"marinaForum" wird wieder einmal teurer

Schlachthof: Und noch ne Viertelmillion versenkt

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Das Millionengrab wird noch ein wenig tiefer: Für das Veranstaltungszentrum im „Marina-Quartier“ muss die Stadt weitere 275.000 Euro nachschießen.

Juli 2013: Thomas Dietlmeier (Immobilien Zentrum Regensburg), Ulrich Schneider (C.A. Immo) und Hans Schaidinger beim Spatenstich für ein städtisches Millionengrab namens Marina-Quartier. Foto: pm

Juli 2013: Thomas Dietlmeier (Immobilien Zentrum Regensburg), Ulrich Schneider (C.A. Immo) und Hans Schaidinger beim Spatenstich für ein städtisches Millionengrab namens Marina-Quartier. Foto: pm

Und wieder einmal erhöhen sich die Baukosten für das Veranstaltungszentrum am Alten Schlachthof („marinaForum“), das in der denkmalgeschützten Zollingerhalle untergebracht werden soll. 2013 war noch von Nettokosten in Höhe von 6,5 Millionen Euro die Rede, welche die Stadt über ihre Tochter „Regensburg Tourismus GmbH“ (RTG) für die Fertigstellung des „veredelten Rohbaus“ hinblättern sollte. Bereits Ende 2015 mussten diese Mittel für den Innenausbau auf 7,85 Millionen Euro aufgestockt werden und am kommenden Dienstag nun soll der Verwaltungs- und Finanzausschuss weitere 275.000 Euro aus städtischen Rücklagen bewilligen, um eine neuerliche Erhöhung der Baukosten auszugleichen.

Eröffnung erneut verschoben

Maßnahmen für Brand- und Schallschutz schlagen der Vorlage zufolge mit rund 159.000 Euro zu Buche, weitere 21.000 kostet die „Optimierung“ einer Küchenwand und auch auch neuerliche Bauzeitverzögerungen – Kostenpunkt: knapp 95.000 Euro – gehen zulasten der Stadt. Die Eröffnung des marinaForums verschiebt sich – wieder einmal – nach hinten. Ursprünglich sollte es bereits Anfang dieses Jahres den Betrieb aufnehmen, nun ist von Ende 2017 die Rede.

Wie berichtet, wird die Stadt bzw. die RTG das Veranstaltungszentrum – sofern es dann mal eröffnet werden wird – über 25 Jahre vom Immobilien Zentrum anmieten – Kostenpunkt: 300.000 Euro jährlich – zumindest laut der Vorlage aus dem Jahr 2013; aktuellere Zahlen werden von der Stadt nicht herausgegeben. Profiteur all dessen: das unter OB Hans Schaidinger auffällig erfolgreiche Immobilien Zentrum Regensburg.

Blumenschmuck auf ein Millionengrab

Die neuerlichen 275.000 Euro sind aber ohnehin nur noch der Blumenschmuck auf ein Millionengrab, das sich die Stadt Regensburg auf dem Alten Schlachthof geschaufelt hat. Als das rund sieben Hektar große Areal unter Ägide von Hans Schaidinger 2011 zu einem Schnäppchenpreis an die C.A. Immo verkauft wurde (und sich unmittelbar darauf das Immobilien Zentrum einen Großteil der Flächen sicherte) wurden auch Vereinbarungen über die Entsorgung von Altlasten getroffen.

Wie berichtet geht es um zigtausende Tonnen von, so die Stadt, „Bauschutt, Brandrückstände etc., die als Abfall entsorgt werden müssen“. Unbestätigten Informationen unserer Redaktion zufolge dürften die Kosten für die Stadt Regensburg nach Schätzungen der Verwaltung aus dem Jahr 2015 bei mindestens 2,6 Millionen Euro liegen. Andere Quellen sprechen mittlerweile von über fünf Millionen. Zur genauen Menge der Altlasten wie auch den Kosten für die Entsorgung hält sich die Stadt bislang bedeckt – die Arbeiten seien noch nicht abgeschlossen, heißt es. Und auch beim Veranstaltungszentrum bleibt abzuwarten, ob es mit der neuerlichen Aufstockung der Kosten um über eine Viertelmillion getan ist.

Termin zur Beratung der Vorlage: Mittwoch, 26. April, 15 Uhr, im Neuen Rathaus. Die Sitzung ist öffentlich.

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Kommentare (32)

  • Matthias B.

    |

    Oh, ich bin so versucht, zu der Sitzung am kommenden Dienstag zu gehen und lauthals von der Besucherempore herab unseren Vertreterinnen und Vetretern meine Verachtung entgegenzubrüllen.

  • Lothgaßler

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    Ist doch prima, die Stadt zahlt für die Erstellung des Veranstaltungszentrums, und dann mietet sie das auch noch an.
    Ich bin schon auf die Transparenz in dieser Sache gespannt. Von Geschäftsgeheimnissen kann keine Rede sein, wenn die Stadt die Entsorgung problematischer Stoffe bezahlt.

    Die zu beantwortende Frage in diesem Fall ist: Wollte die Stadt das genau so haben? Wozu haben die Referenten/ berufsmäßigen Stadträge geraten? Wurde eine Risikoanalyse durchgeführt, und wie wollte man auf Risiken reagieren? Wurden dem Stadtrat Sachverhalte verheimlicht, falsch oder grob vereinfacht mitgeteilt, so dass dieses Organ nicht über die Konsequenzen unterrichtet war?
    Schade nur, dass diese Fragen wohl nicht beantwortet werden. Weiter so, es läuft für die „Geschäftspartner“ der Stadt prima!

  • Spargelstecher

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    Wäre es nicht günstiger, den Bauschutt für 25 Jahre in die Zollingerhalle einzulagern?

  • El

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    Wieso haben die Herren da oben, die hier so kess das Bein schwingen, sich eigentlich nicht als Can-Can-Tänzer beworben im Moulin Rouge ?? Da hätten sie mit ihren Strahlegesichtern den Laden schmeißen können.

    Allmählich kann ich diese Nummernboys nicht mehr sehen !!

  • mkveits

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    @ Lothgaßler sei ergänzt um den Hinweis, dass es in derartigen Grundstücksgeschäften stets der Üblichkeit, dem normalen Geschäftsgebaren entspricht, dass der KÄUFER die potentiellen Altlasten übernimmt.

    Fragen daher:

    1. Wusste man von diesen Altlasten, dem Umfang und den Kosten der Beseitigung?
    2. Warum ist man von dem vorstehenden Grundsatz abgewichen?
    3. War dieses Abweichen von der Norm ein versteckter Gegenzug auf Kosten des Vermögens der Stadt, der 160 000 Regensburger, im intransparenten Spiel der Parteienfinanzierung?
    4. Verstießen die Handelnden dadurch gegen den Verwaltungsgrundsatz des sparsamen Wirtschaftens? Wurde dies von der Aufsicht schon geprüft, wer trüge persönlich die Verantwortung und ggf. die Haftung?
    5. Wer war zu fraglichen Zeit Mitglied des Grundstücksausschuss? Was hat der einzelnen getan bzw. unterlassen? Wozu wäre er verpflichet gewesen?
    6. Arbeitet die StA an dem Verdacht der Untreue: „Vielmehr ist zu beweisen, dass der öffentlichen Hand durch die pflichtwidrige Handlung ein Vermögensnachteil entstanden ist.“ ? (siehe nachfolgend)

    Um Antwort wird gebeten.

    Dazu:

    Die Verletzung der Haushaltsgrundsätze kann als „Haushaltsuntreue“ – ein Unterfall der Untreue – nach § 266 StGB geahndet werden. Der BGH hatte 1997 allerdings klargestellt, dass es keinen Tatbestand der „Haushaltsuntreue“ gebe, der „alleine die Pflichtwidrigkeit haushaltswidriger Verfügungen mit Strafe bedroht.“[5] Der Verstoß gegen geltendes Haushaltsrecht oder die Haushaltsgrundsätze ist daher nicht ohne weiteres nach § 266 Abs. 1 StGB strafbar. Vielmehr ist zu beweisen, dass der öffentlichen Hand durch die pflichtwidrige Handlung ein Vermögensnachteil entstanden ist. Der subjektive Tatbestand des § 266 StGB setzt Kenntnis von der Verletzung der Haushaltsgrundsätze voraus. Eine strafrechtlich relevante pflichtwidrige Schädigung der zu betreuenden Haushaltsmittel kommt insbesondere in Betracht, wenn ohne entsprechende Gegenleistung Zahlungen erfolgen, auf die im Rahmen vertraglich geregelter Rechtsverhältnisse ersichtlich kein Anspruch bestand.
    wikipedia
    https://de.wikipedia.org/wiki/Haushaltsgrunds%C3%A4tze

  • peter sturm

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    „Wurden dem Stadtrat Sachverhalte verheimlicht, falsch oder grob vereinfacht mitgeteilt, so dass dieses Organ nicht über die Konsequenzen unterrichtet war?“
    lieber lothgaßler.
    wohl allen die im stadtosten wohnen ist die problematik des schlachthofareals bekannt. sie brauchen an manchen stellen in der nähe nur 60cm tief zu graben und schon riecht es nach benzin. das gebräu dass sie dort fördern können sie jederzeit anzünden.

  • altstadtkid

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    Danke RD dass Ihr die Erinnerung an diese „Schande“ am Leben erhaltet, es wird allerdings
    niemals Ermittlungen bezüglich des Schlachthofareals geben.
    Schauen wir mal wie viel „Miese“ das „halbschaarige“ Kongresszentrum jetzt machen wird.
    Zahlen darf diesen Wahnsinn ja der Bürger. Danke!

  • Kleiner Mann

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    Er war einfach ein Macher.
    Was macht so ein Macher?
    Unbehagen und Kosten für die Bürger.

  • Lothgaßler

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    @peter sturm
    ich gebe zu in der Gegend nie ein Loch gebuddelt zu haben. Aber wenn das so ist, wie Sie es schildern, dann müssen in der Verwaltung alle über hohe Risiken wg. Altlastenbeseitigung informiert gewesen sein. Ebenso die einschlägigen Gremien, aber womöglich nicht alle Stadträte. Die Frage ist deshalb: Was wurde den abstimmenden/ zustimmenden Stadträten von Seiten der Verwaltung dazu mitgeteilt?
    Wurde das Risiko gegen besseres Wissen als gering eingeschätzt, um so die Übernahme der Altlastensanierung durch den Stadtrat zu bekommen? Hat die Verwaltung sich dem Wunsch einzelner Personen gebeugt und eine „Win-Win-Situation“ beschrieben, oder hat der Stadtrat beschriebene Risiken nicht zur Kenntnis genommen?
    Dabei wäre die Entwicklung der stadtinternen Einschätzung von großem Interesse. Wer hat wann und wie auf Vorlagen/ Anfragen reagiert? Wann wurde auf wessen drängen eine Stellungnahme „korrigiert“? Welche Hintergrundgespräche hat es gegeben, wer hat daran teilgenommen?

    Wie @mkveits ausführt, ist es üblich, dass ein Käufer die Altlasten übernimmt, und sich dabei einen Preisnachlass aushandelt. Hier gabs eine abweichende „Einigung“. Nicht nur der Aushub riecht, sondern auch die Lastenverteilung zu Ungunsten der Stadt. Eigentlich soll eine Verwaltung die Stadträte von solchen Entscheidungen bewahren. Das darf und muss hinterfragt werden.

  • mkveits

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    Wird das „Gebrau“, von Peter Sturm schreibt, nicht auf lokaler Ebene immer mehr zum „Failed State“, in welchem die Aufklärung eine Achilles-Ferse nach der anderen freilegt wie eine Perlenkette, an der so manch Getier verspielt sich erGÖTZtE?.

  • hf

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    @lothgaßler: die frage ist doch: welches unternehmen hätte überhaupt die quartiersentwicklung in dem verseuchten gebiet übernommen, wenn die stadt nicht für die zu erwartenden extrakosten aufgekommen wäre?
    der eigentliche skandal ist, dass man niemanden von den alten verursachern haftbar machen kann – eventuell hat daran sogar der eine oder andere mitverdient, der inzwischen ins immobilienzetrum investiert hat? „gewinne privatisieren, verluste sozialisieren“ sagt man da böswillig – andererseits ist die bautätigkeit in dem gebiet mitgrund jenes wohlstands, der vielen hier ihre polarisierte haltung erst ermöglicht. schaidinger und die verwaltung haben das dilemma sicherlich lange abgewogen, wie man das hässliche, wertlose glasscherbenviertel überhaupt jemandem schmackhaft machen sollte.
    freilich ist es jetzt einfach zu schimpfen, dass die kosten nachträglich gestiegen sind – wenn man zugleich ignoriert, dass ohne den schlachthofdeal die lücke zwischen it-speicher und hafen vielleicht noch immer eine grau-matschige industriebrache wäre.

  • mkveits

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    Die Verwaltungsvorlagen, die @Lothgaßler anspricht, können von jedeM Stadtrat eingesehen (eingeschränkt auch vom Bürger) werden; ER kann daraus seine Schlüsse ziehen und politisch aktiv werden, auch und gerade, wenn ER sich für die nächste Wahl dem Souverän empfehlen möchte. Anfragen des einzelnen Souverän an seine speziellen Vertreter würden diese notwendige Aufklärungsarbeit aus der Mitte des Rates der Stadt nur fördern. Entsprechende Schreiben könnten doch hier in KOPIE eingestellt werden. Am besten auch immer eine angemessene Frist setzen. Whom the bell rings.

    Ich gehe im Übrigen davon aus, dass die StA schon längst hinter diesem HAUT GOUT, diesem Gebräu, her ist, auch wenn damit „nur“ die strafrechtliche Seite ggf abgeklärt wird. Eine dieszügliche Wasserstandsmeldung in Form einer PM auch aufgrund einer Presseanfrage wäre ein Akt eines wachen Rechtsstaats, der sich seiner Verantwortung gegenüber dem Souverän bewusst ist.

  • Eduardo

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    @hf: Das muss man schon präzieser sehen. Den Entscheidern muss VORHER bekannt sein, dass mit höherenund bezifferbaren Kosten zu rechnen ist. Aber, und hier hat @mkveits völlig recht, dass man kann bei später erkannten Mehrkosten MEHR verdienen kann. Da wird nicht mehr pauschal abgerechnet, sondern „lockerer“.
    Es ist weiter überhaupt nicht verwunderlich, dass der Herr Schaidinger mit von der Partie ist. Wer sich mit bekanntermassen großzügsten Beraterverträgern gesalbt hat, dem traut diese Art von hohler Hand seit längerer Zeit zu.
    Vielleicht hat der eine oder andere noch Ahnungen aus früherer Zeit.

  • joey

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    eine ausführliche Sondierung (an vielen Stellen) hätte Klarheit erbracht. Vielleicht war genau das nicht gewünscht.

    Sofern der Erwerber auch ein Auftragnehmer ist (Städtebaulicher Vertrag mit Bauverpflichtungen) wäre ein deal ungültig, wenn der Erwerber ein unübersehbares Risiko eingehen muß, das er also vorher nicht auskömmlich kalkulieren konnte. Das Baugrundrisiko hat immer der Bauherr.

    Wie auch immer: die Kosten bleiben bei der Stadt. Mit ungenügender Vorplanung hat man lediglich die Stadträte getäuscht. Wie wir schon vorher wußten: diese Leute sind nicht kompetent und auch noch falsch (aus der Verwaltung) beraten. Lauter Abnicker – kein Wunder, daß da Korruption gedeihen kann, wenn die Kontrollinstanz nicht funzt.

  • Klemens Richter

    |

    Jetzt wissen wieder alle Pfenningfuchser alles besser. Die paar Mille, was solls. Regensburg ist TOP

  • hutzelwutzel

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    Wenn nicht auf Regensburg-Digital.de, wo sonst würde man so was lesen, und überhaupt mitbekommen was da schief läuft! DANKE!
    ——————
    Denkt Regensburg wirklich, dass man die Abermillionen erwarteten Touristen über die Donau „ankarren“ wird?
    Aber irgendwo muß das Geld ja hin, das in Deutschland überall „rumschwirrt“. Die/ der Steuerzahler/in bringts ja, und bekommt dafür als Dank in kürze wieder höhere Krankenversicherungskosten etc..

    @Matthias B.:

    Da würden Sie/ würdest du aber sehr schnell „entfernt“ werden.
    Wir rüsten uns medial (letztmalige ZDF-Zoom-Doku) sowieso schon für den „Ernstfall“. Politiker*innen „angehen“ geht überhaupt nicht (mehr). Schon jetzt im Blick auf die BTagswahlen sieht man die kaum mehr in der Öffentlichkeit. Wir werden sicher in Zukunft Orwell-like nur noch Ansprachen übers Internet, die Regionalmedien oder auf Großbildschirme in Stadien erhalten. Sonst wird das für die Vertreter_innen scheinbar zu gefährlich.
    Stellen Sie sich nur einmal vor, mit was man sich beim direkten Bürger*innen-Kontakt anstecken könnten: Mit Ehrlichkeit? ;-)

  • Matthias B.

    |

    @hf
    Die „grau-matschige industriebrache“ hatte 1000 Mal mehr Charme als die gekachelten Spießer-Vogelkäfige, die jetzt dort stehen. Bewohnbar sind dort ohnehin nur die Penthouses, die EG-Wohnungen waren nur weit unter Preis zu verscherbeln.

  • Nemo

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    Bei soviel Schaidinger-dilletantismus drängt sich doch wieder und wieder die Frage förmlich auf: Wie kann man ungestraft solange damit durchkommen Herr Schaidinger?
    Nicht nur Grundstücke an Bauträger verschoben, nein auch windige Pachtverträge gemacht, keinerlei eigene Aktivitäten entwickelt.
    Was hat das unter dem Strich der Stadt gekostet?
    Was ist in die eigene Tasche gewandert?
    Pfui Deibl!!!

  • Mr. T

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    Das schaut aus, wie wenn da die Grundstücke wegen der Belastung billig verkauft wurden, dann aber das Risiko wieder an die Stadt ging. Wussten auch die Wettbewerber, dass die Stadt für die Entsorgung aufkommen wird?

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Matthias B.“ Warum setzen Sie denn Ihr Vorhaben
    nicht in die Tat um? Da würden Sie einen großen Be-
    richt in den Medien bekommen.

  • Matthias B.

    |

    Frau Vietze, ich bin nicht so rampengeil wie Sie. Mir geht es, im Gegensatz zu Ihnen, nicht um Medieberichte.

  • dünnster Künstler

    |

    Kaufpreis des gesamten Areals:
    „Und so erhielt der einzige Bieter denn auch den Zuschlag vom Stadtrat. „Einstimmig“ und „nach einer qualitätsvollen Diskussion“, ließ der damalige Oberbürgermeister Schaidinger verlauten. Eine „vernünftige schwarze Zahl“ habe man beim Verkauf erzielt, hieß es seinerzeit vom Finanzreferenten. 2,6 Millionen Euro soll die C.A. Immo nach aktuellen Informationen unserer Redaktion für die Fläche bezahlt haben. “ vergl.: http://www.regensburg-digital.de/ein-saugutes-geschaeft/04032015/
    Entsorgungskosten Bauschutt im obigen Artikel:
    „“Wie berichtet geht es um zigtausende Tonnen von, so die Stadt, „Bauschutt, Brandrückstände etc., die als Abfall entsorgt werden müssen“. Unbestätigten Informationen unserer Redaktion zufolge dürften die Kosten für die Stadt Regensburg nach Schätzungen der Verwaltung aus dem Jahr 2015 bei mindestens 2,6 Millionen Euro liegen. Andere Quellen sprechen mittlerweile von über fünf Millionen. “

    Baukosten der Stadt für den Innenausbau bisher über 8Mio €.

    Mietkosten, die die Stadt (bzw die RTG) für den Betrieb aufnehmen muß: 300 000€ für die kommenden 25 Jahre….

    WEITER SO !

    Mal sehen, was das Finanzierungsmodell für ein Kongresszentrum (ähh.. Kulturzentrum) am Ernst Reuter Platz vorsieht… Wir das dann auch wieder zurückgemietet und von der RTG betrieben?

    Ein anderes Beispiel für vom Stadtrat gebilligte städtebauliche Mißwirtschaft unter Schaidinger ist immerschon vom massivem Leerstand betroffene BUZ, der Mittelpunkt von Burgweinting: Das Feld mußte der benachbarte Bauer zu einem Spottpreis an die Stadt verkaufen, die es entsprechend billig an Investoren verhöckerte, die dort wie gewünscht ein schrottiges Einkaufszentrum bauten in dem die Stadt unverschämt teuer einmietet. Die Mieteinnahmen werden von den „Eigentümern“ im Ausland versteuert. Vorteil für die Stadt: Man hat sich des öffentlichen Raums im Zentrum der Vorstadt entledigt. Vorteil der verhinderten Agora für die „etablierten“ Parteien: Politik funktioniert weiterhin mit 1x/Jahr Leberkas und Speißeeis; bei Kultur und Bürgerinitiative müssten sie sich hinten anstellen. Flankiert wurde die Maßnahme durch die „Offensive Zukunft Bayern“(=Privatisierung und Börsengang im Freistaat, der Pfeil nach oben ist immernoch auf dem Logo des Kulturfonds zu sehen…) , einem Auftritt bei der EXPO 2000 mit „vorbildlichem Wohnungsbau“ in Burgweinting Mitte (vieles wurde nicht umgesetzt) und einem bundesweiten Kunstwettbewerb des Stadtplanungsamtes für Kunst im Stadtteil, der von Prof.Dr.Manfred Schneckenburger, der schon zwei mal die Dokumenta geleitet hatte, kuratiert wurde. (es gab nur 2.Preise und keine Umsetzung der verschollenen Ankäufe) Hartl saß in den entsprechenden Ausschüssen und in der Jury, seine letze Großtat war es 2012, das Kunstprojekt Art BuZZ`l einzumachen: „Da kerat sich a Metzgerei eini !“ Wie oft kam der noch an, um zu schauen ob wir immer noch nicht draussen sind!

  • Lothgaßler

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    @hf:
    Das wäre doch kein Problem, wenn die Transparenz gewahrt bliebe. Alternativen gibts immer. Stück für Stück hätten kleinere Abschnitte an Interessenten vergeben werden können. Auch wäre es heilsam die Flächen erst zu sanieren und dabei die Vergangenheit aufzuarbeiten (also wer hat die Altlasten verursacht, wer hat davon gewusst, war das offiziell oder stillschweigend „genehmigt“, kann noch einer haftbar gemacht werden…), und danach die Flächen im Sinne der Stadt zu entwickeln. Dabei können soziale Belange berücksichtigt werden.

    @mkveits:
    ja ich weiß, ich könnte recherchieren und einiges aber nicht alles an Verwaltungshandeln nachlesen. An Hintergründe komme ich aber dennoch nicht heran. Aber mir fehlt aktuell die Zeit dazu!
    Ihre Erwartung Richtung Staatsanwaltschaft teile ich nicht. Ich fürchte die haben ihren Ermittlungsumfang wohl definiert (bekommen).

  • dünnster Künstler

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    Kaufpreis des gesamten Areals:
    „Und so erhielt der einzige Bieter denn auch den Zuschlag vom Stadtrat. „Einstimmig“ und „nach einer qualitätsvollen Diskussion“, ließ der damalige Oberbürgermeister Schaidinger verlauten. Eine „vernünftige schwarze Zahl“ habe man beim Verkauf erzielt, hieß es seinerzeit vom Finanzreferenten. 2,6 Millionen Euro soll die C.A. Immo nach aktuellen Informationen unserer Redaktion für die Fläche bezahlt haben. “ vergl.: http://www.regensburg-digital.de/ein-saugutes-geschaeft/04032015/
    Entsorgungskosten Bauschutt im obigen Artikel:
    „“Wie berichtet geht es um zigtausende Tonnen von, so die Stadt, „Bauschutt, Brandrückstände etc., die als Abfall entsorgt werden müssen“. Unbestätigten Informationen unserer Redaktion zufolge dürften die Kosten für die Stadt Regensburg nach Schätzungen der Verwaltung aus dem Jahr 2015 bei mindestens 2,6 Millionen Euro liegen. Andere Quellen sprechen mittlerweile von über fünf Millionen. “

    Baukosten der Stadt für den Innenausbau bisher über 8Mio €.

    Mietkosten, die die Stadt (bzw die RTG) für den Betrieb aufnehmen muß: 300 000€ für die kommenden 25 Jahre….

    Hat Jürgen huber 2011 als Stadtrat auch für den Deal gestimmt? – Der wollte doch immer ein „Kreativquartier“.

    WEITER SO – VERGESSEN WIR WAS WAR !

    Mal sehen, was das Finanzierungsmodell für ein Kongresszentrum (ähh.. Kulturzentrum) am Ernst Reuter Platz vorsieht… Wird das dann auch wieder zurückgemietet und von der RTG betrieben?

    Ein anderes Beispiel für vom Stadtrat gebilligte städtebauliche Mißwirtschaft unter Schaidinger ist das immerschon vom massivem Leerstand betroffene BUZ, der Mittelpunkt von Burgweinting: Das Feld mußte der benachbarte Bauer zu einem Spottpreis an die Stadt verkaufen, die es entsprechend billig an Investoren verhöckerte, die dort wie gewünscht ein schrottiges Einkaufszentrum bauten, in dem die Stadt unverschämt teuer einmietet. Die Mieteinnahmen werden von den „Eigentümern“ im Ausland versteuert. Vorteil für die Stadt: Man hat sich des öffentlichen Raums im Zentrum der Vorstadt entledigt. Vorteil der verhinderten Agora für die „etablierten“ Parteien: „Politik“ funktioniert weiterhin mit 1x/Jahr Leberkas und Speißeeis und etwas Biberschelte; bei Kultur und Bürgerinitiative müssten sie sich hinten anstellen, Schweinereien, wie die für die Bauunternehmen lukrative Aubachbetonierung würden hinterfragt.
    Flankiert wurde die Einkaufszentrumbau-maßnahme durch die „Offensive Zukunft Bayern“(=Privatisierung und Börsengang im Freistaat, der Pfeil nach oben ist immer noch auf dem Logo des Kulturfonds zu sehen…) , einem Auftritt bei der EXPO 2000 mit „vorbildlichem Wohnungsbau“ in Burgweinting Mitte (einiges wurde nicht umgesetzt) und einem bundesweiten Kunstwettbewerb des Stadtplanungsamtes für Kunst im Stadtteil, der von Prof.Dr.Manfred Schneckenburger, der schon zwei mal die Dokumenta geleitet hatte, kuratiert wurde. (es gab nur 2.Preise und keine Umsetzung der verschollenen Ankäufe). Hartl saß in den entsprechenden Ausschüssen und in der Jury, seine letze Großtat war es 2012, das Kunstprojekt Art BuZZ`l einzumachen: „Da kerat sich a Metzgerei eini !“ Wie oft kam der noch an, um zu schauen ob wir immer noch nicht draußen sind!

  • Mathilde Vietze

    |

    Zu „Matthias B.“ – Ich bedanke mich aufrichtig für Ihr Kompliment.
    Nachdem ich mich mit Ihrem hochintelligenten Niveau nicht messen
    kann, bitte ich ergebenst um Aufklärung, auf welcher Rampe Sie
    mich schon mal angetroffen haben.
    Ich freue mich auf Ihre geschätzte Anwort und wünsche Ihnen auch
    weiterhin treffende Ideen.

  • Georg Raab

    |

    Das System wird weiter bestehen in dieser Stadt leider.Mich würde mal interessieren ob Dr.Wolfgang Schörnig Rechts- und Regionalreferent von diesen Immobilien Affäre gewusst hat,sowie Planungs- und Baureferentin Frau Schimpfermann und Leiter der Stadtentwicklung Anton Sedlmeier komisch das alles keine Ahnung haben wundert viele Bürger.
    Die größten 3 Bauträger und Immobilienhaie in der Stadt Regensburg die den ganzen Immobilienmarkt Kontrollieren.
    1 Platz – Thomas Dietlmeier (Immobilen Zentrum Holding)
    2.Platz . -Die Schmack Brüder ( Schmack Holding)
    3 Platz. – Volker Tretzel (Tretzel Gruppe)

    Stadtverwaltung (Amtsleiter – Referenten) und die Politiker sowie (Stadträte und alle Abgeordneten aller Parteien in Regensburg ) sollten als gesamtes zurücktreten.

  • Josef Zettler

    |

    Es ist wahrlich verblüffend, das die Stadt als langjähriger Besitzer bzw. Eigentümer des Schlachthofs nicht wissen konnte, dass in Schlachthöfen im allgem. sowohl Asbest, Trichlorethylen zur Entfettung, Altöl, Teer usw. mit hoher Wahrscheinlichkeit verwendet wurde.
    Mindestens genauso ungewöhnlich ist das vermutlich entsprechende Unterlagen vorab nicht gesichtet oder Untersuchungen nicht ausreichend durchgeführt wurden.
    Ich bin mal neugierig was auf den Bürger zukommt wenn das REWAG Gebäude mit Parkhaus neugebaut und der Altbau (80er Jahre) veräußert wird.
    http://www.mittelbayerische.de/region/regensburg/stadtteile/innenstadt/neues-gebaeude-fuer-stadtwerke-und-rewag-21345-art1437515.html

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