SOZIALES SCHAUFENSTER

Europa stand bei Sozialempfang im Fokus

Zum inzwischen achten Mal hat die Regensburger Landtagsabgeordnete Margit Wild zum Sozialempfang der BayernSPD-Landtagsfraktion in den Leeren Beutel in Regensburg geladen. „Wir wollen uns damit bei den vielen Menschen, Vereinen und Initiativen für ihren Einsatz und ihr Engagement für die schwachen Mitglieder unserer Gemeinschaft bedanken“, erklärt Wild die Veranstaltung.

Beim diesjährigen Sozialempfang stand Europa im Fokus. Unter dem Titel „Soziales Europa – mehr als eine Worthülse“ hielt Hans-Ulrich Pfaffmann, Wilds Kollege im Bayerischen Landtag und stellvertretender Vorsitzender der BayernSPD-Landtagsfraktion, ein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Europa – und mit mehr Berücksichtigung der sozialen Komponenten. So forderte Pfaffmann unter anderem eine gemeinsame europäische Sozial- und Arbeitsmarktpolitik: „Wieso können wir nicht einen europaweit geltenden Mindestlohn beschließen?“ fragte der Münchener Landtagsabgeordnete und kritisierte den bisherigen Fokus der europäischen Zusammenarbeit auf wirtschaftliche Aspekte.

Regensburgs Oberbürgermeister Joachim Wolbergs machte in seinem Grußwort deutlich, welche Verbesserungen die europäische Integration mit sich bringt: „Wenn wir heute nach dem Sozialempfang wollen, dann steigen wir ins Auto, fahren nach Pilsen und trinken dort mit den Freunden in unserer Partnerstadt ein Bier“. Er könne sich noch an stundenlanges Warten in seiner Jugend an den innereuropäischen Grenzen und die damit verbundenen Kontrollen erinnern.

Margit Wild machte ebenfalls deutlich, welche wichtige Rolle sie der Europäischen Union bei der Bewältigung der vielen Krisenherde zumisst: „Vor 80 Jahren konnte sich niemand ein vereintes Europa vorstellen. Unsere Mütter und Väter haben hier etwas Einzigartiges und Wundervolles geschaffen, von dem ich auch möchte, dass die kommenden Generationen immer noch profitieren“. Angesichts eines drohenden Brexits, ständiger Forderungen eines Ausschlusses Griechenlands und zunehmender demokratischer Defizite bei einigen europäischen Mitgliedsstaaten äußerte Wild Unverständnis: „Es herrscht so viel Kleinmut und Verzagtheit. Ich wünsche mir wieder eine echte europäische Vision“.

Die zahlreich erschienen Gäste aus dem vielfältigen sozialen Engagement in Regensburg nahmen die ehrlich gemeinten Bekenntnisse zu Europa sehr erfreut zur Kenntnis und freuten sich im Anschluss an die Wortbeiträge über die mannigfaltigen Möglichkeiten zum Austausch.

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Kommentare (3)

  • erich

    |

    was hat die SPD noch mit sozial zu tun, in meinen Augen nichts mehr, eure Agenda 2010-Politik bzw. Hartz-Reformen waren es doch, die dafür gesorgt haben das ganze Landstriche und Bevölkerungsgruppen verarmen und verelenden, daran ändern auch die schöngerechneten und manipulierten Statistiken der Arbeitsagentur nichts. Für den Durchschnitt der Bevölkerung habt ihr nur weniger Einkommen, schlechtere Gesundheitsversorgung und garantierte Altersarmut gebracht und für die Reichen 7,5 Prozent der Bevölkerung die weit über 60 Prozent des Vermögens dieses Landes auf sich vereinen können, ein garantiertes vermehren ihres Vermögens.

  • Mathilde Vietze

    |

    Hans-Ullrich Pfaffmann hat eine außerordentlich positive Aus-
    strahlung. Bei ihm merkt man sofort, daß es sich hier um einen
    geradlinigen und absolut g l a u b w ü r d i g e n Politiker handelt,
    der hinter dem, was er sagt, auch 100%ig steht. Für mich war
    dieser Nachmittag sehr wichtig.

  • Ida Welchenberger

    |

    Wolbergs: „Wenn wir heute nach dem Sozialempfang wollen, dann steigen wir ins Auto, fahren nach Pilsen und trinken dort mit den Freunden in unserer Partnerstadt ein Bier „

    Eigentümliches Verständnis vom grenzenlosen Reisen, wo bleibt der Umweltschutz?

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