Diesel-Klau nimmt zu

Hohe Spritpreise spiegeln sich im polizeilichen Einsatzgeschehen wieder – Drastische Zunahme der Dieseldiebstähle Das allerorts präsente Thema der hohen Spritpreise, spiegelt sich mittlerweile auch im polizeilichen Einsatzgeschehen wieder. Die Zahlen der Diebstähle dazu sind gravierend angestiegen. Anlass für das Polizeipräsidium Oberpfalz dieses Phänomen zu thematisieren. Die Tatorte erstrecken sich über die gesamte Oberpfalz, primär entlang der Hauptverkehrsrouten A 3 und A 93 und überregionaler Verbindungsstraßen. Dies kommt nicht von ungefähr, denn begehrte Ziele dafür sind vornehmlich abgestellte Lastwagen aber auch Arbeitsmaschinen, wie sie auf Großbaustellen Verwendung finden. Schon das zeigt, dass nicht der 60-Liter Tank des Pkws von „Opa Schulze“ sondern die wirklich großen Mengen im x-hundert Liter Bereich ausgewählt werden. Exemplarisch seien hier mehrere Taten, die sich während des Osterwochenendes im Bereich Regensburg und im Lk. Cham/OPf. zutrugen, erwähnt. Neun Lkw, abgestellt im östlichen Stadtgebiet von Regensburg waren die Ziele, wodurch der oder die Täter ca. 1.800 Liter aus den Tanks abzapften. In Roding war es ein auf einer Baustelle abgestellter Bagger, den die Unbekannten um 850 Liter „erleichterten“. Prävention ist natürlich auch hier ein Thema, wobei man sich im klaren sein muss, dass die äußerst schwierig, wenn überhaupt praktizierbar ist. Wie sollen Baumaschinen, abgestellte Trucks, landwirtschaftliche Nutzgeräte oder an entlegenen Sandgruben oder Kiesweihern deponierte dieselbetriebene Arbeitsgeräte sicher verwahrt werden? Gerade dort sind aber die Ziele der Täter. So ist der Findungsreichtum der Besitzer dieser Maschinen und Fahrzeuge gefordert um einem weiteren Anstieg der Straftaten vorzubeugen. Dass es diesen gibt dokumentieren die Vergleichszahlen der Oberpfalz aus 2011/2012. Seit Jahresbeginn bis zum 11.04.2012 sind es aktuell 99 Fälle. Bei nur vier dieser Geschehnisse blieb die Tat im Versuchsstadium stecken. Sei es nun wegen einer ausreichenden Sicherung an den angegangenen Objekten, dem Unvermögen der Täter oder weil diese bei ihrer Tatbegehung gestört wurden. Beträchtlich ist der Diebstahlsschaden, der bei 70.000 € liegt. Dem stehen die Festnahmen von lediglich sieben Tatverdächtigen gegenüber, verständlich denn die Täter „arbeiten“ meist abseits jeglicher Wohnbebauung sozusagen „in der Stille und Abgeschiedenheit der Nacht“. Wie drastisch der Anstieg ist, zeigt sich im Vergleich zum Jahr 2011, wo es in der gleichen Zeitspanne „nur“ 44 Taten gab, von denen eine im Versuchsstadium blieb und der Diebstahlsschaden bei 36.000,00 € liegt. In fünf Fällen konnten hier Beschuldigte ermittelt werden. Unterm Strich bedeutet dies, dass sich die Zahl der Taten mehr als verdoppelt hat, was auch an den weiter gestiegenen Spritpreisen liegen dürfte. Federführend liegt es an den einzelnen Einrichtungen und Unternehmen die im Visier der Spritdiebe sind, sich entsprechende Schutzmaßnahmen bereit zu legen. Hinweise dazu können auch die bei den Kriminalpolizeiinspektionen in Regensburg, Amberg und Weiden angesiedelten Beratungsstellen geben.

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Kommentare (2)

  • erik

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    Niedrigere Dieselpreise und die Autofahrer wären glücklich. Am meisten kassiert sowieso der Staat, der saugt wie eine fette Wanze dem Autofahrer mit seiner Mehrwertsteuer + anderen Steuern d.h. Steuern auf Steuern, die Kohle aus der Tasche und profitiert am meinsten von den hohen Treibstoffpreisen. Es wäre an der Zeit den Dieselpreis zu halbieren, eine Gegenfinanzierung wäre zum Beispiel eine Kürzung der Privilegien im Bereich, dort wo der „Wasserkopf“ zu finden ist! Der Staat sollte nicht so gierig sein und Verzicht üben, also das was er immer vom Bürger fordert!

  • Afreakana

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    Interessant wäre in diesem Zusammenhang auch, wie sich die Diebstahlraten auf den Tankstellen entwickelt haben.

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