Hoffnung auf ein gutes Pontifikat?

Zur Wahl von Jorge Mario Bergoglio zum neuen Papst Franziskus I. Die 115 alten Männer in der sixtinischen Kapelle haben der Welt eine Überraschung bereitet: Jorge Mario Bergoglio hatte vor 8 Jahren noch die meisten Stimmen gegen Ratzinger bei der Wahl 2005. Diesmal hatten jedoch nicht viele Spekulanten ihn auf ihrer Liste. Zum ersten Mal wird ein Südamerikaner gewählt, er ist Jesuit und gilt als Anwalt der Armen. Allerdings wird ihm vorgeworfen, dass er in den Zeiten der Militärdiktatur zu nahe an der argentischen Junta war. Wenn die Geschwisterlichkeit, die er mehrfach angesprochen hat, und sein Name Franziskus Programm sind, dann können wir auf ein gutes Pontifikat hoffen. Ob er allerdings die Kraft haben wird im Vatikan aufzuräumen, daran bestehen zum heutigen Tag ernsthafte Zweifel. Die Umstrukturierung dieses zentralistischen undurchsichtigen Apparats wäre notwendige Voraussetzung für die so dringend notwendigen, echten Reformen in unserer Kirche: Der Ortskirche und dem Bischofskollegium muss einen besserer Stellenwert eingeräumt, werden, dem Volk Gottes, allen Gläubigen, die durch Taufe und Firmung eigene Verantwortung für die Botschaft Jesu und für die Kirche haben, müssen gleichberechtige Partner der Ordinierten in der Sorge um die Kirchen werden können.

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Kommentare (1)

  • Veronika

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    Danke für diese Pressemeldung! Was mich jetzt brennend interessieren würde ist, ob der Regensburger Ex-Oberhirte nun oberster Glaubenshüter bleiben wird oder nicht? Ist doch eine interessante Frage, nachdem man seit der Aussage mit dem Unwort „P.-Stimmung“ rein gar nichts mehr von ihm gehört hat.

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