SOZIALES SCHAUFENSTER

Erzieherinnenstreik: Solidaritätsaktion am 21. Mai 2015 in Regensburg

P R E S S E M I T T E I L U N G der Gewerkschaft ver.di

 

 

Regensburg, den 21. Mai 2015

 

 

Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe  

ver.di  Oberpfalz: Solidaritätsaktion am 21. Mai 2015 in Regensburg

 

„Wir laden alle Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst zur Solidaritätsaktion am 21. Mai 2015 um 19.00 Uhr auf den Neupfarrplatz nach Regensburg ein. Eingeladen sind neben den aktuell Streikenden Kolleginnen und Kollegen vor allem Beschäftigte aus den Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, der Kirchen oder Private Einrichtugen.“ erklärt Kathrin Birner (Gewerkschaftssekretärin ver.di Oberpfalz) aus der Streikzentrale im Gewerkschaftshaus Regensburg.

Musikalisch wird die Kundgebung von „Hammerhack“ (Bluesrockgschdanzlsongoet) umrahmt.

 

Am 18. Mai 2015 begannen die Streiks der Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst auch in der Oberpfalz, welche nach wie vor zunächst bis Ende dieser Woche andauern. „Insgesamt 11 Kindergarten/-tagesstätten, 13 Kinderhorte, 2 Kinderkrabbelstuben, 6 Mittagsbetreuungen sowie das Jugendamt und weitere Einrichtungen der Jugendhilfe der Stadt Regensburg, aber auch Beschäftigte des Kommunalunternehmen MedBo des Bezirks Oberpfalz sind seit heute im Streik“ so Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz). Eine komplette Woche werden die betroffenen Beschäftigten  des Sozial- und Erziehungsdienstes der MedBO sowie der Stadt Regensburg in den unbefristeten Streik zunächst bis zum 22. Mai 2015 einbezogen. Am 21. Mai werden weitere Kindergärten, im Raum Regensburg u.a. in Lappersdorf, Pfatter sowie im Raum Schwandorf  die Kommunalen Kitas in Schwandorf und Wackersdorf mit einbezogen.

 

Neben dieser Erweiterung der Streiks auch in die Region Schwandorf stehe der 21. Mai unter dem Tagesmotto „Behindertenhilfe“, um deutlich zu machen, dass die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst auch im Bereich der Behindertenhilfe tätig sind. „Wir weiten also konkret die Streiks in die kommunalen Kitas von Schwandorf und Wackersdorf aus. Darüber hinaus wollen wir am 21. Mai um 12.00 Uhr im Rahmen einer zentralen oberpfälzer Protestkundgebung am Marktplatz in Schwandorf den Beschäftigten Gehör verschaffen!“ so Gröbner weiter.

 

„Wir bedauern es sehr, dass in den bisherigen Verhandlungsrunden die Arbeitgeberseite kein Angebot vorgelegt haben. Unser Ziel auf dem Verhandlungswege einen tragfähigen Kompromiss zu erreichen konnten wir leider nicht erreichen. Deshalb haben wir die Urabstimmung eingeleitet und die Mitglieder gaben mit 93,44% ein eindeutiges Votum ab. Nun werden wir auch die Beschäftigten in der Oberpfalz in den Ausstand einbeziehen.“ erläutert Alexander Gröbner (Geschäftsführer ver.di Bezirk Oberpfalz)

 

Alle politisch Verantwortlichen seien sich grundsätzlich darin einig, dass die sozialen Berufe aufgewertet werden müssten. Bedauerlicherweise endeten die Sonntagsreden der Politik immer dann, wenn es darum geht, die Einkommen der betroffenen Beschäftigten auch konkret anzuheben. „Deshalb fordern wir die Vertreterinnen und Vertreter der Bundes- und Landespolitik in der Region ebenso auf wie diejenigen der Kommunalparlamente, die Bürgermeister und Oberbürgermeister aber auch die Landräte in der Oberpfalz auf, Einfluss auf den Kommunalen Arbeitgeberverband sowie die VKA (Verband der kommunalen Arbeitgeberverbände) zu nehmen. Wir müssen diese Auseinandersetzung in einem tragfähigen Kompromiss zu Ende bringen, je eher, desto besser!“ bekräftigt Gröbner „Wir hoffen auch weiterhin auf das Verständnis und die Unterstützung der Eltern in dieser Auseinandersetzung“ so Gröbner weiter.

 

„Auch wenn es die Arbeitgeberseite immer wieder behauptet: Wir führen diese Tarifauseinandersetzung nicht gegen die Kinder und Eltern. Vielmehr haben die wichtigen Bezugspersonen z. B. in Kindertagesstätten und –krippen, in den Horten und der Mittagsbetreuung aber auch beispielsweise in den Jugendämtern und der Psychiatrie nicht nur eine gesellschaftliche Aufwertung mit Worten verdient. Am Ende ist es wichtig diese Fachkräfte auch adäquat zu bezahlen!“

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