Mehr Rechte für Praktikanten gefordert

Pressemitteilung des studentischen SprecherInnenrates der Universität Regensburg vom 31. August 2012 SprecherInnenrat fordert mehr Rechte für PflichtpraktikantInnen: “Lernen statt Kaffeekochen” Im Laufe der meisten Studiengänge muss eine bestimmte Anzahl an Pflichtpraktika absolviert werden, die der Erweiterung des Wissens der Studierenden in der Praxis dienen soll. Das beinhaltet nicht nur die Aneignung theoretischer Kenntnisse, sondern auch das Einüben entsprechender praktischer Fähigkeiten. Tatsächlich sind PraktikantInnen aber häufig nur ein Ersatz für fehlende Arbeitskräfte und werden weit über ihr tatsächliches Einsatzgebiet hinaus eingespannt. “Praktikantinnen und Praktikanten stellen oft leider nur billige oder unbezahlte Arbeitskräfte dar”, sagt Ssaman Mardi, studentischer Sprecher. “Vor allem, wenn Einrichtungen auch die personellen Kapazitäten fehlen, um die Studierenden in ihrem Praxiseinsatz angemessen zu begleiten.” Dementsprechend schlecht ist in vielen Fällen auch die Betreuungssituation. Darunter leidet nicht nur die Qualität des Wissenstransfers, sondern es fehlt auch an AnsprechpartnerInnen, mit denen man Probleme und Fragestellungen besprechen kann. Bedingt wird das auch durch die rechtliche Lage: “Pflichtpraktika während des Studiums sind nach wie vor von den sonst für PraktikantInnen geltenden Gesetzen ausgenommen”, so Stefan Christoph, studentischer Sprecher. “Viele Studierende werden aber ohnehin nur mangelhaft über ihre Rechte und Pflichten informiert und sind zudem auf ein Praktikumszeugnis angewiesen. So bleibt ihnen kaum eine andere Möglichkeit, als nach Vorgabe des Arbeitgebers Aufgaben zu übernehmen, auf die man sie nur mangelhaft vorbereitet hat oder die so zeitaufwendig sind, dass darüberhinaus kaum etwas gelernt und das Ziel des Praktikums verfehlt wird.” 

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