Flüchtlingsprotest in Regensburg: Tag 1

Die erste Pressemitteilung der iranischen Flüchtlinge in Regensburg Datum: 12.07.2012 Wir sind sechs iranische Flüchtlinge, die gegen die unmenschlichen Bedingungen für Asylsuchende in Deutschland protestieren. Mit der am 11. Juli begonnenen Aktion im Zentrum der Stadt Regensburg möchten wir unsere Solidarität mit den protestierenden Flüchtlingen in den Städten Würzburg, Aub, Bamberg und Düsseldorf zum Ausdruck bringen. Wir sind der Meinung, dass sich die deutsche Bundesregierung und die zuständigen Behörden sehr wohl über die menschenunwürdigen Zustände der Flüchtlinge bewusst sind. Wir erachten es als wichtig, die Öffentlichkeit über diese Situation zu informieren. Und das können wir am besten direkt auf der Straße im Gespräch mit den Menschen vor Ort. Dazu benötigen wir vor allem die Unterstützung der Medien. Um mehr Verständnis für unsere Situation zu erwecken, möchten wir durch die Aufstellung der Pavillons und die Ausstellung zahlreicher Fotos auf die Verbrechen der islamischen Republik Iran aufmerksam machen. Weil wir uns gegen diese Verbrechen wehrten und für Freiheit kämpften, wurden wir zur Flucht aus unserer Heimat gezwungen. Auch im Europa des 21. Jahrhunderts müssen wir für unsere Rechte kämpfen und uns wehren gegen Gesetze und Bestimmungen, die uns kriminalisieren, uns in abgelegene Orte unter Quarantäne stellen, durch Residenzpflicht jeglicher Bewegungsfreiheit berauben und uns Lebensweisen vorschreiben, die nicht mit den hier geltenden Menschenrechten vereinbar sind. Es sind Bestimmungen, die uns Flüchtlinge in die Verzweiflung und gar in den Selbstmord treiben, Flüchtlinge wie Mohammad Rahsepar. Trotz der durch die Auflagen erschwerten Situation (u.a. drei Betten für sechs Protestierende) konnten wir heute um 16 Uhr unseren Protest-Aktion mit der Unterstützung der folgenden Gruppen beginnen: Verdi. Jugend, SDS Regensburg, Bürger_innen-Initiative Asyl, Anita_f, SJD-Die Falken, Hausprojekt DANZ. Außerdem war die Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke, Kornelia Möller, die mit ihrer Anwesenheit ihre Solidarität mit uns ausgesprochen hat.

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