Donnerstag: Schaidinger erstattet Bericht zur Brückensperrung

Schaidinger gibt seinen Bericht zur Brückensperrung am Donnerstag ab. Foto: ArchivVor Oktober soll es nichts Neues in punkto Ersatztrasse geben – wenigstens von Seiten der Stadt. Das hat Oberbürgermeister Hans Schaidinger kürzlich eingeräumt. Die Stadtamhofer wollen ungeachtet dessen sobald wie möglich eine Bürgerversammlung durchführen. Vergangene Woche wurde Schaidinger ein entsprechender Antrag überreicht. 250 Bürger haben ihn unterschrieben. Möglichst bald nach den Sommerferien solle diese Versammlung stattfinden, fordert Walter Cerull von den Donauanliegern. Man wolle sich „nicht von außen eine Lösung überstülpen lassen“, sondern eigene Wünsche und Vorstellungen darlegen. Ihren Wunsch haben die Donauanlieger bereits mehrfach formuliert: Sie lehnen eine Ersatzbrücke, ob nun im Osten oder Westen, kategorisch ab. Noch während der Sommerferien, genauer gesagt in der Sitzung des Ferienausschusses am Donnerstag, wird der Oberbürgermeister im Stadtrat einen Bericht über die Gründe abgeben, die zur plötzlichen Sperrung der Steinernen geführt haben (16 Uhr, Neues Rathaus). Vorab wurde bereits bekannt, dass weder Taxis noch Shuttle-Busse in Zukunft über die Steinerne fahren können. Die Brüstung könnte auch dem Aufprall von diesen kleineren Fahrzeugen nicht standhalten. Mit kritischen Nachfragen ist zu rechnen; die Gelegenheit, den Stadtrat noch vor der Sperrung zu informieren hatte der Oberbürgermeister nicht genutzt. Ebenfalls mit der Sperrung der Steinernen Brücke beschäftigt sich ein Antrag der ödp, der fordert, sofort eine provisorische Busspur entlang der Frankenstraße einzurichten. Übrigens: Im Rahmen des Planungsdialogs Steinerne Brücke wurde bereits die Möglichkeit von Busspuren auf beiden Seiten der Frankenstraße geprüft. Als Kosten wurden seinerzeit elf Millionen Euro veranschlagt. 135 Bäume müssten gefällt werden. \Noch nicht auf der Tagesordnung steht am Donnerstag der Antrag der Freien Wähler, eine Machbarkeitsstudie für eine Tunellösung in Auftrag zu geben. Er wird voraussichtlich im September behandelt. Oberbürgermeister Hans Schaidinger hat allerdings schon vorab – via Tageszeitung – seine ablehnende Haltung gegenüber einer Tunnellösung bekräftigt. Eine Machbarkeitsstudie gebe es bereits seit 2005. Die Kosten für einen (zweispurigen) Tunnel beliefen sich laut Schaidinger auf 30 Millionen Euro. Dem „Vater“ der Tunnel-Idee, Günther Riepl, hat der Oberbürgermeister „Volksverdummung“ vorgeworfen. Darauf hat wiederum Riepl reagiert. Die Machbarkeitsstudie, auf die Schaidinger verweise, sei weder vom Stadtrat in Auftrag gegeben, noch jemals dort vorgestellt worden. Riepl ist nach wie vor davon überzeugt, dass ein einspuriger – und damit weit günstigerer – Bustunnel möglich wäre und verweist dazu auf Planungen, die er 1998 in Auftrag gegeben hatte. Ein Diskussion darüber im Stadtrat wird, wie gesagt, allerdings erst im September stattfinden. Vorab hat Riepl vorgeschlagen, zu dem Thema eine Podiumsdiskussion zu veranstalten, „um der Volksverdummung entgegenzuwirken“.

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Kommentare (5)

  • Fritz

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    Vielleicht könnte Herr Riepl mal vorab einen Tunnelquerschnitt für seinen einspurigen Tunnle vorlegen und die Notfalleinrichtungen, Rettungsweg, usw – näher erläutern.

    Die Argumentation der Stadt und die vorgelegten Querschnitte sowie die Aussagen zu notwendigen Rettungswegen klangen nämlich ziemlich plausibel.

    Warum man Rettungswege braucht bzw. was bei fehlenden Rettungswegen passieren kann hat man beispielsweise bei der Brandkatastrophe am Kitzsteinhorn vor einigen Jahren gesehen.

  • Norbert Steiner, CSB

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    Die Argumentation von Stadtrat Riepl, der seit Jahren die Tunnellösung fordert, ist schlüssig. Aber: Wenn es keine weitere Lösung der Flußüberquerung gibt, dann bleibt eben nur der Tunnel oder aber man baut eine Golden Gate bei Kneiting!
    Übrigens war die Lösung iS. Stadthalle von Riepl auch sinnvoll. Sie wurde nur verworfen, weil sie von ihm kamen. Das sollte doch endlich aufhören.

  • Christof.lapd

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    Ich finde die Herangehensweise von Herrn Scheidinger an die Sache auch nicht richtig (Alleingang ohne Stadrat etc.) aber andererseits: Würde die Brücke nicht gesperrt würden die nächsten 10 Jahre noch Busse und Taxen über die Brücke fahren.

    Was ich mich frage: Wie schauts aus bei Fahrzeugen einer BOS (Das sind die mit Blaulicht und Sirene)? Dürfen die über doe Brücke heizen?

  • Bernhard Segerer

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    Tja, wenn man halt nicht genau hinschaut…
    ich habe ich die Überschrift erst mal gelesen als:

    Schaidinger erstattet Bericht zur Brückensprengung.

    LOL!

  • Riepl Stadtrat FW

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    Hallo Fritz
    Ein 1:1 Modell mit Plan und Erläuterung an einer Schautafel ist am Gries, wo der Tunnel quert, 5 Jahre lang gestanden und es stünde heute noch, wenn nicht der OB eine Beseitigungsanordnung verfügt hätte.
    Man kann alle Pläne unter (www. freie-waehler-regensburg.de) einsehen. Alle Anforderungen für die Rettung sind dabei berücksichtigt. Sollten noch Fragen offen sein, bitte über FW Fraktion melden.

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