„Ein vielversprechendes Konzept“: Neugestaltung an der Schillerwiese

In der Sitzung des Naturschutzbeirates vom 13. März 2013 stellte die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gemeinsam mit einem Regensburger Landschaftsarchitekten ein Konzept zur Neugestaltung der Flächen an der Schillerwiese vor. Dieses Konzept beinhaltet insbesondere eine Revitalisierung der Schillerwiesen sowie mehrere Möglichkeiten für eine qualitätsvolle Entwicklung des Geländes. Das Ufer könnte an dieser Stelle renaturiert werden, sodass ein lebendiger, naturnaher Lebensraum entsteht. Der Naturschutzbeirat, der unter der Leitung des städtischen Rechts- und Umweltreferenten Dr. Wolfgang Schörnig das Konzept debattierte, nahm die vorgetragenen Ideen überaus positiv auf. Auf dieser Grundlage wurden Möglichkeiten erörtert, wie das Naherholungsgebiet qualitativ wiederhergestellt werden könnte. Zahlreiche Anregungen der Mitglieder des Naturschutzbeirates wurden diskutiert und werden von der WSV auch weiterverfolgt: So können beispielsweise bei Kiesanlandungen auch Belange der Fischerei berücksichtigt werden, denn am Donaunordufer gibt es bislang im Bereich des Stadtgebiets kaum Laichmöglichkeiten für Fische. Obwohl eine Bepflanzung mit großen Bäumen nicht mehr möglich sein wird, um den Hochwasserschutz nicht erneut zu gefährden, wird es in Zukunft eine naturtypische Bepflanzung geben. Hier sind insbesondere regionale Weidenarten im Gespräch. Auch einen ökologischen Ausgleich für die 49 gefällten städtischen Bäume sieht das Konzept vor. Die Idee, neben prägnanten Bäumen außerhalb des Hochwasserschutzes auch Auwaldflächen zu schaffen, fiel bei Rolf Diesler, dem Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Regensburg, auf fruchtbaren Boden. Nach einer mehrstündigen Debatte erklärte Dr. Schörnig erfreut: „Dank der engagierten und sachlichen Diskussion haben wir alle einen ersten wichtigen Schritt getan, um das beliebte Naherholungsgebiet attraktiv und ökologisch hochwertig neu zu gestalten.“ Als nächstes werden die vom Naturschutzbeirat eingebrachten Ideen gemeinsam mit den Mitarbeitern des Wasser- und Schifffahrtsamtes und dem Landschaftsplaner vertieft. Eine Besprechung fand bereits heute, am 14. März, im Wasser- und Schifffahrtsamt statt. An dieser Besprechung nahmen auch Mitarbeiter des Gartenamtes und des Umweltamtes der Stadt teil. Für Ende März wird Wasser- und Schifffahrtsamtsleiter Rolf Diesler Vertreter von Naturschutzorganisationen und Fachkräfte der Stadt Regensburg zu einem runden Tisch einladen, um das Konzept weiter zu vertiefen und zu konkretisieren.

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