SOZIALES SCHAUFENSTER

Dultbilanz leicht eingetrübt

Pressemitteilung der Polizeiinspektion Regensburg Nord.

Dultbilanz 2. Wochenende

Die bislang sehr erfreuliche Dultbilanz präsentiert sich nach dem zurückliegenden Wochenende als leicht eingetrübt. Nachdem insbesondere am ersten Wochenende nahezu keine Straftaten registriert werden konnten, gestaltet sich die Bilanz nach dem zweiten Wochenende als nicht mehr ganz so erfreulich. Die Besucherzahlen waren teilweise wieder enorm, was erfahrungsgemäß zu einem erhöhten Aufkommen an körperlichen Auseinandersetzungen führt.

Insbesondere am Freitag und Samstag war bei den jüngeren Besuchern nach 22:00 Uhr ein deutliches Aggressionspotential vorhanden, was zu zahlreichen Schlägereien führte. Nicht mitgerechnet sind die sich anbahnenden körperlichen Auseinandersetzungen, die durch den Einsatz der Sicherheitskräfte frühzeitig im Keim erstickt werden konnten. Der Auslöser war wie so oft im übermäßigen Alkoholkonsum zu suchen, der die Hemmschwelle der Streithähne teilweise gegen Null reduzierte.

Am Freitag gegen 21.25 Uhr flogen auf dem südlichen Rettungsweg die Fäuste. Mit einem Schlag ins Gesicht streckte ein 18jähriger seinen Kontrahenten, einen 19jährigen Dultbesucher, aus nicht bekannten Gründen nieder und flüchtete. Der Täter ist namentlich bekannt, Ermittlungen wegen Körperverletzung laufen.

Kurze Zeit später um 21.30 Uhr schlug ein unbekannter Täter einem 16jährigen mit der Faust ins Gesicht, so dass dieser eine Platzwunde an der Lippe davon trug.

Am Freitag gegen 22.00 Uhr kam es in einem der Festzelte zu einem Streit zwischen zwei Personengruppen. Die Gründe dafür sind noch nicht bekannt, vier zunächst unbekannte Täter schlugen auf einen 22 und 16jährigen Burschen auf dem Nachbartisch ein. Die Geschädigten stellten Anzeige bei der PI Regensburg Nord, bei den ersten Ermittlungen konnte ein 22jähriger Tatverdächtiger noch im Bierzelt angetroffen werden, die anderen Männer sind noch unbekannt. Die zwei Geschädigten wurden leicht im Gesicht verletzt und konnten sich selbst zum Arzt begeben.

Gegen 22.20 Uhr gerieten zwei 17jährige Mädchen auf dem Festplatz aneinander. Durch einen kräftigen Stoß stürzte eine der beiden zu Boden und verletzte sich leicht, durch nicht druckreife Ausdrücke wurde sie auch noch beleidigt.

Ebenfalls am Freitag gegen 23.25 Uhr kamen sich aus noch nicht bekannten Gründen drei Kosovaren beim südlichen Eingang der Dult in die Haare. Zwei Männer im Alter von 38 und 21 Jahren beleidigten ihren 22jährigen Landsmann und schubsten ihn zu Boden, so dass dieser eine leichte Verletzung am Ellenbogen erlitt. Ein weiterer Landsmann des Trios konnte schließlich beruhigend eingreifen und den Streit schlichten, es wird wegen Beleidigung und Körperverletzung ermittelt.

Am Samstag um 20.35 Uhr wurde auf dem südlichen Rettungsweg ein 21jähriger aufgefunden, er wurde scheinbar beim Autoscooter von einem Unbekannten mit einem Kinnhaken niedergestreckt. Der Geschädigte wurde zur Rettungswache verbracht und dort kurzzeitig behandelt.

Auch am Samstag gegen 23.20 Uhr kam es im Glöckl-Zelt zu einem Gerangel zwischen zwei Männern kam. Ein 18jähriger schlug seinem Kontrahenten schließlich mit der Faust ins Gesicht, weitere Gäste konnte die beiden trennen. Der Geschädigte entfernte sich sofort aus dem Bierzelt und ist deshalb noch nicht bekannt.

Vermutlich aus Übermut stellte am Samstag gegen 23.25 Uhr ein bislang unbekannter Täter einem 23jährigen ein Bein, so dass dieser stolperte. Dem nicht genug, setzte er nach und verpasste ihm noch einen Kinnhaken, ein zweiter unbekannter Täter schubste ihn dann noch heftig, so dass der 23jährige endgültig zu Boden ging. Neben den körperlichen Schmerzen ging auch noch die Armbanduhr zu Bruch. Auch eine 17jährige Begleiterin des 23jährigen bekam noch einen kräftigen Schlag auf den Hinterkopf und musste zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Gegen 23.55 Uhr endete der Samstag mit einer weiteren Körperverletzung. Wegen einer Dose eines bekannten Mischgetränkes kamen sich zwei junge Männer in die Haare, dies endete schließlich mit einem gezielten Faustschlag eines 18jährigen ins Gesicht eines ebenfalls 18jährigen Dultbesuchers. Von einem Zeugen wurden die beiden getrennt, der Geschädigte wurde kurz in der Rettungswache behandelt.

Am Sonntag gegen 01.00 Uhr wollte ein 26jähriger einen Streit auf dem Eisernen Steg schlichten, dabei bekam er jedoch selbst einen Schlag verpasst. Als Folge davon flog seine Brille in die Donau, eine Ersatzbeschaffung ist nun angesagt.

 

Auch Diebe waren am Wochenende auf dem Festplatz unterwegs. Am Freitag gegen 17.00 Uhr hatte eine Mutter ihre Handtasche kurzzeitig ihrer 9jährigen Tochter anvertraut, im großen Gedränge gelang es einem unbekannten Täter die Handtasche zu entwenden. Es fehlen unter anderem Bargeld und ein Handy im Wert von 450 Euro.

Am Samstag gegen 21.30 Uhr konnte eine bislang unbekannte Täterin aus der Handtasche einer 16jährigen einen Reisepass entwenden, den diese für eine Bekannte aufbewahrt hatte. Mit dem geklauten Pass wollte die junge Frau schließlich ins Festzelt, zweimal war sie vorher bereits ohne Pass von der Security abgewiesen worden. Die Polizei wurde verständigt, bis zum Eintreffen der Beamten konnte die Unbekannte jedoch flüchten, die Ermittlungen laufen.

Am Samstag gegen 23.00 Uhr klaute ein Unbekannter im Glöckl-Zelt ein Handy, dass die Geschädigte leichtsinniger Weise auf dem Biertisch abgelegt hatte. Der Schaden beträgt 120 Euro.

Ein weiteres Handy im Wert von 130 Euro wechselte gegen 22.00 Uhr den Besitzer, der unbekannter Täter klaute es seiner Besitzerin aus der Handtasche.

Den im Einsatz staubig gewordenen Streifenwagen benutzte eine 26jährige Dultbesucherin am Samstag gegen 23.50 Uhr um ihrer künstlerischen Adler freien Lauf zu lassen. Mit dem Ausdruck „Fuck You“ brachte sie ihre offensichtlich schlechte Meinung gegenüber der Polizei zum Ausdruck. Die Frau wurde festgenommen und wird wegen Beleidigung angezeigt.

Ebenfalls wegen Beleidigung wird ein 22jähriger angezeigt. Zweimal zeigte er einer Fußstreife auf dem Festplatz den berühmten Mittelfinger, was ihn dazu veranlasste, wird er wohl selbst nicht mehr genau wissen. Knapp 2,5 Promille dürfen hier wahrscheinlich als Auslöser angenommen werden.

Auffällig war ein 21jähriger Dultbesucher, der immer wieder bei verschiedenen Streitigkeiten anwesend war. Offenbar versuchte er auch, sich immer wieder in solche Auseinandersetzungen einzumischen, was die Beamten schließlich zu einem Platzverweis veranlasste. Als der 21jährige trotzdem wieder auf dem Festplatz auftauchte, wurde er zu seiner eigenen Sicherheit bis zum Ende des Veranstaltungstages in Gewahrsam genommen.

Auch mehrere Jugendliche hatten offensichtlich am Wochenende zu tief ins Glas geschaut. Aufgrund ihrer starken Trunkenheit wurden zwei von ihnen in Gewahrsam genommen und an die Eltern übergeben. Ein 15jähriger war nach dem Genuss von 2 Maß Bier so stark betrunken, dass er zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert werden musste. Auch gegen das Personal des betreffenden Festzeltes wird wegen Abgabe des Alkohols ermittelt.

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Kommentare (1)

  • altstadtkid

    |

    Das bayerische Brauchtum halt, wer zahlt eigentlich die Polizeieinsätze?

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