SOZIALES SCHAUFENSTER

Beiträge mit Tag ‘Luca-App’

„Wir haben da keine Karten im Spiel.“

Regensburg geht auf Distanz zur Luca-App

Von der viertgrößten Stadt in Bayern gibt es keine Empfehlung und schon gar keine Verpflichtung zur Nutzung der Luca-App. Das hat Regensburgs Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer in einer Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag klargestellt. Es gebe auch keine Pläne zum Einsatz in städtischen Einrichtungen. Das Westbad bleibt bei seinem Online-Ticketing-System – ohne App.

Über fünf Millionen Euro hat der Freistaat Bayern für Lizenzen der umstrittenen Luca-App ausgegeben – von der Stadt Regensburg gibt es keine Empfehlung oder Verpflichtung, diese zu verwenden. In städtischen Einrichtungen kommt sie derzeit nicht zum Einsatz. Foto: Hersteller

„Die Stadt Regensburg empfiehlt nicht die Verwendung der Luca-App.“ Das hat Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer in einer Sitzung des Kulturausschusses klargestellt. Anlass war eine Nachfrage von Ribisl-Stadtrat Jakob Friedl. Zwar habe man sich auf Wunsch von Gastronomen dafür eingesetzt, eine App mit Schnittstelle zum Staatlichen Gesundheitsamt zu etablieren, so die Oberbürgermeisterin. Das habe sich aber dann mit der Entscheidung des Freistaats überschnitten, Lizenzen für die Luca-App zu erwerben. Jeder, der wolle, könne diese nutzen, allerdings gäbe es dazu keine Empfehlung oder gar Verpflichtung durch die Stadt Regensburg. „Wir haben da keine Karten im Spiel.“

„Corona-Warn-App ist die smartere Lösung“

Luca-App in Regensburg: Stadtrat kritisiert Beschlussvorlage

Es gibt weiter Kritik an der Entscheidung, die umstrittene Luca-App als Instrument zur Kontaktnachverfolgung in Regensburg zu etablieren. Grünen-Stadtrat Daniel Gaittet bemängelt, dass die App in der schriftlichen Beschlussvorlage für den Verwaltungsausschuss nicht einmal erwähnt wurde. „Die Diskussion wäre dann sicher anders verlaufen.“

Interview

Luca in Regensburg: Digitales Globuli

„Mit Luca durch den Feier-Sommer“ titelte die MZ am 23. April. Anlass war ein Bericht im Verwaltungs- und Finanzausschuss des Regensburger Stadtrats zu dezentralen Veranstaltungsorten und weitergehenden Regelungen im kommenden Corona-Sommer. Eher eine Randnotiz bei der Debatte: Regensburg setzt trotz aller bekannter Kritik auf die Luca-App, um Kontakte nachzuverfolgen und so die Öffnung von Geschäften, Gastronomie und Kultureinrichtungen zu ermöglichen. Der Regensburger Unternehmer und international tätige IT-Journalist Markus Feilner gehört zu den profiliertesten Kritikern der App und hat erst kürzlich eine mehrteilige Recherche dazu veröffentlicht. Wir haben ihn gefragt, was er von der Einführung der Luca-App in Stadt und Landkreis hält.

drin