Brückenzerstörer geht nach Rom

Presseerklärung Laienverantwortung Regensburg e.V. Hätte es noch eines Beweises bedurft, dass die äußere Struktur der römisch-katholischen Kirche nicht mehr reformfähig ist, dann wäre er nun mit der Ernennung des Regensburger Bischofs Dr. Gerhard Ludwig Müller zum Präfekten der Glaubenskongregation durch Papst Benedikt XVI. endgültig erbracht worden. Welche eine andere Institution, Organisation oder Unternehmen könnte es sich leisten, den langen Katalog von Fehlleistungen, Ausgrenzungen und Skandalen zu ignorieren, der in der fast zehnjährigen Amtszeit des derzeitigen Bischofs von Regensburg zu verzeichnen ist. Bereits zum Papstbesuch 2006 in Regensburg hatte die Laienverantwortung Regensburg e.V. in einem 20-seitigen Brief an den Papst den damaligen Stand erläutert und begründet. Der Brief blieb ohne jegliche Reaktion. Offenkundig herrscht im Vatikan eher die Devise „viel Feind, viel Ehr“. In diesem Sinne geht ein äußerst ehrenhafter Mann nun als oberster Glaubenswächter nach Rom. Ein Bischof sollte ein Brückenbauer sein, Müller hat Brücken eingerissen. Ein Bischof sollte eine gefestigte Persönlichkeit sein, die souverän mit der Verantwortung und der Machtfülle des Amtes umgehen kann, Müller ist getrieben von Verfolgungsphantasien und einer persönlichen, aber unerfüllten Sehnsucht nach Zuneigung und Liebe. Ein Bischof sollte zuhören können und auf die Menschen mit ihren unterschiedlichen Lebensbedingungen, Sorgen, Nöten und Hoffnungen eingehen können, Müller ergeht sich in lautstark vorgetragenen Monologen und scheut jeglichen kontroversen Dialog. Als Präfekt der Glaubenskongregation wird sein „Wirken“ noch um ein Vielfaches mehr an zerstörerischem Potenzial offenlegen. Vielleicht muss das so sein, damit die reformunfähige äußere Struktur der römisch-katholischen Kirche schneller ihrem Untergang entgegen gehen kann. Erst dann wird ein Neubeginn möglich sein für die befreiende Frohbotschaft von Jesus Christus in einer Gemeinschaft von Glaubenden, die selbstbewusst, eigenverantwortlich und ohne hierarchische Fesseln Zeugnis geben kann.

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Kommentare (3)

  • Veronika

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    Wenn ich mir jetzt auch „virtuelle Schläge“ einfangen werden, ich muss es einfach los werden:
    Geht es der Laienverantwortung wirklich immer nur um die eigenen Sachen? Bei den Missbrauchsfällen haben ich hier Nichts gehört? Unterstützung in Bezug auf Herrn Aigners Klage habe ich eigentlich auch nicht vernommen? Der Regensburger Bischof hat doch keine Brücken zerstört, er hat nur verlautbart, was die Röm.-Kath. Kirche sagt. Dies war noch nie revolutionär, und schon gar nicht demokratisch. Es ist eben so, dass ein „Diakonat“ oder gar „Priestertum der Frau“ bei dieser „Firma“ nicht in den Kopf geht, weil man sich sonst selbst verraten würde.

  • Veronika

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    Sorry, bitte Plural – Zeile 1 und Zeile 4 – im vorherigen Post durch Singular
    ersetzen. Danke!

  • Gondrino

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    Um Gott zu finden, braucht ´s diese Kirche nicht!

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