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Beiträge mit Tag ‘Stadtpass’

KulTür vs Stadtpass?

Konkurrenz um Kulturalmosen

Kostenlose Vergabe von Restkarten an Bedürftige: Gestern wurde im Leeren Beutel das Modell „KulTür“ vorgestellt, das die kulturelle Teilhabe in Regensburg verbessern soll. Bedenken meldete Reinhard Kellner vom Armutsforum an: Er befürchtet eine Konkurrenz zum Stadtpass.

Im Leeren Beutel stellten das Kulturnetz, das Ostbayerische Kulturforum und das Evangelische Bildungswerk ihr Projekt "KulTür" zur Verbesserung der kulturellen Teilhabe vor. Fotos: ld.

Im Leeren Beutel stellten das Kulturnetz, das Ostbayerische Kulturforum und das Evangelische Bildungswerk ihr Projekt “KulTür” zur Verbesserung der kulturellen Teilhabe vor. Fotos: ld.

„Wir haben da jetzt schon eine gewisse Vorarbeit geleistet“, sagt Reinhard Kellner skeptisch. Gerade jetzt, wo der Stadtpass doch schon auf dem Weg sei und die Stadt in diesem Zusammenhang – das betont er mehrfach – gerade extra eine eigene Stelle schaffe, sei das Modell „KulTür“ schon eine „Konkurrenz zum Stadtpass“. Und: Aus der Perspektive des Armutsforums sei der Startzeitpunkt „nicht gerade ideal“. „Das wird nicht konfliktfrei laufen.“ Das müsse schon einmal gesagt werden.

Vorerst kein Bürgerentscheid

Im Juli kommt der Stadtpass

Halber Eintritt bei städtischen Einrichtungen, das RVV-Monatsticket zum halben Preis und das Ökoticket für 14,50 – so soll der Stadtpass aussehen, den die Koalition ab Juli 2015 einführen wird. Mit der BI „Pro Stadtpass“ hat man sich auf eine eineinhalbjährige Testphase geeinigt.

Trotz Verbot

Guerilla-Sammlung pro Stadtpass

Zuletzt durfte das Bündnis Pro Stadtpass keine Unterschriften vor dem Jobcenter Regensburg sammeln. Die Begründung: Das Gebäude befinde sich auf Privatbesitz. Am Donnerstag sammelten Aktivistinnen der FAU trotzdem. „Es kann nicht sein, dass durch Privatisierung von öffentlichem Raum die Meinungsbildung behindert wird“, so FAU-Sekretärin Bettina Moser.

Bürgerbegehren darf nicht sammeln

Versammlungsfreiheit? Nicht im Gewerbepark!

Das Bündnis „Pro Stadtpass“ darf vor dem Jobcenter der Stadt Regensburg keine Unterschriften sammeln. Man sein nicht zuständig, heißt es von der Stadt. Das Gebäude befinde sich auf Privatgelände im Gewerbepark. Die Geschäftsführung der Gewerbepark GmbH wiederum genehmigt „grundsätzlich“ keine solchen Veranstaltungen. Juristisch ist die Sache allerdings nicht so einfach. Schließlich geht es um ein Grundrecht.

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