Kurzfilmwoche: World of Film – World of Music!

Vom 13. – 20. März 2013 findet die 19. Regensburger Kurzfilmwoche statt. Was erwartet den Zuschauer? Zu allererst eine personelle Umstellung: Der Medienwissenschaftler Philipp Weber hat im September 2012 die Nachfolge von Michael Fleig übernommen. Michael Fleig leitet stattdessen ein Seminar an der Universität Regensburg zur Regensburger Kurzfilmwoche, im Rahmen dessen die Studenten ein eigenes kleines Programm kuratieren. Gemeinsam wird das Team um Festivalleiterin Insa Wiese dem Publikum wieder ein hochkarätiges Sonderprogramm präsentieren und selektierte zudem spannende Wettbewerbsfilme aus den 4.500 Einreichungen. Des Weiteren gibt es neue Spielstätten: Das W1-Zentrum für junge Kultur kommt neben der Filmgalerie im Leeren Beutel und dem Ostentorkino als neue Spielstätte hinzu. Hier besteht z.B. die Möglichkeit zwei Programme nebeneinander zu zeigen. Sollte eines ausverkauft sein, trennen den Zuschauer nur wenige Stufen von einem anderen Programmangebot. Einmalig wird im Rahmen des Festivals ein Programm in der Hochschule für Kirchenmusik gezeigt. Die Musikstudenten der Hochschule untermalen die Filme der Filmpionierin Lotte Reiniger instrumental. Mit diesen beiden Kooperationen (W1 und HFKM) wird auch ein Bezug zu dem diesjährigen Themenschwerpunkt hergestellt: Musik. Manche Leute bezeichnen die Musik als universelle Sprache, da sie von Menschen unterschiedlichster Herkunft verstanden wird. Hierbei dient die Musik vor allem als Kommunikationsmittel für Gefühle. Insofern wird die Kurzfilmwoche ihrem internationalen Anspruch gerecht und versucht mit ihrem Programm sich allen Menschen jeglicher Kultur verständlich zu machen – über den Weg der Emotion. Emotionen werden auch bei Kurzfilmen selbst evoziert: Der Rezipient wird konfrontiert mit Lustigem, Traurigem, Verstörendem – eben mit der ganzen Bandbreite der Empfindungen. Das wird auch dieses Jahr nicht anders sein. Als Schwerpunktland hat sich deshalb das Festivalteam Griechenland heraus gesucht. Auch dort kochen derzeit die Emotionen. Schuld ist die Finanzkrise, die spätestens seit 2010 auch in der breiten Öffentlichkeit wahrgenommen wird. Wie wird damit im aktuellen Kurzfilm umgegangen? Wird dies überhaupt thematisiert? Das sind einige Fragen, die im Rahmen des Länderschwerpunkts beantwortet werden. Trotz all der Spezialprogramme kommt dennoch nicht das Herzstück des Festival zu kurz: die verschiedenen Wettbewerbe. Wie gewohnt konkurrieren zahlreiche Kurzfilme um verschiedene Preise. Im Internationalen Wettbewerb z.B. um den BR Kurzfilmpreis und den Preis der Stadt Regensburg, im Deutschen Wettbewerb um den BMW Kurzfilmpreis und den Max-Bresele-Gedächtnispreis. Darüber hinaus hat jede bayerische Produktion die Chance den FFF-Förderpreis für den besten Nachwuchs zu gewinnen und im Regionalfenster gibt es seit 2011 den Volksbank Regensburg eG Preis unter einem speziellen Motto (dieses Jahr ‚Miteinander’) und einen Jury-Preis zu gewinnen. Ein umfangreiches Programm ist wieder geboten und der Zuschauer hat die Qual der Wahl. Dennoch: Music Makes The World Go Round und im März wird Regensburg für kurze Zeit das Zentrum der Welt, in dem man Filme schauen, Musik hören, Menschen aus aller Welt treffen kann

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