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Stadtrat ist gefragt

Verkehrsberuhigung der Donauparallele in Regensburg – langfristig geplant, aber es braucht Geld und Beschlüsse

Die Stadt Regensburg beobachtet die baustellenbedingten Sperrung der Donauparallele genau – auch mit Blick auf künftige Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Altstadt. Das stellt die Pressestelle gegenüber unserer Redaktion auf Nachfrage klar.

Laut dem städtischen Rechtsreferat legal: Parken in den verwaisten Busbuchten am Fischmarkt. Foto: as

Wie kürzlich berichtet, bleibt die Ost-West-Verbindung Thundorferstraße–Keplerstraße wegen Kanalarbeiten am Weinmarkt, die seit Ende Februar laufen, voraussichtlich bis November gesperrt – für Pkw, Busse und in Teilen auch für Radfahrer.

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Mehrere Geschäftsleute beklagten gegenüber unserer Redaktion die Lage. Zugleich kam die Forderung nach einer Aufwertung der Donauparallele, vor allem des Fischmarkts – etwa durch Verkehrsberuhigung. Auch der Wunsch, die Sperrung zu nutzen, um beispielsweise ein Straßenfest oder Ähnliches zu veranstalten.

„Differenziertes Meinungsbild bei Gewerbetreibenden“

Die Stadt spricht von einem differenzierten Meinungsbild bei Anliegern und Geschäftsleuten. „Während einige Gewerbetreibende von der Verkehrsberuhigung deutlich profitieren und sich eine dauerhafte Beibehaltung der aktuellen Situation wünschen, verzeichnen andere spürbare Umsatzrückgänge.“

Man stehe im Austausch, „um gemeinsam individuelle Maßnahmen zur Verbesserung der Situation zu erörtern und umzusetzen“. Konkreter wird die Pressestelle nicht.

Sind die Umleitungen auch dauerhaft möglich?

Für Anlieger bleibt die Zufahrt möglich – zu Stellplätzen oder zur Anlieferung –, allerdings nur über die Thundorferstraße. Für den Durchgangsverkehr gilt eine weiträumige Umleitung. Sie führt über Kumpfmühler Straße, Friedenstraße, Furtmayrstraße, Hermann-Geib-Straße, Landshuter Straße und Weißenburgstraße zum Unteren Wöhrd bzw. in die Thundorferstraße.

Die vier betroffenen Buslinien (plus drei Nachtbuslinien) fahren derzeit über die Kumpfmühler Straße in die Fritz-Fend-Straße, Bahnhofstraße, den Hauptbahnhof und den IZOB sowie die Albert- und Margaretenstraße.

Wäre eine solche Verkehrsführung auch dauerhaft möglich – und damit eine komplette Verkehrsberuhigung der Donauparallele? Die Stadt Regensburg schließt das zumindest nicht aus.

Vorübergehende baustellenbedingte Umleitungen würden anders angelegt als dauerhafte Lösungen, so die Pressestelle. Die Stadt beobachte aber, welche Auswirkungen die derzeitige temporäre Sperrung habe und wo Engstellen und Defizite entstehen. „Solche Beobachtungen liefern der Stadt auch wertvolle Fakten für künftige Planungen.“

Grundsatzbeschluss zur Verkehrsberuhigung seit Juli 2025

Solche Planungen gibt es bereits – zumindest als Grundsatzbeschluss. Im Juli 2025 hat der Stadtrat das Maßnahmenpaket zur Verkehrsberuhigung der Altstadt beschlossen.

Ein Punkt dieses umfangreichen Konzepts: Langfristig – bis 2035 – ist vorgesehen, die Thundorferstraße und damit die Ost-West-Durchfahrt komplett für den Pkw-Verkehr zu sperren, um den Bus- und Radverkehr auf dieser Achse zu beschleunigen.

Die Thudorferstraße aktuell und in Zukunft. Foto und Grafik: Stadt Regensburg

Die Donauparallele soll dabei als Ganzes umgestaltet werden. Für diese Vision sei noch umfangreiche Planung notwendig. „Bei einer Planung würden neben den Themen der Verkehrsführung auch Themen wie zum Beispiel Aufenthaltsqualität, Entsiegelung und langfristige Resilienz bearbeitet werden. “

Um das angehen zu können, „bedürfte es aber weiterer politischer Beschlüsse, wie auch die Bereitstellung entsprechender Finanzmittel“, so die Pressestelle und verweist damit auf die Politik – den Stadtrat. Angesichts der aktuellen Mehrheitsverhältnisse scheint eine Umsetzung also gar nicht mal so unwahrscheinlich.

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Kommentare (29)

  • Jakob Friedl

    |

    Ribisl-Anregung // Antrag zum Thema: https://ribisl.org/gestaltung-keplerstrasse-sommer-2026/

    Ich habe in der Sitzung des Stadtrats am 21.05.2026 darauf hingewiesen, dass der Fischmarkt in der vorübergehend gesperrten Keplerstraße derzeit beidseitig mit vor allem auswärtigen Autos zugeparkt ist.

    Der Rechtsreferent Herr Boeckh erklärte hierzu, dass Parkverstößen im Rahmen der Möglichkeiten nachgegangen wird, parken in den derzeit ungenutzten Busbuchten jedoch erlaubt sei. Außerhalb der Busbuchten darf hier am Straßenrand meines Wissens nicht geparkt werden, die zugeparkten Busbuchten bieten hierfür jedoch augenscheinlich einen Anreiz.

    Die vorübergehende Sperrung der Keplerstraße, die sich allerdings noch etwas länger über den gesamten Sommer hinziehen wird, könnte jedoch auch als Chance begriffen werden den Straßenraum neu und anders zu erlebbar zu machen und somit auch Impulse für die Verkehrsberuhigung, zukünftige Gestaltung und Nutzung zu geben.

    Ich bitte die Stadtverwaltung deshalb darum, zeitnah das Parken in den Busbuchten zu verbieten. Neben der Barrierewirkung der herumstehenden Fahrzeuge heizen diese den ohnehin weitgehend versiegelten Platz noch weiter auf. Unverstellt durch Autos kann der Fischmarkt hingegen als Platz erlebbar werden.

    Als gestalterisches Element könnte ich mir auch gut vorstellen, dass die Busbuchten und die Keplerstraße, abgesehen von Feuerwehrzufahrten, temporär z. B. mit festgeschraubten Bänken und Kübelbäumen bestückt werden.

    Unabhängig davon sollte auch mit den anliegenden Gastrobetrieben in der gesamten Keplerstraße Kontakt aufgenommen werden, die möglicherweise temporäre Freisitze installieren wollen. Es ist mir bewusst, dass mit Freisitzen und Sitzgelegenheiten auch die Gefahr nächtlicher Gelage einhergeht. Hier bedarf es klarer Regeln und einfacher Lösungen.
    (Freisitze können auch täglich auf- und abgebaut werden.)

    Außerdem rege ich an die Anwohner und anliegenden Betriebe zu ermutigen ihre momentan völlig verkehrsfreie Straße zu bemalen und hierzu zeitnah ein kleines Budget für Straßenmalfarben bereitzustellen.

    Der verkehrsbefreite Sommer in der Keplerstraße sollte nicht uninspiriert und ungenutzt verstreichen.

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  • Sabrina

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    also ich wohne in der Blauen-Lilien-Gasse seit ca. 15 Jahren, die Anwohner ,haben schon genug Probleme ,durch nächtlich Gelage und es ist unverschämt, den Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln zu beschränken , wenn man in die Schule / Uni / Arbeit muss!Bemalt doch gerne und verschönert eure Viertel , wenn ihr dazu Zeit habt, finde ich gut! Aber diese Frage ,dieser Verkehrsberuhigung sollte von Anwohnern und Betroffenen entschieden werden, weil die hier leben und die Situation zu tragen haben! die wo’s betrifft sollten entscheiden, die anderen die wo anders wohnen , sollen doch bei sich entscheiden…! das finde ich fair und richtig! danke liebe Leute

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  • alphaville

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    Hallo Redaktion,

    Was soll dieser Satz?
    “Langfristig – bis 2035 – ist vorgesehen, die Thundorferstraße und damit die Ost-West-Durchfahrt komplett für den Pkw-Verkehr zu sperren”

    Die Ost-West-Verbindung ist bereits seit Jahren für den Individualverkehr, Ausnahme Radfahrer (in/*/?) gesperrt.

    Die Verbindung ist nur derzeit, baustellebedingt für die Anlieger geöffnet. Ich geh nicht davon aus, dass die nach Abschluss der Bauarbetien am Weinmarkt offen bleibt.

    Oder haben sie hier andere Erkenntnisse?

    PS:
    Sollte Jemand darüber nachdenken, dauerhaft die Busse aus der Donauparallele rauszunehmen kann er/sie/es die Altstadt gleich zusperren und den Schlüssel wegschmeissen. Dann ist die Altstadt endgültig tot. Auf dem Weg ins Koma ist die Altstadt, Gastro mal ausgenommen, eh schon.

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  • Wollwirker

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    Soso. Die Gewerbetreibenden werden gefragt, ob sie mit der Verkehrsberuhigung leben können.
    Fragt doch mal die Anwohner der Augsburger,- Ziegetsdorfer- oder Lilienthalstraße, ob sie mit einer Beruhigung ihrer Straße einverstanden wären!
    Die Donauparallele ist ein Luxusproblem, es brennt inzwischen ganz woanders.
    Wenn eine geschäftliche Aufwertung einer Straße politisch wichtiger ist als die Verbesserung von Wohnqualität für Anwohner dort wo es wirklich nötig ist, na denn…

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  • Anwohner

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    Anwohner !!!!! wir sollten das entscheiden!!!

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  • Sebastian Wild

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    Das Parken in den Bushaltestellen sei legal? Offensichtlich kennt das städtische Rechtsreferat die StVo nicht!
    § 41 Abs. 1 StVO sagt hier eindeutig in der Definition für Zeichen 224 (das ist das Haltestellenzeichen): Wer ein Fahrzeug führt, darf bis zu 15 m vor und hinter dem Zeichen nicht parken!
    Das da das Zeichen 224 hängt ist sogar auf dem Foto im Artikel zu sehen. Und solange das da hängt gilt Halteverbot. Die Stadt hat das dementsprechend zu verfolgen und zu ahnden (Bußgeld 55 Eur aufwärts)!
    Legitim wäre das Parken nur dann wenn die Zeichen 224 unkenntlich und damit gegenstandslos gemacht würden.

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  • Informant

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    Frage mich dasselbe wie @alphaville: Ost-West geht schon seit Jahren nur noch mit Bus & Fahrrad (ab Wurstkuchl), für MIV war West-Ost möglich.

    Die sich beklagenden Händler sollten mal ein bischen abwarten: Die Keplerstraße/Fischmarkt war für Fuß- und Radverkehr auch nach der Sperrung Ost-West nicht besonders attraktiv. Die Leute müssen sich erst umgewöhnen und merken, dass die Straße nun einen Besuch Wert ist. Das dauert, die autofahrenden Besucher jedoch waren von einen auf den anderen Tag weg.

    Damit es für Fußgägnger attraktiv wird, muss allerding das parkende Blech raus, da gebe ich Jakob Friedl 100% recht:

    Unverstellt durch Autos kann der Fischmarkt hingegen als Platz erlebbar werden.

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  • Dominik Müller_alt

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    @Alphaville
    “Langfristig – bis 2035 – ist vorgesehen, die Thundorferstraße und damit die Ost-West-Durchfahrt komplett für den Pkw-Verkehr zu sperren””
    Möglicherweise setzt die Stadt die bestehende Regel ab 2035 durch, ähnlich wie in der südlichen Maximilianstraße, am Bahnhofsvorplatz und in der Albertstraße zwischen Schwammerl und Galgenbergbrücke.

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  • nixda

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    ich erinnerer an die verkehrseinschränkungen („Christa-Meier-Hütchen“),
    die Fr. Meier die wiederwahl als OBin kostete.
    (uneinigkeit im stadtrat, proteste der ansässigen bevölkerung)

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  • Phdi

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    Also ich bin Händler in der Keplerstraße und wurde zu nichts befragt.
    Die rasenden Busse sind nervig (laut, stinken, rasen) und ich bin froh dass sie weg sind.
    Parkplätze in der Straße wären super für die Erreichbarkeit und Belebung der Straße. es gibt Leerstand in fer straße und es wird viel saniert oder geplant. Es wäre toll wenn sich vernünftige Geschäfte wegen der guten Erreichbarkeit hier ansiedeln würden.
    Eine komplette Sperrung für Autos ist Quatsch.
    Dann ziehe ich mit meinem Laden auch raus aus der Stadt

    An all die Verkehrsberuhigungs Ideologen,
    fällt Euch auf, dass es nichtmal einen Fahrradhandel in der Altstadt gibt? Wie ironisch.
    Aber einen Bäcker, Döner und cafe an jeder Ecke

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  • Brezensalzer

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    Schließe mich meinen Mit-Altstadtbewohnern an, und würde mir die Bushaltestelle Fischmarkt nur sehr ungern nehmen lassen.

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  • Konradsiedlungsanwohner

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    Hätten die Altvorderen annodazumal die Eier gehabt und die Stadtautobahn gebaut, hätten wir jetzt kein Problem. Regensburg ohne Autos geht nicht. Kapiert es doch endlich.

    Die Altstadt geht zugrunde, wenn nicht der Zipfelsepp und die Blusn-Anna nicht bis vor des Geschäft hinfahren können. Kapiert es endlich.

    Regensburg braucht immer eine Sonderlösung, sei es Freisitze, Lichtmasten, Kübelbäume oder Begrünung. Kapiert es endlich.

    Für Inspiration rate ich jedem Zweifler einen Besuch in Utrecht, oder wenns mit dem Sommerurlaub verbunden werden soll Llubiliana. Sachen gibts, de gibts gar net.

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  • Jakob Friedl

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    @Brezensalzer
    Meines Wissens ist und war es noch nie geplant, die Bushaltestellen am Fischmarkt zu entfernen. In der Keplerstraße wird immer ein Bus fahren. Jetzt ist Baustelle.

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  • Ulf

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    Viele Familien, Singles brauchen die Altstadt schon seid Jahren nicht mehr. Es gibt keine Qualität und keine Geschäfte, Restaurants oder sonstige Institutionen die es Wert wären diese Gegend mehr als 1-2 mal im Jahr zu besuchen.
    Es gibt ja schließlich u. a. den Versandhandel der scheinbar viele Probleme löst.

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  • Charlotte

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    Erstmal Danke @Herr Fischer für den Link.

    Wieder einmal wird gegen die Bewohner entschieden. Dass das alles natürlich auch keine gute strategische Lösung für die Zukunft von Regensburg ist, davon brauchen wir nicht reden.

    Wenn das alles Fußgängerzone wird, ist die Altstadt und Stadtamhof für Bürger mit Jobs, betreuungsintensiven Eltern und Kindern oder Senioren nicht mehr bewohnbar. Ein Check bei 5 Freunden und auch 4 Vermietern: „wir suchen eh schon nach Alternativen und werden vielleicht sogar raus aufs Land ziehen. Lärm und Sommerparties nerven eh schon genug, wenn ich jetzt noch nicht mal mit dem Auto meine Wohnung erreichen kann, war’s das.“ Oder „ wir haben die Nase voll von hoher Fluktuation und Beschwerden von Mietern genau deshalb, der Lärmbelästigung durch Feiernde im Sommer und vor allem die mit Autos nicht erreichbaren Wohnungen und fehlende Wohnort-nahe Bewohner-Parkplätze. Handwerker bekommen wir auch nicht mehr wegen fehlender Parkplätze. Dann verkaufen wir jetzt eben doch an Investoren , anstatt es im Familienbesitz zu halten.“

    Liebe Politik und Stadtverwaltung: wollen sie das alles wirklich? Eine lebensfeindliche Altstadt, die nur noch Vergnügungspark ist? Aus der langfristig Intetessierte Eigentümer und Mieter flüchten? In der die Denkmalschutz Häuser nicht mehr in Schuss gehalten werden? In der sich gar niemand mehr gegen Vermüllung und Verwahrlosung engagiert ?

    Dann gaben sie wirklich gar nichts verstanden und dann agieren sie bewusst gegen die Regensburger Bürger.

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  • michinga

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    @phdi: es gibt (mindestens) einen Radladen in der Altstadt – alter Kornmarkt nähe Dom.

    @ alle anderen nörgler: die bushaltestellen sollen nicht wegfallen – erst lesen, dann Urteil fällen.

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  • Jakob Friedl

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    @Charlotte
    In der Keplerstraße wird mit der Altstadtverkehrsberuhigung MIV Durchgangs- & Parksuchverkehr reduziert. Am Fischmarkt wird aus einer Erschließungsstraße z.B. eine Wohnverkehrsstraße mit Linienverkehr frei. Durch Begrünung wegfallende Parkplätze werden auf der Mobilitätsdrehscheibe abgebildet. Hinzu kommen tolle Angebote für die Altstadtbewohner*innen wie z.B. Fahrradparkplätze, Carsharing, Lastenradverleih, Paketstationen. Lieferverkehr bleibt selbstverständlich möglich, auch die Zufahrt zu privaten Stellplätzen. Handwerker*innen sollten Parkausweise bekommen – unabhängig von der Größe ihrer Fahrzeuge.
    Die Altstadt wird insgesamt für unterschiedliche Verkehrsteilnehmer*innen sogar besser erreichbar und gewinnt neue Qualitäten.
    Sie behaupten allen Ernstes und völlig abseits vom Thema auch, dass die Politik die Verwahrlosung von Altstadthäusern und Vermüllung vorantreiben würde. Da waren wohl viele Emotionen im Spiel.

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  • sam

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    Ich sehe das genauso wie @Charlotte. Für eine Familie mit zwei kleinen Kindern ist die Altstadt zum Wohnen sehr schwierig. Es laufen bereits Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung, aber sie bringen praktisch nichts – es bleibt viel zu gefährlich. Entweder wird man von einem Lieferwagen oder von einem E-Scooter angefahren.
    Aber klar, das eigentliche Problem ist natürlich der Anwohner, der – ohne daran besonderen Gefallen zu finden – mit seinem Auto in die Altstadt fahren muss, um etwas ein- oder auszuladen.
    Eine (legale) Ost-West-Route für Individualverkehr über die Keplerstraße gibt es seit Jahren nicht mehr, Unweltecknisch sehr sinvoll! (auch Ironie)

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  • nordlicht

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    Es stimmt wohl, dass die Baustelle am Weinmarkt eine ausgezeichnete Gelegenheit geboten hat, eine Verkehrsberuhigung in der Kepler- und Thundorferstraße auszuprobieren. Und siehe da, es funktioniert so einigermaßen, wenn auch manche Autofahrer den nicht erlaubten Schleichweg durch die St. Albansgasse nehmen. Es ist ja eine Tatsache, dass ein Großteil des Verkehrs in diesen Straßen durch den Durchfahrtsverkehr vom Arnulfsplatz zum Dachauplatz bzw. zur Nibelungenbrücke verursacht wird. – In Ost-West-Richtung war diese Abkürzung schon lange nicht mehr möglich und die Autofahrer haben sich auch daran gewöhnt, die Altstadt dann eben über die Friedensstraße zu umfahren. Für eine Durchfahrtsstraße ist sowohl die Thundorfer- als auch die Keplerstraße viel zu eng.
    Die sinnvollen Vorschläge aus dem Altstadtgutachten zur Verringerung des PKW-Verkehrs in der Altstadt haben deshalb auch diese Lösung vorgeschlagen: Die Achse Thundorferstraße- Keplerstraße in Höhe der Steinernen Brücke für PKW zu sperren und für die westlichen bzw. östlichen donaunahen Wohnstraßen und Geschäfte Erschließungsschleifen zu bilden. Damit käme es zu einer wesentlichen Verkehrsreduzierung in der Donauparallele. Busfahrer und Radfahrer wären sehr dankbar.
    Der ÖPNV ist auf der Donauparallele nämlich weiterhin dringend notwendig, und zwar mit den bestehenden Buslinien, so dass man sowohl von Norden als auch von Süden und Westen mit einem direkten Bus (Linien 2, 4, 6, 11) die Geschäfte um das Rathaus und Haidplatz und die beliebten Plätze entlang der Donau bis hin zum Arnulfsplatz erreichen kann. Der Altstadtbus kann diese Busse nicht ersetzen, zumal das mit einem unbequemen Umstieg verbunden wäre. Jeder Umstieg kostet Fahrgäste, das wissen Experten. Und wir wollen doch mehr Fahrgäste zum ÖPNV bringen, oder?

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  • Dominik Müller_alt

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    @Nordlicht, da teile ich einige Punkte nicht.
    Die Linie 6 fährt schon ziemlich lang nicht mehr durch die Kepler- und Thundorferstraße.

    Die sind bisher auch nicht generell zu eng für den Durchgangsverkehr allgemein. Gelenkbusse passen nur an wenigen Stellen zwischen Eisernem Steg und Wurstkuchl nicht nebeneinander.

    Seit der Sperrung des Bahnhofsvorplatzes für den Durchgangsverkehr umfahren viele die Altstadt nicht über die Friedenstraße, sondern deutlich näher über den Emmeramsplatz und St.-Peters-Weg. Sogar von der westlichen Bahnhofstraße zur Nibelungenbrücke ist diese Route schneller.

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  • satyr

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    Also, ich genieße es sehr, derzeit wieder durch die thundorfer straße fahren zu können in beide richtungen. nicht oft, evtl. einmal im monat. aber es ist ein herrliches gefühl von freiheit, wie früher…
    auch wenn natürlich an der kirche, wo einst der selige pfarrer maltz predigte, schluss mit der durchfahrt ist.
    träumen und hoffen wird wohl noch erlaubt sein?

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  • Nordlicht

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    Korrektur zu meinem Beitrag: auf der Donauparallele fahren die Linien 1, 2, 4, 11. Ich fahre da öfter mit dem Bus (mit der Linie 4 erspart man sich ja den Umweg über den Bahnhof) und habe die Erfahrung gemacht, dass die Busfahrer kein Problem haben, sich an Engstellen zu einigen.

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  • Mr. B.

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    Vom Weinmarkt bis zur Steinernen Brücke sind tolle Geschäfte?
    Richtig, eines oder zwei?
    Der Rest ist ein schmutziger und unwürdig Anblick.

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  • Anderl

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    Ich würde es furchtbar finden wenn am Fischmarkt kein Bus mehr fährt. Bin darauf angewiesen. Muss jetzt eine halbe Stunde eher los zur Arbeit und abends brauch ich auch eine halbe Stunde länger nachhause. Das Problem haben viel Schüler, Studenten. An die älteren Leuten denkt auch keiner was es für sie bedeutet wenn am Fischmarkt kein Bus mehr fährt. Wer es leiser haben will soll doch bitte aufs Land ziehen.

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  • Novalis

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    @Anderl Darf ich fragen, wie alt Sie sind bzw. welchen Behinderungsgrad Sie haben? Vom Fischmarkt zum Haus der Bayerischen Geschichte bzw. zum Arnulfsplatz oder Bismarckplatz braucht man zu Fuß keine 10 Minuten. Dann der Weg in der Früh auch nicht eine halbe Stunde länger dauern.

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  • Andreas Steinborn

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    Ich würde die Donauparallele nicht auch noch zu Tode (verkehrs)beruhigen. Ich habe über 30 Jahre in Regensburg gelebt und bin vor einem Vierteljahrhundert nach Augsburg gezogen. Wenn ich ab und an zu Besuch in Regensburgs Innenstadt bin, denke ich “Wo ist das Leben hin?” – und das jedesmal im Vergleich zum vorigen Mal (!), also ganz zu schweigen vom Kontrast zum Trubel der 80er/90er/Jahrtausendwende. Man muss echt aufpassen, dass die Lebendigkeit Regensburgs nicht nur noch vom nächtlichen Gegröle Substanzen aller Art verbrauchender Gastronomienutzer herrührt. Seit längerer Zeit “totelts” tagsüber jedenfalls gehörig in der Innenstadt.

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  • Mr. T.

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    Der große Gartenmarkt und die beiden Autohäuser in der Thundorfer- und Keplerstraße würden wohl nicht davon profitieren, wenn da keine Autos mehr durchfahren müssten; für den Rest der Geschäfte, Anwohner und Besucher würde es wohl besser werden, wenn es so gelöst wird, wie Jakob Friedl schreibt. Der wird die Pläne wohl besser kennen, als jene, die sie diktiert haben, so wie er sich da reinfuchst.

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  • JS

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    Ich fänds gut, wenn nur noch Busse (in naher Zukunft hoffentlich ausschließlich E-Busse), Radl und Berechtigte (bitte mit Berechtigung via Kennzeichenerkennung), die Donauparallele nutzen könnten. Dazu müsste aber such der Belag der Straße Bordsteinfrei gestaltet werden, so dasss gleich klar ist hier ist das Gebiet der Fussgänger und Radler. In Holland zeigt sich dass das auch geht.

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