Veganmania in Regensburg

Mit Menschenfeindlichkeit für die Tiere

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Am Samstag findet in Regensburg zum vierten Mal die Veganmania statt. Das vegane Straßenfest stand in den letzten Jahren bereits vereinzelt in der Kritik, weil die Organisatorin dem Spektrum der Mahnwachen für den Frieden angehört und Verschwörungsideologien nahe steht. Die Veganmania wird in Regensburg im Namen des Vereins Animal Peace ausgetragen, der insbesondere mit menschenfeindlichen, geschichtsrevisionistischen und holocaustrelativierenden Inhalten auffällt.

Ein harmloses und freudiges Straßenfest? Veganmania 2017 in Regensburg. Foto: Facebook - Veganmania Regensburg

Ein harmloses und freudiges Straßenfest? Veganmania 2017 in Regensburg. Foto: Facebook – Veganmania Regensburg

Buntes Treiben am Haidplatz, Musik, Vorträge, einige Stände mit Informationsmaterial, veganer Bekleidung und Essens- und Kosmetikprodukten ohne tierische Bestandteile. Ein Straßenfest, das harmlos, freudig und lebensbejahend wirkt. Es geht um Tierliebe, Tierschutz und Tierrechte, um die Verbreitung der veganen Ernährungs- und Lebensweise. So scheint es zumindest, am Samstag ist es in Regensburg zum vierten Mal so weit.

Animal Peace: Menschenfeinde als Tierrechtler

Wagt man jedoch einen Blick hinter die Kulissen der friedvollen Zusammenkunft, wird es interessant. Veranstalterin des Festes ist die Regensburger Tierrechtsaktivistin und Unterstützerin der Mahnwachen für den Frieden, Anita Krieger, im Namen des Münchener Tierrechtsorganisation Animal Peace. Der eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein besteht in dieser Form seit 2005 und tritt vor allem durch seine Vorsitzende Silke Ruthenberg in Erscheinung.

Als Verein ist Animal Peace vollständig auf Ruthenberg zugeschnitten und dient ihr als persönliche aktivistische Plattform. Ein dubioser One-Woman-Verein, bei dem sich alles eigentlich um sie dreht. Wie beispielsweise aus Protokollen des Vereins hervorgeht, die unserer Redaktion vorliegen, war Animal Peace in der Vergangenheit nicht einmal in der Lage ordentliche Sitzungen abzuhalten.

So war in der Jahreshauptversammlung 2006 Ruthenberg die einzige Sitzungsteilnehmerin. Im Protokoll heißt es hierzu: „Sie [Ruthenberg] stellt weiterhin fest, dass zur Versammlung niemand außer ihr selbst erschienen ist. Inwieweit die Versammlung damit überhaupt beschlussfähig ist, kann in dem Moment nicht festgestellt werden.“

Ohrmarke als Judenstern

Zur gemeinnützigen Tätigkeit der Organisation gehören Hohn und Spott gegenüber Menschen, die Opfer von Unfällen oder Anschlägen wurden. Bei Animal Peace eigentlich an der Tagesordnung, wie immer wieder auf der rege bespielten Facebookseite zu lesen ist. Menschen werden grundsätzlich als „Nacktaffen“ bezeichnet und regelmäßig in scharfem Tonfall beleidigt und angegriffen. Menschliches Leid wird grundsätzlich als Vehikel für tierisches Leid instrumentalisiert. In einem aktuellen Beitrag vergleicht die Ruthenberg-Gruppe die Ohrmarke bei Kälbern mit dem Judenstern.

Für Animal Peace ist eine Ohrmarke bei einem Kalb mit dem Judenstern zu vergleichen. Foto: Screenshot Facebook - Animal Peace

Für Animal Peace ist eine Ohrmarke bei einem Kalb mit dem Judenstern zu vergleichen. Foto: Screenshot Facebook – Animal Peace

Die veröffentlichten Beiträge strotzen nur so vor Menschenfeindlichkeit, verunfallte Personen und Anschlagsopfer werden mit diebischer Freude verächtlich gemacht. Animal Peace bedient sich dabei häufig geschichtsrevisionistischer Verharmlosung sowie Holocaustrelativierungen.

In die Schlagzeilen geriet Animal Peace Ende letzten Jahres mit einem Facebookpost bezüglich des LKW-Anschlags am Berliner Breitscheidplatz, bei dem zwölf Menschen zu Tode kamen. Die Organisation schrieb unmittelbar danach in Bezugnahme auf den Anschlag: „Gänse? Sechs Millionen Terroropfer jährlich in Deutschland. Für Gänse ist jeden Tag Weihnachtsmarkt. Vergesst das nie!“ 

Anita Krieger gedenkt am Holocaust-Gedenktag der Pferde. Foto: Screenshot Facebook - Anita Krieger

Anita Krieger gedenkt am Holocaust-Gedenktag der Pferde. Foto: Screenshot Facebook – Anita Krieger

Regensburger Organisatorin der Veganmania ist verschwörungsideologische Holocaustrelativiererin

Doch zurück nach Regensburg. Eine Außenstelle hat hier Animal Peace in der Person Anita Krieger. Krieger ist schon länger Vereinsmitglied und organisierte in der Vergangenheit Infostände, Kundgebungen und Happenings für die Regensburger Tierrechtsgruppe TierrechteAktiv. Seit 2014 trat sie als eine Hauptprotagonistin der Regensburger Friedensmahnwachen auf, einem Sammelbecken für allerlei verschwörungsideologische Weltanschauungsansätze. Aus dem Organisationsteam zur Veganmania 2015 trat sie aufgrund von Kritik an ihrer Mahnwachenbetätigung aus. Seit letztem Jahr ist sie allerdings wieder Hauptorganisatorin. Im Namen von Animal Peace.

Kritik an der Organisation und Ausrichtung der Veganmania gibt es schon seit Jahren

Bereits in der Vergangenheit wurde die Veganmania in Regensburg kritisiert. So veröffentlichte die Grüne Jugend Regensburg 2015 einen Offenen Brief in dem sie davon sprach, dass sich das Bühnenprogramm „streckenweise leider wie das ‚Who is Who‘ der deutschen Verschwörungsideologenszene“ lese. Damals waren unter anderem Musikbeiträge der Mahnwachenunterstützer Morgaine und Kilez More angekündigt, die sich aufgrund der Kritik jedoch gezwungen sahen die Teilnahme abzusagen.

Das kommende Album von Kilez More: Der Wahrheit verpflichtet, in Verschwörungsideologien daheim. Foto: Facebook - Kilez More

Das kommende Album von Kilez More: Der Wahrheit verpflichtet, in Verschwörungsideologien daheim. Foto: Facebook – Kilez More

Letztes Jahr waren jedoch beide vor Ort. Der (nach eigener Auskunft) politische Truth-Rapper Kilez More, der aktuell sein im Mai erscheinendes Album Alchemist promotet, ist auch dieses Jahr als musikalischer Hauptact angekündigt. Zu seinem Standardrepertoire gehören zum Beispiel Behauptungen, Medien seien von kleinen machtvollen Gruppen gesteuert und dass Wahrheit zensiert werde. Illuminaten, Bilderberger – das volle verschwörungsideologische Programm.

Die für Kilez Mores Auftritt nötige Stromversorgung liefern übrigens die Sozialen Initiativen. Letztere zeichnen bei der Veganmania auch für den Getränkeausschank verantwortlich. Innerhalb der Initiativen ist dies aber höchst umstritten. Der entsprechende Vorstandsbeschluss fiel nicht einstimmig, Vorstandsmitglied Reinhard Kellner musste sich intern vielfach erklären.

Auch Soziale Initiativen sind mit dabei

Auf Anfrage teilt Kellner unserer Redaktion mit, dass man zu der Zusage zur Beteiligung bei der Veganmania stehe, zumal es es sich nicht um eine reine „Anita-Krieger-Veranstalung“ handle, sondern vielmehr „26 Stände beteiligt sind, denen man nicht einfach den Strom abdrehen wolle.“ Das Fest transportiere wichtige Botschaften vegetarischer Lebensweise, die nicht nur an der Organisatorin festzumachen seien.

Kellner betont zudem, dass die Vielfalt der anwesenden Stände die Veranstaltung auszeichnen würden und nicht der organisierende Verein Animal Peace, den Kellner laut eigener Auskunft bis vor Kurzem nicht kannte. Man sei jedoch hellhörig geworden und wolle nächste Woche Anita Krieger in die Vorstandssitzung einladen, um ihre Sicht auf die Veranstaltung und ihre politischen Haltungen zu erfahren und mögliche weitere Zusammenarbeit in der Zukunft informierter einschätzen zu können. 

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Kommentare (56)

  • Mr. T

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    Kellner hat die Problematik erkannt. Da ist eine Veranstaltung mit an sich guter Grundintention, die aber von kruden Gruppen als Vehikel zur Verbreitung schräger Ideologien mißbraucht wird. Vielleicht sollten sich die sozialen Initiativen mit den „normalen“ Teilnehmern zusammentun und ein Ideologie-freies veganes Festival an den Start bringen. Veganismus, Tierrechte, Frieden, Kinderschutz, Ernährung und was noch so alles gerne mißbraucht wird sind zu wichtige Themen, um sie dem abgedrehten Teil der Bevölkerung zu überlassen, der sie nutzt, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen, als er wert ist. Ein Grund dafür ist, dass diese Themen vom großen Teil der Bevölkerung einfach zu sehr vernachlässigt werden.

  • Bertram

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    Nun, so manche Tierschützer schießen bekanntlich einen Tick über das Ziel hinaus, wobei es einen schon stinksauer machen kann, wie mit Tieren umgegangen wird. Etwas mehr Engagement des Schnitzelkonsumierers Otto Normalesser wäre wünschenswert (die Nachfrage regelt bekanntlich den Markt).
    Der vielbenutzte abwertende Begriff „Verschwörungstheorie“ ist jedoch kein sachliches Argument, sondern ein inzwischen wohlfeiles Totschlag“argument“. So manche Verschw.-Theorie hat sich schon als Verschwörungstatsache entpuppt (siehe z.B. Machenschaften der Pharmaindustrie etc.).
    Und was soll der Begriffe eigentlich genau bedeuten: Das sich einige zusammen tun, um eigennützige Interessen zu vertreten – wobei nach aussen hin schön getan wird, die Strategie dahinter und das egoistische (und mitunter menschenverachtende) Motiv jedoch nicht allgemein bekannt werden soll. Nun, das ist weit verbreitete Realität…nichts Besonderes…
    Fazit: Auch angeblichen Verschwörungstheorien sollte man auf den Grund gehen. Denn manche sind – leider – wahr (wer es nicht glauben will möge mal in eine Suchmaschine folgende Stichwörter eingeben: Simpsonwood, Ehgartner (ein investigativer Journalist), Autismus).

  • joey

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    Kleine machtvolle Gruppen… gab es immer und wird es immer geben, egal welcher Abstammung sie sind. So lange ein großer Teil der Deutschen wie Schafe die große Koalition wählt und jeden demokratischen Wettbewerb praktisch unterbindet, kann man immer wieder passende Schafscherer finden, die sich nur im Wahlkampf in die Wolle kriegen, ansonsten aber das Land und seine Medien in Ruhe aufteilen.

    Das Internet bietet nun gute Konkurrenzmöglichkeiten, RD ist ein positives Musterbeispiel. Zwar kriegen auch die Deppen diese Möglichkeiten, aber dadurch werden sie wenigstens sichtbar. Das Wahrheitsministerium demaskiert sich indes genauso.

    So ist zu hoffen, daß immer mehr Diskurs entsteht und der Einfluß von irgendwelchen Mediensteuerern wie auch von Radikalen im Meer der vernünftigen Menschen untergeht. Vielleicht gibt’s ja doch positive Entwicklungen der Menschheit… Hoffentlich.

  • Ando

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    @Bertram Danke für so ein wunderbares Beispiel für Verschwörungstheorien, Sie haben es sogar geschafft eine der vermutlich gefährlichsten auszugraben, Herzlichen Glückwunsch. Es gibt nachgewiesener Maßen prozentual genauso viele Fälle von Autismus unter geimpften wie unter nicht geimpften. Den Autismus der geimpften Kinder auf die Impfung selbst zurückzuführen ist schlicht lächerlich. Und die von Ihnen angeführten „Beweise“ dieses „Journalisten“ haben mich kurz zum lachen gebracht.

    „Die Reporter plappern die Sprechblasen, die ihnen von korrupten Gesundheitsbeamten und den Sprechern der Impfstoff-Industrie hingeworfen werden, kritiklos nach wie Papageien.“

    Ich kenne die Funktion von VT und es ist mir durchaus bewusst, dass Sie an das glauben was Sie schreiben. Genau dieser Punkt macht die auseinandersetzung mit VT und den Menschen die daran glauben so kompliziert. Mit rationalen Argumenten kann man nicht mehr argumentieren, da sie als Propaganda irgendwelcher ominöser Interessengruppen gesehen werden. diese Mechaniken greifen bei der „Pharmaverschwörung“ genauso wie beider Menschenfeindlichkeit und Holocaustrelativierung von Animal Peace.

  • Hans (1st)

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    Ach Gottchen, was da wieder alles an Diskussion „hochkommt“.

    Zurück zum Kern:
    Wenn ich ein veganes Fest organisieren will dann organisiere ich ein veganes Fest – dafür brauchts weder Menschenverachtung noch konservative Musiker. Dafür suche ich mir dann Bündnispartner zB. auch(!) bei Grünen und Linken.

    Die Krieger verprellt diese Leute systematisch seit Jahren indem sie mit kruden Gruppen daherkommt und wundert sich dann über Gegenwind.

    So what: später im Jahr gibts doch noch ein anderes nicht so vertracktes Fest dieser Art oder? Übrigens halte ich den Reinhard Kellner nicht für so naiv wie sich das oben darstellt. Der braucht selbst Geld für die sozialen Initiativen und nutzt die Krieger seinerseits als Vehikel.

    Mal vom Inhalt her gesehen, habe ich (Teilzeitvegetarier) manches (großteils gute) Argument gehört kein Fleisch zu Essen:
    – Massentierhaltung zerstört die Umwelt (Wasserverbrauch usw.)
    – der dabei auftretende Antibiotikamißbrauch führt zu verstärkten Antibiotikaresisitenzen
    – die Tiere werden mißhandelt
    – Gesund ist Fleisch aus Massentierhaltung dann wohl auch nicht für den ders Ißt
    – zuviel tierische Fette und Eiweise sind ungesund
    – Tierrechte sind höher als Menschenrechte anzusetzen

    Warum ausgerechnet das Letzte Argument im Mittelpunkt steht (ein Blick auf Kriegers Facebookseite legt das auch nahe) wird man sich schon fragen müssen. Reine Provokationslust gegen links und Grün denke ich. Ich kauf dort nichts,nicht mal ein Bier.

  • Elwell

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    Recht hat die Vegamania! Endlich jemand, der die Tiere schätzt.!

  • tom

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    Ja, die menschenfreundlichkeit in diesem bericht ist hier nicht zu übersehen. Ich sage nur wasser predigen und wein trinken, herr aigner. Zumindest setzen die leute sich FÜR was ein, auch wenn die methoden umstritten sind kommt keiner zu schaden. Was für die methoden der antifa oder grünen jugend nicht gilt. Noch besser sind dann noch linksunten oder indyvegan, die nur noch in der anonymität lügen und diffamierungen verbreiten. Distanzieren sie sich doch mal von denen und ihren gewalttaten, ansonsten kann man sie hier in diesem block nicht mehr ernst nehmen.

  • Lothgaßler

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    Um der Sache des Tierschutzes bzw. Tierwohles willen sind die oben genannten Aussagen und Postings natürlich nicht hilfreich, und das darf und muss man scharf zurückweisen.
    Gleichwohl gehört es zu den Mitteln politischer Arbeit zuzuspitzen, was jeden Tag im TV bewiesen wird.
    Wenn einzelne Veganer-Aktivisten sich freuen, wenn ein Nutztier seinem Besitzer bzw. Halter verletzt, dann ist das charakterlich zu hinterfragen, aber es ist nicht per se ein Beleg für Menschenfeindlichkeit. So mancher Gaul hat schon ausgeschlagen, so mancher Hund zugeschnappt, ohne dass man den nebenstehend vor Schadenfreunde schmunzelnden Mitmenschen Menschenfeindlichkeit vorgeworfen hätte.
    Auch die KZ-Vergleiche u.ä. sind Zuspitzungen, die sich vor dem Hintergrund der Geschichte verbieten, aber sie sind kein Beleg für eine Verhöhnung der Opfer des Faschismus.
    Der Mensch als „Nacktaffe“ dagegen ist zwar biologisch nicht ganz korrekt, aber als Bild akzeptabel. Wobei auch unter den Affen nicht nur Vegetarier existieren.
    Im reichhaltigen Vereinsleben Deutschlands dürften einige Vereine existieren, deren inneres und äußeres Treiben zu einem Ende des „e.V.“ führen könnte, aber wer soll und will das beenden, wer tut sich die Arbeit an? Das Sendungsbewusstsein einzelner Personen führt diese häufig an die Spitze von Gruppen, das ist in normalen Vereinen so, aber und gerade auch in Parteien. Wenn sich keine Gruppe findet, dann muss man sich das eben selber gründen und einrichten.
    Verschwörungstheorien sind wahrscheinlich so alt wie die Menschheit: früher am Lagerfeuer, gestern im TV und heute im Internet. Aber Vorsicht vor allzu viel Lästerei gegenüber den Verschwörungstheoretikern: es könnte menschenfeindlich sein, und die Lästerei könnte der eigenen Informationsblase geschuldet sein. Wobei ich jetzt nichts zu den Theorien der oben genannten Verschwörungsszene gesagt haben will, das habe ich mir noch nicht angeschaut.
    Die „heile Welt“ Propaganda der Bauernverbände (sicher auch Vereine) und ihre Beeinflussung der Agrarpolitik (durch kleine Gruppen, deren Legitimation fraglich ist) ist keinen Deut besser als das oben zu kritisierende, aber gewiss hat es schon vielen Menschen hier wie anderswo geschadet. Eine Verschwörungstheorie? Ich denke nein: Antibiotika/ Multiresistenzen, Lebensmittelschwemme/ -Knappheit, Marktverdrängung/-Konzentrationen, Trinkwasserschutz/ Gülle u.a., Subventionen/ Export uvam.

  • Stefan Aigner

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    @tom Von welchen Leuten, mit den wir nichts zu tun haben, sollen wir uns sonst noch distanzieren? „Andere machen auch Mist, deswegen ist das, was bei der Veganmania passiert ok“ ist kein Argument.

  • Hans (1st)

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    @Lothgaßler
    Ich denke niemand wollte die obskuren Argumente verbieten, aber doch mal kritisch ins Licht stellen mutmaße ich.

    Ansonsten von meiner Seite: Narziß läßt grüßen und deshalb vllt. auch nicht zuviel der gesuchten Aufmerksamkeit verschwenden. Nicht dass diese auch noch (fleischfrei) nährt. :O

  • Bertram

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    AN ANDO: Genau diese Überheblichkeit macht die Diskussion so schwierig. Das Impfen zu Autismus führen kann ist kinderleicht zu belegen (z.B. gewonnene Impfschadenprozesse in Italien und USA, also gutachterliche Bestätigung und über 100 Studien zu diesem Thema etc., mehr führt hier zu weit). Ab Hauptschulniveau und dem Bedienen einer Suchmaschine ist man heutzutage innerhalb einer Stunde auf dem Laufenden. Da braucht man nicht einmal Fachliteratur wie z.B. das gut recherchierte Buch: „AUTISMUS UND IMPFEN“ (W. Klingele). Ich hab nicht gesagt, dass jeglicher Autismus auf Impfen zurück zu führen sei, da gibt es vielfältige Ursachen (u.a. Pestizide, Schwermetallintoxikation etc). Insofern ist mein bzw. Ehgartners Argument ein rationales und eine verächtliche Etikettierung wie Deine, dass man nur auf Verschwörungstheorien herein fällt eben kein rationales Argument, sondern nur ein durchsichtiger Versuch einer Abkanzelung des Diskussionspartners. Auf diese Weise argumentieren viele Superrationale, die sich Wissenschaftlichkeit auf die Fahne geschrieben haben und total unwissenschaftlich (und nur emotional) diskutieren. DAS stärkt die Gegenseite und deshalb basteln Leute wie Ando an dem Phänomen kräftig mit, das sie beklagen. Denn die Leute sind nicht doof und lassen sich – gerade in Zeiten des WWW – nicht weiter verarschen. Erst DENKEN und laaaange RECHERCHIEREN – dann URTEILEN.

  • Bertram

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    Lothgaßler: Danke für den differenzierten Beitrag, dessen Inhalt ich sehr gut finde. Muß auch mal gesagt werden, nicht nur immer Kritik, Kritik, Kritik.

  • tom

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    Na gut, dann lügt das wochenblatt über den verfasser dieses artikels? Gesehen haben wir herrn oswald auch nicht. Er hat sich weder mit frau krieger noch mit frau ruthenberg unterhalten und schreibt drüber…. informationen also aus erster hand. Was anderes als tendenziöse und böswillige berichterstattung sehe ich hier nicht. Und zur distanzierung: was schreit den ihr die ganze zeit von wem man sich alles distanzieren soll wenn man ein totschlagargument braucht um die leute zum schweigen zu bringen? Da kann ebenso den spiess umdrehen. Ich finde es lächerlich auf ein paar leuten rum zu hauen, nur weil sie in euren augen eine unkorrekte meinung haben (also seht ihr euch als leitrasse hier? Die krone der schöpfung? Wow… ). Aber wer das nötig und keine anderen probleme und aufgaben hat…. mit mitäufern ist noch nie was verändert worden.

  • Stefan Aigner

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    @tom

    „…lügt das Wochenblatt…?“

    Scheißt der Bär in den Wald?

  • Mr. T

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    Bertram, ich weiß zwar nicht, was das mit dem Thema zu tun hat, aber wer sich die Mühe macht, sich zu informieren, kann in Zeiten des Internets auch Beweise finden, dass die Erde eine Scheibe ist…
    Es gibt keine seriöse, reproduzierbare Studie, dass Impfen Autismus verursachen kann. Für alle, die sich da mal kurz informieren möchten und nicht nur irgendeine krude Meinung bestätigt sehen wollen: http://die-erde-ist-keine-scheibe.de/2017/02/19/impfung-bringt-stotternd-wichsenden-impf-autisten-mit-hirntumor-und-leseschwaeche-um-den-schlaf-was-nun/
    Mit dem Impfen von Kindern ist es wie mit dem Anschnallen von Kindern im Auto: man muss es nicht unbedingt tun und man kann sie auch ohne ins Erwachsenenalter bringen, aber die Chance, dass sie es erleben, ist deutlich höher. Ist halt schade, wenn manche Eltern aus Ideologiegründen ihre Kinder als Brutkästen für gefährliche Krankheiten mißbrauchen.

    Aber jetzt bitte wieder zurück zum Thema!

  • Mathilde Vietze

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    W o soll der Bär denn sonst hinscheißen?

  • Bürni

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    Ich war dort und finde die Idee, den Veganismus in den Fokus zu rücken bzw. darüber zu informieren, prinzipiell eine gute Sache. Allerdings abseits der bereits – meiner Meinung nach zu Recht – geübten Kritik noch eine Sache, die ich zusätzlich nicht gelungen fand. Obwohl ich darauf vielleicht auch selbst ein Augenmerk hatte haben sollen, es mir aber entgangen ist… Ich weiß nicht, ob es Sinn macht, öffentlich und für alle anwesenden Personen Videos zu zeigen, auf denen zu sehen ist, wie Menschen einen Elefanten quälen. Mein Sohn hat dieses Video gesehen und war sehr schockiert und traurig darüber. Es hat ihn die ganze Nacht beschäftigt. Natürlich kann man sagen: so was machen Menschen nun Mal mit Tieren! Ja, das stimmt. Und ich muss dazu sagen, dass ich jemand bin, der seinen Kindern gegenüber sehr offen ist, das heißt, meine Kinder Wissens, dass es Menschen gibt, die Tiere quälen und dass es Menschen gibt, die Menschen quälen. Trotzdem ist es etwas völlig anderes einen Film mit diesen Inhalten zu zeigen und Kinder diesen sehen (können/müssen), weil sie einfach stehen bleiben in der Annahme etwas über Tierschutz zu erfahren! Ich als Mama war tatsächlich darauf auch nicht vorbereitet…

  • Bertram

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    FÜR MR. T: Tja, ein bisserl Englisch ist hilfreich, da es in Deutsch kaum etwas zu dem Thema gibt. Die Schere im Kopf des Journalisten. Ich helfe gerne, aber nicht nur mit einer Studie, sondern mit 130 Studien dazu:

    https://de.scribd.com/doc/220807175/130-Research-Papers-Supporting-the-Vaccine-Autism-Link

    Tja, und ich finde es schade, wenn manche Eltern ihre Kinder als Brutkästen für gefährliche Nebenwirkungen gebrauchen. Ok, das war doch ziemlich polemisch und nur eine Retourkutsche für den Hetzrede-Unsinn von Mr. T. By the Way: Geimpfte können auch Erreger übertragen, aber ihr Schlauberger habt das noch nicht gemerkt. Aber jetzt zurück zum Thema :-)
    Das Massentierhaltungsproblem und die damit verbundene Tierquälerei ist nur so zu lösen: Der Konsument bestimmt den Markt, wer kein Fleisch mehr isst (oder nur noch bio) ändert wirklich etwas am Problem. Der Rest produziert nur Worthülsen. That’s it.

  • Walter

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    Kommentar gelöscht. Bitte nicht etliche Links. Vor allem keine Playlists.

  • hf

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    „ein Ideologie-freies veganes Festival“ (Mr.T) – das möchte ich sehen!

  • tom

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    Kommentar gelöscht. Bitte lassen Sie Ihre Unterstellungen.

  • tom

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    Kommentar gelöscht. Nutzer gesperrt.

  • Bertram

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    An NESRIN: Nun, PSIRAM ist ein eigenes Thema. Auf jeden Fall ideologisch-positivistisch verblendet, anonym mit einem Server sonstwo agierend, damit PSIRAM niemand verklagen kann. Die Macher unbekannt. Aus Wikipedia als Quelle rausgeflogen. Tolle Quelle, die Du da zitierst, ich bin begeistert! Pharma-finanziert, ich denke schon, ist schwierig zu belegen, die agieren wie ein Geheimdienst. Das geht nicht ehrenamtlich, da steckt viel Geld und einige Angestellte dahinter. Hier packt einer von denen aus: https://kulturstudio.wordpress.com/2013/08/15/psiram-mitarbeiter-packt-aus/

    Die schießen gegen alles, was nicht Mainstream ist. Bert Ehgartner hat sich nun wirklich seine Sporen verdient, klasse Film von ihm „Die Akte Aluminium“. PSIRAM hingegen hat nur ein Ziel: RUFMORD. Näheres dazu findet ihr im Internet.

  • Mr. T

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    Psiram ist eher szientistisch, aber auch das nicht verblendet. Ist ja alles deutlich besser nachvollziehbar als das, gegen das sie anschreiben. Anonym sind sie, weil die Kritisierten gerne zu drastischen Drohungen greifen. Die esoterische Leute-Bescheiss-Industrie ist ja auch eine fette Gelddruckmaschine, deren Geschäftsmodell durch Psiram gefährdet ist. Das ist ein loser Zusammenschluss von Idealisten, hauptsächlich Natur- und Geisteswisssenschaftler, mit Aufklärungseifer. Wer meint, man braucht für so eine Seite Pharma-Millionen, der soll mal schauen, was Stefan Aigner mit einem fünfstelligen Betrag im Jahr schafft.
    Apropos Pharma-Verschwörung, Wakefield, einer der Hauptzündler der Impfgegner und derjenige, der mit unwissenschaftlichen Studien den Zusammenhang zwischen der Dreifach-MMR-Schutzimpfung und Autismus herstellen will, hält ein Patent an der Einfach-Schutzimpfung…

    Aber ist das nicht schon wieder Off-Topic? Vielleicht brauchts hier mal nen Thread zu Verschwörungsphantasien.

    So, ich brat mir jetzt ein Avocado-Schnitzel mit Analogkäsesoße und surfe trotzdem lieber bei Psiram als bei den Netzfrauen. Mahlzeit!

  • dugout

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    @Bertram
    Haben wir jetzt bald alle Volldeppenseiten durch ja? Psiram ist ein Standartwerk und gegen den Dreck den sie hier fleißig teilen so seriös wie die New York Times.
    Aber bestimmt fällt ihnen noch eine Verschwörungsidiotenplattform ein die ihnen Recht gibt.

  • Nesrin

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    Das angebliche Interview des psiram-Mitarbeiters stammt von einer Seite, die unter „about“ eine „Verfassung Preußens“ zitiert, was eine Nähe zu den sog. „Reichsbürgern“ sehr nahe legt. Dass Reichsbürger gefährliche (zum Teil rechtsextreme) Verrückte sind, hat mittlerweile, nach dem Mord an dem bayerischen Polizisten, sogar schon der Verfassungsschutz bemerkt.

    Und: Die Seite scheint einfach nur die gängigsten, z. T. antisemitischen Verschwörungstheorien (Chemtrails, krude Bemerkungen über das „Geldsystem“, die „Neue Weltordnung“ etc.) zusammenzustellen. Und du beschuldigst mich, auf unverlässliche Quellen zu verweisen? Hm.

  • Bertram

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    PSIRAM: Ok, das Interview stammt von einer Seite, die ich nicht nachrecherchiert habe, da das Interview auf x Seiten zu finden ist. Ich bin ja schließlich nicht bei den 14 Angestellen von Psiram und krieg meine Schreibe hier nicht bezahlt. By the Way: Die Chemtrail-Theorie gehört nun sicher nicht zu dem Generalvorwurf „antisemitisch“.
    Aber nochmal abschließend zu Psiram: Typisch, dass keiner von Euch auf die Vorwürfe und Argumente eingeht, die ich bezüglich Psiram habe (Anonymität, Rausschmiß aus Wikipedia etc). Jemand der Psiram kritisiert, kann natürlich nur eine „Verschwörungsidiotenplattform“ zitieren. Damit ist jegliche Diskussion unnötig. Es gibt halt die Leute, die Recht haben (wie ihr) und die Verschwörungsidioten. Ach seid Ihr gescheit! Tja, leider produziert diese arrogante Haltung immer mehr Kritiker und viele finden dann – leider – ihre Infos bzw. ihre Bestätigung auch auf rechtslastigen Seiten (die sich geschickt diesen Themen widmen).
    Achja, ich wollte/sollte ja noch eine „Psiramkritische bzw Skeptikerkritische verschwörungsidiotische Plattform“ zitieren, wie wäre es mit der Uni Darmstadt:
    http://skeptizismus.de/
    Ich könnte hier noch x Belege dafür bringen, ist aber vergebliche Liebesmüh. Ich habe vielmehr den Eindruck, dass es bei denen, die so gerne den Begriff „Verschwörungstheorie“ in den Mund nehmen, nur unreflektiert bei Psiram oder den Skeptikern/GWUP abschreiben ohne ihr vielbeschworenes Gehirn einzuschalten. Aber ich habs inzwischen begriffen: Einer Verschwörungstheorie folgt derjenige, der nicht Eurer Meinung ist bzw. dem Mainstream folgt. Man lernt nie aus…

  • Mr. T

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    Und wer Psiram auf Grund der Anonymität zu obskur findet, dem empfehle ich die GWUP oder die ScienceBlogs.

  • Mr. T

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    Uni Darmstadt? Nein, Edgar Wunder, der „Maulwurf“ bei GWUP! Motiv: Eigeninteresse!
    Lassen wir doch einfach nur den anerkannten(!) Stand der Wissenschaft über den ganzen Mist urteilen und dann passt alles.

  • Bertram

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    Oje Mr. T, das ist mir viel zu unwissenschaftlich, wie Du das haben willst. Befasse er sich doch einmal mit Wissenschaftstheorie. Wissenschaft funktioniert eben nicht so, dass man sagt es gibt einen anerkannten Stand u. jetzt alle „Klappe halten (sonst seid ihr Verschwörungstheoretiker)!“ Warum dann noch Forschung? Warum dann noch herausfinden, dass Wahrheiten von gestern einfach falsch waren? (Lipobay-Todesfälle, zurückgezogene Impfstoffe, veränderte Behandlungsrichtlinien in der Medizin, bei Contergan war der Stand der Wissenschaft, dass es unschädlich ist und rezeptfrei in der Apotheke zu haben war etc. etc.).

    Und das Ur-Thema Veganertum entzieht sich sowieso der Wissenschaftlichkeit, hier geht es primär um Ethik, um den verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung und den Mitwesen (Tieren).

  • Nesrin

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    Was eine Verschwörungstheorie ist, hast du doch sehr schön in deinem ersten Post unter diesem Beitrag hier definiert. Und dich dann auch gleich als Anhänger einer solchen Verschwörungstheorie geoutet, der sein Wissen offenbar ausschließlich von einschlägigen, verschwörungstheoretischen – oder in deinen Augen vermeintlich „kritischen“ – Seiten bezieht.

    Wissenschaft funktioniert in der Tat nicht so, dass es einen anerkannten Stand derselben gäbe nach dem sich alle richten müssen, sonst würd’s ja auch keinen Fortschritt geben. Es gab in der Tat Studien, die die Wirksamkeit von Impfungen in Frage stellten. Diese wurden jedoch in sehr sehr vielen Studien widerlegt oder aber waren, wie im Fall der Autismus Studie, schlichtweg gefälscht (Rufmord! wird es dir jetzt vielleicht durch den Kopf hallen).

    Erfahrungsgemäß, denn du bist nicht der einzige Impfgegner, mit dem ich schon das vergnügen hatte, seid ihr Impfgegner aber ziemlich beratungsresistent. Wir könnten diese Debatte hier noch seitenweise führen und jedes Argument das ich anführen würde, und wäre es tausendfach bewiesen, wäre für dich nur eine weitere ausgeklügelte Lüge der „Multis“ oder wie auch immer du die „Bösen“, die in den Hinterbänken sitzen und da schalten und walten, nennen magst. Damit muss eine aufgeklärte Gesellschaft wohl klar kommen – gut für euch, dass es ja auch den Herdenschutz (jaja, ich weiß schon, alles Lüge der Pharmamultis) gibt und ihr somit trotzdem in den Genuss der Errungenschaften moderner Medizin kommt. Ein schönes, gesundes Leben wünsch ich dir, ohne irgendwelche Erkrankungen, die dir durch eine Impfung erspart geblieben wären.

  • Michael

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    Ich war dieses Jahr nicht auf der Veranstaltung, jedoch die beiden Jahre zuvor. Ich lebe selbst vegan, finde die Veranstaltung jedoch nicht sehr prickelnd. Warum muss man bei einer veganen Veranstaltung solche Inhalte mit transportieren, beides sind Themen welche für die meisten Menschen nicht einladend wirken.
    Verschwörungstheorien als Vehikel zu benutzen um Menschen Veganismus und Tierschutz näher zu bringen, das kann nicht funktionieren. Will man der breiten Masse die Berührungsängste nehmen, muss man ein paar gute Bands auftreten lassen damit die Menschen erst mal stehen bleiben und sich dann hoffentlich auch an den Ständen etwas zu essen holen um festzustellen…. das schmeckt. Nur so macht man Leute neugierig. Sie mit einem Bühnenprogramm das Bauchschmerzen macht eher zur Flucht zu animieren und dann auch noch sehr brutale Filme so zu zeigen, dass die Leute keine andere Wahl haben, bringt nichts. Eine halbwegs normale Veranstaltung, Essen das neugierig macht und ein Infobreich den man kann, aber nicht muss, wäre der richtige Weg. Für die anderen Themen gibt es bereits die Mahnwachen, das sollte man nicht vermischen, weil es einfach nichts miteinander zu tun hat.

    Ob es jetzt jedoch grundsätzlich Menschenverachtend ist, wenn man Schadenfreude zeigt, das sehe ich nicht ganz so. Wenn ein Tier beim Stierkampf sich seinem Peiniger zur Wehr setzt dann ist meine Sympathie sicher auch beim Tier und nicht beim Menschen. Befasst man sich mit dem Thema wie Tiere gehalten werden, dann kommt man zu dem Schluss dass die Nutztierhaltung Tierquälerei ist. Wenn Kühe sich in Anbindehaltung ihr ganzes Leben nur 30 cm vor und zurück bewegen können damit wir Milch haben, Hühner so schnell gemästet werden, dass das Knochwachstum nicht Schritt halten kann und die Beine brechen weil sie das Gewicht nicht tragen können, wenn Schweine mit 110 kg Körpergewicht gerade 0,75 qm zustehen und Säue in Kastenständen gehalten werden in denen sie sie nicht umdrehen und kaum liegen können, weil dann der Körper breiter ist als der Kastenstand. Wenn Ferkel ohne Betäubung kastriert und die Schwänze abgeschnitten werden, dann mag das nach unserem Tierschutzgesetz artgerechte Haltung heißen, es bleibt trotzdem Tierquälerei.
    Niemand würde es akzeptieren, wenn jemand einen Hund oder eine Katze so behandelt, man würde man die Polizei holen. Verteidigt eine Kuh ihr kleines Kalb, welches der Bauer zu töten gedenkt, so wie jede Mutter das tun würde, muss ich mit dem Bauern ebenfalls kein Mitleid haben.

    Ob man das, gerade wenn man eine solche Position bekleidet, in dieser Form öffentlich kommunizieren sollte bezweifle ich jedoch. Damit schadet man einer guten Sache mehr als man nützt.

  • semmeldieb

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    Michael, ich bin ihrer Meinung.

  • Mr. T

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    Alles richtig, Michael, außer das es genau umgekehrt ist, der Tierschutz wird als Vehikel mißbraucht, um krude Gedankenwelten unters Volk zu bringen. Anders rum würde es wohl nicht funktionieren ;-)
    Wenn mal so ein Torero nur zweiter Sieger in der Arena ist, tu ich ich ehrlich gesagt auch etwas schwerer mit der Empathie. Das kann ich durchaus nachvollziehen.

  • dugout

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    @Michael:

    – Der Hamstermörder hat Lilly ermordet!
    Animal peace über den Kindermörder von Herne Marcel H.( Lilly ist der Hund von Marcel H.)

    -Kroko kurz und uneitel zum Reporter: „Bin bei den Pfadfindern: Jeden Tag eine gute Tat.“
    Animal peace über den Tod eines Anglers durch einen Krokodilangriff

    -Tusch! Jubel! Heute ist ein schöner Tag!
    Animal peace über die lebensgefährliche Verletzung eines Toreros

    -In den Schlachthof fährt jeden Tag ein LKW.
    Animal peace über den Terroranschlag in Stockholm mittels eines LKWs

    -Kein Judenstern für meine Kühe! – Bauer muss in die Psychiatrie
    Animal peace über einen Landwirt der eine Polizeistreife angegriffen hat

    -Holocaust in Landshut
    Animal peace zu einen Brand in einem Schweinestall

    und ganz frisch:
    -Wir gedenken dem Opfer einer Familientragödie
    Animal peace am Todestag Adolf Hitlers über des Führers Hund Blondi

    Das ist nur eine Auswahl der letzten acht Wochen Überschriften von Artikeln einer von vielen Facebookseiten der one-women.show Animal peace!
    Welche Fragen zum Thema „Menschenfeindlichkeit“ haben sie ?

  • semmeldieb

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    @dugout:

    Was den torero betrifft, fehlt mir ebenfalls jegliches Mitgefühl – außer ggü. dem stier, dem das aber letztendlich auch nichts gebracht hat.

    Die restlichen vergleiche sind in der tat sehr extrem. Ich persönlich würde sie nicht verwenden, aber ich kann sie im Prinzip nachvollziehen.

    Dem Tierschutz ist damit wenig geholfen. Der weg, den Michael oben beschrieben hat, ist der bessere.

  • tom

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Bertram

    |

    @Nesrin: Deine Ausführungen strotzen nur so von unrichtigen Verallgemeinerungen, auf die ich noch abschliessend eingehe, dann ist’s genug. Diese unkritischen Impfbefürworter sind einfach zu beratungsresistent :-).
    Erster Fehler: Ich bin kein ImpfGEGNER, sondern mehr ein Anhänger der Ärzte für individuelle Impfentscheidung. Im Gegensatz dazu gibt es genug undifferenzierte Impf-Freaks, die nach dem Prinzip „alles gut – je mehr desto besser“ genau dazu führen, dass in den USA (offizelle Zahlen) über 3 Milliarden bereits an Impfopfer ausbezahlt wurden (Gerichtsentscheidungen). Aber es wird ja immer noch abgestritten, dass es massive Nebenwirkungen gibt. Ok, Gutachter und Richter sind alle blöde und fallen auf Verschwörungstheorien herein.
    Zweiter Fehler: Die Verstraeten-Studie gibt es in zwei Fassungen, die erste enthält noch die Erkenntnisse, dass Impfen zu Autismus und ADHS führen kann (statistisch eindeutig). Die zweiter Version war dann geschönt (siehe Simpsonwood-Skandal). Ich rede nicht von der Wakefield-Studie, das ist nur eine von vielen, die immer wieder als die einzige hingestellt wird (gähn). Ausserdem hat er die Ergebnisse nicht gefälscht, sondern er hatte offenbar Interessenkonflikte ($$$). Thompson vom CDC (USA-Seuchenbehörde) hat zugegeben, dass gefälscht wurde (=Whistleblower), also nix Verschwörungstheorie sondern Verschwörungsfakt.
    Woran man auch leicht erkennen kann, dass die Diskussion unsinnig ist: Ich habe z.B. den unverdächtigen Link gemailt, der allein 130 Studien zum Zusammenhang von Imfpungen und Autismus auflistet. Und – war da jemand von den mitlesenden Impffreaks auch nur etwas verblüfft? Selbst wenn ich 500 Studien dazu gepostet hätte und noch 3 Whistleblower zitiert hätte – egal. Einfach beratungsresistent und vor allem diskussionsresistent.
    Das Ganze Thema wächst sich zur Religion aus, die gegen Andersdenkende verteidigt wird. Eine differenzierte Beurteilung ist nicht mehr möglich. Da gibt es natürlich auch einige Fanatiker – weniger bei bei den Impfkritikern – mehr bei 100%-Impfgegnern. Jedoch ist mir aufgefallen, dass selbst die fanatischen Impfgegner mehr Ahnung von dem Thema (Epidemiologie etc) haben als die Impf-Freaks, Superrationalisten und selbst viele Ärzte. Genug davon, Diskussionen wo keiner bereit ist, etwas zu lernen sind Zeitverschwendung und/oder verbale Masturbation.

  • Al

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    Danke für den Artikel. Ich hatte das Ende April gar nicht mitbekommen. Tierschutz ist wichtig, aber ins Extreme abgleiten geht nicht.

  • Alexander Raetz

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    Sie schreiben, Animal Peace e.V. (die ich – obwohl selbst jahrzehntelanger Pflanzenfresser und inzwischen „fast Veganer“ – bis „Veganmania“ leider nicht kannte) setze Tierleid mit dem Holocaust gleich. Das kann ich als überzeugter Vegetabiler so nicht stehen lassen:
    Wissen Sie denn nicht, dass der jüdisch-amerikanische Schriftsteller, Nobelpreisträger und Vegetarier Isaac Bashevis Singer (1904 – 1991), der einen Teil seiner Familie im Holocaust verloren hatte, u.a. in Zitaten sagte „für Tiere sind alle Menschen Nazis“ . . und „für die Tiere ist jeden Tag Treblinka“. Singer vergleicht explizit den Umgang mit Tieren mit Naziverbrechen. Und es gibt noch andere jüdische Holocaust-Überlebende, die dies auch so sehen:
    „Ich weigere mich Tiere zu essen, weil ich mich nicht von den Leiden und vom Tod anderer Lebewesen ernähren kann. Ich weigere mich, dies zu tun, weil ich selbst so schmerzlich gelitten habe, daß ich den Schmerz anderer fühle, indem ich mich meiner eigenen Leiden erinnere.“ Edgar Kupferwitz-Koberwitz verglich hier also tatsächlich sein eigenes Leiden im KZ mit den Leiden der Tiere; mehr noch, aus diesen heraus leitete er den kategorischen Imperativ ab, keine Tiere zu essen.

    Von einer Klage gegen PETA wegen deren damaligen Kampagne „Holocaust auf dem Teller“ (inspiriert von Zitaten des o.e. Isaac Bashevis Singer) wurde PETA nicht nur freigesprochen, sondern bekam Zuspruch von mehreren Holocaust-Überlebenden und vielen anderen jüdischen Menschen (http://www.peta.de/HolocaustUrteilReaktion), das sollten Sie mal lesen!
    Theodor W. Adorno, der Ihnen wohl bekannt sein dürfte und der weder ein Rechter noch ein Menschenfeind war, bemerkte, „Auschwitz fängt da an, wo einer im Schlachthof steht und sagt, es sind ja nur Tiere“. Es ist nicht bekannt, dass sich Holocaust-Überlebende darüber aufgeregt hätten. Wohl aber Sie, die mit Ihrem Hass-Artikel heuchlerisch Veganismus mit Menschenfeindschaft assoziieren. Heuchlerisch deshalb, weil Sie in Wirklichkeit Veganer verachten und mit Ihrem Primitiv-Journalismus bewusst gegen sie arbeiten.

    Das jüdische Genie Albert Einstein, selbst Vegetarier, der vielleicht großartigste Wissenschaftler aller Zeiten, erkannte schon damals: „Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern, wie der Schritt zu einer vegetarischen Ernährung“ und „Rein durch ihre Wirkung auf das menschliche Temperament würde die vegetarische Lebensweise das Schicksal der Menschheit äußerst positiv beeinflussen können“. Übrigens ist das jüdische Volk, das ich sehr schätze, nach dem indischen dasjenige mit den meisten vegatarisch lebenden Menschen, und in Israel gibt es das weltweit erste vegan gegründete Dorf.
    Wenn Sie auch nur ein bisschen von Ökologie und universaler Ethik verstehen würden, würden Sie das Thema Veganismus und dessen Organisatoren nicht auf so beschämende Art diffamieren.

    In Ihrem Artikel fällt auf, dass Sie Vorwürfe in den Raum stellen, diese aber durch nichts belegen. Sie führen sich verbal auf wie Moralapostel, die glauben, die einzige Wahrheit zu besitzen.
    Dass Ihr Vorwurf des Tierleid-Holocaust-Vergleiches z.B. gegen Animal Peace der Grundlage entbehrt, sehen Sie wohl selbst. Ich hoffe, Sie können so rational denken, dass Sie Ihren irrtümlichen Vorwurf einzusehen und zu korrigieren in der Lage sind.
    Das können Leute, wie die von „antiveganismus.de“, denen Sie scheinbar geistig nahestehen, und wo die fantastischsten Märchen und Lügen über Veganismus gedruckt werden, erfahrungsgemäß nicht.

    Welche „menschenverachtenden“ Aussagen von Animal Peace haben Sie eigentlich gehört? Worauf gründet Ihr schwerwiegender Vorwurf, Animal Peace oder vegane Vereine wären „menschenfeindlich“? Wenn Sie stichhaltige Beweise für diesen sehr schwerwiegenden Vorwurf haben, würde ich die gerne einsehen!
    Wenn eine wildgewordene Kuh einen Menschen tötet, so ist das sehr schlimm. Das menschliche Leben steht im Ernstfall natürlich über dem des Tieres. Aber eine Kuh oder ein anderes hochentwickeltes Säugetier (auch Menschen sind physisch Säugetiere) ohne Notwendigkeit zu töten, ist in den Augen von Vegetariern und Veganern auch verwerflich, weil zur gesunden menschlichen Ernährung Tierfleisch nicht notwendig ist. Im Übrigen wäre mir eine Kuh lieber als ein Hitler, ein Stalin, ein Pol Pot oder sonstwie geoutete Links- oder Rechts-Faschisten – oder sehen Sie das auch anders?
    Dass bezüglich Fleischkonsum Menschen sich wie Speziesisten verhalten, werden Sie wohl nicht in Frage stellen, oder? Speziesismus ist eine Form des Rassismus. Demnach, würde ich dies ethisch beklagen, wären Antiveganisten auch Rassisten. Wie es mit Ihnen steht, will ich nicht weiter erforschen.

    Von einer „Verklärung Hitlers“ durch Animal Peace oder Veganer habe ich noch nichts gehört. Bitte belegen Sie diese Meinung.
    Wenn Sie meinen, dass vielleicht jemand dümmlicherweise gesagt hätte, Hitler wäre Vegetarier gewesen (das tut „antiveganismus.de“), so darf ich Ihnen antworten, dass dieser Massenmörder kein Vegetarier und schon gar kein Veganer war. Zur Klärung: Hitlers Leibarzt – hervorgegangen aus der Lebensreform-Bewegung anfangs des 20. J.h., der auch der Schwede Waerland angehörte – empfahl ihm aufgrund von Verdauungsbeschwerden auf Fleisch zu verzichten, dem er teilweise nachkam, worauf die Beschwerden leichter wurden. Der Scherstverbrecher Hitler lebte also aus gesundheitlichen Gründen auch nur vorübergehend fast-vegetarisch (nachzulesen bei wikipedia).
    Wirkliche Vegetarier/Veganer, das dürfte Ihnen bekannt sein, sind dies aus ethischen Gründen, d.h. sie vermeiden zu töten, so gut es geht, Menschen und Tiere, mit letzteren wir 99% genetischen Codes teilen; und sie lassen dies ehrlicherweise auch nicht andere für sich machen; fürs Essen zu töten, lehnen sie, wie ich auch, ab. „Gesundheits-Vegetarier“ klammern das Tierleid aus. Aber Leuten wie Sie ist das alles sowieso vollkommen „wurscht“. Leo Tolstoj sagte, „Solange es Schlachthäuser gibt, solange wird es auch Kriege geben“. Ich schreibe dies trotzdem, so ich mich auch nicht wundern würde, wenn Sie da einen Zusammenhang nicht begreifen können.

    Also Kilez More, Morgaine u.a. . . . . sind Ihnen auch ein Dorn im Auge. Verschwörungstheorien, Kritik US-amerikanischer Außenpolitik etc. . . . das scheint heute den ehemaligen 68-ern, denen ich mich in jener Zeit einmal nahe fühlte, und die jetzt das Establishment bilden, gegen den Strich zu gehen. Wenn der ehemalige Straßenkämpfer Joschka Fischer früher gegen die USA protestiert hatte und später, nachdem er politisch etabliert war, der immer noch genauso agierenden US-Außenpolitik quasi „in den Hintern gekrochen“ ist, so ist das sinnbildlich für den Zustand derer, die früher was zum Besseren verändern wollten, und deren Kinder, die ihr heute seid, inzwischen die Stelle jener eingenommen haben, die ihre Altvorderen einst bekämpften.

    Ich glaube immer noch, ich lebe in einem Land, wo Meinungsfreiheit herrscht, wo man sagen darf, was man denkt oder glaubt, ohne schon vorher diffamiert zu werden. Ich bin kein Freund von Verschwörungstheorien, aber deren Anhänger und Protagonisten zu verurteilen, lehne ich als Demokrat entschieden ab. Die These, 9/11 wäre vom CIA organisiert gewesen, ist m. E. skurrile Verschwörungstheorie; die Begründung für den 2. Golfkrieg der USA waren aber Lügen des CIA, das ist keine Verschwörungstheorie, das wissen Sie auch. Aber für Sie scheint das alles dasselbe zu sein. Sie können oder wollen nicht differenzieren, das ist journalistisch erbärmlich!
    Sie scheinen in Ihrer wie immer gearteten Ideologie gefangen zu sein und wollen Ihre selbstentdeckten Gegenspieler fertig machen, indem Sie sie diffamieren. Wie Sie latent aggressiv gegen diese schreiben, zeigt mir, dass Sie selber sehr intolerant gegenüber Andersdenkenden sind. Sie werten sie ab, ohne aber Ihre Vorwürfe zu belegen. Das können Sie wahrscheinlich auch nicht, weil Sie in Ihrem vermutlich fanatischem Eifer nur das sehen, was Sie sehen wollen.
    Für „links“ ist schon die Mitte „rechts“. Für „rechts“ ist auch die Mitte „links“.

    Wenn ich bei Ihrem „regensburg-digital“ die Bitte lese, für den „Verein zu Förderung der Meinungs- und Informationsvielfalt“ zu spenden, dann kann ich nur entgegnen: Merken Sie denn wirklich nicht, dass Sie gerade diese Meinungs- und Informationsvielfalt wie im Fall von „Veganmania“ durch Desinformation und Halbwahrheiten unterdrücken (eine halbe Wahrheit ist eine halbe Lüge); weil es nicht in ihr Bewusstsein passt, dass andere Menschen anders leben und essen wollen? Haben Sie wirklich ein so enges Bewusstsein, dass Sie Andersdenkende als „Menschenfeinde“ verunglimpfen können, anstatt sich mit ihnen real auseinanderzusetzen? Das erinnert mich an das Wesen von Diktaturen oder „gelenkten Demokratien“. Putin lässt grüßen!

    MfG,
    Alexander Rätz

  • Anita Krieger

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    Vielen Dank Herr Rätz, für eine von vielen Kostproben, die uns in den letzten Monaten erreichten. Wie erfreulich, dass das prinzipiell inhaltlich wohlwollende Bürgertum die Botschaft von ANIMAL PEACE auch richtig zu deuten weiß.

  • Mr. T

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    Der erste Teil von Alexander Rätz „Beitrag“ ist ja ganz interessant. Einiges hab ich so noch nicht gewusst – wenns denn auch richtig ist. Muss ich erst noch checken.
    Aber dann dem Artikel Antiveganismus unterstellen ist schon hart. Vor allem wenn man weiß, dass der Betreiber dieser Seite (wenn er den Artikel auch nicht geschrieben hat) ein veganes Restaurant betreibt. Antivegan ist Regensburg Digital sicher nicht.
    Ich sehe die Intention des Artikels auch genau andersrum. Hier werden die irrlichternden Trittbrettfahrer des Veganismus kritisiert, die ihre abenteuerlichsten Ansichten unter dem Deckmantel der veganen Ernährung und der Tierrechte unter das Volk bringen wollen.
    Ich finde es intressant und gut, dass viele Opfer und Opferangehörige des Holocausts kein Problem mit entsprechenden Vergleichen haben, würde diese aber trotzdem nicht als Strohmänner verwenden, da ich mir sicher bin, dass es auch genug gibt, die solche Vergleiche sehr schmerzen. Ob Hitler Vegetarier war oder nicht, ist eigentlich scheißegal. Das hat überhaupt nichts mit seinem Verhalten zu tun; das ist genauso unerheblich wie zum Beispiel eine Hautfarbe.
    Ich finde es gut, dass mit Artikeln wie diesem der Veganismus von kruden Wahnwichteln und Verschwörungsnarren so gut wie möglich getrennt wird. Es gibt so schon genug, die aus irgendwelchen, nicht nachvollziehbaren Gründen Rot sehen, wenn sie mit vegetarischer oder gar veganer Lebensweise konfrontiert werden. Da muss man ihnen nicht auch noch solche großkalibrige Munition liefern.

  • Martin Oswald

    |

    @Rätz
    Erstens hasse ich Veganer nicht (ich lebe selbst seit mehreren Jahren aus ethischen Gründen vegan, aber das nur am Rande) und zweitens ist jede Behauptung im Artikel belegt. Die Menschenfeindlichkeit genauso wie die Holocaustrelativierung. Falls diese Belege nicht reichen, genügen beispielsweise nur wenige Blicke auf die Animal-Peace-Facebookseite, auf der Menschen grundsätzlich und am laufenden Band als „sozio- und psychopathische Nacktaffen“ verspottet und verächtlich gemacht werden. Wenn Sie das nicht selbst erkennen können, kann ich Ihnen halt auch nicht helfen.

  • dugout

    |

    Fortsetzung:
    – „Die Gestapo rückte mit dem Sturmgewehr an und erschoss das Kind. Faschismus im Mai 2017.
    Animal Peace zur Erschießung eines entlaufenen Bullen durch die Polizei(!)

    – „Hipp hipp hurra !!! “
    Animal Peace zu einem Haiangriff mit Verletzten

    – „Diese psychopathischen Schädlinge gehören sofort weggemacht. Aber sofort
    Animal Peace zu einem Bericht über Wilderer

  • Alexander Raetz

    |

    Hallo Martin Oswald,
    wenn Sie also selbst Veganer aus ethischen Gründen sind, so nehme ich meine (dann irrtümlich) gegenteilig geäußerte Behauptung gerne zurück, entschuldige mich, was diesen Punkt betrifft und anerkenne, wenn es wirklich stimmt, Ihre vegane Ernährungsform.

    Allerdings leisten Sie in Ihrem besagten Artikel der veganen Idee einen Bärendienst. Offenbar steht Ihre Phobie gegen alles, was nicht in Ihr außer-veganes Weltbild passt, noch darüber. Wer von den vielleicht 99% Nicht-Veganern oder den vielleicht 95% Nicht-Vegetariern Ihr Geschriebenes liest, fühlt sich in seiner Ablehnung des Fleischverzichts mehr als bestätigt: „Siehst du, ich hab`s ja gleich gesagt, diese Vegetarier/Veganer sind komische Typen“. Irgendetwas Positives über vegane Ernährung und Lebensweise kommt überhaupt nicht zum Ausdruck. Das ist für einen ethisch motivierten Veganer, der Sie angeblich sind, mehr als ungewöhnlich. Bei „Veganmania“ waren etwa 20 Ausstellungs-Buden, die Positives über Tierfleischverzicht anboten. Den Organisatoren sollten Sie als Veganer dankbar sein, anstatt sie zu verurteilen, auch wenn diese in einigen Fällen entgegengesetzte Ansichten haben. Man könnte ja auch das Verbindende sehen, denn fast alle Veganer, und sicher auch Animal Peace“, sind in erster Linie ethisch motiviert, natürlich auch soziologisch und ökologisch.

    Ich bin nicht bei Facebook und lehne eine Mitgliedschaft dort persönlich bewusst ab; da haben Sie – im Unterschied zu Ihrem Artikel – immerhin schon mal einen Hinweis gegeben. Manche Aussagen von Animal Peace, wenn sie stimmen, mögen derb gewählt sein und lassen manchmal vielleicht eine gewisse Feinfühligkeit für die eigene Spezies vermissen. Wenn mich jemand z. B. als „psychopathischen Nacktaffen“ bezeichnet, lässt mich das ziemlich kalt; Überzeugte Karnivoren sehen Veganer vielfach nicht anders, bzw. teilweise viel schlimmer („antiveganismus.de“).
    Es wird Ihnen doch auch bewusst sein, dass es in unserer Menschheitsfamilie Individuen gibt, und es sind nicht wenige, die viel schlimmer handeln als (nicht-forensische) Psychopathen: Übersteigerten Egoismus, Morde, Kriege und andere sinnlose Gewalttaten gibt es in dieser Form im Tierreich nicht. Dennoch stellt sich der Mensch (allgemein gesagt) hoch über das Tierreich und glaubt, im Allmachtswahn Wehrlose, auch sogen. „Nutztiere“, en masse töten zu dürfen; denn wer hindert ihn daran? Die Fleischkonsumenten und die Lobby der Fleischproduzenten nicht.
    Angesichts von jährlich weltweit Milliarden getöteten Rindern und Schweinen (die weitläufig verachteten Grunztiere sollen mit der Intelligenz eines Kleinkindes vergleichbar sein) kann ich verstehen, wenn auch nicht akzeptieren, dass manche etwas über das Ziel hinausschießen. Ethik verbietet Verächtlichmachung, Degradierung und Überheblichkeit; und in diesem Aspekt der Ethik scheinen möglicherweise auch Sie Nachholbedarf zu haben.

    Dass jede Behauptung in Ihrem Artikel belegt sei, kann ich nicht nachvollziehen. Ich weiß nicht, wo Sie Ihr journalistisches Handwerk gelernt haben, aber belegen tut man mit Original-Zitaten und nicht mit flapsigen Behauptungen, die nur – wie in Ihrem Artikel – gegen Andersdenkende Stimmung machen.

    Abschließend nochmal kurz zur angeblichen „Holocaustrelativierung“: Meine Begründung im gestrigen Artikel ist für Normalbürger einsichtig. Sie benutzen doch das schlimme Geschehen eines Genozids hier für andere Zwecke, nämlich vegane Konkurrenten zu diskreditieren.
    Ich wundere mich immer noch, wie ein angeblich vegan lebender Mensch so gegen eine vegane Info-Veranstaltung Stellung beziehen kann. Vielleicht hätten Sie selber gerne eine ähnliche Veranstaltung organisiert und da ist Ihnen die von Animal Peace organisierte etwa ein Dorn im Auge !?! Ist es vielleicht eine Provinz-Posse? Ludwig Thoma hätte seine Freude daran gehabt.

    MfG
    Alexander Rätz

  • Lothgaßler

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    @Martin Oswald:
    Auch mir gefällt die Heranziehung von KZ-Vergleichen in diesem Zusammenhang nicht, aber Holocaust-Relativierung kann nicht wirklich unterstellt werden.
    Ein Menschenhasser würde sagen: Die da (diese Mitmenschen) muss man behandeln wie Tiere oder noch schlechter. Weil Tieren nicht die Rechte zuerkannt werden wie Menschen: man darf sie schinden, verhungern und verdursten lassen, sie bis auf Haut und Knochen verwerten. Schlimmstenfalls und selten genug droht Ordnungsgeld oder Haltungsverbot.
    Dagegen sagen Vegetarier mit den von Ihnen kritisierten Vergleichen: Mit diesen Tieren wird so schlimm umgegangen wie mit den KZ-Insassen im Dritten Reich.
    Wir wissen, dass es darum ging diese entrechteten Opfer der Gewaltherrschaft bis auf Blut, Fleisch, Knochen, Haut und letzte Arbeitskraft auszubeuten und durch Arbeit und Erschöpfung zu töten, bzw. die „Unwerten“ gleich zu töten und evtl. noch mit ihrer Asche die Gärten zu düngen.
    Die Perspektive ist folglich eine völllig andere, und damit auch die Botschaft. Aus Sicht eines Vegetariers muss ein Tier nicht zu seiner Ernährung geschunden und häufig nach wenigen Monaten artungerechten Lebens getötet werden, nur weil es Profit bringt.
    Für dieses Menschenverhalten gegenüber Tieren gibt es nicht wirklich vergleichbare Handlungsweisen in der Natur, es bleiben Vergleiche im Verhalten Mensch vs. Mensch.

    Mit anderen Worten: Viele Vegetarier werden einen KZ-Vergleich in diesem Zusammenhang akzeptieren, weil sie in Anerkennung der Menschenverachtung im KZ ähnliche Verhaltensmuster in der Massentierhaltung erkennen.

    Davon zu unterscheiden sind persönliche Verirrungen der WortführerInnen. Das muss angegriffen werden.

  • Anita Krieger

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    Diesen hervorragenden Artikel möchte ich Euch allen noch ans Herz legen, um zu verstehen… und vorallem zu respektieren, dass es Menschen gibt, die sich für animal rights einsetzen. Und dies bedeutet weitaus mehr, als nur vegan zu leben:

    „Während der Veganismus eine vielversprechende Zukunft hat, scheint die Zukunft des Antispeziesismus viel weniger klar und vielversprechend, und deutlich weniger Leute arbeiten daran, ihn zu fördern. Das legt nahe, dass es viel lohnenswerter sein könnte, unsere limitierten Ressourcen zur Förderung des Antispeziesismus einzusetzen. Und obwohl wir aufgrund der oben erwähnten Anreize in einem Jahrhundert in einer veganen Welt leben könnten, wird sie wahrscheinlich in vielerlei Hinsicht trotzdem noch speziesistisch sein. Das bedeutet, dass sich die antispeziesistische Tierrechtsarbeit nicht nur zur Verbesserung der Situation der nichtmenschlichen Tiere eignet, die wir aktuell schädigen, sondern auch für jene, die in der Zukunft existieren werden. Auf eine weniger speziesistische Zukunft hinzuarbeiten, könnte nicht nur viel zur Schließung von Schlachthäusern beitragen, sondern Tieren weit darüber hinaus helfen.“
    ….
    https://sentience-politics.org/de/tierrechtlerinnen-sollten-den-antispeziesismus-und-nicht-den-veganismus-den-vordergrund-stellen/

  • R.G.

    |

    Als ich mich vor Äonen aus gesundheitlichen Gründen für eine vegane Diät entscheiden musste, gab es praktisch keine für mich zugängliche Kochliteratur oder Einkaufsangebote, die nicht aus dem Eck der „Gesundheitsapostel“ (in unserer Stadt alles Ewiggestrige) gekommen wären.

    So las ich im Diätbuch einleitend, Veganismus fördere den Frieden – und wenige Seiten weiter, jener Führer habe selbst weitestgehend auf Tierleidnahrung verzichtet, er sei ein Großes Vorbild. Als Leitfigur für seine Essensvorschriften sah man die Gattin eines Generals, eine Buchautorin. Sie lehrte unter anderem, was richtige Erziehung wäre, und wie sehr man in Familien mit weniger als möglichst zwölf Kindern den Nachwuchs schädige. Der Erwachsene biete das schlechteste Vorbild, vielmehr sei die Gruppe in Dutzendgröße das beste Korrektiv.

    Da mir nur wenige Nahrungsmittel erlaubt waren und diese bundesweit nur in dem Laden geführt wurden, blieb ich zwangsläufig treuer Kunde, und kam dabei in den Genuss, zu vielen sehr Rechten Veranstaltungen eingeladen zu werden (wovon ich keine besuchte) und Berge an Informationsschriften zu erhalten. Ich weiss daher, wie lebensgefährlich Kochen mit der Mikrowelle, dem E-Herd oder der Gaskochstelle ist, aber brutzele dennoch immer noch nicht in der Kochkiste oder dem noch mehr empfohlenen Erdofen, weil sich die Hunde auf der Gassiwiese nachweislich gestört fühlen, wenn nun ich Löcher in den Boden buddele an ihrer Stelle, und sie in den asphaltierten Parkbereich verweise.

    Einkaufen durfte ich bei den Weisen, bis sich die Meinungsmacher der Szene erinnerten, dass ausgerechnet das Korn der Germanen das sei, was mir zu essen verboten worden war, folglich müsse ich Produkt einer Rassenvermischung sein, Leiden wegen hässlichen Krankheiten seien für mich und meine Nachkommen vorprogrammiert. Konsequent bat man mich, nicht mehr Kunde zu sein.

    Treue zur Ideologie bis zum bald danach erfolgten Konkurs war angesagt.

    Gelegentlich mache ich mir die Mühe, zu schauen was aus den ideal in Großfamilien bei Germanischer Veganer Nahrung aufgewachsenen Kindern der Auserwählten wurde. Ich gönne es ihnen wirklich nicht, denn sie können nichts für ihre Eltern: Zivilisationskrankheiten und andere Gebrechlichkeiten sind ausreichend vertreten.

    Ich finde sie, bis auf eine Ausnahme, heute im Kreis der Staatsverweigerer, Politischen vom Rand, oder den Holocaustbegriff für Menschen leugnenden und für Tiere beanspruchenden Rhetoriker.

    Im Umkehrschluss, an den Begründungen für die Wahl veganer Ernährungsformen, erkennte ich die (politische) Kinderstube der Verkünder.

    In den allermeisten Fällen war die Ideologie mit der Holocaust-Leugung, wenn es um Verantwortung dafür geht, und der Zuweisung des Begriffes „Holocaust – Opfer“ für sich selbst und die eigenen Schützlinge, vor der Wahl der Ernährungsform und dem Auftreten als Tierschützer, schon im Dauergebrauch.

  • Rosalia Genoveva

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    Des wegen die Nacktaffen geht mir dauernd im Kopf rum.
    Ich mein, ich kann das Durcheinander scho verstehn.

    Früher, wie die Männer als Nackerte noch ausgschaut haben wie ein Haaraff, da hat man noch einen Halt gefunden bei ihnen.

    Aber seit die Epilier- und Rasurlobby die Nacktaffenzeit ausgerufen hat, kennen sich die Menschenleut nimma aus, wo sie sich halten sollen und was sie waren und sind, und was sie jetztat innerlich unterscheiden müsst, wenn sie außenrum affig nackt sind und zu welcher Spezi-Art sie überhaupt noch gehören. Und dann suchen sie auswendig einen inwendigen Halt, eine Idio…logie.

    Nach zwei Tagen spätestens fangt das zurückmutiern an, das Haar möcht wieder wachsen und man könnt narrisch werdn vom Jucken, mitten bei der Sitzung oder beim Versuch zu denken, oder während man eine Rede hält. Dann geraten gelegentlich die Worte wild durcheinander, mein Lieben, das glaubt ihr net, bis ihr mit solchene Leut geredet habt, die was es grad irgendwo juckt.

    Manche setzen das Unerträgliche in bissige Philosophien um, und reden so wie sie sich denken, dass ein unmodisch Behaarter aus den Bäumen spricht, und was ihnen dann dabei an Unweisheiten wie als Wörterbuch Haaraff: Nacktaff rauskommt, darüber schreibt mit viel Glück vielleicht mal ein Regensburger Blogjournalist, den das wirklich juckt, was die da zsammenreden…

    Der Fazi ruft mich, er sagt, ich soll das Denken den echten Affen überlassen, weil die haben nämlich mehr Mitgefühl, als was wir uns Nackerte ausdenken können.

    Empfinden Gorillas Mitgefühl?
    Schauts einer der menschlichen Zeichensprache kundigen Affendame zu, wie sie auf das Leid eines Kindes in einem Film reagiert:
    http://www.koko.org/node/2144

  • Alexander Raetz

    |

    Zu meinen beiden erschienenen Kommentaren vom 11. und 12. Mai über die Diskreditierung von Veganern als Menschenfeinde möchte ich noch kurz folgendes anmerken: ich habe fast zeitgleich zu meiner Kritik an der Darstellung von regensburg-digital zur Sache postalisch ein sehr ähnlich lautendes Schreiben an die auf Veganmania tätig gewesenen Pamphlet-Verteiler gerichtet, deren Sichtweise in dieser Sache der von regensburg-digital entspricht. Verantwortlich zeichnete „V.i.S.d.P Claudia Müller, Universitätsstr. 31, 93053 Regenburg“. Der Brief kam mit dem Postvermerk „unbekannt“ und „auch nicht Klinikum“ zurück. Der angegebene Uni-Absender ist also eine Finte, welche die Identität jener öffentlich tätigen Aktivisten ganz bewusst und absichtlich verschleiert. Das ist gemein gesagt Betrug, besonders gegen all die Bürger, die mit diesen Pamphleten angesprochen wurden, und die wohl nicht so wie ich, die Identität der Verfasser verifizieren wollten. Dazu kann ich nur sagen, dass so ein Vorgehen feige und niederträchtig ist, mit der Absicht, gewisse andere (Veganer) zu schmähen. Diese Leute sind nicht in der Lage, ihre Vorwürfe zu belegen und weichen einer möglichen Diskussion oder Präzisierung ihrer Verleumdungen durch falsche Identitätsangaben aus.
    Ob so eine Agitation strafbar ist oder nicht, weiß ich nicht; jedenfalls ist mir klar, dass diese Leute sich um ethisches, wenigstens ehrliches Verhalten nichts scheren.

  • Anita Krieger

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    Herr Raetz,
    und wieder haben Sie den Kern der Sache wunderbar beleuchtet. Vielen Dank dafür!

    Viele Grüße
    Anita Krieger

  • dugout

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    Menschenfeindlichkeit(diesmal in Form von blanken Rassismus) 3.Teil:
    In einem chinesischen Zoo wird ein lebender Esel als Tigerfutter verwendet. Die von animal peace unwidersprochenen und nicht gelöschten Kommentare dazu:

    – „China ist ein Land was man nur verachten kann…..“
    – „einfach nur widerwärtig…. ekelhaftes pack “
    – „Das Volk der Schande“
    – “ China….Mal wieder…Dreckspack!!!“
    – “ China again!! I hate China!! Cruel barbaric nation to animals.. evil bastards“
    – „Perverse Schlitze. Immer wieder China China…“
    – “ Das ist eben ein abartiges Volk“
    – „China. Da ist nichts anderes zu erwarten ….“
    – “ Richtig ekliges volk “
    usw.

  • Nader

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    Heute habe ich zufällig diesen Artikel gesehen / gelesen. Es ist immer auffällig wie sehr die Logik bei den Fleisch- und Tierausbeutungslobbyisten fehlt. Leute, die über ausreichende Intelligenz verfügen, können vielleicht die Sicht eines Antispeziesisten nachvollziehen, auch, wenn sie selber speziesistische Weltanschauung vertreten.
    Für einen wahren Antispeziesisten (Ich würde gerne mich dazu zählen) ist der Vergleich vom Holocaust-Verbrechen mit dem (mit riesigem Abstand) größten Verbrechen, dass je durch Menschenhand begangen wurde / begangen wird nämlich Konsum von Fleisch und sonstigen durch kriminelles Vorgehen hergestellte Produkte, nicht nur zulässig sondern eine absolute Pflicht.
    Es wäre schön wenn, die Fleischlobbyisten denken könnten. Dieser Wunsch wird nie in Erfüllung gehen.

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