Holocaust-Leugnung: Williamson-Verteidiger erwarten “ langwierigen Gang durch die Instanzen“

Presseerklärung der Verteidigung zur Neuauflage des Williamson-Prozesses am 16.01.2013 vor dem Amtsgericht Regensburg Am 16.01.2013 beginnt seitens der bayerischen Justiz der Versuch einer Neuauflage des Prozesses gegen den britischen Bischof Richard Williamson. Aus der Sicht der Verteidigung, die beim Erstverfahren vor dem Oberlandesgericht erfolgreich eine Aufhebung sämtlicher Vor-Urteile erreicht hat (deswegen ist es rechtswidrig, wenn Teile der Medien davon gesprochen haben, Herr Williamson sei „mehrfach verurteilt worden“, ohne dabei gleichzeitig die erfolgte Aufhebung dieser Urteile zu erwähnen). Der Gesamtvorgang steht wieder bei „Null“. Die Verteidigung erwartet einen komplizierten und langwierigen Gang durch die Instanzen, so dass mit einer raschen Rechtskraft nicht zu rechnen sein wird. Die Verteidigung wird – angesichts der von einem britischen Staatsangehörigen gegenüber einem Fernsehteam des Königsreichs Schweden gemachten, in beiden Ländern nicht strafbaren und in Deutschland nicht zur Ausstrahlung veranlassten Äußerungen vor allem auf die fehlende Tatherrschaft des Mandanten hinweisen, ferner auf die immense öffentliche Vorverurteilung sowie erneut auf Formfragen im neuerlichen Strafbefehlsverfahren. RA Prof. Dr. Edgar Weiler RA Dr. Andreas Geipel 14.01.2013

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Kommentare (1)

  • Holocaustleugner-Idol verurteilt | Regensburg Digital

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    […] Mit der Geldstrafe von 1.800 Euro bleibt Hausladen weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft (6.500 Euro). Seit seinem Rauswurf aus der Piusbruderschaft sei Williamson praktisch mittellos, lebe bei Freunden und komme durch Spendenaufrufe über die Runden. Betrachtet man aber die leuchtenden Augen, mit denen die Holocaustleugner-Riege das Verfahren verfolgt hat, dann darf der Bischof sicher mit einem ganz angenehmen Auskommen rechnen. Das kann er auch brauchen: Seine Anwälte wollen notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte ziehen. […]

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