19. Regensburger Kurzfilmwoche

„Wenn wir Burnout wollen, reicht der Zuschuss!“

Dieses Jahr findet bereits zum 19. Mal die Regensburger Kurzfilmwoche statt – immerhin das größte und bedeutungsvollste Festival seiner Art in ganz Süddeutschland. Mit welchen Problemen Festivalleiterin Insa Wiese, und ihr Team zu kämpfen haben, erzählt sie im Interview mit David Liese.
"Wenn man Qualität will, muss man dafür zahlen!": Festivalleiterin Insa Wiese mit OB Schaidinger und dem Filmemacher Roland Fischer. Foto: Liese

„Wenn man Qualität will, muss man dafür zahlen!“: Festivalleiterin Insa Wiese mit OB Schaidinger und dem Filmemacher Roland Fischer. Foto: Liese

Insa, die 19. Regensburger Kurzfilmwoche hat sich der Aufgabe verschrieben, „Regensburg für ein paar Tage zum Zentrum der Welt“ zu machen. Wie schätzt du selbst die Bedeutung der Kurzfilmwoche ein? Ich glaube, manchmal unterschätze ich den Einfluss der Kurzfilmwoche weltweit. Ich bin immer wieder überrascht, wer uns so kennt und vor allem wo. Wir bekommen beispielsweise Anfragen aus Afrika. Die ganze Welt nimmt uns wahr, aber wir sind natürlich nicht so bedeutend wie Cannes oder auch Oberhausen, die einfach älter und etablierter sind. Internationale Gäste sind da extrem wichtig, weil sie die Veranstaltungen erst lebendig machen. Es geht auch immer um den kulturellen Austausch – auf allen Ebenen. Wenn dann auch noch die Filmemacher selbst zu Gast sind, wird es richtig interessant.

„Ich habe das Gefühl, dass alles viel strenger geworden ist.“

Gerade im Hinblick auf diesen internationalen Anspruch gab es im Vorfeld des diesjährigen Festivals einige Stolpersteine. Zwei Ukrainerinnen sollten kein Visum erhalten. Haben es die beiden zur Kurzfilmwoche geschafft? Ja, beide sind am Tag der Eröffnung wohlbehalten bei uns angekommen, haben sogar schon mit dem Oberbürgermeister geplaudert. Das hat alles wunderbar geklappt, aber bis kurz vor knapp wussten wir nicht, ob sie kommen dürfen oder nicht. Bei der afghanischen Kulturmanagerin Mariam Mana hat das leider überhaupt nicht funktioniert. Sie hat kein Visum bekommen. Mariam Mana sollte ein Programm kuratieren. Wie geht ihr mit der Situation um? Welche Bedeutung hat diese restriktive Haltung der deutschen Botschaft in Kabul für euch? Wir haben mehrere Anträge geschrieben. Selbst das Goethe-Institut hat sich eingeschaltet. Aber es hat alles nichts geholfen. Schon komisch. Wir haben ja auch ein Programm gemacht, in dem Mariam erwähnt war. Wir konnten das alles belegen. Das Goethe-Institut hat vermutet, dass es mit einem Vorfall zusammenhängt, bei dem vor einiger Zeit afghanische Deutschlehrer nach Deutschland gereist und nie zurückgegangen sind. Kennt ihr solche Probleme auch aus der Vergangenheit oder stellen sie sich in diesem Jahr zum ersten Mal? Ich habe das Gefühl, dass alles viel strenger geworden ist. Visa haben wir auf Anfrage eigentlich immer bekommen. Interessant ist auch, dass wir beispielsweise bei Riley Leung, der aus Hongkong kommt, nach meiner Erinnerung keinerlei Antrag stellen mussten. Das hat problemlos geklappt.

„Auf lange Sicht lässt sich das Niveau so nicht halten.“

Ein anderes Thema: Bei der Eröffnungsveranstaltung am Mittwoch hast du deinen großen Dank an die Sponsoren und Partner ausgesprochen, ohne die die Kurzfilmwoche nicht möglich wäre. Neben Unternehmen aus der freien Wirtschaft werdet ihr auch durch öffentliche Partner wie die Stadt Regensburg bezuschusst. Reicht der Zuschuss oder bräuchtet ihr mehr Geld? Wenn wir so leidenschaftlich bleiben und es bis zum Burnout bringen wollen, reicht der Zuschuss. Wir kriegen ja seit 19 Jahren immer wieder ein Festival hin. Aber man muss ganz klar sagen: Auf lange Sicht lässt sich das Niveau so nicht halten. Auch ich muss irgendwann meine Rente finanzieren. Jetzt bin ich schwanger und muss eine Familie ernähren – mit meinem Gehalt geht da gar nichts. Und das speist sich letztlich aus den Zuschüssen der Stadt. Aber von diesem studentischen Gehalt kann keiner von uns leben. Deswegen wechselt hier auch regelmäßig das Personal. Diese Arbeit nimmt so viel Zeit in Anspruch, dass man unmöglich nebenbei jobben kann. Allein deshalb ist eine Erhöhung des Zuschusses notwendig, wenn man langfristig Qualität will – und Stabilität.
Ein Studentengehalt, von dem niemand leben kann: Insa Wiese und Mitorganisator Philipp Weber. Foto: pm

Ein Studentengehalt, von dem niemand leben kann: Insa Wiese und Mitorganisator Philipp Weber. Foto: pm

Die andere Seite ist, dass man ständig improvisieren muss. Dass man keinen gescheiten Beamer im Ostentor stehen hat. Dass die Technik spontan zusammengestöpselt ist. Dass man Leute nicht bezahlen kann, beispielsweise die Gästebetreuung, die richtig hart arbeitet. Die machen das alle ehrenamtlich, da kriegt niemand Geld, weil keines da ist. Das ist eigentlich eine Schweinerei. Da muss insgesamt etwas passieren, wer auch immer da etwas veranlasst. Die Leute machen beim nächsten Jahr halt nicht mehr mit, obwohl sie die nötige Erfahrung schon haben. Sie müssen nämlich auch von etwas leben. Die machen einmal ein Praktikum und können sich das anrechnen lassen. Danach ist Schluss.

„Wenn man Qualität will, muss man dafür auch zahlen.“

Insofern sind die freundlichen Worte des Oberbürgermeisters, der bei der Eröffnungsfeier für das ehrenamtliche Engagement dankte, doch etwas zynisch. Letztes Jahr war das große Thema der Stadt das Ehrenamt. Ich hab mich da schon gefragt: Heißt das, es wird von jeder Kultureinrichtung erwartet, dass man ehrenamtlich arbeiten muss? Wenn man Qualität haben will, dann muss man dafür auch zahlen. Das ist einfach so. Jedes Jahr habe ich neue Menschen. Jedes Jahr muss ich sie neu einarbeiten. Das kostet viel Zeit. Je nachdem, wie engagiert die Leute sind und wie gut und oft sie mitarbeiten können, wird das Festival mal besser, mal schlechter. Das möchte ich nicht mehr. Ich will Verlässlichkeit. Diese Kritik betrifft jeden. Auch Sponsoren können sagen: Wir zahlen mehr. Oder es kommen neue Sponsoren dazu. Aber das hat sich hier in Regensburg alles als schwierig erwiesen. Viele fördern schon etwas anderes. Oder sie sagen bei einem Betrag von 1.000 Euro: „Wir sind ein großer Sponsor.“ 1.000 Euro? Das ist noch nicht mal ein Zehntel vom Festivalkatalog… Diejenigen, die uns unterstützen, unterstützen uns seit Jahren. Denen will ich keinen Vorwurf machen. Es geht um neue Partner. Aber viele Menschen wissen einfach nicht, was es bedeutet, so ein Festival zu organisieren. Die denken sich: Och ja, man schaut da mal zwei, drei Filmchen an. Wir hatten dieses Jahr 4.500 Einsendungen allein für die vier Wettbewerbe. Das ist alles viel Arbeit, viel Zeit, viel Kommunikation. Vor allem viel Büroarbeit und Verwaltungsaufwand. Da muss man mal Aufmerksamkeit drauf legen. Was sind deine persönlichen Wünsche an die diesjährige Kurzfilmwoche, die Mitwirkenden und das Publikum, aber auch an die nächsten Jahre? Mein langfristiger Wunsch ist Stabilität und Kontinuität, damit wir Planungssicherheit haben. Die Finanzierung muss gesichert sein. Es ist unangenehm, wenn ich nicht planen kann. Beispielsweise wollte ich eine Künstlergruppe herholen, dann plane ich das erst ein, und dann bricht mir vielleicht ein Sponsor weg – schon muss ich wieder absagen. Für dieses Jahr wünsche ich mir, eine gute Stimmung und dass die Menschen sich wohlfühlen. Dass es zu interkulturellem Austausch kommt und die Menschen inspiriert werden. Insa, vielen Dank für das Interview und viel Erfolg beim diesjährigen Festival!

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Kommentare (9)

  • Radlertölpel

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    Könnt ihr mal eine Auflistung machen, wieviel die Kurzfilmwoche aus welchen Quellen bekommt?…
    (Dem könnte man ja dann Schnellschuß-Aktionen des Kulturreferats wie das Klassik Open Air wo für einen Abend 300 000€ ausgegeben werden, was ja schön ist, aber nicht bei dem ursprünglich vorgesehenen Ticketpreisen von 40€ aufwärts, gegenüberstellen.

    Ich denke es hat Prinzip, dass Kunst und Kultur knapp gehalten werden, während beim Tourismusmarketing (Wir sind Kaiser…) oder für Kongressgäste in fast beliebiger Höhe investiert wird, weil dieser unbekannten Spezies unterstellt wird viel Geld in der Stadt zu lassen. Mit diesem Schummelmodell lässt sich bei der Kurzfilmwoche wohl nicht rechnen, weil wir als Kurzfilmwochenbesucher und Regensburger alle wissen, dass wir nicht mit 400€ pro Kopf und Abend zu Buche Schlagen.
    Auf internationale Gäste, die partout im Hotel untergebracht werden wollen, kann jeder pfeifen, die schrauben nicht an der Qualität und dem Selbstverständnis des Festivals.

    Die Organisatoren der KV Woche sollten ordentlich bezahlt werden, wie andere Kulturarbeiter auch, keine Frage.
    (Zwar themafremd aber an duieser Stelle doch: In einer Ausstellung in der städtischen Galerie in Kirchheim Tek bekommen die Aufsichten einen Arbeitsplatz, und so die Chance ihre Arbeitszeit produktiv zu gestalten:http://kornhausgaleriekirchheim.wordpress.com/2013/02/26/martina-geiger-gerlach/#more-303)
    :::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Good News:

    http://europabrunnendeckel.de/?p=3137

    Die Art BuZZ`l in Burgweinting zieht nach 10 Monaten täglichem Arbeiten aus dem 100qm großen Kaufladen für Erwachsene, der nur von Kindern genutzt wird, um, in die über 200qm große Fläche des ehemaligen Schleckermarktes gegenüber, wo der Fvfu-uüiUF.e.V. ein Senioren Café eröffnet.

    Eine längerfristige Perspektive bildet die Rohbauhalle über dem LIDL, wo Skate- und Modelleisenbahnbauabschnitt 1, 250qm gut abgelagertem und poliertem Holzboden weichen sollen, den wir für sensationelle 500 € Materialkosten (zur Hälfte des Minimalpreises!) selbst ab- und aufbauen wollen.
    SPENDER UND MITARBEITER GESUCHT!

    DAS KURATORIUM DER KULTURSTIFTUNG DER REWAG (!nicht zu verwechseln mit dem Stiftungsvorstand, der sich persönlich für die Art BuZZ`l einsetzte!: http://www.rewag.de/unternehmen/kulturstiftung.html) hat sich aber wie immer dagegen ausgesprochen, dieses Projekt zu unterstützen, denn es handelt sich um Investitionskosten, ebenso, wie bei den 128€ für den Stromzähler. (Dem steht eine Strominstallation durch einen Sponsor im Wert von ca 3500€ gegenüber.)

    Eine selbstverwaltete Kunsthalle für Burgweinting, das ist anscheinend für manch einen allem Anschein nach schlicht und einfach nicht wünschenswert.

    Tja, und dann gab es noch 200€ vom Kulturreferat für das gesamte Jahr 2013! Der Stadtjugendring zahlt 1800€ für Material und Unkosten bei der täglichen Arbeit im Stadtteil, das ist schön.
    Niemand glaubt, das wir wiedereinmal seit 10 Monaten ehrenamtlich und umsonst arbeiten, denn schließlich sind wir hochqualifizierte Experten… Aber so ist es.

    Und so frei wie das Projekt, ist auch stets der Eintritt.

  • Könenkamp

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    Bei aller Liebe zur Kunst: Ich halte es für zweifelhaft, dass Burgweinting eine Kunsthalle braucht. Soll auf jedes Dorf eine?

  • Natürlich!

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    Selbstverständlich! – Es gibt doch auf jedem Dorf irgendjemanden, der sich gerne selbst als Künstler verwirklicht und das von irgendwem finanziert haben will. Ist doch legitim.

    Ich interessier‘ mich nicht für sowas, aber wenn ich würde, mit (zusammen mit der Föderung vom Dezember) 3.300 Euro von irgendner Stiftung o.ä. in ner Halle ne große Modelleisenbahn aufbauen statt selbst bezahlt ne kleine im Hobbykeller ist doch ne tolle Sache!

  • Radlertölpel

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    Im Hobbiekeller arbeitet man allein,
    bei der BuZZ`l mit den Bewohnern des Stadtteils.
    Das tägliche Mitmachangebot ist grundsätzlich kostenlos.
    Die Kunstwerke bleiben Eigentum der Urheber. Wir sind nur Sockelkünstler. Ich habe zahlreiche Kinderarbeiter, die alle auf ihre Kostenkommen. Jetzt mal sehen, was die Senioren so treiben.

  • Radlertölpel

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    Es kann doch nicht so schwer sein, den Organisatoren der Kurzfilmwoche ein vernünftiges Gehalt zu zahlen! Oder mehr als insgesamt 4 Soz Päd Praktikanten (370€ Gehalt) in den Jugendzentren einzustellen… Es hackt an allen Ecken und Enden. Es ist wichtig das anzusprechen, denn an anderer Stelle sind besser bezahlte Angestellte lebenslang zur Untätigkeit verdammt. (Angefangen bei den Aufsichten der städtischen Galerie.) Auch das ist unwürdig.

    @natürlich
    Findest Du die Altstadt so viel interessanter als den am schnellsten gewachsenen Stadtteil Regensburgs an der Grenze zum Landkreis? Aus der Konsumentenwarte heraus kann ich Dir da nur beipflichen. Der Stadtkern (Das ist wohl überall so.) ist jedoch dermaßen reglementiert und mit kulturellen Surrogaten überformt, dass sich hier nur sehr schwer Kunst machen lässt, die sich selbst und den Raum (oder nennen wir es Bezugsrahmen) in dem Sie sich bewegt überwindet, verändert oder auflöst. Jeder hat eine kleine Nische gefunden die genauso zu erhalten ist. Burgweinting ist eine sehr große Nische. Hier ist Raum für Experimente.

  • Natürlich!

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    @Radlertölpel: „Findest Du die Altstadt so viel interessanter als den am schnellsten gewachsenen Stadtteil Regensburgs an der Grenze zum Landkreis?“ – Wo habe ich das geschrieben? – Ich habe lediglich dem Könenkamp erklärt, warum jedes Dorf eine Kunsthalle braucht.

    Dazu nur: K.A., was Du mit „Konsumentenwarte“ meinst, ich bin dort nur um Konzerte anzusehen (Lederer, W1, Heimat, …) oder eben Kurzfilmwoche etc. und finde sie hinsichtlich dessen durchaus interessant, auch wenn sie in der Maßeinheit Einheitsreihenhaus/Zeiteinheit natürlich nicht so schnell gewachsen ist wie Burgweinting.

    „Im Hobbiekeller arbeitet man allein,
    bei der BuZZ`l mit den Bewohnern des Stadtteils.“ – Ist doch super, zu mehreren macht sowas sowieso mehr Spaß, als alleine im Hobbiekeller ne Eisenbahn zu bauen :-)

    Machst doch alles richtig – ich habe keine Hobbies, aber wenn ich mich für Modelleisenbahn oder Skateboardfahren interessieren würde, würde ich wohl auch schauen, dass da viele mithelfen und ich irgendwo Kohle dafür herbekomme.

    „DAS KURATORIUM DER KULTURSTIFTUNG DER REWAG (…) hat sich aber wie immer dagegen ausgesprochen, dieses Projekt zu unterstützen, denn es handelt sich um Investitionskosten (…) Eine selbstverwaltete Kunsthalle für Burgweinting, das ist anscheinend für manch einen allem Anschein nach schlicht und einfach nicht wünschenswert. “ – Nee, die wollen halt einfach diese Kunsthalle nicht bezahlen, die sagen doch nicht, dass Du das nicht machen darfst?!

    Und was das alles mit der Kurzfilmwoche zu tun hat, erschließt sich mir auch nicht so ganz.?

  • Radlertölpel

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    @natürlich

    Was hat nun dein Kommentar auch nur am Rande mit der Kurzfilmwoche zu tun ???Mir wär da schon noch was zum Thema eingefallen.
    Allem Anschein nach hast du natürlich weder Hobbies noch tiefergehendes Interesse, bist eben nur in der Konsumentenrolle… Ich hab 9€ in der Tasche und das Konto wiedereinmal überzogen; kein Gehalt und auch kein Hobbie, nur Arbeit – bis zum umkippen- unbezahlt.

    Nur um die von die Vorurteile zur Bevölkerungsstruktur Burgweintings zu zerstreuen:

    „…auch wenn sie <> in der Maßeinheit Einheitsreihenhaus/Zeiteinheit natürlich nicht so schnell gewachsen ist wie Burgweinting“
    Gerade das ist ja interessant, denn tatsächlich stehen die Eigenheim Reihen nun im Vordergrund und sind z.B. im „Bei uns“ präsentiert…Mit der Käthe Kollwitz-, der EXPO 2000- und der Offensive Bayern Siedlung gibt es hier auch sehr viele Menschen, die hinter den Einfamilienhäusern in Wohnblocks leben. Der Bau dieser Siedlungen war mit großen Sozialen Versprechen und einem wegweisenden Kunstwettbewerb (1. Ausgabe von Regensburg Plant und Baut) verbunden (Man wußte was sonst passieren würde… ), die aus der Chronik des Stadtteils getilgt wurden.
    Die Bevölkerungsstruktur Burgweintings ist im Mapping des Berichts zur sozialen Lage erfasst… (Wie viele Burgweintinger aus den entsprechenden Quartieren gehen ins Theater oder den Sportverein uva..? Die Quartiere sind komplett unterschiedlich, Welten für sich.)
    …Ja und dann gibt es neben dem Sozialentwicklungsplan (Seniorentreff) auch noch den Kulturentwicklungsplan (KEP) wo gefordert wird Kunst in die Stadtteile zu tragen. So geht alles zusammen:
    Soziales Engagement und Bewegungsfreiheit für die Kunst.

  • Natürlich!

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    „Was hat nun dein Kommentar auch nur am Rande mit der Kurzfilmwoche zu tun ???“ – nix – aber ich ahbe auch nicht damit angefangen, unter nen Artikel über die Kurzfilmwoche ne Werbung und Spendenaufruf für meine „Kunsthalle“ zu setzen… :-D

    „Mir wär da schon noch was zum Thema eingefallen.“ – Gerne! – dann hätte wenigstens ein Post hier was mit dem Thema zu tun ;-)

    „bist eben nur in der Konsumentenrolle…“ achja, das beliebte Totschlagargument – jeder, der nicht Deine Ansichten teilt, ist nur ein dummer Konsument, nur Einkaufen im Kopf :-D – passt genau auf mich: Meine Röhrenglotze ist 15 Jahre alt, mein Auto (das ich brauche, um in die Arbeit zu fahren) ein 12 Jahre alter Kleinwagen, ich habe genau 2 Hosen ohne Löcher (die vom Arbeiten kommen, hat nix mit Modetrends zu tun), mein Handy ist ein uraltes aus Ebay für 10 Euro (kein Eifon) usw.

    genau, so sieht der von der Werbung verführte Konsumgeile Mensch aus! :-D – nur zur Info: Nur weil sich jemand nicht für Deine „Kunst“ interessiert, heisst das nicht automatisch, dass er nur an’s Konsumieren denkt ;-)

    „Ich hab 9€ in der Tasche und das Konto wiedereinmal überzogen; kein Gehalt“ – eine einfache Idee: Such‘ Dir nen Job! – aber jammer nicht dauernd hier rum, dass Dir die ganze Kohle aus Spenden und Förderungen nicht reicht.

    Ich kann die REWAG da schon irgendwie verstehen, wenn man sich auch noch öffentlich lustig drüber macht „Wir verprassen die Kohle vom Kulturamt an einem Wochende“, da würde ich auch sagen, „na, da bekommt er halt lieber nix, bevor er sich dann über unser Sponsoring auch noch beschwert, weil’s ihm nicht genug Kohle ist.“ (Klar, so ne große Modelleisenbahn ist bestimmt nicht günstig).

    Andere Kulturschaffende (z.B. DIY-Konzertveranstalter wie Extreme Life Wasting o.ä.) wären bestimmt über 200 Euro Förderung froh, aber die denken gar nicht dran, dass sie irgendwo Kohle abgreifen oder sich von irgendwem Fussboden und Elektroinstallation bezahlen lassen oder hier Spendenaufrufe starten würden.

  • „Das Ostentor ist unser Glamour-Kino!“ | Regensburg Digital

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    […] Joachim Wolbergs betont, dass das Festival Regensburg „unverwechselbar“ mache und „Strahlkraft“ habe. Sehr konkrete Vorstellungen hat Wolbergs davon, wie die Stadt künftig handeln soll: Er will einen Fünfjahresvertrag etablieren, der eine „Grundabsicherung“ der Kurzfilmwoche garantiert. Die Gehälter von Insa Wiese und Philipp Weber sowie Mietkosten sollten dadurch abgedeckt werden. Ein dringend nötiger Schritt: Derzeit erhält man nur etwa 7.000 Euro jährlich aus städtischer Hand, eine Förderung, die nur ausreiche, „wenn wir Burnout wollen“, so Wiese letztes Jahr in einem Interview. […]

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