Situation der Grund- und Mittelschulen in der Oberpfalz im Schuljahr 2013/2014

Regierung der Oberpfalz – Pressestelle – Situation der Grund- und Mittelschulen in der Oberpfalz im Schuljahr 2013/2014 Schulen – Schulorganisation Die Gesamtzahl der 347 Grund-, Haupt- und Mittelschulen in der Oberpfalz, davon 14 in privater Trägerschaft, hat sich gegenüber dem Vorjahr um 4 Schulen vermindert. Ursache für diesen Rückgang ist die Auflösung der Mittelschulen Donaustauf (Lkr. Regensburg), Hohenwarth-Grafenwiesen (Lkr. Cham), der Grundschule Dachelhofen (Lkr. Schwandorf) und der privaten Montessori-Grundschule in Rappenbügl (Lkr. Schwandorf). Die Auflösungen dieser Schulen wurden von den jeweiligen Sachaufwandsträgern oder privaten Trägern bei der Regierung der Oberpfalz beantragt. Im Falle der Mittelschule Donaustauf wurde vor zwei Jahren im abgeschlossenen Verbundvertrag zwischen Neutraubling und Donaustauf diese Auflösung bereits vertraglich festgelegt. Schüler der aufgelösten Schulen besuchen zukünftig Grund- oder Mittelschulen in der Umgebung. Alle früheren staatlichen Hauptschulen der Oberpfalz führen bereits seit letztem Schuljahr die Bezeichnung Mittelschule. Ein Hauptschulangebot gibt es nur mehr bei drei Schulen in privater Trägerschaft, den Montessori-Schulen in Amberg und in Schönthal (Lkr. Cham) sowie der International School Regensburg (RIS) in Regensburg. Die Schullandschaft der Oberpfälzer Pflichtschulen gliedert sich damit im neuen Schuljahr wie folgt: 242 Grundschulen, 102 Mittelschulen, und 3 gemeinsame Grund- und Hauptschulen in privater Trägerschaft. Drei private Schulen verlegten im Laufe des letzten Schuljahres bzw. zum 01.08.2013 ihre bisherigen Standorte aus dem Landkreis in die Stadt Regensburg, die International School Regensburg RIS (bisher in Großberg), die Grundschule der Regensburger Domspatzen (bisher in Pielenhofen) und die Internationale Grundschule SIS Swiss (bisher in Regenstauf). Dies führt statistisch gesehen auch zu einem Anstieg der Schülerzahl in der Stadt Regensburg und zu einem Rückgang im Landkreis. An folgenden Schulen ruht der Schulbetrieb im Schuljahr 2013/2014: an der Grundschule Kemnath bei Fuhrn (Lkr. Schwandorf), der Mittelschule Am Rauhen Kulm in Speinshart (Lkr. Neustadt a.d.WN), der Mittelschule Illschwang (Lkr. Amberg-Sulzbach) und der Mittelschule Waldershof (Lkr. Tirschenreuth). Über die weitere Zukunft dieser Schulen wird erst zu einem späteren Zeitpunkt entschieden. Der im abgelaufenen Schuljahr ruhende Schulbetrieb an der Mittelschule Kirchenthumbach (Lkr. Neustadt a.d.WN) wird im neuen Schuljahr mit einer 5. Jahrgangsstufe (19 Schüler) wieder aufgenommen. Mittelschulen und Schulverbünde Ab einer bestimmten Organisationsgröße können einzelne Mittelschulen alleine alle geforderten Angebote, die den Status einer Mittelschule bedingen, aufweisen. Die meisten Mittelschulen haben sich zu Mittelschulverbünden zusammengeschlossen. Hier müssen alle geforderten schulischen Angebote, z.B. Mittlere-Reife-Klassen oder Ganztagsangebote, im Verbund und nicht an jeder einzelnen Schule vorhanden sein. In der Oberpfalz gibt es derzeit 6 eigenständige Mittelschulen (davon 2 in privater Trägerschaft), die restlichen 96 Mittelschulen sind in insgesamt 34 Schulverbünden organisiert, 8 davon schulamtsübergreifend und 4 sogar bezirksübergreifend mit Schulen in Niederbayern, Mittelfranken und Oberfranken. Schülerzahlen Die größten Schulen der Oberpfalz sind die Mittelschule Neutraubling (Landkreis Regensburg) mit 660 Schülern in 32 Klassen und die Grundschule Neutraubling mit 519 Schülern in 25 Klassen. Die kleinste staatliche Grundschule liegt in Trausnitz (Landkreis Schwandorf) mit 26 Kindern in zwei jahrgangskombinierten Klassen. Die Gesamtschülerzahl an den Grund- und Mittelschulen der Oberpfalz ging gegenüber dem Vorjahr um 959 Schüler (1,8 %) auf jetzt 54.546 Schüler zurück. Die Zahl der Schulanfänger beträgt 8.711 und damit um 216 (2,5 %) Erstklässler mehr als im Vorjahr. Die Grundschulen besuchen 2013/14 insgesamt 35.217 Schüler (Rückgang 493 Schüler = 1,4 %), die Mittelschulen 19.329 Schüler (Rückgang 466 Schüler = 2,4 %). Die größten Schülerrückgänge im Regierungsbezirk ergeben sich in den Landkreisen Tirschenreuth (4,9 %), Cham (4,7%) und Amberg-Sulzbach (3,5 %), die niedrigste Quote ist in und in der Stadt Amberg (0,2 %) zu verzeichnen. Die Stadt Regensburg weist sogar einen deutlichen Schülerzuwachs von 233 Schülern (+3,6 %) auf, der allerdings zum größten Teil durch den Standortwechsel von 3 privaten Schulen aus dem Landkreis in die Stadt Regensburg statistisch zu Buche schlägt. Die vorläufige Auswertung der Amtlichen Schuldaten zum 1. August 2013 ergibt für die Oberpfalz folgenden Planungsstand für das neue Schuljahr: An den staatlichen und privaten Grundschulen wurden insgesamt 183 jahrgangskombinierte Klassen gebildet, in denen Schüler der 1./2., 2./3. oder der 3./4. Jahrgangsstufe miteinander unterrichtet werden. Die Zahl der Klassen sank im Vergleich zum Vorjahr auf 2.620, das sind 41 weniger als im Vorjahr. Die Klassen verteilen sich wie folgt: Grundschule 1.657 (Rückgang um 13 Klassen) und Mittelschule 963 (Rückgang um 28 Klassen). In der Oberpfalz gibt es nur 59 Klassen (= 2,3 %) mit 28 Schülern, aber auch 173 Klassen (= 6,6 %) mit bis zu 15 Schülern. In 40,3 % aller Grund- und Mittelschulklassen sitzen nur 16-20, in 42,4 % 21-25 Schüler und Schülerinnen. Um Klassen mit einem Schüleranteil von mehr als 50 % Migrationshintergrund zu entlasten, wurde dort vom Kultusministerium die Schülerhöchstzahl auf 25 begrenzt und zusätzliche Lehrerstunden zur Verfügung gestellt. Die durchschnittliche Schülerzahl in einer Grundschulklasse beträgt in der Oberpfalz 21,25 Schüler, in einer Mittelschulklasse 20,07 Schüler. Übertritte an andere Schularten Zum neuen Schuljahr treten in der Oberpfalz insgesamt 64,9 % aller Grundschüler aus der 4. Jahrgangsstufe an Gymnasien (34,9 %) und an Realschulen (30,0 %) über. 35,1 % der Viertklässler setzen ihre Schullaufbahn an der Mittelschule fort. Somit übernehmen die Mittelschulen nach wie vor den größten, wenn auch gegenüber den Vorjahren abnehmenden Schüleranteil aus der 4. Jahrgangsstufe. Die höchste Übertrittsquote nach der 4. Jahrgangsstufe hat der Landkreis Regensburg (72,9%) zu verzeichnen. Im Vorjahr betrug die Quote aller Übertritte an Gymnasien und Realschulen am Ende der Grundschule 64,6 %. In den Landkreisen Cham, Neumarkt, Schwandorf und Tirschenreuth treten seit mehreren Jahren mehr Grundschüler an Realschulen über als an Gymnasien. Aus den Mittelschulen treten zum neuen Schuljahr insgesamt 5,3 % (Vorjahr 5,6 %) der Schüler der 6. Jahrgangsstufe an eine Wirtschaftsschule über. Die Übertrittsquote nach der 5. Jahrgangsstufe der Mittelschule an Realschulen/Gymnasien kann erst im September ermittelt werden, da die endgültige Anmeldung an diesen Schularten erst in der 1. Ferienwoche erfolgt. Sie betrug im letzten Schuljahr in der Oberpfalz 7,7 %. M – Klassen an Hauptschulen Im neuen Schuljahr besuchen in der Oberpfalz 4.975 Schüler insgesamt 238 Mittlere-Reife-Klassen der Jahrgangsstufen 7 – 10. 1006 Schüler (29 %) aus den bisherigen 6. Klassen der Mittelschulen im Regierungsbezirk wechseln in den Mittlere-Reife-Zug der Mittelschulen und besuchen 47 M7-Klassen. 1.545 Mittelschüler in 75 Abschlussklassen (M 10) bereiten sich auf den Mittleren Schulabschluss vor.

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