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Widerstand gegen Hochwasserschutz

Eine Regensburger Insel begehrt auf

Info-Abend des Aktionsbündnis „Erhalt der Donauinseln e.V.“. Mitglieder fordern Schutz von Mensch und Natur statt technischer Maximallösung. Anschließende Diskussion verläuft friedlich – viele Gegner, wenig Befürworter. Perspektive von Stadt und Freistaat fehlt völlig. Ein Anwohner befürwortet den Hochwasserschutz.

Bernhard Löffler vom Aktionsbündnis führt durch den Abend. Foto: rr

Bernhard Löffler eröffnet das Treffen mit den Worten: „Guten Abend, weil der Andrang so groß ist, wird es um 21 Uhr eine zweite Veranstaltung geben“.

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Das Vereinsheim der SSV Jahn Schwimmabteilung ist bis auf den letzen Platz besetzt. Gut 150 Personen sind hier. Das kleine Häuschen steht auf der Jahninsel. Etwas versteckt in einem Wäldchen, liegt es malerisch zwischen den beiden Donauseitenarmen. Mit Sicherheit hat es in den letzen Jahrzehnten das ein oder andere Hochwasser erlebt. Hierher lädt das Aktionsbündnis „Erhalt der Donauinseln e.V.“ zum Informationsabend.

Hochwasserschutz ja – aber mit Maß und Ziel

Denn die Stadt plant zusammen mit dem Freistaat ein nie da gewesenes Hochwasserschutz-Großprojekt. Der Untere Wöhrd soll zum größten Teil von einer unterirdischen Betonmauer umfasst werden. In Form eines Us, dass bis zu zwanzig Meter in die Tiefe reicht. „Wie ein unterirdischer Staudamm“, sagt Florian Gebauer, einer der Vorstände.

Sein Verein hat sich gegründet, um den Bau zu verhindern. Sie seien dabei keineswegs gegen Hochwasserschutz, aber gegen eine technische Maximallösung. Es gelte abzuwägen – Schutz vor Überschwemmungen versus sozial- und naturverträglicher Schutz für Mensch und Umwelt. „Ich will, dass es eine Insel bleibt und keine Festung wird“, sagt Schriftführer Martin Schmid während der Vorstellungsrunde.

Stadt Regensburg – Warum der Bau notwendig ist

Laut einem Schreiben der Stadt Regensburg ist der Hochwasserschutz notwendig, weil die sandig-kiesigen Schichten sehr wasserdurchlässig sind. Ohne ihn würde bei Hochwasser das Wasser unter dem oberirdischen Schutz durch den Boden drücken und die Insel von unten fluten.

Der Andrang im Vereinsheim der SSV Jahn Schwimmabteilung ist riesig. Foto: rr

„Beim Hochwasser 2024 war gerade das zu beobachten“, sagt Pressesprecherin Juliane von Roenne-Styra.

Aktionsbündnis hat große Bedenken

Beim Termin auf der Jahninsel waren weder Mitarbeiter der Stadt noch des Freistaats anwesend. Man habe sie auch nicht explizit eingeladen. „Uns ging es vor allem darum unsere Sicht vorzubringen“, so Vorstandmitglied Löffler.

Das Bündnis hat eine Liste von Einwänden formuliert. Laut Stadt soll der Bau fünf Jahre dauern. Das hieße fünf Jahre schwere Baugeräte auf der Insel. Unabsehbare Folgen für die Häuser auf dem Unteren Wöhrd – genauer: Angst vor Rissbildungen oder dem Absacken von Gebäuden. Auch die Auswirkungen auf die Ufervegetation seien immens. Nichts werde mehr so aussehen wie es einmal war. „Der wertvolle Baumbestand ist in Gefahr“, sagt Florian Gebauer.

Ein älterer Herr im Publikum sagt: „Das ist doch alles ein Krampf.“ Ohne die vorgelagerten grünen Inseln wäre die Regensburger Altstadt nie Weltkulturerbe geworden. „Die Wöhrde sind die grüne Lunge der Altstadt.“

Löffler sagt, so etwas sei noch nie gebaut worden. Niemand könne sagen, was nach dem Bau passiere. Vorstandsmitglied Gebauer ergänzt, die Untergrundabdichtung führe zu dauerhaft künstlichen Grundwasserverhältnissen.

Stadt Regensburg: Keine Gefahr fürs Grundwasser

Aus dem Schreiben der Stadt geht hervor, dass man durch diesen Schutz die bestehenden Grundwasserverhältnisse während Nicht-Hochwasserzeiten möglichst unverändert lassen wolle. Daher sei eine unterirdische Dichtwand mit Öffnungen vorgesehen, die im Normalfall für ausreichend Durchströmung sorge.

Im Hochwasserfall werde nur so viel Wasser durchgelassen, dass dies über Sammelleitungen und Pumpen wie bei den bisherigen Hochwasserschutzabschnitten abgeführt werden könne. „Dies wurde über ein Grundwassermodell abgebildet, untersucht und Schritt für Schritt optimiert und entsprechend dimensioniert“, schreibt die Pressesprecherin.

Unsere Redaktion hat bereits darüber berichtet.

Löffler: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht.“

Gebauer kommentiert, das Risiko könne kein Fachmann einschätzen. Man sei im Austausch mit dem Wasserwirtschaftsamt. Aber es gäbe keine Garantie, dass das geplante System funktioniere.

„Bei uns läuten alle Alarmglocken“, so der Architekt. Denn die Natur sei hier wildromantisch. Dementsprechend groß seien die Bedenken vor den Eingriffen. In der Wöhrdstraße 41 etwa werde ein alter Obstgarten durch den Bau regelrecht zerschnitten.

In der Proskestraße 5 rasiere die geplante Mauer den gesamten Baumbestand. Und in der westlichen Wöhrdstraße fielen ihr zehn Kastanien zum Opfer. Die Stadt ist zwar verpflichtet, die Baumschutzsatzung einzuhalten, allerdings dauert es Generationen, bis die gefällten Bäume nachgewachsen sind.

Teure Technik bedeute nicht automatisch mehr Sicherheit, sondern könne selbst Probleme schaffen. Man fordere ein ergebnisoffenes Abwägen unterschiedlicher Güter und Kosten
. Hochwasserschutz müsse „weiter” gedacht werden, resümiert das Aktionsbündnis am Ende seines Vortrags.

Viele Gegner, wenig Befürworter

Walter Cerull versteht die Welt nicht mehr. Warum braucht es diesen Hochwasserschutz? Wie eine Mahnung aus der Vergangenheit steht der ältere Herr aus Stadtamhof vor den Versammlungsteilnehmern. Er eröffnet die Fragerunde mit einer Aussage: „Wir in Stadtamhof, wir wollten vor zwanzig Jahren keinen Hochwasserschutz. Und wir haben uns solange gewehrt, bis keiner gebaut wurde.“ Applaus brandet auf.

Janine Körner aus der Wöhrdstraße erzählt von einer städtischen Info-Veranstaltung. Ein Vertreter der Stadt habe dort gesagt, es gehe nicht um die Menschen, sondern um den Schutz von städtischer Infrastruktur. Ein Herr von Greenpeace fragt, was eigentlich bei Starkregen passiere? Wie werde das Wasser abgeleitet?

Planer: Ohne unterirdische Mauer funktioniert es nicht

Darauf meldet sich Thomas Eckert zu Wort. Er gibt sich als Mitglied des zuständigen Bau-Planungsbüros zu erkennen. Allerdings ist der Architekt nicht für die technische Planung zuständig – sondern für die Neugestaltung öffentlicher Plätze. „Ohne diesen Ring funktioniert der Hochwasserschutz nicht“, sagt er.

Die Idee sei es, dadurch den Grundwasserspiegel innerhalb das Ringes dauerhaft abzusenken und den Anstieg des Hochwassers auf der Insel zu verhindern. Damit solle eine Überlastung der Pumpen, die das Wasser wegtransportierten, verhindert werden. Ohne den Bau sei der Grundwasserspiegel auf der Insel genauso hoch wie außerhalb des Wöhrds. Bei einem Hochwasser, das länger als zwei bis drei Tage dauere, schafften die Pumpen es dann nicht mehr, die Wassermassen abzutransportieren.

Erörterungstermin im Juli

Der Andrang ist riesig. Viele Leute stellen Fragen und äußern Bedenken. Alle sind sie gegen den geplanten Bau. Die meisten sind Anwohnerinnen. Befürworter melden sich bis auf Eckert keine. Vorstandsmitglied Gebauer verweist auf den vergangen Protest in Stadt am Hof und seinen Erfolg. Allerdings sei man „sauspät dran“. Denn im Juli ist der Erörterungstermin. Danach dann die Baufeststellung, gibt ein Herr zu bedenken.

„Wir sitzen alle auf einer Insel“, sagt Bernhard Löffler und schließt die erste Veranstaltung. Draußen wartet bereits eine große Menschentraube auf Runde zwei.

Anwohner am Telefon: „Hochwasser ist kein Spaß.“

Richard Weidmüller ist 74. Er ist auf der Insel aufgewachsen und hat dort sein ganzes Leben verbracht. Der Landschaftsarchitekt ist ein Befürworter des geplanten Hochwasserschutzes. „Früher waren alle dafür“, sagt er unserer Redaktion. Jetzt sei die Insel gespalten: in Befürworter und Gegner. Oder in Gebäudeeigentümer und Mieter.

Der Vorstand des Aktionsbündnisses (v.l.): Bernhard Löffler, Michael Kroll, Martin Schmid, Evelyn Braunspgerger, Stefanie Sabatier und Florian Gebauer. Foto: rr

Für ihn als Eigentümer sei das Risiko, ohne neuen Hochwasserschutz sein Haus zu verlieren größer als der Schaden, der durch den Bau entstehen könnte. Er sagt: „Wenn du dir im Alter während einer Überschwemmung nicht mehr helfen kannst, hilft dir keiner.“

Außerdem sei er traurig. Denn durch diesen Konflikt gehe der „Insulanergeist“ verloren. Allerdings möchte Weidmüller auch nie wieder ein Hochwasser erleben müssen, dass an seinem Besitz großen Schaden anrichtet.

Löffler antwortet auf nachbarschaftliche Bedenken

Mit den Aussagen Weidmüllers konfrontiert antwortet Löffler, dass er die Unterscheidung, Mieter ist gleich Gegner und Eigentümer ist gleich Befürworter, für verkürzt hält. In seinem Haus etwa sei die Hälfte von denen, die Einwände erhoben hätten Mieter und die andere Hälfte Eigentümer. Allesamt seien sie Gegner des geplanten Hochwasserschutzes. Für sie komme es auf den Erörterungstermin am 22. Juli an. Spätestens dann wissen alle mehr – Gegner wie Befürworter.

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Kommentare (7)

  • Horst

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    Bei Corona und den Impfungen konnte ich noch verstehen, dass einige Leute dagegen waren, weil sie es einfach nicht verstehen. Läuft doch alles im sub-mikroskopischen Bereich ab, nix kann man sehen. Man muss den Experten vertrauen.

    Aber beim Hochwasser? Wasser hoch, Keller voll, Haus nass, Wohnung voll Schimmel! Das sind doch einfache kausale Zusammenhänge, die jeder mit dem eigenen Auge verfolgen kann? Jetzt ist tatsächlich Geld da die Häuser vor Hochwasser zu schützen, und dann beschweren die sich über UNTERIRDISCHE Mauern?!? Weil man eine “gefühlt sanftere Lösung” will? Wie wäre es am besten gleich mit einer homöopathischen Lösung? Wir werfen in Sinzing einen Sandsack in den Fluss, damit am Unteren Wöhrd die Keller nicht voll laufen!

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  • Mr. T.

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    Horst, ganz so primitiv ist es leider nicht. Es geht nicht um Hochwasserschutz oder keinen, es geht darum, dass der geplante Hochwasserschutz übertrieben ist. Er kostet zu viel, greift extrem in die Umwelt ein und die Folgen davon sind nicht absehbar. Genausowenig wie sein Nutzen bei einem hundertjährigen Hochwasser, für das er konzipiert ist. Da stellt sich die Frage, ob es nicht besser ist, hoch Schäden alle 50, 100 oder 150 Jahre mal zu akzeptieren, als einen massiven Eingriff vorzunehmen, um diese vielleicht zu verhindern. Die Nachteile erleben die Anwohner auf jeden Fall, die Vorteile wahrscheinlich nicht. Es ist wohl besser, sich vor Hochwassern zu schützen, mit denen man alle 10 oder 20 Jahre rechnen muss, was aber bei weitem weniger aufwändig ist. Außerdem darf man nicht vergessen, dass jeder Hochwasserschutz in Regensburg höhere Schäden Donauabwärts mit sich bringt. Vom Freistaat aus gesehen wird das Problem nur verlagert. Das hat man in Deggendorf beobachten können, nachdem Regensburg sich relativ gut geschützt hat.
    Ich hab keine Ahnung von Hydrologie und Hochwasserschutz, mir ist aber zumindest klar, dass das hier nicht so einfach ist.

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  • Walter

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    Den Hochwasserschutz an sich kann ich nicht beurteilen – ich wohne auch nicht am Unteren Wöhrd.
    Wenn ich mir das Bild 2 aber so ansehe, drängt sich mir die Vermutung auf, dass die Versammelten nur in Ruhe ihre letzten 5 Jahre verleben möchten und dann buchstäblich “nach mir die Sintflut” angesagt ist.
    Ähnlich wie bei der Stadtbahn auch viele Ältere dagegen waren, da sie die Früchte nicht mehr ernten hätte können.

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  • Richard Weidmüller

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    Wenn man schon namentlich aus einem Telefoninterview zitiert wird sollte wenigstens der Name des Interviewten stimmen. Regensburg Digital scheint es da mit der journalistischen Sorgfalt nicht so ernst zu nehmen.

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  • Robert

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    Zur Präzisierung vorneweg: Was will man mit dem geplanten unterirdischen Betonring erreichen? Er soll die Donauinseln nicht gegen Hochwasser oder Überschwemmungen schützen, er soll zusammen mit Pumpen in Sickerschächten erbaut werden, um gegen einen schädigenden hohen Grundwasserspiegel gewappnet zu sein.

    Pumpen in Sickerschächten gehören bei baulich eingrenzbaren Flächen zwar zu den bewährten Standardmethoden gegen problematische Grundwasserspiegel. Ob damit ganze Flussinseln sicher geschützt werden könnten, ist mehr als fraglich. Dass diese „technische Maximallösung“ wie geplant funktioniert, keine Wasserschäden mehr auftreten und nicht mehr evakuiert werden müsste, behaupten die Planer bemerkenswerterweise gar nicht. So gesehen ist der Betonring auch keine „Lösung“, sondern eher ein technisches Experiment, dass die Flussökologie für die nächsten Jahrhunderte verändern und dominieren würde.

    Die Idee mit Betonring und Pumpwerken kommt aus der Stube von Ingenieuren und Planern, die nicht gemäß einer über Jahrhunderte gewachsenen Erfahrung vorgehen: der Grundwasserspiegel an der Donau steigt immer wieder problematisch hoch an, also baue und nutze die Umgebung dementsprechend, denn das Grundwasser lässt sich mit technischen Bauten nicht abhalten!

    Die Planer und Ingenieure ticken bekanntlich anders und geben vor, das hochwasserbedingte Grundwasser mit Betonringen, Pumpwerken und Modell-Berechnungen beherrschen zu können. Sie sind derzeit in der glücklichen Lage, dass der Freistaat Bayern nur zur Abwehr von sog. Jahrhundert-Hochwasserschäden prioritär riesige Fördergelder vorsieht. Sie können oder müssen also technische Großprojekte planen, um aus vollen Fördertöpfen schöpfen zu können. So gesehen ist die propagierte technische „Lösung“ mit Betonringen nicht an und für sich die einzige oder beste. Sie resultiert vor allem aus den politisch gesetzten Rahmenbedingungen und den in Aussicht gestellten Fördermitteln: Form Follows Money.

    Das Wasserwirtschaftsamt ist in diesem Kontext Teil des Problems, es begleitet diese „Lösung“ nur, ohne sie zu hinterfragen. Auch dort wird nicht über das gegebene Fördermittelszenario hinausgedacht. Potentielle Folgen und schädliche Auswirkungen für die Ökologie der Donauinseln werden durch weitere Modellberechnungen (wonach Öffnungen im Betonring die Grundwasserströme durch die Inseln nicht unterbinden würden) vom Planungstisch gewischt.

    Ich würde die Beton-Bauten nur zulassen, wenn die Beteiligten für die potentiellen Schäden und Risiken bürgen würden und bei Bedarf ein Rückbau erfolgen könnte.

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  • Rufus

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    Ich denke, was auf gar keinen Fall geht, wäre die Installation eines Großkrans auf einer der Wöhrdinseln, der die gesamte Finanzkraft, die hierfür vorgesehen ist, hochhebt, über die Dächer Regensburgs schwenkt und anschließend über effektiven Entbürokratisierungsmaßnahmen mit eingebauter Erfolgsgarantie auskippt.

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  • Richard Weidmüller

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    Nach wie vor bin ich der Überzeugung, dass der Widerstand gegen die Hochwasserschutzplanungen überwiegend von jüngeren Leuten kommt die entweder gar nicht auf dem Unteren Wöhrd leben oder sich in ihren Miet- oder Eigentumswohnungen in der gegenüber der Werftstrasse wesentlich höher gelegenen Wöhrd- oder Küffnerstraße sehr sicher vor Hochwasserkatastrophen fühlen. Hausbesitzer oder Mieter in der Werftstraße haben dazu eine völlig andere Sicht der Dinge. Ein Hochwasser ist kein Spaß. Es bringt Stress, Angst, Ärger und hohe unversicherbare Kosten. Wer der Meinung ist das könnte man doch ruhig alle 10 – 15 Jahre mal ohne Hochwasserschutz aushalten hat keine Ahnung von Hochwässern und verhält sich gegenüber seinen gefährdeten Mitbürgern auf der Insel zutiefst unsolidarisch.

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