Polizeikontrollen in Parks

„Eine Konsumeinheit Marihuana“

Die Polizei räumt auf – mal wieder. Im Rahmen des „Projektes Sichere Altstadt“ sorgt man dafür, dass in städtischen Grünanlagen und „Problembereichen“ wie dem Bahnhofsplatz Recht und Ordnung herrschen. Die Ermittlungserfolge sind der Rede wert – findet zumindest die Polizei.

Von David Liese

In Grünanlagen und an „Brennpunkten“ wie dem Bahnhofsplatz greift die Polizei in diesen Tagen wieder hart durch: Foto: Archiv /ld

Suchtkranke, Obdachlose und andere „soziale Randgruppen“, die den Regensburger Ordnungshütern ein Dorn im Auge sind, haben es in der Stadt nicht leicht. Das ist spätestens seit April 2013 bekannt. Damals verkündeten Bundes- und Landespolizei, die Stadt und die Staatsanwaltschaft den Beginn eines „modularen Konzepteinsatzes“ beim schon seit 2012 bestehenden „Projekt Sichere Altstadt“ (PSA). Das erklärte Ziel: Rauschgiftkriminalität, aber auch Fahrraddiebstähle und andere Straftaten sollten eingedämmt, unerwünschte „Klientel“ „verdrängt“ werden.

Im Kontext des PSA vermeldete die Polizei immer wieder neue Ermittlungserfolge – so auch heute. Seit einigen Tagen kontrolliere man „wieder verstärkt die Parkanlagen im Altstadtbereich“, heißt es in einer Pressemeldung. Eine „Vielzahl von Verstößen u. a. nach dem Stadtrecht“ seien geahndet worden. Konkret ginge es dabei meist um „übermäßigen Alkoholkonsum“, sagt uns ein Pressesprecher.

„Soziale Randgruppen, die Bushaltestellen und Parks belagern“

Hierzu äußert sich das Regensburger Stadtrecht in der Tat deutlich: Schon der Aufenthalt in einer Grünanlage „zum Zwecke des Alkoholgenusses“ sei untersagt, liest man dort, „soweit dadurch die öffentliche Sicherheit oder Ordnung gefährdet werden kann.“ Auch der Aufenthalt „in einem Rausch oder ähnlichem Zustand“ ist verboten.

„Es geht hauptsächlich um soziale Randgruppen, die Bushaltestellen und Parks belagern“, erklärt der Pressevertreter der Polizei. Die würden schon „mit einem Bierkasten bewaffnet“ ankommen, um sich dann „ihrem Druck hinzugeben“. Die Polizeibeamten erteilten in solchen Fällen Platzverweise, die Ordnungswidrigkeiten würden angezeigt.

„Eine Konsumeinheit Marihuana“ meldungswürdig

Dass die Beamten auch in Sachen Rauschgift keine Gnade kennen, ist der Polizeimeldung ebenfalls zu entnehmen. Ein 14-jähriger Junge, der kontrolliert wurde, habe „eine Konsumeinheit Marihuana“ mitgeführt. Der – offensichtlich – Drogenkriminelle sei daraufhin „in Gewahrsam genommen und später den Erziehungsberechtigten übergeben“ worden.

Ob durch die Kontrollen im Rahmen des „Projektes Sichere Altstadt“ die Rauschgiftkriminalität insgesamt tatsächlich zurückgeht, kann der Polizeisprecher nicht genau sagen. Zumindest „nicht aus dem Bauch raus.“ Das müsse man sich „genauer anschauen und Zahlen vergleichen“.

Offensichtlich erkennt man jedenfalls im Auffinden eines Joints bei einem Jugendlichen ein öffentliches Interesse. Laut Pressesprecher war dieser Vorfall, was Rauschgiftdelikte angeht, übrigens der bedeutsamste innerhalb der letzten zwei Tage.

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Kommentare (48)

  • thomas schuster

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    Diese peinliche Verhalten seitens unserer so genannten „Gesetzeshüter“ zeigt wiedermal wie falsch hier die Prioritäten gesetzt werden. Es ist ein absolutes Unding, dass vom Staat bezahlte Beamte ihre Zeit mit solchen Unzulänglichkeiten vergeuden wo sie doch so viel wichtigere tun könnten. Es geschieht in jeder Sekunde in ganz Regensburg so viel Unrecht und diese Leute haben nichts besseres zu tun als durch die Parks zu streifen und harmlose Kiffer und Leute die ein Bier trinken zu belästigen? Unglaublich.

  • Regensburger Bürger

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    Lieber Herr Schuster,
    gegen „Leute, die ein Bier trinken“, hat wohl niemand etwas. Über die regt sich auch niemand auf, geschweige denn dass die Polizei etwas dagegen hätte.

    Das Problem sind vielmehr Leute, die halbstündlich ein Bier trinken, 7 Tage die Woche 24 Stunden täglich sturzbesoffen sind, dermaßen geistig benebelt lieben langen Tag in Parks und Bushaltestellen herumhängen, dort alles mit Kippen und sonstigem Müll versauen und deren Lebenszweck offenbar darin besteht, andere anzupöbeln und allen Regensburger Bürgern, die nicht permanent ebenso besoffen herumhängen, jede Freude an ihrer Stadt verderben.

    Um letztere geht’s. Verharmlosungen wie „hach, der trinkt doch nur ein kühles Bierchen“ sind da eher fehl am Platze. Und kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit „Jedem das Seine“ und abstrusen Toleranzappellen. Wer stur andere nervt und auf das Gemeinwohl sch…t, der möge nicht Worte wie „Toleranz“ in den Mund nehmen.

  • Mugg

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    Also jetzt mal wirklich, die Freude an der Stadt Regensburg vermiesen mir ganz andere: Nämlich all jene, die die Stadt bis zur Unkenntlichkeit mit Schickeria aufhübschen und damit allmählich verhunzen, das Wohnen immer teurer machen, die Innenstadt zur Disneyland-Fassage für Touristen umgestalten wollen, Kneipenkultur durch Hochglanz-Gastronomie sowie urbane Kultur durch Event-Marketing ersetzen und das Verweilen in der Innenstadt nur noch Geschäftskunden zu erlauben trachten. Das ist nämlich die Hauptstrategie hinter dem polizeilichen Vorgehen: Die Kernstadt nur noch den betuchten Verbrauchern zugänglich zu machen. Oder, wie der Kulturwissenschaftler Klaus Ronneberger schreibt: „Die ökonomische und bauliche Aufwertung der Kernstadt und die Konzentration des „Urban Managements“ auf eine „konsumfähige“ und einkommensstarke Bürgerschaft ist mit sozialen Selektionsmechanismen verknüpft.“

    DAS sind die Prozesse, die mir die Freude an Regensburg vermiesen!

  • Chris

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    Ich finde den Artikel verharmlosend bzw. unnötig ironisch. Denn es gibt nicht nur diejenigen, die „mal“ „ein Bier“ in der Öffentlichkeit trinken; sondern die all-frühmorgendlichen Glasscherben von Bierflaschen auf manchen Straßen, die regelmäßig offensichtlich Betrunkenen oder die sommer-nächtlichen „brauchst Du was?“-Drogen-Verkäufer in der Bahnhofs-Parkallee sind wirklich in den letzten Jahren nicht mehr einfach nur lustig gewesen. Insofern ist der Kommentar von „Regensburger Bürger“ hier schon ganz zutreffend.

  • Philipp herget

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    Der Krieg gegen die drogen ist verloren, scheinbar will das
    Deutschland und vorneweg Bayern nicht verstehen. Sonst glauben sie der UNO doch auch alles. Das einzige was an der Nachricht positiv ist, das der jenige erst 14 Jahre alt ist. In dem älter sollte man noch nicht kiffen. Anstatt das sich der Staat selbst um Prävention und Jugendschutz kümmert überlässt er das den Dealern. Höchste zeit das sich hier was tut und nicht mehr unschuldige Konsumenten kriminalisiert werden.

  • Nie Kohle

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    Es geht vielmehr um obdachlose und abhängige Menschen. Wenn man diese kriminalisiert, ist das Problem an sich doch nicht gelöst. Selbst wenn sie aus „Grünanlagen“ vertrieben werden, sind sie weiterhin suchtkrank und/oder obdachlos.
    Diese Menschen brauchen Hilfe. Und die gibt es in Regensburg zu wenig. Wo sind die Anlaufstellen? Wo sind die Orte, wo sich diese Menschen aufhalten können, auch wenn sie konsumiert haben? Kontaktläden, Konsumräume, Notschlafstellen etc.?
    Diese Leute haben ein Problem. Sie werden systematisch von unserer Gesellschaft ausgeschlossen. Sie haben keinen Platz und wollen von „uns“ nicht gesehen werden.
    Lieber „Regensburger Bürger“, es bringt nichts sie von oben herab zu behandeln und ich bin mir sicher, Sie werden in Regensburg ein Plätzchen finden, wo sie nicht von „sturzbesoffenen und geistig benebelten“ Menschen in Ihrer Überheblichkeit belästigt werden. Regensburg war ja schon immer gut darin, Sachen unter den Teppich zu kehren. Frei nach dem Motto „was man nicht sieht, gibts auch nicht“.

  • Tijuana

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    Die „Dauersäufer“ sind Alkoholiker, die tun das nicht zur eigenen Freude, sondern weil sie ernsthaft erkrankt sind. Von der Polizei verjagt werden hilft denen bestimmt sehr.

    Auch das Überziehen von Drogenabhängigen mit Anzeigen wegen Drogenbesitzes (i.d.R. wegen geringen Mengen, die die Personen selbst demnächst konsumieren) ergiebt wenig Sinn, da dies die Verelendung der Abhängigen nur vorantreibt (Strafzahlungen kommen zur ohnehin schon teuren Sucht hinzu). „Dann sollen sie halt aufhören mit den Drogen!“ – Wenn das so einfach wäre, dann wären sie nicht da, wo sie sind; dann wären sie nicht süchtig.

    Hier sind eben keine Polizeieinsätze gefragt, sondern wirkungsvolle Maßnahmen. Aber die sind eben teurer.

  • kasernenviertler

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    erklärt, warum neulich die polzei im ostpark ihr auto mit laufendem motor auf den fuß/radweg stelle u ein paar minderjährige dumm anmachte

  • altstadtkid

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    Würde mir die selbe Konsequenz mal bei dem randalierenden „Kindergarten“ wünschen der jetzt schon ab Dienstag die ganze Altstadt mit Randalen überzieht.
    Aber da hört man nie irgend etwas, die sieht ja dann auch der brave Bürger nicht mehr wenn er durch den Park geht.
    Jedes Wochenende rüsten sich Horden von minderjährigen Landkindern in den Arkaden mit „Stoff“ aus und fallen dann in die Altstadt ein, und führen sich so auf wie sie es in Ihren
    Kuhdörfern niemals wagen würden.
    Die ansässige Gastronomie unterstützt das ganze noch mit sogenannten 16er Partys die sich wegen des hohe Zuspruchs
    rasant vermehren.
    Da hab ich noch nie einen Polizisten gesehen oder einen Ordnungsdienst oder sonst irgend jemand der sich darum kümmert.
    Das Ordnungsamt weis nicht mal was von diesen Veranstaltungen!
    Die Leute die da im Park rummhängen sind zum Teil wirklich „arme Schweine“, da gehören schon lange mal 1-2 Street Worker hin, die sich um diese Menschen kümmern.
    Eine reiche Stadt wie Regensburg zieht natürlich Strassenkinder aus ganz Deutschland an, das Problem kann man nicht unter den Teppich kehren oder ihm mit Polizeipräsenz begegnen.

  • Veronika

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    Richtig, voll durchgreifen!!!
    Wo kommen wir denn hin, wenn die Leute nicht mehr nur (katholisches) Bier trinken, sondern sich anderweitig bedienen.
    Schliesslich will doch der Bischof immer wieder mal allabendlich seine Spaziergänge machen und sich sicher fühlen, in der Zenstralstadt des „BibleBelt“.
    Ausserdem hat Regensburg ab September ja auch noch TvE.
    ;-)

    Da will man Regensburg wohl jetzt um jeden Preis hochstilisieren?
    – Horrende Immobilienpreise (manche sprechen auch von
    einer Blase)
    – Law and Order in bayerischer 150%igkeit.

  • Veronika

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    @Regensburger Bürger:

    Da muss ich jetzt aber mal ehrlich sagen, dass ich solche „Regensburger Bürger“ wie Sie ansprechen, bei meinen Besuchen in Regensburg nie getroffen oder gesehen habe.
    ————-
    Mich hatte vor einem Jahr mal aufgeregt, dass sich Jugendliche am Bahnhof nicht auf die Stufen setzen durften, bzw. gleich ein Wachmann kam.
    Also im Sommer ist dies nahezu überall üblich.

  • Herr Gesangsverein

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    Ich sags mal so:
    Als Gelegenheitsjunk(also ohne drauf zu sein) kenne ich diverse Leute am Bahnhof/Park.
    Ehrlich gesagt, wo sollen die Leute auch hin?
    Man will sich nicht immer in Wohnungen treffen da man sonst Aufsehen erregt.
    Wie wärs mit einer Fixerstube damit man sich einen Hit machen kann und etwas bleiben bis man strassentauglich ist?
    Ne, hier in Bayern ja nicht. Sucht ist eine Krankheit und die allermeisten Junks haben keinen Spaß dran Junk zu sein.
    Die Substitution ist auch nicht so einfach wie z.B in der Schweiz.
    Ich finde mit Fixerstube und Tagescafe könnte man die User vom Bahnhof wegbringen. Schön wäre noch wenn man die Leute in Arbeit bringen könne durch eine spezielle Agentur. Viele Probleme lassen sich durch Legaliserung und einen strukturierten Tagesablauf in den Griff kriegen.
    Ich selbst gehe einer festen Arbeit nach, schränke meinen Konsum wochenendmäßig ein und habe die Selbstverpflichtung das ich jeden Tag fit sein muss.

  • YOLO

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    — snip —
    oder die sommer-nächtlichen “brauchst Du was?”-Drogen-Verkäufer in der Bahnhofs-Parkallee sind wirklich in den letzten Jahren nicht mehr einfach nur lustig gewesen.
    — snip —

    @ chris

    noch nie erlebt sowas, nicht in R. andernorts gehört das teilweise fast zum normalen Tagesablauf. Hier aber jedenfalls nicht.

    Du verwechselst möglicherweise FFM, Berlin o.ä. mit Regensburg. Kann schon mal passieren.

  • Dietmar Kuschke

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    DAS PHÄNOMEN (v. Hans Dieter Hüsch, Auszüge)

    Was ist das für ein Phänomen
    Fast kaum zu hören kaum zu sehn
    Ganz früh schon fängt es in uns an
    Das ist das Raffinierte dran
    Und ist man grösser macht man’s auch
    Das scheint ein alter Menschenbrauch
    Nur weil ein andrer anders spricht
    Und hat ein anderes Gesicht
    Und wenn man’s noch so harmlos meint
    Das ist das Anfangsbild vom Feind
    Dann setzt sich in Bewegung leis
    Der Hochmut und der Teufelskreis
    Und sagt man was dagegen mal
    Dann heisst’s: Wer ist denn hier normal
    Ich oder der, du oder ich
    Ich find den Typen widerlich
    Und wenn du einen Penner siehst
    Der sich sein Brot vom Dreck aufliest
    Dann sagt ein Mann zu seiner Frau
    Guck dir den Schmierfink an die Sau
    Verwahrlost bis zum dorthinaus
    Ja früher warf man die gleich raus
    Und heute muss ich sie ernähr’n
    Und unsereins darf sich nicht wehr’n
    Und auch die Gastarbeiterpest
    Der letzte Rest vom Menschenrest
    Die sollt man alle das tät gut
    Spießruten laufen lassen bis auf’s Blut
    Das hamwer doch schon mal gehört
    Da hat man die gleich streng verhört
    Verfolgt gehetzt und für und für
    Ins Lager reingepfercht und hier….
    ….Hat man sie dann erschlagen

    (Hans Dieter Hüsch, 1981)

  • Regensburger Bürger

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    Schön, dass die Kommentare (noch?) meist sachlich bleiben. Danke. Und um’s klarer zu machen: Natürlich hilft’s den Sucht-Alkis nicht die Bohne, wenn sie von der Polizei vertrieben werden (und allen anderen auch nicht, denn 15 min später sind sie ja wieder da). Und natürlich bringt’s ihnen 1000x mehr, wenn sie von Streetworkern „besucht“ werden und nicht von Polizisten. Und, richtig, wo sollen sie auch hin? Aber darauf zielte mein Comment nicht ab – bitte genau lesen! – sondern auf das dummdoof verharmlosende Eingangsposting mit den „harmlosen Kiffern, die ja nur ein Bier trinken“.

    Ich meinte auch nicht die typischen Obdachlosen (das sind, zur Erinnerung, Leute ohne Wohnsitz). Denen gehört mein Mitleid (und ab und zu auch mein gespendetes Kleingeld, obwohl ich’s auch nicht so dicke habe), weil die’s wirklich schwer haben und die, abgesehen davon, einen auch nicht permanent nerven.

    In den Regensburger Parks seh ich allerdings kaum solche Obdachlose wie eben beschrieben, sondern eher notorisch freche Drogensüchtige, die in irgendeiner Sozialwohnung leben, seltsamerweise sogar Geld für Taxi- (Taxi!! – Wahnsinn!) und Busfahrten, Tattoos und ähnlichen Luxusschnickschnack haben, jeden Vorbeigehenden (v.a. Frauen) saublöd anmachen und täglich massenweise Müll und Scherben hinterlassen (auch etwas, was Obdachlose nicht machen – die sammeln Müll eher auf…). Und wenn man sie fragt, ob sie mal schnell 100 Euro verdienen möchten, indem sie einem im Garten für 15 Euro die Stunde helfen, grinsen sie blöd – und die Antwort ist sowas von erwartbar. „Haste mal ne Mark“ ist ja auch viel bequemer, nicht wahr?

    Das Schickeria-Party-Jungvolk nervt übrigens ähnlich wie die faulen Bahnhofs-Allee-Junkies. Auch die sind meist stockbesoffen, pöbeln rum und vermüllen die ganze Stadt. Aber die haben hier anscheinend eine hilfreiche Lobby (der wohlhabende Stadtrats-Papa?). Nix dagegen, denen mal ihre Grenzen aufzuzeigen („wer ne Flasche aufs Pflaster knallt, hilft den Straßenkehrern eine Stunde lang bei der Arbeit…“ – tja, schön wär’s…)

  • Noelle-Charleen Gaiss

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    Ihr mögt die „Biertrinker“ nicht und sie mögen euch eben nicht. Warum nett sein zu Menschen die so intollerant sind? Ich häng zwar nicht in Parks rum und besaufe mich aber verständlich finde ich das schon. Spießig hoch 10 und wer Ruhe will, der soll in ein Dorf ziehen. Ist ja klar das es in einer Stadt mehr abgeht? Außerdem verstehe ich nicht was ihr gegen die Kiffer habt, die tun keinem was außer das sie vielleicht die Imbiss-Buden und Lebensmittelmärkte leer kaufen und ne Menge zu lachen haben. Wo ist das Problem? Oder was stört euch daran wenn ein Kiffer mit beiden Kopfhörern in den Ohren fröhlich durch den Park schlendert?

  • _erik_

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    das Verdrängen von Sozialen Randgruppen ist nichts anderes als das Versagen der Politik und den damit verbundenen Auswirkungen auf Teile der Gesellschaft verstecken und aus den Augen der Politiker und deren Bagage verschwinden lassen zu wollen!

  • Regensburger Bürger

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    „Was stört Euch daran, wenn ein Kiffer mit beiden Kopfhörern in den Ohren fröhlich durch den Park schlendert?“

    — Das stört hier niemanden. Vielleicht solltest Du ERST mal Artikel samt Kommentaren lesen, ehe Du mutmaßliche Meinungen angreifst, die gar nicht existent sind…

    … denn kritisiert wurden nicht Deine „lustigen Kiffer“, sondern vielmehr aggressiv pöbelnde und die Umwelt zumüllende Gestalten. Übrigens schon mal auf die Idee gekommen, dass die ihr eigenes Verhalten vielleicht selbst nicht so arg toll finden?

    Lustig übrigens, dass hier immer wieder der Begriff „Toleranz“ ins Groteske verzerrt wird. „Toleranz“ bedeutet keineswegs, dass es keine Grenzen gibt. Toleranz verdient nur der, der sie auch selbst vorlebt. Und wenn ich Dir grundlos gegen das Schienbein trete, Deine Haustür vollkotze oder Dein Fahrrad klaue, kann ich wohl kaum grinsend Toleranz einfordern.

  • Nazienkel

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    In Gewahrsam-Nehmen eines 14-Jährigen (wegen einer Konsumeinheit Gras lächerlich – was ist denn eigentlich das für eine schwammige Mengenangabe?), ich glaube mein Schwein pfeift. Na, so ist der Junge natürlich von der Richtigkeit der Gesetze überzeugt, er findet bestimmt auch die Polizei in seinem späteren Leben vertrauenswürdig…

    Echt das Letzte – anstatt ihm sein Zeug wegzunehmen und ihm das Glück zu verdeutlichen, dass sie ihm so bereiten und ihm einmal in das Gewissen zu reden. Naja, aber in diesem Bundesland und bei dieser Bundesregierung ist wohl auf Sicht keine Besserung

    Lustig natürlich, dass die Herren Dimpfelmoser das ganze dann auch noch als großen Erfolg in die Drogenverbrechensbekämpfung-Statistik aufnehmen.

    Ich kenne Orte in Bayern, wo extrem viele Hakenkreuze gesprüht werden, mit Verhinderung solcher Dinge wird sich hier aber natürlich auch nicht aufgehalten – da werden lieber ein paar Kiffer gejagt. Die Jugend kann sich dann besaufen, oder sichBeim nächsten Massenbesäufnis aber sind die Dimpfelmosers dann aber natürlich dabei.

    „Jedes Wochenende rüsten sich Horden von minderjährigen Landkindern in den Arkaden mit “Stoff” aus und fallen dann in die Altstadt ein, und führen sich so auf wie sie es in Ihren Kuhdörfern niemals wagen würden.“
    ->Hört sich doch fast an wie das Oktoberfest.

  • jetzt reicht´s

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    Auch wenn es Regensburg Digital nicht für schlimm erachtet, dass ein 14-Jähriger Drogen bei sich trägt, ist es dennoch erschreckend. Auch die Situation auf dem Bahnhofsvorplatz und den umliegenden Grünanlagen ist erschreckend. Gott sei Dank wird sich hier nun intesiver darum gekümmert, dass auch diese Bereiche wieder sicherer begehbar sind.

  • Aber hallo

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    Man muss hier mit null Toleranz vorgehen! Es muss klar erkennbar sein, dass die Regensburger keine Junkies und schwerstalkoholisierte und aggressive Menschen in ihrer Stadt dulden! Ein unsachlicher und verharmlosender Bericht wie dieser hier, ist das eindeutigste Zeichen dafür, dass es äußerst notwendig ist, hier hart durchzugreifen.

  • Joachim Datko

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    Kommentar gelöscht. Bleiben Sie beim Thema.

  • altstadtkid

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    @aberhallo

    das macht die Stadt schon seit Jahren an jedem Wochenende, und findet das ganze auch noch toll.
    Regensburg hat sich schon lang zum Ballermann Ostbayerns entwickelt. Und das spricht sich natürlich überall rum und zieht auch viele andere Leute aus ganz Deutschland an!

  • Thomas

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    Regensburg, Hauptstadt der Spießer. Und das Schlimmste: Diese Spießer haben mittlerweile Spießerkinder. Das sind genau die Proll-Snobs, die am Wochenende die ganzen Plastikschuppen mit ihren aufgestellten Polohemdenkrägen bevölkern.
    Aber auf der anderen Seite wird die Nase gerümpft wenn am Bahnhof ein paar Junkies das Gleiche in arm veranstalten. Tagsüber bitte nicht. Erst wenn Papa im Bett ist und sich das Grauen nicht mehr ansehen muss.

  • Aber hallo

    |

    Sie dürfen mir glauben, lieber bin ich ein Spießer als ein Junkie.

  • Doktorface

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    @Aber hallo
    Wegen „einer Konsumeinheit“ ist man gleich ein Junkie oder was?
    Dein Weltbild scheint aus Vorurteilen zu bestehen.

    Eine Schande, dass Steuergeld für solche sinnlosen Aktionen ausgegeben wird.

    #LEGALIZEALLDRUGS

  • Nazienkel

    |

    Das ist Bayern, hier hat man es bei einem Umzug als Schmerzpatient schwer, an seine Medikation zu kommen. Und spricht man das böse C-Wort als Patient bei einem Arzt aus, so kann es gut sein, dass der einen aus der Praxis wirft.

    Wer hier so leichtfertig von Junkies redet, bei dem hat die Bierzelt-Propaganda offensichtlich gefruchtet

  • soso

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    Die Steuergelder sollten lieber in die Bildung fließen…Das Drogenproblem, wobei ja im eigentlichen nur die Kriminalität und die mögliche Abhängigkeit problematisch sind könnte man somit an der Wurzel bekämpfen.Würden die Konsumenten sich besser auskennen wäre alles sicher, das gillt für fast jede Substanz. Es gibt natürlich ausnahmen mit denen nicht jeder Mensch klarkommt…dennoch gibt es äußerst willenstarke Konsumenten, die auch diese in einem vernünftigen Maß einnehmen. Es ist nichtnur so, dass die Regierung uns versucht dumm zu halten, durch Medienpropaganda etc., sondern in diversen sozialen Bereichen versagt. Das fängt schon bei unserer Integrationspolitik an. Wer Ausländern oder der Unterschicht versucht die Schuld zu geben ist ein versnobtes, ignorantes Schaf. Denn wer ist für deren Lage verantwortlich? Wer ist für die wachsende Kriminalität verantwortlich? So ziemlich jede heuchlerische und verlogene Partei in unserem Bundestag. Wer einen Blick auf die Historie, der Drogenprohibition zurückblickt und einigermaßen intelligent wird erkennen dass sie nicht funktioniert…Aber lauft Merkel weiter hinterher, lasst euch an der Nase herumführen :) Die Menschheit ist halt einfach zu dumm um den Worten intelligenter großer Männer, wie z.B Kant und Marx, nachhaltig zu folgen

  • Markus

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    Das sind die letzten Windungen der Prohibitions-Schlange

    Ach Gott wäre das dramatisch wenn die Cannabis Konsumenten in Deutschland entkriminalisiert würden… kaum auszudenken…

    Überall liegen zerschlagene Bongs herum
    Alte Menschen riechen Morgens schon nach Gras

    Aber Hauptsache an der Supermarkt Kasse
    kann man sich sein Stöffchen in kleinen Flaschen
    zum direkten Konsum kaufen.. inklusiver 70.000
    toter jährlich.. naja was will man machen…

    Nur komsich dass es in anderen Ländern auch EU… Funktioniert

  • Ein (normal) Bürger?

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    Ach so, ich bin für unser Land ein Drogenkrimineller, weil ich manchmal einen rauche.
    „Danke schön“ haben sie mir für die 2013er Steuer- und Sozialabgaben i.H.v. EUR 364tnd. aber nicht gesagt.

  • Regensburger Bürger

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    „Nur komsich dass es in anderen Ländern auch EU… Funktioniert“

    WAS funktioniert in anderen EU-Ländern? Das folgen- und straffreie Zudröhnen physisch und psychisch kaputter Drogenabhängiger – oder was?

    Und wo soll das sein? In Wolkenkuckucksheimland?

  • FREE THE WEED

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    Nur noch krank! Vor allem einige Hirnleichen die hier unterwegs sind.

    Just free it and be happy.

  • Aber hallo

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    Es steht doch jedem frei zu leben wo er möchte. Wenn es einem Drogenabhängigen hier in Bayern nicht gefällt -und so scheint es- gibt es noch 15 andere Bundesländer, die ihn mehr oder weniger gerne aufnehmen! Ciao!

  • _erik_

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    „Die Polizei räumt auf“ erinnert mich an das Unwort der Jahres 1997 und zeigt zumindest mir auf erschreckende Weise, wie zumindest Teile der Bevölkerung in diesem Land wirklich denken. Zu was diese Art von Denke führen kann, wurde an KZ`s anschaulich vor Augen geführt!
    http://de.wikipedia.org/wiki/Wohlstandsm%C3%BCll

  • Nazienkel

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    Aber Hallo, wie verblendet kann man eigentlich sein?

    Menschen, die eventuell eine andere Droge als diejenige, welche legal ist, konsumieren, bezeichnen Sie also als per se als drogenabhängig?

  • Aber hallo

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    Die Nazi-Keule kommt spät, aber sie kommt! Diese Art der Argumentation muss doch selbst unter Linken langsam langweilig sein?!

  • Thomas

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    @aberhallo

    Ich hoffe, dass Sie in Ihrem gesamten sozialen Umfeld inklusive Familie und Verwandtschaft keinen einzigen „Junkie“ haben (das schließt auch den sozial akzeptierten Junkie, den Abends-nach-der-Arbeit-Säufer mit ein), denn Sie könnten damit nicht umgehen, geschweige denn dieser Person helfen. Dafür sind Sie zu herzlos und zu egoistisch. Ich gehe davon aus, dass alle Leute in ihrem Umfeld ohne Drogen leben (Alkohol und Nikotin eingeschlossen). Denn ansonsten müssten Sie über die ja auch derart hart urteilen. Zu guter Letzt hoffe ich, dass Sie kein fleißiger Kirchgänger sind. Denn das würde mit Ihren Aussagen nicht konform gehen. Seltsamerweise sind es aber oft Leute, die sich selbst als überzeugte Christen bezeichnen, die derartig hart mit anderen ins Gericht gehen.

  • Klaus Jarchow

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    Die meisten Drogenopfer habe ich auf dem Münchner Oktoberfest gesehen. Aber das mag ja Zufall gewesen sein …

  • Regensburger Bürger

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    Lustig, dass alle Drogenfans hier den Andersdenkenden unterstellen, wer keine harten Sachen konsumiere, der würde halt umso mehr saufen (und/oder rauchen) – heimlich oder öffentlich – und das auch noch total okay und gesellschaftsfähig finden (a la „jeder, der Drogen verurteilt, säuft bestimmt total viel Bier auf dem Oktoberfest und im Kneitinger“).

    Lustig auch, dass jeder, der Drogensucht nicht supi, cool oder wenigstens total entschuldigbar findet, ein hartherziger und intoleranter Depp sein muss, der ganz bestimmt auch keine Freunde hat.

    Nein, liebe Junkies und Junkie-Freunde: Es gibt sie durchaus, die Mitmenschen, die weder rauchen noch saufen noch kiffen und auch sonst keiner legalen oder illegalen Drogensucht frönen, und dennoch ein erfülltes und durchaus nächstenfreundliches Sozialleben pflegen. Und die das alljährliche Oktoberbesäufnis in München genauso bescheuert finden wie geteerte Raucherlungen oder durchstochene Unterarme.

    Könnten wir dann vielleicht wieder zum Thema zurückkommen…? Oder habt Ihr daran eh kein Interesse?

  • Regensburger Bürgerin

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    Kommentar gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Aber hallo

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    Selbstverständlich ist in meinem Bekannten, und Verwandtenkreis kein Junkie!

    Im übrigen, hier für Sie einmal die Definition von Junkie, denn das Denken und das Definieren ist oftmals absolute Glückssache: http://de.wikipedia.org/wiki/Junkie

    Selbstredend verurteile ich niemanden, der nach seinem verdienten Feierabend noch irgendwo ein Glas Wein oder Bier zu sich nimmt. Sojemand selbstverständlich auch kein Junkie. Allein die Tatsache, dass man so etwas erklären muss, ist erschreckend. Es geht hier um die pöbelnden Junkies in unseren eigentlich schönen Grünanlagen, die den normalen rechtschaffenden Bürgerinnen und Bürgern die Freude über Ihre Parks nehmen. Dies gilt übrigens nicht nur für Junkies, sondern auch -wie hier auch schon angesprochen- für das UNEINSICHTIGE Party-Volk des Nächtens. Ich schreibe absichtlich „uneinsichtig“, weil es auch vernünftige unter den Feiernden gibt. Abschließend sei noch folgendes von meiner Seite gesagt: Ich weiß nicht, warum jemand auf die schiefe Bahn und auf den Drogenweg gekommen ist und ehrlich gesagt denke ich darüber auch gar nicht nach. Was ich aber weiß, ist, dass ich niemals ein Kind (dazu gehört ein 14-Jähriger in meinen Augen) in Besitz von Drogen sehen möchte. Das gilt vom Alkohol angefangen bis hin zur härtesten Droge. Und allein die Tatsache, dass dies hier bagatellisiert wird zeigt, dass es um die Werte in unserer Gesellschaft schon schlimmer steht, als befürchtet.

  • Regensburger Bürgerin

    |

    Es steht außer Frage, daß man versuchen muß, diesen
    Menschen zu helfen. Leider aber – und das sei allen
    sozialromantischen Kommentaroren ins Stammbuch
    geschrieben – gibt es solche, die man beim besten
    Willen nicht erreicht, weil sie gar nichts ändern wollen.
    Ich kann alles, was „aber hallo“ zu diesem Thema gesagt hat, nur unterstreichen.

  • altstdtkid

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    das kann schon sein dass es viele vollkommen Verlorene gibt.Aber wo sollen die denn hin.
    Im Park ist es wenigstens grün und es gibt gesunde Luft!
    Man könnte natürlich alle……..aber ich will ja nicht die NK rausholen

  • Regensburger Bürgerin

    |

    Zu Altstadtkid: Natürlich haben all die „total Verlorenen“
    keinerlei persönlichen Anteil an ihrem Schicksal; es sind
    halt nur die bösen Umstände, die sie in diese Situation
    hineingetrieben haben.
    Es soll aber unter den „Verlorenen“ auch solche geben,
    die ihr Leben wieder auf die Reihe bringen wollen und dies auch geschafft haben. Dazu gehört aber erst einmal die Einsicht und der Wille, etwas zu ändern.
    Es ist eine böswillige Unterstellung, daß es „niemanden
    gibt, der diesen „Armen“ hilft“.

  • Weltscherbe

    |

    Viel Rauch um nichts!

    Wieder mal typisch hier……..

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