebe positive Agglomerationseffekte existieren, die sich ab einem bestimmten Kipppunkt natürlich wieder umkehren (deswegen kann man auch schwer sagen dass es wahr oder falsch ist). Ich werde jetzt keine Paper dazu wälzen um ihnen ein Survey zu bieten, aber das können Sie ja selbst tun wenn Sie noch nicht überzeugt sind.

    “Die meisten Hartinger haben übrigens zum Globus Neutraubling näher als zum BUZ.” –> Ich kenne die Bevölkerungsverteilung innerhalb Hartings nicht gut genug um das beurteilen zu können. Fakt ist jedoch, dass einige Hartinger zum BUZ den kürzeren Weg haben. Sie können gerne Edeka durch Globus ersetzen.

    “es gibt inzwischen viele, denen die Aufbackware aus dem Discounter besser schmeckt als handwerkliche Semmeln” –> Das hatte ich nicht gemeint. Dazu sei aber gesagt dass die Aufbackware aus dem Discounter auf jeden Fall deutlich günstiger ist. Alles was über eine Kaisersemmel hinausgeht kostet ja mittlerweile knapp einen Euro. Da ist es verständlich dass man auf etwas Geschmack verzichtet. Zusätzlich muss man weniger häufig einkaufen und kann sie passgenau immer “frisch” zubereiten. Mir ging es in dem Vergleich aber eher um Schifferl/Sipl vs echte Handwerksbäcker. Meine These ist, dass die Rezepturen der Ketten wie Schifferl und Sipl mittlerweile so gut austariert sind, dass sie besser sind als der Handwerksbäcker vor 30 Jahren der alles per Hand und nach gefühlt machte. Da sind die Brezen dann auch manchmal etwas zu lange im Ofen gewesen. Ich kann mich aus meiner Kindheit zum Beispiel nicht erinnern an den guten Handwerksbäcker (ist aber auch schwierig zu Vergleichen zwischen Kindheit und heute, als Kind achtet man da ja nie so stark drauf sondern isst einfach was gekauft wurde).

    “Ich kenne aber niemanden, der lieber zu einer Backwarenverkaufsstelle geht, dort die Brezen kauft, für die Semmeln in eine andere Verkaufsstelle geht und deshalb auf Mitbewerber in der Nachbarschaft achtet.” –> Das meinte ich nicht. Es geht um psychologische Effekte die überhaupt zu einer Kaufentscheidung führen. Mittlerweile geht man nicht mehr von einem rationalen Käufer aus. Psychologische Effekte sind viel wichtiger (kennen Sie bestimmt aus “schlechter” Werbung). Ich nenne einige Beispiele in dem Zusammenhang. Die Existenz zweier Bäcker nebeneinander erzeugt den Eindruck “Hier kauft man Backwaren”, Kunden nehmen den Standort aktiv wahr als Zielpunkt um Backwaren zu kaufen. Zwei Bäcker erzeugen eine Illusion der Kontrolle, man hat das Gefühl man entscheidet sich aktiv für einen der beiden, hat also die Kontrolle über die Kaufentscheidung, auch wenn man sowieso immer zu demselben gehen würde. Die Existenz der zweiten Wahlmöglichkeit gegenüber reduziert den “Fear of missing out”, also der Angst etwas zu verpassen. Allein die Möglichkeit vergleichen zu können wenn man wollte reicht hier aus, man muss dazu nicht wirklich vergleichen.

    (Nicht an Sie persönlich gerichtet)
    Wir sollten froh sein, dass es Bäckereien wie Sipl und Schifferl gibt. Deren Geschäftsmodell reduziert vor allem die benötigten Bäcker, von denen es nicht mehr viele gibt, weil der Job einfach schlecht bezahlt ist und die Arbeitszeiten grauenhaft sind. Im Gegensatz zu einigen Konservativen möchte ich nicht mehr Menschen in diese fast schon prekären Arbeitsverhältnisse drängen. Echte Bäcker aus Leidenschaft wird es weiterhin geben, zu für deren Arbeitsaufwand dann angemessenen Preisen.

    @Erwin Josef Rabl
    3. Juni 2026 um 08:57

    Ich denke das Personal backt lieber auf als nachts in der Backstube zu stehen. Verkäufer braucht man in jedem Fall. Sie suggerieren mit ihrem Beitrag, dass beim kleinen Backbetrieb weniger Verkäufer arbeiten müssten, was nicht der Fall ist. Ob das Personal nett ist, hängt nicht davon ab ob man die Semmeln aufwärmt oder selbst backt.

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  • tom lehner

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    @ Mr. T.

    Der Herr W. ist Schuld an der unterirdischen Qualität des Regensburger Laugengebäcks?

    :-)

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  • BöserAnwaltausdemSüden

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    Über dieses Meisterstück journalistischer Backkunst kann man trefflich streiten, die Geschmäcker sind ja auch zu Recht sehr unterschiedlich, nicht jeder mag Kümmel a la 5.45 und den kriegsangeschärften Schabziger Klee im Brot oder Semmel, manche nur süßen Kuchen a la Marie Antoniette ohne irgendein Gewürz oder gar böse böse Inhaltsstoffe. Da ist mir ein Franzbrötchen mit Zimt-Zucker und noch mehr Butter lieber. Und jedes fränkische Brot lebt vom richtigen Gebrauch des Kümmels und Ysop. Aber für die Kritiker dieses Artikels und auch für die ganzen sonstigen Jammerlappen, die hier Krokodilstränen über die böse Industrieware vergießen, kann nur der Satz gelten: Dann backen Sie halt selber. War früher ganz normal am Samstag und der Rest kam in die Gefriertruhe. Auch im Pustet finden sich die Bücher von Lutz Geißler zum Thema Brotbacken, manche schaffen es auch mit dem GU -Klassiker „Backvergnügen wie noch nie“ ein vernünftiges Gebäck zu produzieren. Und der Trend läuft noch… Diese Glosse enthält Spuren von Ironie, Sarkasmus und Humor. Bei Fragen wenden Sie an ihren Psychiater oder Herrn Aigner…

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Mit voller Hose ist gut stinken:
    „Wenn die Leute kein Brot haben, sollen sie halt Kuchen essen.“ (Marie-Antoinette)

    Nicht jeder hat es so „Dicke“, um in der Brotboutique einzukaufen und den Luxus „aus dem Vollen zu schöpfen“, viele greifen schon mal auf Backwaren vom Vortag und reduzierte Angebote der Discounter, zurück.

    Immer noch nicht so beschämend und entwürdigend, wie der Gang zur Tafel (aus der Not heraus) oder containern.

    https://www.youtube.com/watch?v=YSMCC4sGkSo
    https://www.armutsbericht-regensburg.de/

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  • Bertl

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    Zuerst wurden uns die Brezen der Arnulfs-Bäckerei genommen, dann die Schwarzer Kipferl … sehr sehr traurig! Wenn es so weiter geht, erkenne ich mein Regensburg garnicht mehr 😪

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  • Wilfried Süß

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    @Der sich den Wolf schreibt
    3. Juni 2026 um 18:49 | #
    „Nicht jeder hat es so „Dicke“, um in der Brotboutique einzukaufen…“.
    Ich verstehe, was und wen Sie meinen. So einfach ist es aber nicht. Als Kinder in den 50er Jahren waren wir schon auch erpicht auf frischgebackenes Standardbrot. Da hätten wir vier Kleinen sicher an die drei Wecken am Tag verputzen können. So aber bekamen wir große, dünngeschnittene Scheiben vom gut durchgebackenen Roggenbrot und wurden davon satt. Bei dem Brot aus der von Ihnen so bezeichneten Brotboutique bekommen Sie im Vergleich zu vielen gängigen Broten einen reellen Gegenwert in Form einer wesentlich größeren Sättigungsdichte. Viele frischgebackene Brotwecken können Sie mit dem Daumen bis auf zwei Zentimeter durchdrücken. Durch einen größeren Luftanteil wird Volumen gemacht und durch erhöhte Feuchtigkeit Gewicht. Ich behaupte, dass davon öfter Reste weggeworfen werden, weil sie schnell ausgetrocknet oder schimmlig geworden sind. Das generiert Umsatz. Da relativiert sich ganz schnell der vermeintlich günstigere Preis. Ein Nachteil für viele Bäckerfilialen wäre: Die Kundin oder der Kunde kommt erst nach drei Tagen wieder zum Brotkaufen. Aber wie sagte der Bäckerausbilder? „Wir können und wollen die Kunden nicht erziehen“.

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  • Anna

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    ein super Regensburger Bäcker ist die Biobäckerei Neuhoff! Toller Betrieb, tolles regionales Engagement, echt leckeres Brot und Semmeln! Toller Ausbildungsbetrieb

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