CyberMentor: 822 Mädchen und Frauen nehmen an neuer Runde teil

Das E-Mentoring-Programm CyberMentor, das von den Universitäten Regensburg und Erlangen-Nürnberg umgesetzt wird, ist am gestrigen Mittwoch, den 10. Oktober 2012, in seine vierte deutschlandweite Runde gestartet. Anliegen des Projektes ist es, die Beteiligung von Mädchen und Frauen im MINT-Bereich zu steigern. Den teilnehmenden Schülerinnen werden MINT-Akademikerinnen als persönliche Mentorinnen vermittelt, von denen sie ein Jahr lang betreut werden. Mit Beginn der neuen Runde fällt auch der Startschuss für die neu entwickelten Mentoring-Netzwerke: In sogenannten CyberMINT-Communities, die auf einer geschützten Online-Plattform eingerichtet wurden, tauschen sich drei Schülerinnen mit drei Mentorinnen regelmäßig per E-Mail, Chat und Forum aus. Die 3:3-Konstellation bietet verschiedene Vorteile: Mädchen erhalten vielseitige Tipps und Anregungen, lernen die Werdegänge mehrerer Mentorinnen kennen und erhalten auf diese Weise Einblick in verschiedene MINT-Tätigkeitsbereiche. Gemeinsam können die Communities zum Beispiel MINT-Projekte umsetzen, an der Gestaltung einer Online-Zeitschrift mitwirken und Themenchats veranstalten. Die Mentorinnen werden vom CyberMentor-Team durch Online-Schulungen bei ihrer Aufgabe zu unterstützt. Für die aktuelle Runde konnten 137 CyberMINT-Communities gebildet werden. Die Mentorinnen, die sich ehrenamtlich engagieren, sind an Universitäten und Hochschulen oder in der Wirtschaft tätig. Spitzenreiter im wissenschaftlichen Bereich sind die Universitäten Würzburg, die Universität des Saarlandes sowie die Universitäten Stuttgart und Regensburg, von denen insgesamt 22 Mentorinnen an CyberMentor teilnehmen. Im Bereich der Wirtschaft ist die Robert Bosch GmbH mit 13 Teilnehmerinnen das Unternehmen, das die meisten Mitarbeiterinnen als Mentorinnen stellt. Die zweit- bzw. dritthöchsten Teilnehmerinnenzahlen können in diesem Jahr die SAP AG sowie die IBM Deutschland GmbH verzeichnen. CyberMentor wird im Rahmen des „Komm, mach MINT“-Pakts vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert sowie durch Unternehmen (Siemens AG, Daimler AG, IBM Deutschland GmbH, SAP AG, Krones AG, Maschinenfabrik Reinhausen GmbH) unterstützt. Geleitet wird das Programm von Prof. Dr. Heidrun Stöger vom Institut für Pädagogik der Universität Regensburg und Prof. Drs. Albert Ziegler vom Institut für Psychologie der Universität Erlangen-Nürnberg. Interessierte Schülerinnen und Frauen können sich laufend für die kommende Runde, die im Oktober 2013 startet, anmelden. Weiterführende Informationen unter: https://www.cybermentor.de/

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