Ohne Zölibat wär’s besser…

Auch ein Pfarrer braucht Familie, meint Markus Hierl.Mit seiner Äußerung über das Zölibat hat sich der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, nicht nur Freunde gemacht. Nicht nur vom Regensburger Bischof Gerhard Ludwig wird Zolltsch kritisiert, weil er das Zölibat nicht für notwendig hält. Markus Hierl offenbart mir seine Meinung dazu. Erzbischof Zollitsch steht in der Kritik. Wie sehen Sie das? Endlich hat mal ein Vertreter der Kirche gesagt, was viele denken. Das war doch überfällig. Wie stehen Sie persönlich zum Zölibat? Ich halte es für unmöglich, dass ein Priester den Menschen predigt, wie sie ihr Familienleben gestalten oder ihre Ehe führen sollen, obwohl er selbst keine direkte Erfahrung damit hat. Viel besser wäre es, wenn Pfarrer heiraten dürften. Dann gäbe es bestimmt auch mehr von ihnen. Glauben Sie, ein Priester könne sich trotz Familie genauso gut um die Mitglieder seiner Pfarrei kümmern? Natürlich! Jeder geht arbeiten und kümmert sich trotzdem um seine Familie. Man würde die Pfarrer vielleicht eher ernst nehmen, wenn man wüsste, dass sie selbst erleben, was es heißt, Kinder zu erziehen und Familie zu haben.

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Kommentare (1)

  • Mathilde Vietze

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    Bischof Zollitsch hat klar ausgesprochen, was
    die Mehrheit der Katholiken denkt, ein paar ewiggestrige Reaktionäre ausgenommen. Es ist
    bezeichnend, daß ausgerechnet die Herren Müller
    und Mixa sich wieder wichtig machen und zur
    Presse rennen mußten. Da drängt sich mir die
    Frage auf, ob der vielbeschworene Gehorsam
    nur für das dumme Fußvolk gilt und nicht auch
    für Bischöfe gegenüber ihrem Vorsitzenden.
    Nun, Zollitsch wird in absehbarer Zeit nach
    Rom einbestellt werden und dort – vor laufen-
    den Kameras – von der dortigen Mafia derart
    unter Druck gesetzt werden, daß er es künftig
    nicht mehr wagt, irgendein heißes Eisen an-
    zusprechen.
    Der Pflicht-Zölibat ist nichts weiter, als
    eine Vergewaltigung der männlichen Natur.
    Er sollte f r e i g e s t e l l t werden
    und wer nicht heiraten will, kann es ja blei-
    ben lassen. Aber zu behaupten, daß nur ein
    ehelos lebender Pfarrer sich voll der Seel-
    sorge widmen könne ist nicht nur ein Schmarr’n
    und ein blödes Dahergerede, sondern auch eine
    gezielte Ohrfeige für all die evangelischen
    Pfarrer, die ihren Seelsorgeauftrag sehr sehr
    ernst nehmen. So sieht also die „Nächsten-
    liebe“ der Amtskirche aus.

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