„Im Wolbergs nichts Neues.“ Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafe für Regensburgs Ex-OB
Plädoyers im Korruptionsprozess gegen Ex-OB Wolbergs vor dem Landgericht München I. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Haftstrafe, Strafverteidiger Witting einen Freispruch. Was die objektiven Fakten betrifft, ist man sich weitgehend einig. Uneins ist man sich darin, wie viel Wolbergs von dem korruptiven Spendensystem des Bauträgers Volker Tretzel wusste.

Resigniert: Joachim Wolbergs mit seinem Strafverteidiger Peter Witting. Foto: as
„Aber egal. Das war’s.“ Mit diesen resignierten Worten beendet Joachim Wolbergs sein Schlusswort im Sitzungssaal 162 des Landgerichts München I. Mittwoch, kurz nach 16 Uhr. Nach zehn Verhandlungstagen haben nun nur noch die Richter das Wort. Kommende Woche fällt voraussichtlich das Urteil – in der Neuauflage des Korruptionsprozesses gegen den früheren Regensburger Oberbürgermeister.
Die Plädoyers könnten gegensätzlicher kaum sein. Die Staatsanwaltschaft fordert für Wolbergs wegen neun Fällen der Vorteilsannahme zwei Jahre und sechs Monate Haft. Ohne Bewährung. Strafverteidiger Peter Witting verlangt Freispruch.