cinEScultura: Abschied mit Félix Viscarret

Das spanische Film- und Kulturfestival cinEScultura verabschiedet sich nach drei Wochen mit einer Retrospektive über das filmische Werk von Félix Viscarret. Eigenlich ist der Regisseur noch viel zu jung, um von einer Retrospektive sprechen zu können, doch ist seine Filmproduktion nicht nur unglaublich umfangreich sondern ebenso erfolgreich. Sein Debutfilm „Dreamers“ aus dem Jahr 1998 wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet: Er erhielt die Special Mention auf der Berlinale (1999), war Gewinner des National Film Festivals am Hunter College in New York (1998) und auf dem Nationalen Film Festival in Alcalá wurde „Dreamers“ zum besten Kurzfilm gekrönt und man ehrte Félix Viscarret für das beste Drehbuch (1999). Auch seine Kurzfilme „Canciones de invierno“ (2004), „Los que sueñan despiertos“ (2005) und „El álbum blanco“ (2005) wurden auf nationalen und internationalen Filmfestivals, darunter in Lausanne, Alcalá und Málaga, mit Auszeichnungen belohnt. Kein Wunder also dass ihm die US-amerikanische Zeitschrift „Variety“ als einen der bekanntestesten Kurzfilmregisseure Spaniens einen Aufmacher widmete. Diese Kurzfilme werden am Dienstag, 5. Juni um 20:45 und am Mittwoch, 6. Juni um 18:30 in Anwesenheit des Regisseurs mit anschließendem Publikumsgespräch in der filmgalerie gezeigt. Am Mittwoch, den 6. Juni läuft auch sein erster Langfilm „Bajo las estrellas“ (2007) um 19 Uhr im Garbo-Kino und um 21 Uhr in der Filmgalerie. Dieser Spielfilm basiert auf dem Roman „El trompetista del Utopía“ von Fernando Aramburu. Alberto San Juan und Emma Suárez sind in den Hauptrollen zu sehen. Produziert wurde der Film von Fernando Trueba. „Bajo las estrellas“ erhielt auf dem spanischen Filmfestival in Málaga die Auszeichnungen Bester Film, Bester Regisseur, Bestes Drehbuch und Bester Schauspieler (Alberto San Juan). Die Akademie der Künste und der cineastischen Wissenschaften verlieh dem Film außerdem den Goya-Filmpreis in zwei Kategorien: Bestes adaptiertes Drehbuch (Félix Viscarret) und Bester Hauptdarsteller (Alberto San Juan). Damit ist Félix Viscarret knapp 10 Jahre nach seinem Hochschulabschluss an der William Paterson Universität in New Jersey am Olymp der spanischen Kinowelt angekommen. „Bajo las estrellas“ (spanische Originalversion mit englischen Untertiteln) erzählt in 107 Minuten die Geschichte des unbedeutenden Trompetenspielers Benito Lacunzas. Der Faulenzer und Weltenbummler kehrt zur Beerdigung seines Vaters nach Navarra zurück. Dort trifft er auf seinen gutherzigen Bruder Lalo, der kurz vor der Hochzeit steht. Seine Braut Nines hat es nicht leicht als alleinerziehende Mutter. Benito kennt sie noch aus Jugendzeiten und will seinen Bruder vor ihr bewahren. Doch er hat nicht mit Ainara, der rebellischen und introvertierten Tochter Nines gerechnet…

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