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Fachgesellschaften warnen

Die Erderwärmung beschleunigt sich gefährlich, warnt die Wissenschaft – Klimaaufruf wird in Regensburg vorgestellt

Vier große wissenschaftliche Fachgesellschaften appellieren an die Politik, Klimaschutz und Klimaanpassung schneller und entschlossener als bisher voranzutreiben. Das ist ein äußerst ungewöhnlicher Schritt. Am 14. Januar stellen die Scientists for Future Regensburg den Klimaaufruf öffentlich vor und laden zur Diskussion mit Fachleuten ein. Hier erklären sie, worum es genau geht.

Prof. Dr. Klaus Richter ist Professor für Physik an der Uni Regensburg und als Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an dem Klimaaufruf beteiligt. Foto: Wikimedia Commons

„Glauben Sie an den Klimawandel?“ „Da könnten Sie mich genauso fragen, ob ich an die Schwerkraft glaube,“ wäre die passende Antwort. Denn die Klimaforschung ist sich einig: über 97 Prozent aller Veröffentlichungen des Fachgebiets zeigen: Der Klimawandel ist real, verursacht durch menschengemachte Treibhausgasemissionen, er wird schlimme Folgen haben und das einzige wirksame Rezept dagegen ist der Stopp aller Treibhausgasemissionen.

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Die Warnung der Wissenschaft ist laut und deutlich

Es kommt selten vor, dass wissenschaftliche Fachgesellschaften gemeinsam in Sachen Klimawandel Alarm schlagen. Doch genau das passierte im vergangenen September: Die Deutsche Physikalische Gesellschaft und die Deutsche Meteorologische Gesellschaft veröffentlichten einen Klimaaufruf, der deutlicher kaum sein könnte. Auch die Gesellschaft der Deutschen Chemiker sowie der Verband Biologie, Biowissenschaften & Biomedizin in Deutschland haben sich dem Klimaaufruf angeschlossen.

Was im Klimaaufruf steht

Die globale Erwärmung hat sich beschleunigt. 2024 wurden im weltweiten Durchschnitt erstmals 1,5 °C über vorindustriellem Niveau erreicht. In 25 Jahren werden es wahrscheinlich zwei bis drei Grad werden, wenn wir den Ausstoß aller Treibhausgase nicht zügig und deutlich senken.

Man muss sich klarmachen, was genau das für uns bedeutet: denn drei Grad wärmer, das könnte ja ganz angenehm erscheinen. Aber ganz im Gegenteil: zum einen stellen die drei Grad die mittlere Oberflächentemperatur der Erde dar. Lokal kann die Temperaturänderung sehr unterschiedlich ausfallen.

Über Land erwärmt sich die Luft viel stärker als über dem Meer. In Deutschland war es deshalb schon 2024 um gut drei Grad wärmer und bis 2100 sagen Klimamodelle zwischen vier und sechs Grad Erwärmung voraus, wenn die Emissionen so weiterlaufen. Zum anderen gelangt, je wärmer es wird, viel mehr Wasser in die Luft und verursacht viel häufigere und intensivere Starkregen, Hochwasser und Überflutungen.

Auch Hitzewellen und Dürreperioden nehmen zu. Dadurch sinkt der Grundwasserspiegel ab und gefährdet so die Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmitteln. All das spüren wir heute schon, auch in Deutschland und Bayern.

Die gute Nachricht: Es gibt Lösungen

Die beschleunigte Erderwärmung ist eine Gefahr für Leib und Leben, so der Aufruf. Es kann passieren, dass noch vor 2050 in tropischen Regionen Situationen auftreten, in denen ein Überleben im Freien unmöglich ist. Der Meeresspiegel wird schneller ansteigen und schon in den nächsten Jahrzehnten weltweit Küstenregionen bedrohen, auch an der deutschen Nord- und Ostseeküste. Extremes Wetter macht Landwirtschaft schwerer, teilweise unmöglich. Hunderte Millionen Menschen sind dann von Armut bedroht, einige Regionen könnten sogar unbewohnbar werden.

Aber wir können das Ausmaß dieser Bedrohung unserer Lebensgrundlagen noch beeinflussen, wenn wir jetzt sofort und entschlossen Klimaschutz und Klimaanpassung mit gleicher und sehr hoher Dringlichkeit vorantreiben. Das heißt vor allem, die Emission von Treibhausgasen aus der Nutzung von fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle und Öl sowie aus der Landwirtschaft so schnell wie möglich zu stoppen.

Globale Temperaturveränderungen der letzten 20.000 Jahre. Wir haben schon heute den stabilen Temperaturbereich, in dem sich unsere Zivilisation entwickelte, verlassen. Grafik: DPG/Gehlen

Die gute Nachricht ist: Wir haben die Technologien und Lösungen dafür. Jetzt braucht es ein entschlossenes gemeinschaftliches Handeln, um sie umzusetzen. Die Wissenschaft hat auch Konzepte vorgestellt, wie das fair und sozial verträglich passieren kann. Die Einnahmen aus den CO2-Gebühren pro Kopf umzuverteilen, ist ein Beispiel.

Regensburger Professor ist Mit-Autor

Prof. Dr. Klaus Richter ist Professor für Physik an der Uni Regensburg und als Präsident der Deutschen Physikalischen Gesellschaft an dem Klimaaufruf beteiligt. Ihn und drei weitere Fachleute konnten die Scientists for Future Regensburg für eine öffentliche Diskussion am 14. Januar gewinnen (19 Uhr, D.-Martin-Luther-Straße 19).

Teilnehmen werden Prof. Dr. Georg-Stephan Barfuß, Leiter des Referats für Wirtschaft, Wissenschaft und Finanzen der Stadt Regensburg, Prof. Dr. Michael Sterner, Professor für Energiespeicher, Wasserstoff und Energiesystemtechnik an der OTH Regensburg, und Dr. Sophia Schäfer, Mathematikerin und promovierte Meteorologin mit Fachgebiet Wetter- und Klimamodellierung.

Die Oberbürgermeisterin der Stadt Regensburg, Gertrud Maltz-Schwarzfischer, hat die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen. Der Klimaaufruf wird kurz vorgestellt und danach im Podium und mit dem Publikum diskutiert.

Warum diese Diskussion wichtig ist

Regensburg spürt die Klimaveränderungen deutlich: Hoch- und Niedrigwasser, heißere Sommer, tropische Nächte, zunehmende Belastungen für Gesundheit und Infrastruktur sowie in der Umgebung Ernteausfälle und Waldschäden.

Viele Entscheidungen der Gegenwart – etwa zur Wärmeplanung, Energieversorgung oder Stadtentwicklung – werden bestimmen, wie gut Regensburg auf die kommenden Jahrzehnte vorbereitet ist. Wie wird sich die Wirtschaft unter diesen Vorzeichen – Gefährdung durch den Klimawandel und sich verändernde Märkte aufgrund von Klimaschutzmaßnahmen – weiterentwickeln?

Mit der Veranstaltung wollen die Scientists for Future aufrütteln und Klartext reden, aber auch Handlungsoptionen aufzeigen. Denn nur wer versteht, worum es geht, kann gute Entscheidungen treffen.


Über Scientists for Future

Die „Scientists for Future“ sind ein überparteilicher und interdisziplinärer Zusammenschluss von Wissenschaftler:innen mit Gruppen an über 70 Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Sie engagieren sich dafür, dass wissenschaftliche Erkenntnisse angemessen in die gesellschaftlichen und politischen Debatten einfließen und bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft Berücksichtigung finden. Webseite: https://de.scientists4future.org/regensburg/


 

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Kommentare (56)

  • Manfred van Hove

    |

    80 % der Erdzeit waren die Pole eisfrei und es gab keine Gletscher. Wir leben in einer ausgehenden Eiszeit. Dass es also wärmer wird, ist im Bezug auf die Zeit, in der die Erde existert, völlig normal. Auch in Europa hatten wir schon subtropisches Klima, ganz ohne Menschen. Die Wissenschaftler sollten sich also besser damit beschäftigen, wie wir mit eienm wärmeren Klima besser leben könnten. Verhindern können wir es ohnehin nicht.

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  • Gonzo

    |

    Ach lieber Herr van Hove, schreiben Sie sich doch in einem Studiengang mit Klimaforschung ein, machsens einen Master und schreibens ne Doktorarbeit, dann werdens Professor und forschen noch ein paar Jahre in dem Feld und wenn Ihnen dann langweilig ist, kommens wieder hier ins Forum und lesen ihren Kommentar nochmal durch.
    Schöne Grüße, Gonzo

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  • Jürgen

    |

    @ Manfred van Hove:
    Nur eine kurze Frage:
    Ihnen ist der Unterschied zwischen 100, 10.000 und 1.000.000 Jahre bekannt?

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  • Paul

    |

    Servus Klimaschutz ist wichtig.

    Wieviel Anteil oder Einfluss kann Deutschland nehmen.

    Auch das “Die Wissenschaftler sollten sich also besser damit beschäftigen, wie wir mit eienm wärmeren Klima besser leben könnten.”
    gehört mit dazu.

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  • Jürgen

    |

    @Paul
    Die Frage ob Deutschland darauf Einfluss nehmen kann, stellt sich gar nicht.
    Warum?
    Zuerst einmal gibt es unterschiedliche Blickwinkel!

    Wirtschaft und Arbeitsplätze mit neuen Technologien:
    Momentan sind wir hier auf dem Abstellgleis Dank Phrasen wie “Technologieoffenheit” die nie in abgelehnt wurde. Söder und A. H. und die Wirtschaftsopportunisten der FDP haben nur immer so getan, als wäre nur eine Energieform gesetzt. Dabei ging es nur darum, ihre Ideologie (gewinnbringend) so lange wie nur möglich am Leben zu halten. Ein Verbrenner Aus gab es nie, aber jetzt soll es ein Aus vom Aus geben. Welch Ironie!

    Dann, “wir sollten mit dem wärmeren Klima leben lernen”!
    Das haben die Wissenschaftler schon längst untersucht!
    Was heißt das überhaupt?
    Unser Leben wird ab +1,5 bis +2 Grad Erwärmung ernsthaft gefährdet, mit dramatischen Folgen für Ökosysteme und zunehmenden Hitzewellen, die besonders ältere Menschen treffen. Die 1,5 Grad haben wir letztes Jahr gerissen!
    Bei +3 Grad werden große Teile der Erde unbewohnbar, Ökosysteme kippen und eine Anpassung wird extrem schwierig, was zu massiven Flüchtlingsbewegungen führt.
    Wir werden in weiten Teilen der Erde keine Nahrung mehr anpflanzen können.
    Die Folge: Krieg um Lebensräume und Nahrung.

    Da wir Deutschen rund doppelt so viel CO2 pro Kopf ausstoßen ist es nur gerecht, wenn wir damit anfangen, wenn nicht aus Überlebensinstink, dann bitte schon aus wirtschaftlicher Sicht.
    Geld zieht als Argument immer!

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  • Paul

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    Servus

    #Jürgen ,
    Danke zu ihren Ausführungen.

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  • Robert Fischer ÖDP

    |

    @Manfred van Hove:
    Und in 99,938 % der Zeit gab es kein menschliches Leben auf diesem Planeten. Warum wohl?

    Aus meiner Sicht sollten wir als Menschheit doch froh sein, dass wir die aktuelle Ursache kennen und (theoretisch) wissen, was zu tun ist.

    Sollte der jetzige Klimawandel eine andere Ursache haben, beispielsweise eine aktivere Sonne, müssten wir uns ja auch eine Lösung ausdenken, wenn wir als Spezies überleben wollen. Das wäre evtl. ungleich schwieriger zu lösen.

    Dass man beides braucht, Klimaresilienz und Klima”schutz” ist eine Binse. Aber ab einer gewissen Erwärmung wars das halt mit der Menschheit.

    Kann einem egal sein, muss aber nicht. Wenns Ihnen egal ist, dann suchen Sie sich halt andere Hobbys, als andere beim Aufhalten aufzuhalten.

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  • Manfred van Hove

    |

    Kommentar gelöscht. Nachweislich falsch.

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  • Harald Klimenta

    |

    Wann gab es den ersten Weckruf der DPG zum Klimawandel? Wahrscheinlich 1971, als ein gewisser Hermann Flohn seine Forschungen dazu auf einer Tagung vortrug (https://www.dpg-physik.de/veroeffentlichungen/publikationen/stellungnahmen-der-dpg/klima-energie/pi_ake_27091971.pdf )
    Flohn wusste übrigens seit 1941 (!!!) ziemlich genau, was da mit der Erde passiert – es dauerte scheinbar 30 Jahre, bis er als renommierter Professor zumindest von Physikern ordentlich wahrgenommen wurde. Bis zum Erdgipfel in Rio dauert es dann weitere 21 Jahre und weitere 33 Jahre später ist der Klimakonferenzen-Prozess auf – vorsichtig formuliert – ziemlich absteigendem Ast.
    Wie weit “fortgeschritten” die Aufklärung und das Wissen um den Klimawandel ist, erkennt man sogar an den Kommentaren hier, irgendwas muss in der Kommunikation fundamental schief gegangen sein. Vielleicht ist das Problem, dass Menschen sich abwenden, wenn fremde Leute ihre Lebensgewohnheiten – auch sehr indirekt – in Frage stellen. Und zwar gerade dann, wenn das alternativlos, von oben herab oder in einer feindseligen Stimmung geschieht.
    Ich bin sehr gespannt, ob die ReferentInnen auf der Veranstaltung über ihre Kommunikation hinreichend nachdenken. Ob sie tatsächlich Ideen und Wege kommunizieren wollen, wie die dort versammelten BürgerInnen nach der Veranstaltung nicht nur ihr eigenes Leben klimatechnisch optimieren, sondern politisch handeln – d.h. in der Regensburger Öffentlichkeit so wirken werden, dass wir bei den Kommunalwahlen im März einen Effekt von dieser Veranstaltung sehen.
    Weil sonst: Ist diese Veranstaltung doch nur eine von vielen in den vergangenen 50 Jahren, wo umweltbewegte Menschen mal wieder ihre Meinung gehört haben.

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  • Paul

    |

    Guten Abend

    Entscheidend ist doch das alle (weltweit) an einen Strang ziehen.

    Abstrakt betrachtet:

    Die Schwere schädlicher, vom Menschen verursachter Klimaveränderungen hängt nicht nur von deren Ausmaß ab, sondern auch von ihrem Potenzial für Unumkehrbarkeit.

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  • Ava

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    Sehr interessieren würde mich auch was unsere neue Bürgermeisterin (laut CSU Wahlplakat) gegen die Erderwärmung in Regensburg gedenkt zu tun. Wie möchte sie die Stadt fit machen für die Umschwünge und herausfordernden Bedingungen wie Dürren,Hitzeperioden,Verkehr,Hochwasser,…

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  • Paul

    |

    Servus

    Wie realistisch ist es und welche Folgen hat es :

    “Emission von Treibhausgasen aus der Nutzung von fossilen Brennstoffen wie Gas, Kohle und Öl sowie aus der Landwirtschaft so schnell wie möglich zu stoppen.”

    Welches Potenzial ist für die Umkehrbarkeit oder Unumkehrbarkeit vorhanden?

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  • michinga

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    @ Ava: ich denke, ich sie würde Glühwein trinken… .

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  • Manfred van Hove

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    Die Überbetonng und die damit verbundenen politischen Massnahmen haben mit die AfD gross werden und die Grünen verzwergen lassen. Welche Folgen das hat, werden die Landtagswahlen in diesem Jahr zeigen. Eine Poltik, die zwar gut gemeint ist, aber den Bürger ncht mehr mitnimmt, wird abgestraft. Das gilt auch für die Klimaschutzmassnahmen.

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  • Ein Haberer

    |

    Damit Herr van Hove nicht ganz allein ist
    Hier eine Zahl aus dem wirklichen Leben
    In Italien ist die Jahresdurchschnittstemperatur 5 Grad höher
    als in Deutschland, nicht 1,5 oder 2 oder 3 Grad, bei denen Jürgen bereits in Panik gerät
    Und wo fahren im Sommer die Deutschen hin?
    Also, ganz ruhig bleiben und nicht so geifern

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  • Burgweintinger

    |

    Michinga, ich glaube eher Kinderpunsch…, also so tun als ob es Glühwein wäre, aber tatsächlich ist es Kinderpunsch…
    Das hat sie doch von ihren Freunden beim Nockerberg gelernt… ;)

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  • Studi

    |

    Manfred van Hove
    8. Januar 2026 um 13:44

    “die Grünen verzwergen lassen” –> Die Grünen haben in den letzten beiden Wahlen ihre historisch stärksten Ergebnisse eingefahren, stehen aktuell auch wieder besser da in Umfragen. Von der letzten Bundesregierung sind die grünen mit Abstand am besten davongekommen. Die Wählerwanderungen zeigen auch gegenteilig, dass die AfD eben nicht von den Grünen Wähler bekommt sondern hauptsächlich von CDU/CSU, FDP und Nichtwähler. Es gibt also keinerlei Anhaltspunkte dass die Grünen “verzwergt” wurden, noch dass diese die AfD groß gemacht hätten. Das Thema Klima wird meistens von rechts zur Sprache gebracht, Stichpunkt nicht existierendes Verbrenner-Aus und “Heizungsgesetz”.

    “den Bürger ncht mehr mitnimmt” –> Die Subventionen für die Wärmepumpe zum Beispiel haben ja Bürger mitgenommen, was nun aber eingestellt werden soll und somit Menschen in die Kostenfalle Gas treiben soll. Wo das die Menschen mehr mitnimmt kann ich nicht nachvollziehen.

    @Ein Haberer
    8. Januar 2026 um 14:20

    Das Problem sind nicht die zwei Grad Durchschnittstemperatur. Das Poblem sind Extremwetterereignisse die dann häufiger werden (echtes Frühlings und Herbstwetter wird immer seltener), Abschwächung von z.b. Golfstrom dessen Folgen nur schwer abzusehen sind. Viel zitierte Kipppunkte ab denen sich der Klimawandel selbst verstärkt stellen ein weiteres Problem dar. Außerdem verteilen sich diese zwei Grad nicht gleichmäßig am Erdballen. Vor allen Dingen Gebiete die heute schon zu kämpfen haben wird es besonders hart treffen. Übrigens fahren umgekehrt Menschen in südländern oft im Sommer in den Norden in den Urlaub.

    Aus wirtschaftlichen Gründen ist es mir sowieso unerklärlich warum Klimaschutz immer noch nicht als Wachstumsbranche erkannt wurde. Es werden nicht diejenigen Länder in 100 Jahren reich sein, die weiterhin ihre Industrie auf immer knapper werdenden Rohstoffimporten aufbauen, sondern diejenigen, die am nächsten zur Kreislaufwirtschaft sind, und diese Technologie dann exportieren.

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  • KW

    |

    @Ein Haberer, Sie bringen es mit ihrem Nonsens-Vergleich schön auf den Punkt:
    Sehr viele Menschen sind einfach nicht in der Lage diese Zusammenhänge zu verstehen. Weiter gibt es natürlich noch viele, die vielleicht vom Verstand her in der Lage wären, es aber vorziehen es zu verdrängen, weil lästig.
    Und dann gibt es noch PolitikerInnen wie z.B. Super-Merz oder den Wurstinfluencer, denen es nur um Wahlviehstimmen geht und die eben dieses Wahlvieh scheinbar entsprechend einschätzen. Leider.

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  • michinga

    |

    @ Haberer: es geht um die globale Durchschnittstemperatur (also weltweit) und nicht um lokale Gegebenheiten an einem bestimmten Ort/ Gebiet (z.B. Italien).
    Das ist ein fundamentaler Unterschied.

    Ich glaube die Feststellung von H. Klimenta, dass schon genug Leute verstanden haben, was globale Erderwärmung bzw. Klimawandel konkret bedeutet nicht ganz haltbar ist.

    Klima ist übrigens auch nicht das Gleiche wie Wetter. Aber das nur noch als kleiner Zusatz.

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  • Mr. T.

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    KW hat wohl erkannt, dass Ein Haberer hier nur den Leugnern und Verharmlosern des anthropogenen Klimawandels den Spiegel vorhalten wollte. So dermaßen primitiv argumentieren die wenigsten. Trotzdem wird er wieder ein paar eingefangen haben, die zustimmend genickt haben.

    Dem Klimawandel kann man mit Ignoranz oder Aufmerksamkeit begegnen. Auch ersteres ist kein Problem, da kaum einer von uns die richtig üblen Folgen noch erleben wird. “Nach mir die Sintflut” ist ja eine oft gesehene Haltung bei der Übernahme von Verantwortung. Wenn man nicht mit einer solchen Verantwortungslosigkeit konfrontiert werden will, kann man immer noch leugnen oder verharmlosen. Dann ist man wenigstens nicht verantwortungslos, sondern nur dumm.
    In der Tat muss man abwägen, was einem wichtiger ist, sich nicht einschränken zu müssen, oder die galoppierende Klimaerwärmung einzubrechen. Das hat alles seine Vor- und Nachteile. Wenn man nichts gegen den anthropogenen Klimawandel tun will, hat man andere Nachteile. Auch wenn man selbst erst einmal keine anderen Nachteile hat, weil man vielleicht nicht von der Landwirtschaft lebt, und eher den Vorteil eines Mittelmeerklimas bekommt, bleibt man von den massiven Problemen, die andere Menschen erleiden müssen, nicht verschont. Es wird Verteilungskämpfe um Lebensmittel geben und Menschen werden aus ihren angestammten Lebensräumen verdrängt, wenn ein Leben dort immer schwieriger wird. Sie werden dann ihr Heil in Gegenden suchen, die noch angenehm bewohnbar sind, also auch hier. Dann geht’s weiter mit den Entscheidungen, nehmen wir sie hier auf und an oder machen wir die Grenzen zu und verteidigen diese eben mit Waffen. Wie auch immer, einfach wird’s nicht.
    Wenn man den vielen klugen Köpfen glaubt, die sich schon seit mehr als 50 Jahren damit beschäftigen, sollte man etwas gegen die Klimakatastrophe tun, je eher desto einfacher und weniger einschränkend. Ein paar Jahrzehnte haben wir schon versäumt und es wird langsam Zeit, anzufangen. Dabei sollten wir aber nicht erst darauf warten, bis andere da deutlich mehr Engagement zeigen. Aber lieber zeigt man erst mal auf andere und wirft denen vor, ihren Fußabdruck noch nicht auf Stecknadelkopfgroße reduziert zu haben, bevor man anfängt seinen vom Fußballplatz zum Kleinfeld zu verkleinern.

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  • Paul

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    Kommentar gelöscht. Redundant.

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  • Roman Serlitzky

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    Mr. T: Mit Moralpredigten und übertriebenen Aktionismus kann man viel kaputt machen. Klima-Kleben und dann nach Thailand und Bali fliegen (Feb. 2023) ist halt uncool.

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  • Mr. T.

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    Ja ja, ich weiß, die 2% Anteil am CO2-Ausstoß von Deutschland haben kaum Potenzial zum Einsparen. Wenn wir unsere Wirtschaft auf Null zerstören, geht der Klimawandel weiter, blablabla usw.
    Ich wäre auch gern so einfach gestrickt, um das so wissen zu können. Dann könnt ich auch meine Steuerzahlungen einstellen mit der Begründung, dass meine <2% am Bundeshaushalt das Kraut eh nicht fett machen.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    “Des Jahr fangt scho guat o.”

    Wenn man die aktuellen Nachrichten verfolgt, wie die Großmächte USA, China und Russland, drauf und dran sind, ihre Einflüsse durch Erweiterung großer Territorien die Weltordnung ohne Rücksichtnahme auf das Völkerrecht und die Souveränität autonomer Staaten, ungeniert gewaltsam zu erweitern, und neu zu definieren beschleicht einem schon zunehmend Unbehagen.
    Die entscheidenden Aktivitäten globaler Machtspiele der Großmächte finden auf den gesamten Weltmeeren statt. Seien es wichtige Handelswege wie der Persische Golf (Straße von Hormus), der Suez Kanal, der Panamakanal, die Ostsee.
    Neuerdings finden ungeniert gewaltsame Schiffskaperungen auf den Weltmeeren, wie zu Zeiten des Freibeuters Sir Francis Drake, statt. Es herrscht das Recht des Stärkeren, in der Karibik, im Golf von Mexiko und im Chinesischen Meer.
    Im Nordatlantik werden die „Claims“ der Machtzonen neu abgesteckt. Grönland, die Nordwestpassage, Baffin Bay, Barentssee, usw.
    Hoffentlich wird die Stimme Europas als gleichberechtigter, nicht ganz unbedeutender Globalplayer, bei der neuen Weltordnung, auch wahrgenommen. Es gilt selbstbewusst aufzutreten und es besteht kein Anlass „das Licht unter den Scheffel zu stellen“ und sich nicht am „Katzentisch“, abspeisen zu lassen.

    Die weltweit wissenschaftlichen Erkenntnisse und faktengesicherten Messungen über die Auswirkungen, des zunehmenden Klimawandels bis zur Gefahr unumkehrbarer. Kippunkte und den Einfluss menschlichen Verhaltens, zu leugnen, zu verharmlosen oder egoistisch ohne Rücksicht (nach mir die Sintflut) zu verdrängen, ist unverantwortlich.
    Aber was geschieht stattdessen? Ein Rollback zu fossilen Energieträgern, Naturraubbau bei der Ressourcengewinnung, Zerstörung der Lebensgrundlage (Flora und Fauna), als gebe es kein Morgen.

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  • Semmeldieb

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    schön. und gut. leider gibt es gefühlt in der öffentlichen Wahrnehmung nichts anderes und einzig gefährliches als das böse CO2. ganz am Rande vielleicht noch die ominöse Atomkraft. und das war’s offenbar.
    solange das so bleibt, kann ich den unschönen Begriff der Klimahysterie nicht weglassen.
    es gibt wahrhaftig wesentlich bedrohlichere umweltbeeinträchtigungen, die von uns weiterhin zunehmend verursacht werden.
    alles hängt am Ende mit allem zusammen und die Fokussierung auf einzig und alleine das eine Gas ist für mich unseriös.

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  • Oleg

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    Ich finde die Wortwahl “Klimawandel” und solche Aussagen wie “Der Klimawandel ist real, verursacht durch menschengemachte Treibhausgasemissionen” sehr unpassend und wenig zielführend.
    Auch das nur auf CO2 Emissionen herangezogen werden, schädliche Auswirkungen durch den Menschen sind weitaus vielschichtiger und auch kaum kompensierbar.
    Fakt ist: Das Klima wandelt sich auch ohne Menschheit ständig und dies ist auch nicht aufzuhalten, darauf müssen wir uns vorbereiten.
    Fakt ist auch: Wir beuten die Umwelt viel zu stark aus, was sich ebenso auf das Klima auswirkt.
    Es leben immer mehr Menschen auf der Welt, somit immer mehr Flächen versiegelt, es wird immer mehr konsumiert, es wird immer weniger nachhaltig produziert.
    Das alles kann man nicht mir schönen CO2- Zertifikaten aufhalten, ebenso wenig das man jetzt mit dem E- Roller statt zu Fuß, mit dem E-Bike das alle Jahre erneuert wird statt mit dem alten Drahtesel den man noch vererbt hat fahrt.

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  • Paul

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    Servus @Oleg
    10. Januar 2026 um 00:46 | #
    Endlich mal klar gesprochen.

    Vielen Dank

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  • Informant

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    Fakt ist: Das Klima wandelt sich auch ohne Menschheit ständig und dies ist auch nicht aufzuhalten, darauf müssen wir uns vorbereiten.

    Ich verstehe nicht, wie man immer noch so einen Unsinn von sich geben kann. Ist das einfach nur Unwissenheit? Erst waren es ‘nur’ Prognosen, inzwischen haben wir auch noch eindeutige Messwerte. Ich hoffe, alle wissen, was Messwerte sind. Das ist keine Meinung, wenn jemand sagt: Die Temperaturen erhöhen sich.

    Die globale Erderwärmung beginnt mit dem Verbrennen von Kohle und Öl und nimmt einen exponentiellen Verlauf.

    Richtig ist: Das Klima auf der Erde hat sich auch schon ohne den Menschen verändert. Allerdings gab’s dann auch keine Menschen. Wegen dem Klima.

    Dass sich das Klima ohne Aktion der Menschen verändern kann, heisst ja nicht, dass der Mensch es nicht kann. Ihre Wohnung kann durch Sonneneinstrahlung warm werden. Das gab es schon immer, ohne menschliches Zutun. Sie können aber auch die Heizung aufdrehen.

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  • Studi

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    @Semmeldieb
    9. Januar 2026 um 21:41
    Oleg
    10. Januar 2026 um 00:46

    Atomkraft hat nichts mit Klimawandel zu tun. Sie schreiben selbst, dass es auch andere Aspekte der Nachhaltigkeit gibt als CO2 Emissionen. Gerade Atomkraft ist ein Paradebeispiel dafür, Thema Endlager und Strahlung.

    Wenn Sie glauben dass sich die Klimaaktivisten nur um CO2 Ausstoß reden, dann kennen sie deren Agenda nicht. Lesen sie sich gerne mal Programme durch. Flächenversiegelung, Artenvielfalt, Luft- und Wasserqualität, Rohstoffverbrauch, Müll sind zentrale Punkte, werden aber von den Medien selten angesprochen.

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  • WinThomas

    |

    Sehr eindrucksvolle Grafik oben im Artikel!

    Gerne möchte ich meine eigenen Beobachtungen und Interpretationen dem Diskurs nicht vorenthalten: er kreist vom Tenor, der Stimmung (auch “Klima”!), der Energie her immer wieder um ähnliche Dinge, so als würde er lediglich der Unterhaltung dienen – seit über 50 Jahren. Gut, hier und da findet der findige Geschäftsdepp etwas, aus dem man mittels eines Siegels oder Zertifikats Profit schlagen kann. Das war’s dann aber auch, gefühlt, schon.

    Viele Menschen wissen offensichtlich nicht wem oder was sie glauben sollen. Und es gibt scheinbar auch eine weit verbreitete Neigung zu Hörigkeit, der von Machtstrebern o.ä. gerne nachgekommen wird. Und zwar in einer pervertierenden und überladenden Weise. Warum auch nicht? Schließlich ist eine derartige Haltung, die nur so vor Fragilität strotzt, nicht gerade respektierlich und mag ausgenutzt werden.

    Gleichzeitig gibt die Industrie ein Korsett vor, das unser Zusammenleben in einer aufoktroyierenden und sich selbst verstärkenden Weise organisiert und bestimmt. Sodass andere Standpunkte schnell als konträr und lächerlich erscheinen.

    Nachdenken tut weh und sich selbst hinterfragen kann böse enden. Also sind gerne dritte verantwortlich für dies und das und überhaupt. Geändert werden kann etwas ja ohnehin nur von oben herab und solange man ein Gesprächsthema hat, ist alles bestens.

    Es geht hier leider bei vielen viel zu sehr um eine Glaubensfrage als um Vernunft, so scheint mir. Dabei möchte ein möglicher Glaubenskrieg verhindert werden – ein zusätzliches, energieraubendes Spielfeld, was natürlich bremst.

    Viele der angedachten Lösungen zur Umkehr des Klimawandels möchten sich in den wirtschaftlich-industriellen Rahmen integrieren bzw. sind darauf zugeschnitten, also auf das, was die Probleme erst befeuert hat. Das finde ich schwierig zu verkaufen.

    Hingegen könnte man das industrielle anders interpretieren oder Lehren daraus ziehen und somit zukünftige Zeitalter in einem positiven Sinne beeinflussen. Wobei sich mit dem schwinden der Rohstoffe eigentlich auch die damit verbundenen Probleme erübrigen müssten. Aber erstmal müssen freilich beim Kampf um die letzten Rohstoffreserven nochmal extra Treibhausgase rausgeballert werden. Eh klar. Wenn das mal nicht zu dem ein oder anderen Kipppunkt führt …

    Da kann es leicht passieren, dass das was heute wertvoll, morgen schon wertlos ist.

    Alleine der Aufwand, der betrieben wird, um Rohstoffe zu gewinnen, nur um sie dann zu verbraten, lässt eigentlich von der Anlage her schon nichts Gutes erahnen. #pachamama

    Vielleicht würde es helfen nach etwas Ausschau zu halten, was schon heute für ein gutes Klima (auch im Sinne von „Stimmung“) steht und sich daran zu orientieren. Das können z.B. Gegenden oder Gemeinschaften sein. Ein gewisses Mehr an Miteinander und Zusammenarbeit scheint mir unerlässlich. Denn, so muss ich feststellen, es geht uns gar nicht so gut, wie wir immer meinen. Und wer davon spricht sich „einschränken“ zu müssen, der hat nicht verstanden, dass es auch Spaß machen kann, als Kollektiv einen anderen Stiefel zu fahren.

    Ich denke, diese ganze Überzeugungsarbeit müsste anders angegangen werden.

    Mich würde noch interessieren, ob die Klimaumkehr in Lockdown-Tagen (kein Flugverkehr, Passierscheine, etc.) bemessen werden könnte.

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  • Roman Serlitzky

    |

    Hm, weiß nicht, aber ich denke immer noch, dass der “TechnologieChange” Energieversorgung zusammen mit Individualverkehr von der Politik ziemlich gut gemacht wurde, von Merkel bis Scholz/Habeck. Gut begründet durch den notwendigen Klimawandel und vorausschauend auf die Endlichkeit der Rohstoffe Öl und Gas.

    Vielleicht nicht ganz kaputt gemacht aber mindestens ordentlich verzögert haben es aber die zahlreichen Aktivisten, selbsternannten Oberlehrer und Klimaketzer. Genau diese Leute verseuchten die Diskussionen in der Gesellschaft mit ihren provzierenden Aktionen und radikalen Ansichten – und nicht zuletzt ihrer selbstgefälligen Arroganz. Wie naiv muß man eigentlich sein, dass man glaubt, man kann die Leute für seine Ziele gewinnen, wenn man sie ärgert (Klimakleber und ihre Unterstützer).

    Es sind ja meistens Leute, die gern von einer (ihrer) “Intelektualität” sprechen, (hab ich hier im Forum genauso wortwörtlich gelesen) und sich damit bewusst von der übrigen Gesellschaft hervorheben wollen. In Wirklichkeit sind sie aber so naiv und erkennen nicht, dass sie damit die Gesellschaft spalten und Streit provozieren.

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  • semmeldieb

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    @Studi:

    von früh bis spät fliegt dem bürger das nahe ende wegen co2 um um die ohren.
    nichts anderes.
    sicherlich sind umweltbewusste aktive auch auf anderen baustellen unterwegs, was aber untergeht.

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  • Mr.T.

    |

    Oleg, Ihr erster Beitrag hat sich für die meisten wohl ganz anders gelesen. Der Teil nach dem UND im zweiten Beitrag macht den großen Unterschied.

    Roman Serlitzky, wie kann man nur auf die Schnapsidee kommen, dass “Aktivisten, selbsternannte Oberlehrer und Klimaketzer die Diskussionen in der Gesellschaft mit ihren provozierenden Aktionen und radikalen Ansichten – und nicht zuletzt ihrer selbstgefälligen Arroganz verseuchen”? Außer es soll natürlich als eine Art Ausrede für den eigenen Unwillen dienen. So nach dem Motto “ich würd ja gerne dazu beitragen, aber wegen den Nervensägen fühle ich mich zum Gegenteil gezwungen”.
    Manche Aktionen mögen sicher nerven, aber es ist wohl unwahrscheinlich, dass ein dringendes Thema eher die nötige Aufmerksamkeit bekommt, wenn weniger penetrant darauf hinweist.

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  • Roman Serlitzky

    |

    Mr. T – Leute ärgern funktioniert nicht, man schafft sich nur Feinde. Alles andere ist Träumerei

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    Die Menschheit schafft sich ab: Die Erde im Griff des Anthropozän
    (Buch zur Lage der Dinge von Harald Lesch und Klaus Kamphausen)

    Drastische Worte zu Vernunft und Fakten vs. Verschwörungstheorien und Lügen.

    „Die Lebensbedingungen auf der Erde verändern sich. Viele Arten sterben aus – und auch der Lebensraum des Menschen ist zunehmend in Gefahr. Immer tiefere Spuren hinterlässt das Anthropozän, das Menschenzeitalter, in den letzten 2000 Jahren. Wissenschaft und Technik nehmen seit der Industrialisierung die Erde in den Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, Luft- und Wasserverschmutzung, die Klimaveränderung und Erderwärmung, Kernspaltung oder die Verschwendungssucht der Wohlstandgesellschaft – wir beuten unseren Planeten aus wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Energiehunger und globaler Konsum treiben einen zerstörerischen Kreislauf an.
    Harald Lesch, Astrophysiker und Philosoph, ist aus den Weiten des Weltalls zurück. Es geht ihm jetzt um die Erde, die Heimat des Menschen, der in einer bisher nie gekannten Hybris den Ast, auf dem er sitzt, absägt.“

    Reue ist Verstand, der zu spät kommt.

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  • Mr. T.

    |

    Roman Serlitzky, den Aktivist geht es auch nicht darum, Leute zu ärgern, sondern auf ein ernsthaftes Problem aufmerksam zu machen, dass von vielen unterschätzt bis ignoriert wird. Glauben Sie ernsthaft, es funktioniert besser, wenn man es unter den Tisch kehrt?

    Man hat ja nichts gegen Klimawarner/Schwule/Auslönder, möchte aber nicht daran erinnert werden/mit ihnen Konfrontiert werden/sie nicht im Stadtbild haben. Immer dasselbe, das als Ausrede dafür dient, doch nicht so große Sympathien dafür zu haben, wie man sonst vorgeblich hätte.

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  • Roman Serlitzky

    |

    Mr. T. – Das Ziel sollte sein, die Menschen zu überzeugen. Übertreibung, Penetranz und Arroganz sind dabei immer schon schlechte Helfer gewesen, egal zu welchem Thema

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  • Studi

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    @semmeldieb
    10. Januar 2026 um 20:46

    Das ihrer Meinung nach alle nur über das CO2 reden hat zwei Gründe. Erstens mögen Medien einfache Narative: Klimawandel = CO2. Viel schwieriger ist Nachhaltigkeit im Allgemeinen zu erklären. Ressourcenverbrauch, Luftverschmutzung, Grundwasserverunreinigung, Flächenversiegelung, … Da gibt es so viele Sachen die als einzelne nicht relevant genug sind um darüber ständig zu reden. Da ist das CO2 als mit Abstand größter Hebel selbstredend das Lieblingthema in jeder Talkshow. Wenn Sie mich zehn mal Fragen nach dem CO2 Ausstoß, ist es ja nicht meine Schuld dass ich ihnen nichts zu Flächenversiegelung oder Tierschutz erzähle. Hinzu kommt dass Sie unbewusst selbst selektieren. Wenn Sie erwarten dass nur über CO2 geredet wird, dann werden Sie auch nur das hören. Zweitens ist der CO2-Ausstoß auch der mit Abstand größte Hebel. Es ist einfach zu erheben was CO2 produziert. Eine Steuer o.ä. kann leicht erhoben werden und MArktwirtschaftliche Instrumente könnten dann unbürokratisch wirken. Außerdem haben CO2 reduzierende Maßnahmen oft autmatisch auch positive Auswirkungen auf andere Bereiche abseits des Klimas. Z.B. Luftverschmutzung, Lärm durch Autos, Energiesicherheit, Recycling.

    @Oleg
    10. Januar 2026 um 20:10

    Ihr Link liefert genau Argumente gegen sich selbst. Ein natürlicher Klimawandel läuft über zehntausende Jahre ab. Da passt man sich automatisch daran an. 2100 werdne wir aber eine Durchschnittstempertur (laut ihrer Quelle) haben, die es zuletzt vor 10Mio Jahren hatten, mit einer veränderung innerhalb von 150 Jahren die zuletzt für so einen Temperaturanstieg 10tsd Jahre gedauert hat. Dies zeigt nur wie gravierend der Menschliche Faktor dabei ist.

    @Roman Serlitzky
    11. Januar 2026 um 20:15

    Die Letzte Generation zum Beispiel möchte Sie nicht überzeugen mit ihren Aktionen, sie möchte nur Aufmerksamkeit. Und die hat sie ja offensichtlich bekommen. Überzeugen wollen Sie dann mit ihren Inhalten. Jedoch, wie mit anderen Themen in der Politik genauso, kann man gefestigte Meinungen nicht ändern, auch nicht mit den besten Argumenten. Dieses Problem können sie ohnehin nicht auflösen. “Leute ärgern” scheint in diesem Fall ein fruchtbares Mittel gewesen zu sein, das kann man nicht abstreiten.

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  • Roman SErlitzky

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    Studi – Woran lesen Sie diese “Fruchtbarkeit” also diesen Erfolg ab? Ich konnte nur eine größere Spaltung in der Gesellschaft ablesen, was sich sehr deutlich in der letzten Bundestagswahl gezeigt hat, also nach der Klimakleberei

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  • Lisa G

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    Ich denke, dass die Menschen mittlerweile ziemlich übersättigt sind mit den ständigen dystopischen Prophezeiungen zum Klimawandel. Man kanns einfach nicht mehr hören. Das lese ich auch aus den Kommentaren raus. Und vor dieser Entfremdung haben auch so namhafte Wissenschaftler wie Harald Lesch immer gewarnt.

    Allerdings haben ja mittlerweile Klimakleben und sonstige Straßenblockaden erkennbar nachgelassen. Ich denke, dass da tatsächlich eine Reflexion bei den Aktivisten stattfindet. Nur sollte man dort auch daran denken, sich gegen so extremistische Anschläge wie zuletzt in Berlin deutlich abzugrenzen, die ihre Aktionen mit denselben Gründen rechtfertigen. Oder muß man hier eine Abwanderung der Aktivisten in den Extremismus befürchten/annehmen?

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  • Studi

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    @Roman SErlitzky
    12. Januar 2026 um 12:34

    Zum Beispiel
    https://commonslibrary.org/the-impacts-of-climate-activism/
    Extreme Proteste helfen moderaten Gruppen. Wahlentscheidungen werden ohnehin nicht von Argumenten geändert. Der “Messenger-Effekt” besagt zum Beispiel dass es viel wichtiger ist WER etwas sagt als WAS er sagt. Zum Beispiel lassen Sie sich leichter von ihrem besten Freund überzeugen als von einem fremden auf der Straße. Was ein deutlich größerer Einfluss jedoch ist, ist die Berichterstattung und mediale Aufmerksamkeit. Das hilft Klimaaktivisten in jedem Fall. Denn wenn über Klimaproteste gesprochen wird, fällt es Klimaaktivisten deutlich leichter ihre Themen zu platzieren als bei berichten über Flüchtlinge. Das ist kein Gefühl sondern Wissenschaftlich belegt, dass das hilft. Das was Sie als polarisierend empfinden sind nur Leute die sowieso nie z.B. grün gewählt hätten und sich jetzt eben noch lauter aufregen. Die sind aber so oder so verloren als Wähler, das ist auch viel untersucht.

    In der Bundestagswahl hat sich gezeigt, dass vor allem die FDP abgestraft wurde. Grüne haben von den Regierungsparteien prozentual am wenigsten verloren, mit Abstand. Grüne und Linke zusammen haben ihren Stimmanteil bestätigen können, und das obwohl das BSW sich zuvor abgespalten hat (insgesamt also eher ein Zugewinn der linksprogressiven Kräfte). Unter jungen Leuten ist links-grün überproportional vertreten im Gegensatz zu AfD-CDU/CSU zum Beispiel, was dafür spricht das vor allem unentschlossene Wähler ohne gefestigte Meinung gewonnen werden konnten.

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  • Roman Serlitzky

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    Studi – Ihr Beispiel ist leider nix wert, denn der Autor Roby Gulliver ist selbst Aktivist in dieser Sache.

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  • H

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    Der Bericht ist erschreckend vor allem auch in Hinsicht, dass wir uns 2030 (1,5 Grad Ziel aus Paris) schon sehr bald annähern werden. Wir sind jetzt schon in Deutschland weit über 1,5 Grad C Klimaerwärmung.

    Mich würde interessieren, welche Faktoren bewirken, dass jemand Schritte hin zur Klimaneutralität nicht gut findet. Ist es eine Trotzreaktion auf generellen Wandel oder sind es wirklich konkrete Bedenken zu speziellen Themen? Leider lenkt der Populismus von Seiten CSU, Afd etc. stark von realen Fakten ab. Oder sind es rein “egoistische” Faktoren a la warum soll ich dazu was beitragen oder was habe ich konkret selbst davon?

    Wenn man mal ganz objektiv und faktisch die Situation betrachtet ist es nur sinnvoll endende Energieressourcen perspektivisch nicht mehr zu verwenden, sondern erneuerbare Energie – für Wärme und Strom.
    Also hin zu wissenschaftlich informierter Politik und weg von Populismus. Die Herausforderungen der heutigen Zeit (auch über Energie hinaus) sind nicht durch Phrasen und Populismus zu lösen, sondern durch aktives Handeln, über welches man sich im Vorhinein fundiert informiert hat. und dann das ganze auch noch schnell… Eine Windparkplanung, die heute startet dauert mind. 4-5 Jahre bis die erste erneuerbare kWh fließt…

    Außerdem ist es auch wirtschftlich besser im Vorhinein zu versuchen die Klimaerwärmung auszubremsen, als dann im extremeren Klimawandel zu versuchen das Leben wie gewohnt zu gestalten und Schäden auszugleichen..

    Ich sehe nur win-win-Situationen:
    – von anderen Ländern unabhängige Strom- und Wärmeversorgung – sichere und billige Stromversorgung (Wind produziert für 6 Cent/kWh, (Heim-)Speicher gewährleisten Kontinuität)
    – Beschränkung der Klimaerwärmung – Reduktion bzw. Gleichhaltung der Extremwetterereignisse – weniger Extremwetterphänomene –> weniger MEnschenleben in Gefahr und weniger Schäden
    etc.
    Meinung < Wissen

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  • Studi

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    @Roman Serlitzky
    12. Januar 2026 um 15:27

    Der original Artikel ist von der Universität Yale, peer-reviewed und in in einem Fachmagazin publiziert. Lesen Sie gerne auch den originalen Artikel. Ich wollte ihnen etwas entgegenkommen, damit sie nicht alles lesen müssen, man hat ja noch etwas anderes zu tun.
    https://osf.io/preprints/socarxiv/a7umt_v3

    Ironischerweise habe ich gerade über den Messenger-Effekt geschrieben. Nur weil der Autor des Artikels Aktivist ist, sind die Resultate der Studie nicht falsch. Das Sie das nicht differenzieren spricht dafür, dass man Sie ohnehin mit Argumenten nicht mehr von ihrer gefestigten Meinung über das Thema abbringen kann.

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  • KW

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    Das ist klassisches Dieter Nuhr Niveau bei einigen hier (der bekanntermassen irgendwann während Corona massiv falsch abgebogen ist):
    “Wenn sie uns das Rauchen auch noch verbieten – dann fang ich’s an.”
    Solche Witze fand ich vor 15 Jahren auch noch lustig, schade aber, dass diese Verhaltensweise bei etlichen Mitkommentierenden offensichtlich die gelebte Geisteshaltung ist.

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  • Auch a Regensburger

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    Es sind auch schon viele positiven Meilensteine erreicht worden. In dem Moment wo klimafreundliche Lösungen ökologischer sind, als herkömmliche ist ein entscheidender Schritt erreicht.

    Energie: Die ökonomisch sinnvollsten Erzeugung ist mit Wind/Sonne/Speicher/Netz. Dieser Punkt was schon vor ein paar Jahren erreicht und hat sich mittlerweile weltweit etabliert. 90% der weltweiten Investitionen in Energie, waren in regenerative Energien.

    Mobiltät: Eine saubere private Mobilität mit E Auto ist die günstigere Variante für den Verbraucher weltweit. Der Hauptmarkt China hatte 60% EBV Anteil bei den Neuzulassungen.

    Entwicklungsländer werden immer weniger abhängig, das Sie durch PV und Wind die Wertschöpfung im Land haben und nicht Ölnationen noch reicher zu machen.

    Es gibt viele weltweite Umweltprojekte bei denen Klimaschutz zu besserer Ökologie führt. Zum Beispiel Fischbestände erholen sich und Fischer haben jetzt mehr Fisch.

    Wen interessiert was gut läuft….empfehle den Podcast Kettenreaktion Folge 40

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  • Lisa G

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    @KW, rechtzeitig abbiegen ist nicht falsch, wenn man erkennt, dass der Weg in den Extremismus führt

    @Studi, Das was Sie als Studie zitieren, ist lediglich ein Artikel, der mehrere herangezogene Studien bewertet. Eine objektiv, sachliche Bewertung ist hier aber leider nicht geben, wenn der/die Autor*in selbst Aktivist*in ist. Solche Artikel mögen zur Motivation der Aktivisten untereinander dienen. Die Realität, wozu ein übertriebener Aktivismus führen kann, bilden sie leider nicht ab, höchstens vielleicht Innerhalb des Universitätscampus. Ich würde sogar einen Schritt weiter gehen: Sie selbst blenden vieles der Realität aus, z.B. bei Ihrer Betrachtung der letzten Bundestagswahl den unbestritten großen Erfolg der größten Klimaleugnerpartei Deutschlands. Statt dessen schreiben Sie selbst, dass “Grüne und Linke zusammen” ihren Stimmenanteil gerade mal bestätigen konnten, also trotz der Aktionen keinen Zuwachs verzeichnen konnten. Ist das ein Erfolg in Ihren Augen?

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  • Thilo B

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    @Studi: Ihnen scheint entgangen zu sein, dass die rot-grüne (-gelbe) Regierung im Februar letzten Jahres abgewählt wurde, trotz oder wegen diesen “nervenden” Klimaaktionen. Viele begrüßungswerte Entscheidungen wurden seit dem rückgängig gemacht, bzw. aufgeweicht, siehe “Verbrenneraus” (was nie als Verbot gedacht war). Genau das ist eine Niederlage für das Klima, hervorgerufen durch die auch meiner Meinung nach mehr als zweifelhaften Aktionen von Klimaaktivisten.

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  • Der sich den Wolf schreibt

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    @ Lisa G 12. Januar 2026 um 14:24
    ….“Ich denke, dass die Menschen mittlerweile ziemlich übersättigt sind mit den ständigen dystopischen Prophezeiungen zum Klimawandel. Man kanns einfach nicht mehr hören.“….
    Ich kann gut verstehen, dass sie die faktenbasierten Mahnungen vor den weltweit drohenden Konsequenten und bereits stattfindenden Veränderungen durch den Klimawandel (Extremwetterereignisse, Hitzeperioden, Überschwemmungen, Flächenbrände und klimabedingte Veränderungen der Vegitation (Flora, Fauna)) nicht mehr hören wollen. Es ist nicht lustig, aber es ist stattfindende Realität, die bei manchem Anderen Unbehagen für die Folgen in der Zukunft, auslöst. Ich bin für die Einhaltung des Rechts und lehne rechtswidrige Handlungen und extremistischen Terroraktionen, ab. Aber den berechtigten Protest, den die Jugend in Sorge um ihre Zukunft, durch Wahrnehmung des in der Demokratie garantierten Demonstrationsrecht ausdrückt, müssen wir schon ertragen.
    Für mich ist das Verhalten der Klimaskeptiker, Klimaleugner, Verschwörungstheoretiker, fossilen Lobbyisten und sonstigen „Klimageisterfahrern“, nur schwer zu ertragen.

    https://www.fluter.de/warum-klimawandel-leugnen-in-den-usa-funktioniert

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  • KW

    |

    Lisa G, welchen Extremismus genau hat Dieter Nuhr entdeckt?
    Etwa sein Mantra, dass man heute nichts mehr sagen dürfte, was er aber ständig zur Primetime und mit sehr viel Sendezeit auf etlichen Fernsehkanälen verbreiten darf?

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  • Auch a Regensburger

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    zum Grübeln:

    China fliegt Allen Ländern mit seinem wirtschaftlichen Erfolg um die Ohren. Entscheidende Säulen sind regenerative Energietechniken und E Autos.

    Wir wären früh dran in Deutschland haben es dann aber als grünen und woken Idealismus abgetan.

    Status quo muss man feststellen, dass falsche wirtschaftspolitische Entscheidungen getroffen wurden. Die Beweisführung ist ja erbracht worden.

    Und bedeutet dies auch das eine Grüne Partei seit Jahrzehnten die besser Wirtschaftspolitik machen würde?

    Wir müssen endlich die Zukunft sehen wollen und Veränderung als Chance und nicht als Drohung verhindern. Und die Politiker, die destruktiv sind, nicht mehr wählen.

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  • Lisa G

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    @KW: Mag ja sein, dass Sie Satire gegen links als “Gotteslästerung” sehen. Aber genau bei dieser Sichtweise beginnt bei mir der Extremismus. Und dann ist es Zeit, abzubiegen.

    @Wolf: Danke für Ihren Link. Zeigt er doch, dass übertriebener Aktionismus nicht funktioniert, sondern eher das Gegenteil erreicht.

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  • Rainer Schmidt

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    KW:
    Der Weg von Aktionismus zu Extremismus ist leider nicht sehr weit, wie man bei der RAF gesehen hat und wie man zuletzt in Berlin sehen konnte. Dem notwendigen Klimaschutz wirds wenig helfen.

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  • Studi

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    @Lisa G
    12. Januar 2026 um 18:16
    @Thilo B
    12. Januar 2026 um 18:59

    Auch an Sie kann ich nur auf die im Artikel verlinkte (!) Studie verweisen. Bei der handelt es sich um eine Metastudie, die den aktuellen Forschungsstand zusammenfasst in einem der am höchsten angesehenen Journalen (viertbestes von hunderten) in dem Feld Behavioural Neuroscience (können Sie nachschauen z.B. auf https://www.scimagojr.com/journalrank.php?category=2802 ). Des weiteren ist Robyn Gulliver selbst Wissenschaftlerin mit Publikationen in Top-Journals. Dass Sie auch Aktivistin ist ändert nichts an der Korrektheit der Forschung, welche ja durch peer-Review verifiziert wird. Eine unausgewogener Peer-review Prozess aufgrund einer Bubble kann vielleicht bei kleinen Journals in Nischen stattfinden, wohl aber kaum in den großen Top Journals von denen wir hier reden.

    Des weiteren schätzen Sie mich falsch ein. Ich bin nicht teil von irgendeiner Klimaschutz Gruppe und auch kein Aktivist in diesem Sinne.

    Die AfD als Klimaleugner Partei darzustellen ist deutlich zu kurz gegriffen. Sehen Sie zum Beispiel https://www.tagesschau.de/wahl/archiv/2025-02-23-BT-DE/umfrage-wahlentscheidend.shtml . Dort erkennen Sie dass Klima und Umwelt AfD Wählern komplett egal ist. Wichtig zu beachten bei der verlinkten Umfrage ist, dass nach Themen gefragt wurde. Klima und Umwelt als Thema kann auch interpretiert werden dass man Klimaschutz begrenzen oder rückgängig machen will, jedoch ist das kein Wahlentscheidendes Thema für AfD Wähler. Insgesamt war es im Wahlkampf schwierig vor allem für Grüne ihre MArkenzeichen Klima- und Umweltschutz auszuspielen, da es in jeder Talkshow nur um Wirtschaft und Einwanderung ging. Außerdem ist es für eine gescheiterte Regierung (woran offensichtlich nicht die grünen Schuld waren wie wir heute wissen, die mehrheit der Befragten sieht die FDP als Hauptschuldigen für das scheitern) immer schwieriger im Wahlkampf. Wenn man das mit einbezieht haben Sie sich bemerkenswert gut geschlagen. Die “Aktionen” waren im Wahlkampf gar kein Thema, womit sie weder positiv noch negativ zu bewerten sind, also kann man kaum von “trotz” oder “wegen” sprechen. Die Kausalität dass das schlechte Abschneiden der Grünen bei der Wahl auf die Klimaaktivisten zurückzuführen ist, wurde bis heute nicht erbracht. Gegenteilige Beobachtungen habe ich ja bereits verlinkt.

    @Lisa G
    13. Januar 2026 um 09:35

    Fridays for Future ist auch im Lobbyregister. Sie sehen dass sich in vielerlei Hinsicht Lobbyarbeit und Aktivismus ähnlich verhalten. Nur aus dem Link geht doch hervor dass wenn man genug Geld hat, man eben schon Einfluss nehmen kann. Oder wie Interpretieren Sie den Beitrag? Was meinen Sie mit “Aktionismus funktioniert nicht”?

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  • Irena Kuczynski

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    hm, so wie ich das lese, geht es nicht um Demonstrationsrecht generell, sondern um Aktivismus bei dem geziehlt andere gestört werden, Klima-Kleber etc. Gegen Demonstrationen wird keiner was haben, solange andere dabei nicht gezielt gestört werden.

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